Am Samstag geht es gen Süden zum Rekordmeister. Normalerweise ist das eines der Highlights der Saison. Da der FC Bayern in jeglichen Wettbewerben hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, können wir immerhin dafür sorgen, dass die Bayern nächste Saison am Donnerstag antreten müssen. Da es für uns in der Liga um nix mehr geht, sollte das als Zusatzmotivation reichen.

Natürlich macht auch die Personalie Manuel Neuer das Duell interessant. Der Ablösepoker hat längst begonnen. Während sich die Fußballwelt auf die Seite des Rekordmeisters stellt und den Wechsel in diesem Sommer als ein Muss ansieht, geben sich Tönnies und Heldt standhaft. Manuel Neuer hat zuletzt am Dienstag bewiesen, dass er – auch wenn nur noch mit einem Jahr Vertrag ausgestattet – keineswegs für Kleingeld an die Isar wechseln wird.

Mit Spannung muss man am Samstag Abend auch auf die Ränge der Allianz-Arena schauen. Schon des Öfteren hat die Südkurve – unter Führung der Ultra-Gruppierung Schickeria – deutlich gemacht, dass sie einen Wechsel eines Ur-Schalkers in ihren Kasten so gar nicht akzeptieren wollen. Man darf also gespannt sein, was sich die Fans am Samstag einfallen lassen, um Neuer erneut darauf hinzuweisen, dass er nicht Willkommen ist.

Einen Weg zur Deeskalation zwischen Neuer und der Schickeria könnten ausgerechnet die Ultras-GE geebnet haben. Die haben Manuel Neuer nach ihrem Gespräch und der Veröffentlichung seiner Entscheidung nämlich aus ihrem Kreis verbannt. Dies scheint auf den zweiten Blick etwas voreilig gewesen zu sein. Denn Neuer ist noch nicht weg und bis dahin nunmal einer von uns.

Nur weil Manuel Neuer sich schon entschieden hat, muss das lange noch nicht für Schalke gelten. Ich bin ein Verfechter der 2012 Lösung und hoffe, dass der Hotte das durchzieht und noch ein Jahr von Neuer profitiert, statt ihn vorzeitig ziehen zu lassen. Und ja, ich bin Fußballromantiker! Deswegen denke ich auch, dass Manuel Neuer sich mit noch einem Jahr Schalke anfreunden könnte. Vor allem, wenn das Ruhrpott Derby in Berlin – das hört sich so falsch an – gewonnen wird und auch wir demnächst am Donnerstag mit die Perle vonnet Revier auf Reise gehen werden. Holland, Türkei, Belgien, Spanien, Kanaren und dann gegen Inter in Rumänien. Datt hätte doch watt.

 

 

Kaum eine Aktion hat in den letzten Monaten für so viel Aufsehen in der Fanszene gesorgt, wie die andauernden Antipathie-Bekundungen der Münchener Ultra/Fanszene gegen Manuel Neuer.

Seit der Eckfahne/Kahn-Immitation des Schalker Urgesteins in der Münchener Allianz-Arena 2009 und dem mehr oder weniger offenen Interesse der Bayern am Weltklasse Torhüter, ließen die Münchener Anhänger kein Zweifel daran, dass Neuer eine Persona non grata in der Münchener Schickeria sein wird. Vor allem, nachdem sich mit Thomas Kraft ein Jungspund aus dem eigenen Verein aufmacht, ein richtig guter Torhüter zu werden. Ein weiterer Höhepunkt waren die zahlreichen Plakate, Banner und Pfiffe gegen Neuer am Mittwoch im DFB-Pokal Halbfinale.

Die Frage, die sich mittlerweile alle stellen, ist die nach den Konsequenzen, die Neuer aus diesen Entwicklungen zieht. Auch die handelnden Entscheider beim FC Bayern nehmen die Bewegung contra Neuer mittlerweile sehr ernst. Nicht anders ist es zu verstehen, dass sich so ziemlich jeder Wichtigtuer aus München medienwirksam und persönlich bei Manuel Neuer entschuldigt hat. Hoeness und Co. merken gerade, dass die Entscheidung um den besten Keeper der Welt mittlerweile auf einer Ebene ausgetragen wird, die sie gar nicht mehr beeinflussen können. Denn nicht nur Geld und sportliche Perspektive sind bei einem potenziellen Wechsel wichtige Kriterien. Er wird sich als Kind der Nordkurve drei Mal überlegen, ob er sich bei einem Verein in den Kasten stellt, dessen Kurve ihm im wahrsten Sinne des Wortes im Nacken sitzt, gerade weil sich seine Geschichte “Aus der Kurve in den Kasten” auch immer wieder mit der Schalker Ultra-Bewegung kreuzt.

Sehr beunruhigend aus Schalker Sicht sind allerdings die Aussagen Neuers über die erneuten Anfeindungen aus der Fankurve der Münchener. Bei Möller und Metzelder hätte es zu Beginn auch Antipathie gegeben. Nun wären sie voll akzeptiert, behauptet der Nationaltorhüter. Doch hier irrt Neuer bzw. vergleicht Äpfel mit Birnen. Zum einen ist ein Christoph Metzelder vor allem bei der Ultra-Szene allerhöchstens geduldet. Man pfeift zwar nicht mehr, doch Akzeptanz sieht sicher anders aus. Zum anderen haben weder Möller noch Metzelder eine so lange und intensive Vergangenheit bei den Unaussprechlichen wie es Neuer auf Schalke hat.

Die Vergleiche von Neuer verwundern schon und lassen zumindest eine Tendenz bei Neuer erkennen, die wohl Richtung Süden zeigt. Dass Manuel Neuer den Verein zum Saisonende verlassen wird, steht für mich persönlich so gut wie fest. Die Leistungen seiner Mannschaftskollegen in den letzten Wochen muss einen Keeper seiner Klasse einfach abschrecken. Einen Vereinswechsel würde ihm der Großteil der königsblauen Fanbewegung sicher nicht übel nehmen, wenn es ihn nur nicht zur verhassten Konkurrenz aus München zieht, sondern auf eine Insel. Und sei es nur die iberische Halbinsel. Geld, sportliche Perspektive, Identität mit den eigenen Fans und dem Club. Wie viel Ultra steckt denn nun in Manuel Neuer?

 

Egal, wie schlecht die Bayern sich in der Hinrunde auch präsentieren, die ganze Welt tippt dann doch, dass der Rekordmeister Anfang Mai den Platz an der Sonne inne hat.

Während das bei den direkten Konkurrenten noch als Understatement gewertet werden kann, ist es bei den schreibenden und quatschenden Experten aus der Medienwelt doch ein weniger verwunderlich.

Sicher hat der FC Bayern gegen Ende der Hinrunde “besseren” Fußball gespielt. Trotzdem waren die Spiele der Münchener alles andere als souverän.

Ich sehe den FC Bayern München auch in dieser Saison nicht vorne. Ob sie ihre Serie von 51. Spieltagen als Nicht-Spitzenreiter der Fußball Bundesliga weiter ausbauen werden. Auch davon gehe ich ganz stark aus.

Wer stattdessen Meister wird? Sag ich nicht :D

 

Der FC Schalke 04 erkämpft sich das dritte Unentschieden gegen einen Topklub in Serie. Wenn die Mannschaft des S04 zur Zeit eine Qualität besitzt, dann ist es Moral. Sie lagen in den letzten drei Spielen jeweils in Rückstand, konnten diesen aber jeweils immer wieder fulminant ausgleichen.

Die Geschichte dieses Spiels gehörte allerdings – mal wieder – Felix Magath. Schon im Abschlusstraining wunderten sich Fans und Journalisten: Ein gewisser Joel Matip stand in der A-Elf. Viele – ich auch – rechneten mit einer kleinen Finte und mit Rakitic in der Startelf. Doch Magath gab einem weiteren Youngster die Chance und wieder mal wurde er nicht enttäuscht. Matip spielte von beginn an im defensiven Mittelfeld einen ruhigen und abgeklärten Schuh. Und natürlich macht er auch das Tor.

Wer auch sonst? Magath scheint wirklich ein Gespür dafür zu haben, welche Spieler am jeweiligen Spieltag die entscheidende Akzente setzen.

Zum Saisonbeginn waren es Kenia (Torvorlage beim Bundesligadebut) und Christoph Moritz (1. Bundesligator im 2. Spiel), die den neuen Jugendstil in Punkte umwandelten.

Schmitz dankt Magath mittlerweile regelmäßig: Gegen Frankfurt schnibbelt er den entscheidenden Freistoß auf Asamoahs Schulter (auch da hatte Magath das richtiges Händchen), gegen Hamburg schießt er – mit neuen Profivertrag ausgestattet – prompt sein erstes Bundesligator und gestern legt er eben diesem Joel Matip die Kugel auf den Hinterkopf. Auch die Nominierung Rakitic’s gegen Stuttgart erwies sich als goldrichtig.

Zum Spiel

Schalke begann stark gestern. Bayern München, von Platz 6 in der Bundesliga, Vorrundenaus in der Champions League und Lahm-Interview in der SZ stark verunsichert, kam nicht ins Spiel. Erste Chance von Kuranyi nach Assist von Manuel Neuer.

Eine weitere Chance ergab sich für Farfan. Wenn die Bayern gefährlich wurden, dann lediglich bei Standardsituationen. Unbegreiflich, warum der S04 da plötzlich solche Probleme hat. Schon gegen Hamburg (0:2 durch Trochowski) und Leverkusen (0:1 Kroos, 0:2 Kiesling) kassierten die Blauen teils unnötige Treffer nach ruhendem Ball.

Auch gegen München sollte der Rückstand durch eine Standardsituation fallen: Sau dummes Foul nach eigenem Ballverlust duch Sanchez. Badstuber schnibbelt den Ball scharf aus halbrechter Position in den Strafraum. Klose gewinnt das Kopfballduell gegen Bordon und lenkt den Ball an den Kopf von Kuranyi. Münchens Knipser Daniel van Buyten muss nur noch einschieben.

Wieder ein Rückstand und wieder eine angemessene Reaktion der Schalker. Diesesmal allerdings schon vor der Halbzeit: Freistoß Schalke. Ähnliche Entfernung und Position als bei der Bayern-Führung. Schmitz, dessen Freistoßqualitäten doch arg an Pander erinnern, bringt den Ball gestochen scharf Richtung Elfmeterpunkt. Weder Müller noch Badstuber kommen ran. Dafür der Debütant Matip. 1,93 groß und mit dem Hinterkopf dran, buchsiert er den Ball in die linke Ecke. Noch vor der Pause fast der erneute Rückstand, doch Bordon und Neuer retten Weltklasse.

Die zweite Halbzeit ist eigentlich schnell erzählt, wäre da nicht ein Arjen Robben gewesen.

Bayern jetzt deutlich überlegen, aber (Standards ausgenommen) ohne zwingende Gelegenheiten. Schalke nach vorne kreativ- und kraftlos. Kaum bis keine Entlastung in Schalker Spiel.

Robben sorgt für den eigentlichen Aufreger: Klares und zurecht mit Gelb geahndetes Foul von Schmitz an Robben, der springt wie von der Tarantel gestochen auf und rennt Schalkes 21 mir nix dir nix um. Ganz klare Unsportlichkeit und das 3 Meter entfernt vom Schiedsrichter. Bei der anschließenden Rudelbildung markiert Robben noch eine Knieverletzung, um der – für ihn wohl auch – sicheren roten Karte, doch noch zu entgehen.

Zum Unverständnis aller bleibt Robben allerdings auf dem Feld. Nur Gelb? Da wird Robben direkt noch mal aufmüpfig und geht Schiedsrichter Meyer direkt an. Spätestens jetzt muss der Holländer doch mit Gelb-Rot fliegen! Wieder nix! Bei den Bayern werden die Regeln nun mal anders ausgelegt. Richtig festgestellt von Wieland im Königsblog-Twitterpost:

Wie immer: Tätlichkeit = Rot. Tätlichkeit im Bayern-Trikot = Gelb.

Schalke kann und muss mit dem Punkt zufrieden sein. Nach der Länderspielpause kommen wieder kleinere Brocken. Heimspiel gegen Hannover, dann Auswärts in Gladbach und wieder zu Hause gegen Berlin. So schön die Unentschieden und Kampfspiele gegen die Topklubs auch waren. Nun muss Schalke wieder punkten und vor allem mehr Spielkultur an den Tag legen. Vor den Top-Spielen gegen Stuttgart, den HSV, Leverkusen und den Bayern, habe ich mir sieben Punkte aus diesen Spielen gewünscht. Sechs sind es geworden. Sieben Punkte wünsche ich mir aus den nächsten drei Spielen. Sechs wären aber auch ok.

 

Es dampft in München. Der glorreiche FC Bayern hat sich in dieser Saison so viel vorgenommen. Hat extra einen Trainer von Weltformat aus dem 93.000 Seelen Dort Alkmaar in die Landeshauptstadt gelotst, um den Makel Klinsmann aus der letzten Saison vergessen zu machen. Trotzdem dampft es im Schmuckkästchen Allianz-Arena. Die Zuschauer pfeifen die Mannschaft schon vor dem Halbzeitpfiff gnadenlos aus. Das Team fehlt mit Robben und vor allem Ribery die Kreativität.

Niemand redet in München mehr von Buddahfiguren, keine schwäbische Grinsekatze strahlt auch bei den schwersten Niederlagen noch in die Kamera. Stattdessen herrscht die “eiserne Tulpe”, Luis van Gaal. Beim Training herrscht wieder Disziplin. Es wird geflucht und geschrien und der Trainer strahlt genau die Arronganz aus, die man in München als “Mir san mir” Mentatlität umschreibt.

Nach einer dürftigen Saison 2008/2009 reagierte der Verein eigentlich so, wie er immer reagiert, wenn der FC Bayern München wenig bis gar nichts mit der Meisterschaft zu tun hatte. Es wird der Trainer gewechselt und es wird jede Menge Geld in die Mannschaft investiert. Es werden teilweise internationale Stars gekauft und vermeintliche Konkurrenten geschwächt. So wie einst nach der Spielzeit 2006/2007. Der FC Bayern landet auf einem UEFA-Cup-Platz und nimmt richtig Geld in die Hand, um diesen Makel wieder glattzubügeln. Ribery, Klose, Toni, Jansen, Ze Roberto. Der FC Bayern erzwingt sein Glück und hat Erfolg.

In dieser Saison zunächst ein ähnliches Bild. Auch diese Saison folgt auf eine eher schwache Saison des Rekordmeisters. Zu übermächtig waren die Wolfsburger, zu unkonstant die Bayern. Gomez, Robben, Tymoshshuk, Braafheit. Neue Gesichter, gekauft für teures Geld, sollen es richten.

Zieht man eine erste Bilanz, dann muss man Manager Uli Hoeness gleich mehrere Griffe ins Klo unterstellen. Die vielleicht tiefsten aller Klogriffe tragen wohl die Namen Ze Roberto und Lucio. Den einen ließ man ablösefrei zu einem Konkurrenten und den anderen – immerhin Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft -  für einen geradezu lächerlich anmutenden Preis Richtung Italien ziehen. Was man da so mir nicht dir nichts die Koffer in die Hand gedrückt hat, schien wohl die Seele des Münchener Spiels gewesen zu sein. Während im Tor und im Sturm schon länger sehr viel Unkonstanz und wenig Stabilität vertreten war, waren es gerade die Abwehr um Lucio und das zentrale Mittelfeld um Ze Roberto, die das genaue Gegenteil verkörperten.

Jetzt, wo die beiden fehlen, herrscht in allen Mannschaftsteilen Unsicherheit. Badstuber, sicher kein schlechter Innenverteidiger, ist blutjung und daher zu unkonstant für den Münchener Anspruch. Im Mittelfeld herrscht mit den Zerstörern van Bommel und Tymoshshuk zwar wieder ein gewisse Härte und Durchsetzungsvermögen, die Kreativität des Münchener Spiels ist allerdings auf der Strecke geblieben. Das ist falsch ausgedrückt: Sie liegt im Lazarett. Ribery, der schon vor der Saison mit Real Madrid kokettiert hatte, scheint doch länger und schwerwiegender verletzt zu sein. Robben, eh bekannt dafür immer wieder mit kleinen Verletzungen auszufallen, hat bisher kaum mal 2 Spiele am Stück durchgespielt. Lediglich beim furiosen Kantersieg gegen Lügescheid trumpften die beiden gemeinsam auf und schienen alle Zweifel am schlechten Saisonstart vergessen zu machen.

Die Situation vor dem Spiel gegen unseren S04 sieht allerdings ganz anders aus: Der schlechte/durchwachsene Saisonstart ist einer tiefen Krise gewichen. Zwar konnte der Anschluss an die Spitze wieder hergestellt werden, doch das ist eher damit zu erklären, dass die Spitzengruppe sich gegenseitig die Unentschieden in die Schuhe geschoben hat. Auch in der Champions League ist man dort angekommen, wo nicht mal die Klinsmann-Bayern waren: Kurz vor dem Aus.

Überzeugende Spiele des FC Bayern kann man an drei Fingerchen abzählen. Die Tore der millionenschweren Stürmer ebenfalls.

Eins scheint wohl klar: Sollte der FC Schalke 04 am Samstag wieder drei Punkte mit nach Hause nehmen, könnte es schon eng für den Holländer werden. Sicher werden die Königsblauen ihm nicht das Stuhlbein endgültig absägen wie in der vergangen Saison Jürgen Klinsmann. Wir befinden uns ja auch erst in der Hinrunde. Ich bin guter Hoffnung, dass es was wird mit dem Sieg am Samstag. Auswärts sind wir bisher ungeschlagen. Die Leidenschaft des Schalker Spiels haben psychisch und physisch stärkere Mannschaften wie der HSV und Leverkusen fast zum umfallen gebracht. ribery ist immer noch verletzt und Robben scheint noch lange nicht bei 100%. Alles sehr gute Zeichen. Trotzdem wollen wir die Ansprüche nicht zu hoch schrauben. Auch eine Niederlage wäre kein Beinbruch. Doch die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gegen angeschlagene Gegner (in dieser Saison vor allem der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart) dieses Mal kein Aufbaugegner darstellt. Schalke punktet und siegt in solchen Spielen. Hoffen wir, es wird ebenso eines….

 

Stellen sich Bundesligamannschaften in der Veltins-Arena hinten rein, dann kriegt der S04 Probleme.

Bei der Qualität eines Vereins wie z.B. Arminia Bielefeld reicht das dann immerhin noch zu einem mageren 0:0.

Stellt sich ein Team von der Qualität des FC Bayern Mümchen hinten rein, dann kommt da meist eine Niederlage bei raus.

Und die Gründe sind schnell gefunden. Bayern hat einen Ribery und gestandene Abewehrspieler. Schalke hat Kampfkraft und Athletik, aber keine kreativen Mittel. Und so kommt es dann nunmal, dass ein FC Bayern – vor der Saison mit Offensivfussballversprechungnen noch und nöcher – sich einfach hinten reinstellt und darauf hofft, dass der Frank das schon richtet. Leider hat er seinem Team diesen Gefallen getan und bei einem seiner zwie genialen Momente das entscheidende Tor vorbereitet und dann auch noch selbst gemacht.

Ansonsten war von Bayern nicht viel zu sehen. Eigentlich gar nichts. Und das schien auch so gewollt. Anders kann man Klinsmanns Auswechslungen auch nicht verstehen.

Dass Schalke nicht wenigsten einen Punkt geholt hat, lag vor allem an der mangelhaften Kreativität. Es werden einfach mal wieder keine Torchancen herausgespeilt. Dass, was gegen Paris, Bielefeld und Karlsrube noch wunderbar funktioniert hat, ging gegen Cottbus, Santnadner und jetzt gegen die Bayern zum größten Teil schief. Der von Müller verteidigte Aufwärtstrend könnte auch nur eine Ausnahme gewesen sein, die die Regel bestätigt. Die lautet: Stell dich auf Schalke hinten rein und du hast gute Chancen, einen Punkt zu entführen.

Stimmen zum Spiel und Highlights:

Einzelkritik:

  • Manuel Neuer: 3 Bei beiden Toren machtlos. Ansonsten kaum geprüft.
  • Rafinha: 4+ Lies sich vor dem 1:2 von Ribery umkurven. Konnte in der zweiten Halbzeit kaum Akzente nach vorne setzen.
  • Heiko Westermann: 3- Verpasste die einzige Torchance für Schalke in der zweiten Halbzeit. Bei den Toren wohl schuldlos.
  • Marcello Bordon: 4+ Keine Akzente nach vorne. Bei den Toren unbeteiligt. Schlimm genung für einen Innenverteidiger, wenn die Tore im 16er fallen.
  • Levan Kobiashvili: 4 Oft vorne, nur nicht effektiv. Im Gegenteil.
  • Ivan Rakitic: 5 Schwächster Schalker. Kein Durchsetzungsvermögen. Nur einmal gefährlich, ansonsten eher mit Ballverlusten als mit guten Pässen.
  • Jermaine Jones: 3- Hatte das Mittelfeld durchaus im Griff, konnte aber ebenfalls nichts mehr ausrichten in der 2. Halbzeit.
  • Fabian Ernst: 4 Zweikampfstark. Das war’s.
  • Halil Altintop: 4+ Kam leider nicht ins Spiel. Zu keinem Zeitpunkt.
  • Jefferson Farfan: 2 Bester Schalker. Nicht nur wegen dem Tor. Immer anspielbar und viel unterwegs. In dieser Form wird er richtig wertvoll. Wenn die Mannschaft mitzieht.
  • Kevin Kuranyi: 5 Nur eine Kopfballmöglichkeit, ansonsten abgemeldet bei Lucio und Demichelis.
  • Vincente Sanchez: 5 War keine Verstärkung nach seiner Auswechslung.
  • Albert Streit: - Setzte sich im Strafraum einmal durch und hatte Pech bei der Hereingabe.
  • Gerald Asamoah: -Nix.

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