Ivan Rakitic (Interview) wechselte vor knapp sieben Wochen zum FC Sevilla. Schaut man auf seine Statistiken, muss man ihm einen absoluten Traumstart attestieren. Neben dem 1:1 gegen Barcelona, das er mit einem Hackentrick vorbereitete, bleibt der Siegtreffer gegen Valencia in Erinnerung. Doch in Spanien droht ungemach. Rakitic und seine Arbeitskollegen werden wohl am nächsten Spieltag nicht spielen, denn:

In den spanischen Ligen wird mit Streik gedroht!

Ok. Die Fußballmillionäre auf der iberischen Halbinsel kriegen den Hals mal wieder nicht voll, habe ich mir gedacht. Pustekuchen. Der Streik wird von den Vereinen angeführt und nicht von den Spielern bzw. der Spielergewerkschaft.

Grund für die außergewöhnliche Aktion sind die zu niedrigen TV-Einnahmen. Nur 620 (!!!) Millionen Euro erhalten die spanischen Clubs pro Jahr. Skandal! Man wolle in Zukunft mindestens 800 Millionen Euro kassieren. Zum Vergleich: Die deutschen Proficlubs erhalten derzeit 400 Millionen pro Jahr. Um das Pay-TV attraktiver zu machen, soll das einzige Free-TV-Spiel der spanischen Liga am Samstag Abend geopfert werden. Zudem plant man 10 (!) verschiedene Anstoßzeiten einzuführen. Ein Graus für jeden Fußballfan. Die Habgier der eh schon hoch verschuldeten Vereine scheint ins Unermessliche zu steigen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Barcelona und Real, die Anführer der Meute, durch die dezentrale Gelderverteilung eh schon einen Löwenanteil der Summe erhalten. Auch hier spielen die beiden Topclubs in einer anderen Liga. Man könnte auch die These aufstellen, dass sie es gerade deswegen die Meisterschaft Jahr für Jahr unter sich ausmachen. Der Teufel scheißt in Spanien konsequent auf den dicksten Haufen.

Werden die Forderungen nicht erfüllt, möchten die Vereine ihre Spieler am Spieltag nach dem Länderspielwochenende wohl nicht auf das Feld schicken. Die Folgen könnten sogar für den S04 spürbar werden. Sollten wir ins Champions League Finale kommen – davon gehe ich jetzt einfach mal aus- und der Endspielgegner Real Madrid oder Barcelona heißen, müssten sich die Teams entscheiden. Champions League oder Meisterschaft?Vielleicht schickt Barca dann ja die A-Jugend nach Wembley. Gewonnen hätten wir dann allerdings wohl auch noch lange nicht.

Was bedeuten diese Entwicklungen für den deutschen Fußballfan? Zunächst einmal kann man froh sein, nicht nur die ausgeglichenste Liga der Welt zu haben, sondern auch eine der fanfreundlichsten Spielklassen. Natürlich wünschen sich die Vereine mehr TV-Gelder, um besseren Spielern noch höher dotierte Verträge anzubieten. Kann man ja auch nachvollziehen. Doch auch die Manager wissen den Fan mittlerweile sehr viel mehr zu schätzen. Man weiß um die Attraktivität voller Stadien. Denn auch bei den Top-Spielern hat sich herumgesprochen, dass in Deutschland die Stimmung besonders gut ist und auch die Gehälter pünktlich gezahlt werden. Wer will denn in einer Liga spielen, wo beim Abstiegsduell gerade mal 12.000 Zuschauer den Weg ins Stadion finden, während der Meister im Schnitt knapp 80.000 Zuschauer auf seine überteuerten Ränge lockt? Die Verhältnismäßigkeit stimmt in Spanien schon lange nicht mehr. Auf den spanischen Fan wird keine Rücksicht mehr genommen. Eine Entwicklung, die es in Deutschland zu verhindern gilt.

 

Die Liste der ungewöhnlichen Ereignisse am Berger Feld nimmt einfach kein Ende. Es hat alles mit Ivan Rakitic begonnen, dem während des ersten Bundesligawochenendes die Bude leer geräumt wurde und seitdem “auf der Flucht” war. Mal im Hotel. Mal bei Gavranovic. Zur Ruhe kam er offensichtlich selten.

Weiter ging es mit der “Dopingaffaire” Hoogland, die sich als weniger wichtig herausstellte und somit auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregte. Anders ist es da um die nächste Geschichte bestellt. Fafan am Flughafen verhaftet. Dazu eine Sex-Affaire mit einem Pornostar. Der Boulevard rieb sich die Hände.

Gestern kam dann eine Meldung auf, die tatsächlich auch mal direkten Einfluss auf das Sportliche hat: Joel Matip, auch in dieser Saison Stammspieler unter Magath, liegt mit Verdacht auf Malaria in der Essener Uniklinik. Malaria ist es offensichtlich nicht, doch Matip scheint sich richtig was eingefangen zu haben, da er das Krankenhaus zunächst nicht verlassen darf und wohl für Samstag ausfallen wird.

Seinen Platz könnte ein Spieler einnehmen, der sich vor knapp zwei Wochen in die Herzen der Fans gegrätscht hat: Kyriakos Papadopoulos. Der Königsblog widmet sich heute dem Pausbäckchen.

Der Scudetto-Blog veröffentlicht heute eine dieser Karrikaturen, die Magath mal wieder auf den Arm nimmt. Oli4, regelmäßiger Gastschreiber beim Auswärtssieg-Blog, zeigt, wie man es sich in den Katakomben der Veltins-Arena vorzustellen hat.

Ob sich Horst Heldt ebenfalls in den Sing Sang einreiht verrät er im Kicker-Interview. So wirklich empfehlenswert ist dieses Interview eigentlich nicht. Die einzige interessante Info: Wir trinken in Zukunft auch weiterhin Sinalco in der Veltins-Arena.

Abschließend hat die Revier-Sport ein kleines Zwischenfazit der bisherigen Schalker Saisonleistungen gezogen. Dass dieses nicht besonders rosig ausfällt, muss hier nicht extra betont werden.

 

Nun hat er selbst das ausgesprochen, was Schalke Fans in diversen Foren schon seit Wochen gesehen haben und dementsprechende Konsequenzen fordern: Ivan Rakitic und der Part als Linker Aussenstürmer. Das passt einfach nicht.

Nun lies er erste Kritik an Trainer Fred Rutten durchsickern. Ob dies seine Situation verbessert und Rutten das Experiment zu Grabe trägt, wird sich wohl am Donnerstag zeigen. Gegen Nikosia hat Rutten die einmalige Chance, Spieler zu testen, die bisher gar nicht oder auf der falschen Position zum Zuge kamen.

Für mich ist die schon seit Wochen schwache Leistung von Ivan Rakitic doppelt bitter. Nicht, dass ich den Kroaten nicht mag, ich war (und bin) aber schon immer Fan von Mesut Özil, der bei Werder gerade seinen ersten Frühling erlebt. Voller Neid schaue ich auf die Spritzigkeit und Agilität, mit der Özil auf kurz oder lang auch ein Kandidat für die Löw Elf werden sollte. Genau diese Spritzigkeit geht Rakitic nämlich komplett ab. Er ist meiner Meinung nach einfach zu langsam und ich bin mir nicht sicher, ob sich das mit einem Positionswechsel ins Mittelfeld aufheben wird. Er ist sicher kein schlechter Fußballer oder besser gesagt ein schlechterer Fußballer, aber… Naja lassen wir das.

Fakt ist allerdings, dass Rakitic in der kroatischen Nationalelf immer gute Spiele gemacht hat, wenn er im linken Mittelfeld der Raute eingesetzt wurde. Die Position gibt es zwar nicht wirklich im ruttenschen System, aber die 8er Position im linken offensiven Mittelfeld scheint wie gemacht für Rakitic. Offensiv, im Zusammenspiel mit Farfan und/oder dem neuen Linkssaussen (mir fällt da der Name Streit ein). Das könnte klappen.

Wie gesagt: Ich hoffe, dass ich am Donnerstag eine völlig neue Schalker Mannschaft sehen werde. Und das meine ich nur im Sinne von neuem Personal, sondern auch von der Einstellung her.

 

Heiko Westermann bot 90 Minuten eine solide Leistung. Kuranyi durfte immerhin 45 unauffällige Minuten ran. Im Spiel 1 nach der EM gab es immerhin mal wieder Schalker Spieler auf dem Platz. Eine gute Nachricht.

Der Rest der Schalker, die zur Zeit mit der Nationalmannschaften unterwegs sind, hatten allerdings noch bessere Nachrichten zu vermelden.

Halil Altintop, vor der EM aus dem Kader geschmissen und auch gegen Chile erst zur Halbzeit eingewechselt, konnte in der 75. Minute das 1:0 Siegtor für die Türken markieren.

Ebenfalls erfolgreich und zwar gegen Wales war Levan Kenia. Der Georgier erzielte in der 67. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich beim 1:2 Sieg der Georgier.

Noch besser machte es Ivan Rakitic. Der im linken Mittelfeld agierende Blondschopf markierte zwei Tore beim 2:3 Sieg der Kroaten gegenüber Slowenien. Darunter den entscheidenden Treffer zum 2:3

Auch die Urus um Vincente Sanchez tankten mit einem 1:3 gegen Japan Selbstvertrauen. Ob Sanchez spielte kann ich euch leider nicht sagen.

Jetzt müssen nur noch alle heile nach Hause kommen…

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