Noch heute morgen habe ich das ausführliche Interview mit Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten gelesen, bei dem zum Thema Neuverpflichtung in der Winterpause folgende Aussage Müllers zu lesen war:

“Wenn wir jemanden verpflichten, müsste uns der Spieler sofort weiterhelfen, sonst würden wir es nicht machen. Aber derzeit sieht es nicht so aus, als ob wir noch etwas tun werden.”

Keine zwei Stunden später berichtet die ruhr-nachrichten über den ersten Wintertransfer des S04. Marvin Pourie wechselt ab sofort zum S04. Marvin wer? Hab ich mich auch gefragt. Pourie spielte zuletzt in der Jugend des FC Liverpool und wagt nun den Schritt in die Bundesliga. Offensichtlich ein Transfer, der uns nicht direkt weiterhilft. Es sei denn, er schlägt ein wie eine Bombe und lässt Kuranyi wie einen alten Sack aussehen. Ich habe nichts gegen diese Verpflichtung. Im Gegenteil. Trotzdem widerspricht dieser Transfer mal wieder einer Aussage, die nur wenige Stunden zuvor veröffentlicht wurde. So gut Müllers Händchen beim Thema Talente ist, das Thema Aussendarstellung ist gewiss nicht seins.

Schalke baut an seiner Zukunft

Mit Manuel Neuer, Rafinha, Benedikt Höwedes, Carlos Zambrano, Danny Latza, Ivan Rakitic, Levan Kenia und nun auch Marvin Pourie haben wir ne halbe Fussballmanschaft, die gerade 23 Jahre oder deutlich jünger ist. Und schon gezeigt haben, was sie drauf haben. Neuer und Rafinha sind gestandene Bundesligaspieler mit Anspruch auf mehr. Bendedikt Höwedes zeigt in seiner zweiten Saison, dass er ernsthafter Kandidat für einen Stammplatz in der Innenverteidigung ist und auch schon das ein oder andere Lob von Jogi Löw eingeheimst hat. Zambrano und Kenia spielen schon in ihren jungen Jahren für ihre Nationalmannschaft. Ebenso Rakitic. Latza ist gerade Europameistergeworden und Pourie feierte einen furioses Debut in der U18.

Gute Aussichten. Zumindest wenn man Weitsichtig ist.

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