Die zweite Saisonniederlage des FC Schalke am Sonntag gegen Wolfsburg ist für mich schwer zu verdauen, weil sie so vermeidbar war. Trotz einer guten ersten halben Stunde und einem insgesamt ausgeglichenen Spiel konnten wir keine Punkte aus der Autostadt mitnehmen. Schaut man auf die Statistiken dieses Spiels, dann findet man sehr schnell zwei wesentliche Gründe, warum der VfL Wolfsburg am Sonntag gewonnen bzw. der FC Schalke verloren hat.

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Schalke verliert gegen Wolfsburg mit 2:1. Dabei lief das Spiel für die Königsblauen zu Beginn ganz nach Plan. Der Ball lief. Der Spieler ohne Ball ebenfalls. So zeigte die Rangnick-Elf in den ersten 25 Minuten gefälliges Offensivspiel. Auch Defensiv zeigte man keine Blöße.

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Nach dem tollen Saisonstart trifft unser FC Schalke am Sonntag in Wolfsburg auf den Ex-Trainer. Für die Medien ist die Begegnung ein gefundenes Fressen: Ex-Mannschaft trifft auf Ex-Trainer. Das gibt mit Sicherheit jede Menge Zündstoff.

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Jose Manuel Jurado, einer der teuersten und umstrittensten Transfers von Felix Magath im Auftrag des FC Schalke 04, setzte am Samstag mit seinem entscheidenden Tor in der 76. Minute gleich zwei Schlusspunkte. Der eine beendete die Diskussion, ob der FC Schalke in dieser Saison nochmals in den Abstiegsstrudel gerät oder nicht. Der andere beendete das Kapitel Felix Magath auf dem Berger Feld endgültig.

Der Ex-Trainer bleibt mit seinem neuen Team so erfolglos wie Rangnick mit Schalke erfolgreich ist. Drei Spiele, drei Siege. Darunter zwei Spiele mit geschichtsträchtigem Charakter. Am Samstag war es dann allerdings doch ein ganz normales Bundesligaspiel. Keine Pfiffe, keine Beifallsbekundungen. Stattdessen gute Stimmung in der Arena. Der Stolz von Mailand schwang mit in den Gesängen der Kurven und schwappte deswegen auch immer wieder über auf die Geraden.

Auf dem Platz ließ Rangnick zunächst das Comeback-Kid Alex Baumjohann auf der Bank und setzte stattdessen auf Lukas Schmitz. Das Experiment ging daneben. Nach vorne hatte Schalke nur über den starken Farfan etwas zu bieten und vor allem Jurado fehlte in der ersten Halbzeit die Anspielstation für seine Kombinationen.

In der zweiten Halbzeit legte Schalke mit Baumjohann nach vorne hin zu und blieb in der Defensive so souverän wie selten. Matip und Höwedes waren am Samstag eine sichere Bank, so dass Neuer praktisch nie ernsthaft geprüft wurde. Auch Papadopoulos spielte extrem gut und ließ Diego selten sein Können zeigen, sonden warf sich immer dazwischen, wenn es einen Ball abzufangen gab.

Die Bundesligasaison ist gelaufen, auch wenn der Abstand zu Platz 5 nur noch sechs Punkte beträgt. Man soll zwar niemals nie sagen, doch in dieser Saison wird man sich über den DFB-Pokal für die internationalen Spiele qualifizieren müssen. Oder über die Champions-League…

 

Ralf Rangnick ist schon ein Phänomen. Kaum drei Wochen schwingt er das Zepter auf Schalke und schon weht der Wind nicht mehr ins königsblaue Gesicht, sondern drückt ganz Schalke praktisch nach vorne.

Neben den spielerischen Fortschritten, die gegen St. Pauli und Inter Mailand deutlich wurden, schafft es Rangnick offenbar, auch die Spieler, das Team, ja den ganzen Verein zu beflügeln und eine menschliche Note zu verpassen.

Schon vor knapp sieben Jahren hat Rangnick dieses Wunder geschafft. Auch damals wurde Schalke von einem “harten Hund” trainiert, der die Mannschaft mit seinen altmodischen Methoden nicht erreichen konnte. Don Jupp musste gehen und Müller präsentierte diesen Professor, der von Manager Rudi Assauer in der Pressekonferenz mit falschem Vornamen angekündigt wurde.

Dann ging alles sehr schnell. Nicht nur auf dem Platz wurde das Tempo deutlich erhöht. Die Mannschaft präsentierte sich als Einheit und stürmte, mit Lincoln an der Spitze, bis auf Platz 2. Es wurde der Offensivfußball zelebriert, den man seit den Jahren, als Emile Mpenza, Ebbe Sand und Jörg Böhme auf dem Platz standen, vermisst wurde.

Auch in der Gegenwart scheint Rangnick derjenige zu sein, der den Knoten lösen kann. Der das Biest Schalke frei lässt, so dass es solche Spiele abliefern kann, wie wir es vorgestern in Mailand erleben durften.

Am Samstag kommt der harte Hund mit seinem Wolfsburger Rudel in die Arena. Magath wird es nicht gefallen haben zu sehen, dass die Mannschaft offensichtlich gegen ihn gespielt hat bzw. er die richtigen Knöpfe nicht gefunden hat, um das wahre Potenzial dieses Teams abzurufen.

Hoffen wir, dass Rangnick es weiterhin schafft. Am liebsten natürlich gegen den alten Trainer und Manager. Das wäre das Sahnehäubchen auf eine tolle königsblaue Woche.

 

 
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“Magath erklärte, er habe stets alles für den Klub gegeben und keine Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten genommen…” (DerWesten.de)

Ich würde zu gern wissen, wie Fanbeauftragte und Angestellte der Wolfsburger Geschäftsstelle auf die erneute Verpflichtung Magaths reagiert haben.

Insider-Informationen gerne in die Kommentare oder per Formular an mich.

 
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Felix Magath kehrt zurück zu seinem Retortenclub. Dort, wo alles besser strukturiert ist, wo man nach seiner Pfeife tanzt und sich dann nicht darüber beschwert. Wo Kritik von den Rängen nicht laut genug werden kann, da die Fanbase zu klein ist. Plötzlich erscheint auch die überraschende Kündigung von Magath, nachdem er vom Verein beurlaubt worden war, in einem anderen Licht.

Mit dem Wolfsburg Deal in der Tasche, konnte sich Magath kein langwieriges Scharmützel mit Schalke leisten. Er musste raus aus seinem Vertrag und ist es nun auch. Doch Magah will verbrannte Erde hinterlassen. Obwohl er schon einen ähnlich dicken Vertrag in der Tasche hat, will er auf eine Millionenabfindung aus der klammen Schalker Vereinskasse nicht verzichten.

Kein schöner Zug des harten Hundes. Deswegen werde ich mich hiermit von seiner Facebook Seite zurück ziehen. Zur Zeit hat Magath noch 183.000 Fans. Ich bin auf den viralen Facebook-Effekt gespannt und rufe hiermit auf:

 

Ralf Rangnick wagt das Abenteuer Schalke also ein weiteres Mal. Zunächst einmal Willkommen zurück, Herr Professor! Nach der verheerenden öffentlichen Darstellung in letzter Zeit, hat Schalke die Trainerfrage souverän und gut gelöst.

Ob er jetzt der Richtige ist? Eigentlich ist das die falsche Frage. Es müsste eher lauten: Ist Rangnick wieder der richtige Trainer? Immerhin ist er, was den Punkteschnitt angeht, der erfolgreichste aller Ehemaligen.

Zudem war Schalke grundsätzlich mit der Arbeit Rangnicks zufrieden. Rangnick ließ den attraktivsten Offensivfußball seit Böhme/Sand/Mpenza spielen und war am 17. Spieltag der Bundesligasaison 2005/2006 auf dem vierten Platz, als er seine legendäre Ehrenrunde vor dem 1:0 Heimsieg gegen Mainz gab, weil er den Machtkampf mit Rudi Assauer angenommen und verloren hat.

Auch in Hoffenheim ist er am mächtigsten Mann gescheitert. Hier allerdings unter anderen Voraussetzungen. Er war der Kopf des Projekts Hoffenheim, das – so diskutierbar Retortenvereine sind – eine absolute Erfolgsgeschichte ist. Auch mit “Wunschspielern” muss man sich erstmal so konstant steigern, dass man seit dem ersten Jahr Bundesliga regelmäßig vor dem Tor nach Europa steht. Und das nachdem man sich praktisch aus dem Nichts bis zur Spitze durchsiegte. Zudem hat es Rangnick mit einem jungen Team geschafft, große Teile der Region hinter den Verein zu bringen und sich im Rest der Fußballnation eine gute Portion Respekt zu verschaffen.

Fachlich ist Rangnick ein ähnliches Ass, wie es Magath ist. Menschlich sicherlich umgänglicher, aber eine einfache Trainerpersönlichkeit ist er sicher auch nicht. Die Manager Rolle Magaths wird Horst Heldt einnehmen. Auch wenn er ein bisschen “geparkt” wurde, kann man froh sein, dass auch die Vorbereitung auf die nächste Saison nahtlos weiter geht.

Auch die mittelfristigen Situationen der Leihspieler ist plötzlich eine ganz andere. Jones und Holtby werden froh sein, dass Magath bei ihrer potenziellen Rückkehr nicht mehr das Zepter schwingt. Beide könnten unter Rangnick als quasi Neuzugänge wieder zu echten Alternativen werden. Zambrano und Moravek nicht zu vergessen.

Fraglich bleibt bis Montag ist eigentlich nur noch, wer mit Rangnick auf dem Trainingsplatz stehen wird. Oberkonditionsgeneral Leuthard und Co-Magath Hollerbach haben bereits gepackt. Und ich denke, auch Seppo Eichkorn wird, aller Gerüchte über ein Zerwürfnis zum Trotz, nach dem Leverkusen Spiel seine Papiere abholen und mit dem Magath Zirkus zu ziehen.

Jetzt steht aber erstmal Leverkusen vor der Tür, die uns gestern als letzte Mannschaft in Europa zurück gelassen haben. Wer uns in Europa als nächstes über den Weg läuft, finden wir heute Mittag heraus. Ich habe irgendwie Donezk im Gefühl. Wäre ich auch nicht unzufrieden mit. Schwer sind die alle. Und Donezk ist das schlagbarste Team.

Aber nicht nur die UEFA hat eine Verlosung anzubieten. Auch hier im Blog muss das Buch The Tokyo Diaries von David Schumann noch unter den 13 richtigen Antworten verlost werden.

Ich plane eine Live Übertragung bei der Ziehung des Siegers via Ustream oder ähnliches. Muss ja schließlich alles seine Richtigkeit haben. Weitere Infos zum Zeitpunkt gibt es später oder morgen früh.

Der absolute Hammer trifft zu fortgeschrittener Stunde via Twitter ein!

Magath ist also mit seinem VW direkt wieder in Wolfsburg vorgefahren. Es ist unfassbar. Im Heimspiel am 9. April kommt es zum direkten Duell. Diese Saison ist einfach nicht normal. Deswegen wird Duisburg auch den DFB-Pokal gewinnen und wir Barca im Champions League Finale in Wembley schlagen. Diese Saison ist nix mehr unmöglich!

 

Datt Mäusken hat es endlich geschafft. Herzlichen Glückwunsch! Er hat in Wolfsburg nach seiner Einwechslung die kämpferische Wende gebracht. Moritz hat seine Mitspieler mitgezogen und das auch noch mit Maske. Großartig!

Ansonsten hätten wir da noch den Knipser vom Dienst, Klass-Jan Huntelaar. Er zieht in der Gesamtwertung mit Moritz auf Platz 3. Seinen Vorsprung ausbauen konnte Jefferson Farfan, der immerhin drittbester Knappe wurde und noch einen Punkt einheimst.

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Schalke zeigt beim Unentschieden gegen Wolfsburg mal wieder zwei Gesichter. In der ersten Halbzeit pfui, kämpfte sich die Magath-Elf in der zweiten Hälfte zurück und vergab dabei sogar noch gute Siegchancen. Alles in Allem geht das Unentschieden aber in Ordnung.

In der ersten Halbzeit hatte Schalke das Spiel quasi schon abgeschenkt. Faran pennt bei der kurzen Ecke auf Schäfer, dessen Flanke auf Grafite kaum zu verteidigen ist. Beim 2:0 ist es mal wieder die rechte Abwehrseite um unsere Sushi-Uschi, die abermals Schäfer flanken und Dzeko den Ball “reinlullen” lässt.

Das Spiel ändert sich mit der Einwechslung von Mäusken Moritz. “The Mask” rannte, kämpfte und setzte Akzente. Er riss die Mannschaft mit und verhalf ihr in der zweiten Halbzeit zumindest zu einer kämpferisch guten Leistung.

Die umstrittenste Szene des Spiels führte zum Ausgleich für Königsblau. Huntelaar spielt den Ball unabsichtlich mit der Hand. Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Sicher ärgerlich für die Wölfe, doch hier kann man nur die Standardphrase der ausgleichenden Gerechtigkeit über die gesamte Saison anführen. Solange es keinen Videobeweis gibt, werden solche und ähnliche Szenen jedes Wochenende die Fußball-Welt verärgern. Dem Blatter Sepp sei Dank.

Huntelaar hätte gestern zum Mann des Spiels werden können. Wenn Schalke Chancen hatte, dann durch ihn. In der siebten Minute scheitert er an Benaglio. In der zweiten Hälfte ist es einmal Pech (schöner Heber in der Schlussphase) und einmal kuranyisches Unvermögen. Wie Huntelaar den Pass von Farfan in der 57. Minute verpasst hat, erinnert doch stark an “uns Käffin”. Trotzdem: Huntlaar rettet uns quasi Spieltag für Spieltag den Arsch. Trifft regelmäßig, konnte aber noch nicht doppelt einnetzen. Wann kommt er denn, der lang ersehnte Klaas-Jan Doppelpack?

Knappen des Spiels

Wie immer könnt ihr hier die Knappen des Spiels wählen. Hier geht es zu den Regeln und zum Zwischenstand.

Moritz 3 (mit ihm kam die Wende. Leitete den Ausgleich ein)

Farfan 2 (pennte zwar beim 1:0, war aber offensiv immer gefährlich)

Rakitic 1 (Der bessere auf der Doppelsechs. Sicherer Ballverteiler)

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