In den spanischen Ligen wird mit Streik gedroht!
Ok. Die Fußballmillionäre auf der iberischen Halbinsel kriegen den Hals mal wieder nicht voll, habe ich mir gedacht. Pustekuchen. Der Streik wird von den Vereinen angeführt und nicht von den Spielern bzw. der Spielergewerkschaft.
Grund für die außergewöhnliche Aktion sind die zu niedrigen TV-Einnahmen. Nur 620 (!!!) Millionen Euro erhalten die spanischen Clubs pro Jahr. Skandal! Man wolle in Zukunft mindestens 800 Millionen Euro kassieren. Zum Vergleich: Die deutschen Proficlubs erhalten derzeit 400 Millionen pro Jahr. Um das Pay-TV attraktiver zu machen, soll das einzige Free-TV-Spiel der spanischen Liga am Samstag Abend geopfert werden. Zudem plant man 10 (!) verschiedene Anstoßzeiten einzuführen. Ein Graus für jeden Fußballfan. Die Habgier der eh schon hoch verschuldeten Vereine scheint ins Unermessliche zu steigen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Barcelona und Real, die Anführer der Meute, durch die dezentrale Gelderverteilung eh schon einen Löwenanteil der Summe erhalten. Auch hier spielen die beiden Topclubs in einer anderen Liga. Man könnte auch die These aufstellen, dass sie es gerade deswegen die Meisterschaft Jahr für Jahr unter sich ausmachen. Der Teufel scheißt in Spanien konsequent auf den dicksten Haufen.
Werden die Forderungen nicht erfüllt, möchten die Vereine ihre Spieler am Spieltag nach dem Länderspielwochenende wohl nicht auf das Feld schicken. Die Folgen könnten sogar für den S04 spürbar werden. Sollten wir ins Champions League Finale kommen – davon gehe ich jetzt einfach mal aus- und der Endspielgegner Real Madrid oder Barcelona heißen, müssten sich die Teams entscheiden. Champions League oder Meisterschaft?Vielleicht schickt Barca dann ja die A-Jugend nach Wembley. Gewonnen hätten wir dann allerdings wohl auch noch lange nicht.
Was bedeuten diese Entwicklungen für den deutschen Fußballfan? Zunächst einmal kann man froh sein, nicht nur die ausgeglichenste Liga der Welt zu haben, sondern auch eine der fanfreundlichsten Spielklassen. Natürlich wünschen sich die Vereine mehr TV-Gelder, um besseren Spielern noch höher dotierte Verträge anzubieten. Kann man ja auch nachvollziehen. Doch auch die Manager wissen den Fan mittlerweile sehr viel mehr zu schätzen. Man weiß um die Attraktivität voller Stadien. Denn auch bei den Top-Spielern hat sich herumgesprochen, dass in Deutschland die Stimmung besonders gut ist und auch die Gehälter pünktlich gezahlt werden. Wer will denn in einer Liga spielen, wo beim Abstiegsduell gerade mal 12.000 Zuschauer den Weg ins Stadion finden, während der Meister im Schnitt knapp 80.000 Zuschauer auf seine überteuerten Ränge lockt? Die Verhältnismäßigkeit stimmt in Spanien schon lange nicht mehr. Auf den spanischen Fan wird keine Rücksicht mehr genommen. Eine Entwicklung, die es in Deutschland zu verhindern gilt.






Kommentare
Carlito69: Gute Tipps, habe es mal auf der FB-Seite von S04 gepostet… ;)
tobitatze: Ach guck an. Noch ein neuer Schalke Blog. Willkommen in der Nerdkurve!
Carlito69: Egal, ob jetzt 69%, 75% oder 82%, die beiden sind aktuell sau wichtig für unser erfolgreiches Spiel....
Carlito: Ich warte gespannt! :-)
Carlito: Ja, der Huub wird es nicht leicht haben, wenn sich alle wieder fit melden. Ich vermute aber mal, dass er...