Die Großdemo ist gescheitert. Die Bewegung “Pro Magath” wird im Laufe des Tages wohl vor vollendete Tatsachen gestellt.

Was früher am Marathontor gegen den Trainer ausgetragen wurde, findet heute wegen der sozialen Netzwerke für den Trainer vor der Geschäftsstelle statt. Absurd eigentlich.

Felix Magath hat knapp 175.ooo Facebook Freunde in Deutschland und einem kleinen Rest der Welt. 900 Schalke Fans organisierten sich via Facebook Gruppe “Pro Magath“. 100 davon erschienen heute, um der Bewegung vor Ort ein Gesicht zu geben. Viel zu wenig, um irgendwen anderen als die Bild zu beeindrucken.

Trotzdem hat Felix Magath gezeigt, dass Facebook gerade für öffentliche Personen eine mächtige Plattform bietet, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt und durchdacht daher eingesetzt wird. Gerade im viel diskutierten Fußballgeschäft wird Facebook wohl eine wichtige Rolle spielen.

Magath hat es sogar schon geschafft, den Facebook Daumen in das Stadionbild zu transportieren. Gegen Valencia und Frankfurt war er letztendlich fast allgegenwärtig. Im alten Rom wäre Tönnies in beiden Fällen nicht lebend aus der Arena gekommen. Zu oft zeigte der Daumen mit seinem Namen nach unten. Schon alleine deswegen steht ein Verlierer in dieser sich androhenden Posse fest.

Das Kapitel Magath wird heute wohl zu Ende gehen. Sollte erneut Ralf Rangnick zur Feder greifen und ein weiteres Kapitel schreiben, muss ich mich demnächst mal mit @tommes04 treffen, damit die Verlosung des Buches auch im Beisein eines Anwalts von Statten geht. 13 Personen haben auf eine Rückkehr getippt. Mehr dazu, wenn – um die gewagte Superkombo literarischer Metaphern den letzten Schliff zu geben – die Messe gelesen ist.

Okt 132010
 

Der VfB Stuttgart steht ohne Trainer da. Nach dem schlechtesten Bundesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte musste der Schweizer Gross seine Sachen packen. Vorübergehend übernimmt der ehemalige Bundesligaprofi Jens Keller, vorher Assistent des Cheftrainers, die Zügel beim VfB.

Was so ein Trainerwechsel bedeuten kann, weiß man auf Schalke nur zu genau. Nachdem das Missverständniss Fred Rutten gegangen wurde, und der Ur-Schalker, Mike “Buyo” Büskens anfing das Zepter zu schwingen, spielte Schalke wieder frei auf und schoss die Energie aus Cottbus aus der Donnerhalle.

Diesen Effekt erhofft sich auch der VfB Vorstand ebenfalls. Der Manager-Novize Bobic sah keine eindeutigen “Lösungsansätze” mehr. Von weitem kann ich die Situation bei den Schwaben schwer beurteilen. Hat Gross die Mannschaft nicht mehr erreicht? Gab es, wie vorher schon spekuliert, bereits ein Angebot vom Schweizer Fußballverband, das Gross nicht ablehnen konnte oder wollte? Ein Blick in die Fan-Blogs der Stuttgarter kann da vielleicht mehr Aufschluss geben. Franky sieht Gross als Opfer der mangelnden sportlichen Kompetenz in der Führungsetage und kritisiert die Transferpolitik, die so manchem Königsblauen bekannt vorkommen sollte. Man lässt Leistungsträger ziehen und holt alternde Stars. Der Unterschied: Auf Schalke waren sich Trainer Magath und Manager Magath über die Strategie einig. In Stuttgart offensichtlich nicht.

Manuel vom angedacht-Blog kann es eigentlich noch immer nicht so wirklich fassen. Er sieht schon “den Mann in Blau” auf der Stuttgarter Trainerbank sitzen. Die Schnupfennase, die fast mal Bundestrainer geworden wäre und generell einen guten Draht zum derzeitigen Stuttgarter Hauptsponsor pflegt. Kleiner Tipp: Der Name des gesuchten Kandidaten sitzt meistens direkt neben dem Zeigefinger und ist auf Uli Hoeness nicht gut zu sprechen.

Beide Artikel sind absolut lesenswert und machen mich noch neugieriger, was da denn am Samstag auf uns zu kommt. Die Brisanz wurde durch diese doch etwas überraschende Wendung noch einmal deutlich gesteigert.

Zum Abschluss noch eine kleine Umfrage, ob uns der Trainerwechsel am Samstag zu Gute kommt.

Viel Spaß beim Abstimmen!

Spielt uns die Entlassung des Trainers Gross am Samstag gegen Stuttgart in die Karten?

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Eigentlich geht es beim FC Schalke nicht erst seit dem 11.11., sondern schon seit Beginn der Saison hoch her. Doch pünktlich zum Karnvals-Showdown steigt das Thermometer auch beim Revierclub deutlich an.

Manager und Trainer stehen bei Fans und Medien in der Kritik. Würde man die beiden handelnden Personen als Karrikatur auf einen Karnevalswagen setzen, sie würden sicher eine schlechtere Figur abgeben als unsere Bundeskanzlerin in ihrem knappen Bikini. Die Mannschaft kommt (noch) ganz gut weg. Doch gerade auf die Einstellung der Mannschaft kommt es wohl heute Abend an, wenn es in die Mutter aller Derbys geht. Ein glanzloser Auftritt wie gegen Bremen oder die erschreckend blutleere Vorstellung gegen den VfL Bochum wird würde wohl zum Boomerang werden. Vom Ergebnis hängt dann ab, ob auf Schalke gleich zum Ascher-Mittwoch übergegangen werden kann oder ob am Rosenmontag wieder Jecken-Stimmung herrscht.

Zum 100. Vereinsjubiläum der Lüdenscheider wären drei blau-weiße Kirschen auf dem Geburtstagskuchen genau das Richtige. Ich werde wieder Live aus dem Stadion bloggen und meine Eindrücke hier im Blog schildern.

MACHT SIE ALLE! SCHIESST SIE AUS DER HALLE! ALAAF!

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