Die erste Umfrage zum Knappe des Tages ist beendet. Ich möchte mich recht herzlich bei den 6(!) Teilnehmern bedanken. Kleinvieh macht auch Mist, hat mein Opa immer gesagt. Und: Gut Ding will Weile haben auch.

Überragender Sieger des Votings zum Auswärtsspiel gegen Nürnberg ist Jefferson Farfan. Mit 7 Nennungen und insgesamt 23 Punkten (18 Punkte + 5 Extrapunkte für die meisten Nennungen) hat er “das Phantom” Klaas-Jan Huntelaar (11 Punkte) und Christoph Metzelder (6 Punkte) auf die Plätze verwiesen.

Genannt wurden noch Neuer (4 Punkte), Papadopoulos (2 Punkte) und Lukas Schmitz (1 Punkt)

Neben Farfan haben Neuer und Papadopoulos die meisten Punkte pro Nennung erhalten. Während Farfan pro Stimmenabgabe im Schnitt 2.6 Punkte erhalten hat, kamen der Schnapper und der Grieche auf glatte 2 Punkte.

Die letzte Spalte der Tabelle zeigt die Punkte an, die ein Spieler über die gesamte Saison hinweg sammelt. Farfan bekommt für den heutigen Sieg also 3 Punkte. Sollte er beim nächsten Voting wieder gewinnen, würde er 6 Punkte auf seinem Gesamtkonto haben.

Für Fragen, Ergänzungen und Feedback bin ich sehr offen. Habt ihr also Verbesserungvorschläge, dann bitte ich euch, diese in den Kommentaren zu hinterlassen.

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Weitere Blog- und Presseartikel können in den Kommentaren ergänzt werden…

 

Der FC Schalke 04 verliert das Kellerduell gegen den Club aus Nürnberg mit 1:2 und zeigte dabei altbekannte Schwächen: Wieder fällt das entscheidende 1:0 über die rechte Seite. Wieder läuft Schalke einem Rückstand hinterher und wieder fliegt ein Spieler vom Platz.

Die Königsblauen kommen einfach nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Den Leistungssteigerungen gegen Gladbach und Benfica Lissabon ließ Schalke wieder Schlafwagenfßball folgen. Die kreative Offensive, zunächst durch den auf der Bank sitzenden Rakitic beschnitten, brachten das Tor der Nürnberger in der ersten Hälfte nicht einmal in Gefahr. Immerhin zeigte die wiedermal neu formierte Abwehr in den ersten 45 Minuten kaum Schwächen. Höwedes auf rechts, Papadopoulos und Metzelder in der Mitte und Schmitz auf links hielten den Ball vom Tor weg, insbesondere Schmitz, aber auch Höwedes, machten zu wenig nach vorne.

Den ersten großen Fehler der Partie machte der FC Schalke in der Halbzeit in Person von Felix Magath. Jones, übermotiviert und nach vorne schwach und wirkungslos, durfte trotz gelber Karte und mehreren Fouls auf dem Platz bleiben. Stattdessen eliminiert Magath einen weiteren kreativen Spieler und wechselt den biederen Kluge gegen den bis dahin aber auch unauffälligen Jurado ein.

Die erste richtige Chance für den S04 bestraft Magaths Wechselfehler. Farfan passt steil in den Strafraum und Jones grätscht im Laufduell mit Schäfer in den Keeper hinein. Obwohl man in der Zeitlupe gesehen hat, dass Jones das Bein noch zurück zieht, kommt er klar zu spät und kassiert, meiner Meinung nach folgerichtig, die zweite Gelbe und darf duschen gehen.

Magath reagiert und nimmt Raul vom Platz. Der eingewechselte Rakitic leitet die einzige Druckphase der Schalker ein. Doch der Kroate scheitert am immer noch taumelnden und später ausgewechselten Keeper der Clubberer. Die darauf folgende Ecke klärt Wolf ganz klar mit der Hand. Doch weder der Schiedsrichter, noch der Sky-Kommentator waren heute Schalker. Der eine sieht das Handspiel nicht, der andere will es nicht gesehen haben.

Die Quittung kriegt Schalke nach der nächsten guten Chance, die Huntelaar vergab. Das griechische Wunderkind Papadoupulos verliert auf der rechten Seite den Zweikampf gegen Schieber. Der passt in die Mitte und findet dort den mitgelaufenen Frantz. 1:0. Wieder über rechts, wieder in Rückstand.

Schalke mit 10 Mann besser als mit 11. Nach 74. Minuten ist es “das Phantom” Klass-Jan Huntelaar, der nach super Vorarbeit von Farfan einnetzt. Ein 1:1 wäre in diesem Spiel ein Ergebnis gewesen, das durchaus Leistungsgerecht gewesen wäre, denn beide Mannschaften hatten einen Sieg nicht verdient.

Doch Schalke lud die Nürnberger ein, diese 3 Punkte doch noch einzufahren. Ausgangspunkt ist Rakitic, der völlig ohne Not und aus der Hälfte der Clubberer den Ball im Harakiri-Stil zurück auf Neuer passt. Der Schnapper, durchaus ein passabler Fußballspieler, kann nur zur Ecke klären. Die erste, von rechts, geht nur an den Pfosten, an die Schulter des eingewechselten Jendrisek und dann wieder ins Feld. Glück gehabt? Denkste! Die zweite Ecke und den darauf folgenden Kopfball von Wolf kann Jendrisek nur deutlich hinter der Linie klären. Unerklärlich, was die Schalker Mannschaft da macht.

Diese individuellen und auch generellen Fehler der kompletten Schalker Mannschaft sind haarsträubend. Die folgenden Worte sind nicht leicht in die Tastatur zu hämmern, doch Schalke spielt ab sofort und endgültig gegen den Abstieg. Die Ziele müssen nun auch öffentlich neu kommuniziert werden, sonst überschätzt man sich, wie in der letzten Saison die Hertha aus Berlin, schnurstracks in die 2. Liga.

Die Knappen des Spiels

Ich habe mir ein kleines Votingspiel hier im Blog ausgedacht. Und zwar geht es darum, nach jedem Pflichtspiel die besten Spieler des Spiels zu bewerten.

Dazu hinterlasst bitte im Kommentar jeweils eine Auflistung der eurer Meinung nach besten drei Schalker Spieler. Bewerte dann diese drei Spieler mit 3 (für den besten), 2 und 1 Punkt. Die Punkte der Spieler werden addiert. 5 Bonuspunkte bekommt der Spieler, der am häufigsten genannte wurde. Das Ergebnis wird im Laufe der Woche bekannt gegeben.

Sicher nicht die beste Begegnung, um dieses Voting zu beginnen. Ich hoffe aber dennoch auf eure rege Teilnahme.

Glück auf! Kopf hoch! Gegen den Abstieg!

Meine Knappen des Spiels:

Farfan: 3

Huntelaar: 2

Metzelder: 1

 

Die Auswärtsfahrt nach Nürnberg war ist für Schalker der alten Schule auch immer noch ein Treffen mit alten Freunden. Auch wenn das mittlerweile nicht mehr von allen so gesehen wird. Die Fanfreundschaften in Deutschland leiden an der Verkommerzialisierung des Sports, an mangelnder Pflege von Traditionen und – aufgepasst – an den Ultras.

Das ist zumindest meine Meinung und überhaupt nicht negativ gemeint. Damals, als es noch keine Ultras-Bewegung gab, sondern nur den ganz normalen Fan, der einfach mehr oder weniger verrückt nach seinem Club war, brauchten eben diese Fans einen gewissen Zusammenhalt, der sich in Freundschaften mit anderen Fanlagern verfestigte. Wenn man fragt, wie gerade diese Freundschaft mit dem Glubb zustande gekommen ist, dann wird man sicher viele Geschichten hören. Die meisten triefen nur so von Fußball-Romantik. Da hat der eine Fan dem anderen spontan Unterkunft angeboten, als der letzte Zug nach Nirgendwo vor der Schnapsnase wegefahren ist. Als Dank hat man dann den letzten Schluck Dosenbier geteilt und sich gegenseitige, ewige (Fan)Freundschaft geschworen Manifestiert wurde das Ganze dann wohl noch mit dem oblogatorischen Tausch der damals noch handgestrickten Fanschals. Einem wahren Fußball-Fan kommen da die Tränen. Ob der Rest der Kurve damit einverstanden war, hat nicht interessiert. Schließlich waren Fanfreundschaften in den 80er und 90er Jahren so “cool”, dass man auf der Südtribüne des Westfalenstadions auch Schals von 1860, dem HSV, Freiburg und Celtic Glasgow sehen. Man fühlte sich in jedem Bett zu Hause…

Heute haben die, die alte Traditionen und die Geschichte ihrer Vereine hochhalten, ganz andere Probleme. Sie kämpfen gegen zu hohe Eintrittspreise, gegen die Aufrechterhaltung ihrer eigenen Fankultur und gegen bundesweite Stadionverbote. Dabei kämpft längst nicht mehr jede Ultras-Gruppe für sich. Es wird und muss gemeinsam dagegen vorgegangen werden. Man Solidarisiert sich sogar mit dem ehemaligem “Feind”. So haben es die Ultras-GE vor dem Derby für nötig befunden, gemeinsam mit den Schwach-Gelben-Anhängern aus der Wellblechhütte, gegen die hohen Eintrittpreise publik zu machen. Vor 20 der 30 Jahren ein Ding der Unmöglichkeit. Man merkt auf einmal, dass der Feind im selben Boot sitzt. Und zwar direkt am Schlag. Der Freund sitzt nicht mehr neben einem. Dem nickt man heute nur noch freundlich zu, wenn man sich über den Weg läuft.

 

Das sind Schalke Fans: Gestern feiern sie den Messias, weil er mit seinen Baby-Bombern einen überragenden zweiten Tabellenplatz erreicht hat und Schalke dieses Jahr wieder die Champions-League-Kuh melken darf. Heute wünschen sie ihn zum Teufel, da er die komplette Abwehr, das Prunkstück von Gestern, zerpflückt und stattdessen unaussprechliche Griechen, dauerverletzte Borussen und X weitere Unbekannte holt, die den Saisonstart vermasseln und Schalke auf dem letzten Platz der Tabelle führen. Morgen feiert er die Wiederauferstehung in der Königsklasse mit Kampf, Leidenschaft und einer immer besser werdenden Spielanlage.

Gestern war letzte Saison, heute war letzte Woche und morgen ist heute? Hä? Was ich mit dieser umständlichen Einleitung sagen will ist: Der Schalker an sich ist ein Chamäleon der Gefühle und Emotionen. Könnte er an einem Tag die ganze Welt umarmen, ist er am nächsten zu Tode betrübt. Liest man sich durch die königsblauen Foren des Internets, erfährt man nach dem Champions League Sieg gegen Lissabon von Weltklasseverteidiger wie Papadoupulos, magische Vierecke und ich bin mir sicher, dass auch das Wort Meisterschaft in einigen Beiträgen gefallen ist.

Hochmut ist allerdings eine Sache, die sich Schalke zur Zeit überhaupt nicht leisten kann. Denn so schön dieser Sieg gegen Benfica auch war, das täglich Brot heißt zur Zeit 1FC Nürnberg und ist direkter Konkurrent in der unteren Tabellenhälfte der Fußball Bundesliga. Drei Punkte müssen her. Egal wie. Denn bei aller Freude über den Teilerfolg in der Champions-League, muss der S04 in der Liga punkten und seine Serie von drei ungeschlagenen Spielen ausbauen.

Mein Tipp: 0:2

Ach ja: Wer nicht tippt, der ist Borusse! Hey! Hey! (Bitte Kommentarfunktion benutzen!)

 

Wäre ich die Bildzeitung, würde ich von einem Rumpel Start reden.

Leider passt dieser Unbegriff tatsächlich. Schalke spielte am Sonntag gegen den Glubb weitestgehend ideenlos. Das ist sicher nichts neues, zumal mit Baumjohann (und Ze Roberto) die dazugewonnene Kreativität auf der Tribüne saß.

Trotzdem war etwas anders an diesem Sonntag Nachmittag. Überzeugte Schalke in der Hinrunde durch Kampfkraft und Einsatzwillen, war davon am Sonntag zumindest sehr viel weniger zu spüren. Die Vorstellung erinnerte an den blassen Auftritt beim Freundschaftsspiel gegen St.Pauli.

Dass es trotzdem zu drei Punkten reichte, lag vor allem an zwei Defensivspielern. Neben Manuel Neuer war dieses Mal Benni Höwedes der Turm in der Brandung. Während Bordon und vor allem Westermann ein ums andere Mal zu langsam oder zu unkonzentriert agierten, war es Höwedes, der die Fehler der Mitspieler ein ums andere Mal ausbügelte.

Ich hoffe, der Sportdirektor Magath hat diese Leistung gesehen und hält dieses Juwel. Zumindest bis zum Ende der Saison.

Das Tor des Abends erzielte (mal wieder) Kevin Kuranyi. Der Trainer Felix Magath hat sicherlich drei Kreuze gemacht, als Kuranyi dem FC Sunderland einen Korb gab. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Manager Magath am Ende der Saison ähnlich froh sein wird. Durch den Sieg vergrößerte sich der Abstand zum “Alles muss raus”-Platz 6 auf 9 Punkte. Ein gutes Polster. Mehr allerdings nicht.

Dass das Tor in der 48. Minute so ziemlich Kuranyis einzige Aktion war, ist schade, aber nicht weiter tragisch. Auffälliger waren da schon Edu und vor allem Jefferson Farfan, der mit seine starken Vorarbeit den entscheidenden Treffer überhaupt möglich machte.

Edu zeichnete sich vor allem als Wand ab. Leider hat Rakitic zur Zeit mal so gar kein Selbstvertrauen. Torschüsschen und Fehlpässe statt nen ordentliches Pfund. Schade eigentlich.

Am Samstag geht es dann zum kleinen Derby nach Bochum. Das dritte Spiel gegen Bochum in dieser Saison. Nach dem Hinrundenmatch (3:0) und dem klaren Pokalsieg (0:3) sollten auch beim dritten Match die Punkte mitgenommen werden. Ruhr2009/2010 Meister wären wir damit schon mal.

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