„Wir sondieren weiter den Markt. Wir haben uns darauf verständigt, dass wir in zwei bis drei Woche nochmal telefonieren. Kahn ist ein geiler Typ und wir sind total d’accord! Wir haben ein Konzept besprochen und das passt alles gut. Wir wollen aber noch mit anderen Kandidaten sprechen!“ Tönnies auf Bild.de
Uns Fans bleibt wirklich nichts erspart. Jetzt ist ein “geiler Typ” im Gespräch die Nachfolge von Andreas Müller zu übernehmen. Olli Kahn als Manager des S04? Mit null Erfahrung in Sachen Management. Mit null Standing bei den Fans.
Ich kann nur hoffen, dass dieser Kelch an uns vorüber geht….
Viele Namen wurden schon genannt. Die meisten an den Haaren herbei gezogen. Hier ein kleiner Überblick:
Oliver Kahn, Ebbe Sand, Olaf Thon:
Alle drei mit zu wenig Erfahrung im operativen Geschäft, als das sie für den Managerposten geeignet wären. Zudem sind Kahn und Thon in meinen Augen zumindest charakterlich fragwürdig. Ein Ebbe Sand als Assistent des neuen Managers könnte sicher passen.
Marc Wilmots:
Wie Thon und Sand ein “Ehemaliger”, aber sicher schon mit etwas mehr Erfahrung in der Praxis. Als Interims-Trainer grandios gescheitert. Eher nicht.
Heribert Bruchhagen:
Bruchhagen scheint der Wunschkandidat für die Position zu sein, obwohl er wohl schon abgelehnte
“Streichen Sie bitte meinen Namen von der Liste.” Quelle: 11freunde.de
und sich der Eintracht versprochen hat. Bruchhagen wird seine Ämter sicherlich nicht so mirnichts dirnichts mitten in der Saison aufgeben. Der Name könnte allerdings wieder interessant werden, wenn sich die Managersuche bis nach dem Ende der Saison zieht. Meiner persönlichen Meinung nach, ist Bruchhagen sicher ein fähiger Mann für den Job. Er kennt auch das Umfeld, da er schon mal als Trainer am Berger Feld tätig war. Ob das allerdings unbedingt einen Vorteil darstellt, ist schwer zu sagen. Ein “unbefleckter” Manager wäre vielleicht die bessere Lösung.
Rainer Callmund:
Das rheinische Massenphänomen ist sicherlich heiß auf die Bundesliga. Fachlich ist er ebenfalls top und hat mit seiner losen Schnauze auch das richtige Werkzeug gegen die Boulevard-Meute auf Schalke. In Leverkusen hat er oberflächlich sehr gut gearbeitet. Mit ihm war Leverkusen stärker als jemals zuvor. Allerdings hinterließ “Calli” dem Verein ein großes Häufchen Schulden. Davon haben wir bereits genug, also vorsichtig. Er ist eher der Typ Rudi Assauer. Flotte Sprüche, Klüngelei und nach außen hin den Starken makieren. Eher nicht so mein Ding.
Matthias Sammer:
Sammer hält sich zum Thema Schalke bisher bedekt, obwohl er sicher ein Kandidat ist. Bisher konnte ich keine Aussage zu diesem Thema von ihm lesen, hören oder sehen. Sammer ist durch seine Vergangenheit bei den Lüdenscheidern sicherlich vorbelastet. Wir haben allerdings auch einen Andreas Möller in unser Herz aufgenommen, da würde bei entsprechendem Erfolg sicher auch ein Platz für Sammer. Fachlich ist er sicher kompetent und man kann schon sagen ein Fussball-Verrückter. Er bringt ebenfalls die notwendige Konsequenz mit, sowohl im Umgang mit der Mannschaft, als auch mit Medien und Vorstand. Wenn es ein deutscher Manager sein soll, dann wäre es für mich Matthias Sammer.
Andreas Rettig:
Derzeit beim FC Augsburg tätig. Wäre für Rettig also ein Riesencoup. Für Schalke bezweifel ich das. Er würde sicher nicht den starken Mann darstellen, den sich viele wünschen und der meine Meinung auch her muss. Ich denke, dass Schalke im Moment noch ein Stufe zu hoch für ihn ist.
Rudi Assauer:
Kein Kommentar. Das wäre das Schlimmste, was passieren könnte und ist wegen der Fehde zwischen Tönnies und “Assi” zum Glück auch mehr als unwahrscheinlich.
Frank Arnesen:
In meinen Augen ein sehr interessanter Mann. Wenn nicht sogar der interessanteste von den bisher genannten. Als aktiver Spieler dem PSV treu, heuerte er dort nach seiner Karriere direkt an. Zunächst als Assistens Coach, wurde er ziemlich schnell technischer Direktor mit Hauptaufgabe Talentscouting. Klangsvolle Namen wie van Niestelroy, Ronaldo und Jap Stam gehen auf seine Kappe. Arbeitet von 2001 bis 2004 auch schon mit Rutten (Jugendkoordinator) eng zusammen. Er würde Rutten sicher auch mehr Selbstvertrauen verleihen, da er seine Methoden bestens kennt. Zur Zeit ist Arnesen Chef-Talentscout beim FC Chelsea und verpulvert die Abramovic-Millionen. Morinho beklagte damals den mäßigen Erfolg. Auch bei seiner ersten Manager-Station bei den Tottenham Hotspurs hat er ebenfalls keine Bäume ausgerissen. Trotzdem gilt er als Mann mit dem besonderen Blick für junge Talente und mit den besten Kontakten in aller Herren Länder. Als globaler Fußballfachmann würde ihm im Team, im Vorstand und in den Medien sicher auch der notwendige Respekt entgegen gebracht werden. Zudem kommt er “unbefleckt” nach Schalke. Bis auf Rutten hatte er noch nix mit Schalke zu tun. Meiner Meinung nach ein großer Vorteil gegenüber Kanidaten wie Bruchhagen, Sammer oder Callmund, die sicher auch innerhalb des Vereins schon den ein oder anderen Freund bzw. Feind haben sollten.
Für mich wäre Arnesen die Ideallösung. Er ist kurzfristig sicher verfügbar, kennt als Däne zumindest den Sprachstamm und kennt Rutten aus seiner Zeit beim PSV. Eine Koalition aus Manager/Trainer als Gegengewicht zur Rheda-Fraktion im Vorstand ist sicherlich auch nicht das Schlechteste, was Schalke derzeit passieren könnte.
Was denkt ihr über die Kandidaten und welchen (ernsthaften) Kandidaten, der noch nicht abgesagt hat, habe ich eventuell vergessen?
Das Interview ist legendär. Keine Werbebanden, sondern die pure Fanfreude im Hintergrund. Trotzdem. Die entscheidende Frage stellt der junge Töpperwien bei Minute 1:30 Min.
Eigentlich geht es beim FC Schalke nicht erst seit dem 11.11., sondern schon seit Beginn der Saison hoch her. Doch pünktlich zum Karnvals-Showdown steigt das Thermometer auch beim Revierclub deutlich an.
Manager und Trainer stehen bei Fans und Medien in der Kritik. Würde man die beiden handelnden Personen als Karrikatur auf einen Karnevalswagen setzen, sie würden sicher eine schlechtere Figur abgeben als unsere Bundeskanzlerin in ihrem knappen Bikini. Die Mannschaft kommt (noch) ganz gut weg. Doch gerade auf die Einstellung der Mannschaft kommt es wohl heute Abend an, wenn es in die Mutter aller Derbys geht. Ein glanzloser Auftritt wie gegen Bremen oder die erschreckend blutleere Vorstellung gegen den VfL Bochum wird würde wohl zum Boomerang werden. Vom Ergebnis hängt dann ab, ob auf Schalke gleich zum Ascher-Mittwoch übergegangen werden kann oder ob am Rosenmontag wieder Jecken-Stimmung herrscht.
Zum 100. Vereinsjubiläum der Lüdenscheider wären drei blau-weiße Kirschen auf dem Geburtstagskuchen genau das Richtige. Ich werde wieder Live aus dem Stadion bloggen und meine Eindrücke hier im Blog schildern.
MACHT SIE ALLE! SCHIESST SIE AUS DER HALLE! ALAAF!
Schalke hat einen erneuten Tiefpunkt erreicht. Die Niederlage gegen den VfL Bochum zeigte mal wieder deutlich, dass es im ganzen Verein einfach nicht stimmt. Schalke hat gut begonnen. Sie kontrollierten das Spiel und wurden vor allem durch Rafinha immer wieder gefährlich. Die Führung durch den aufmerksamen Kuranyi hat er und Schalke sich verdient. Bochum spielte mit, kam zu seinen Chancen, aber das Unentschieden zur Pause hat sicher auch die Bochumer überrascht. Neuer sah bei der Situation leider nicht gut aus. Von einem richtig krassen Torwartfehler würde ich allerdings nicht sprechen. Der Ball war sehr gut geschossen und dreht sich tückisch in die Ecke, in die Neuer seinen letzten Schritt eben nicht gemacht hat. Genauso wie Altintop vor dem 0:1 nicht so frei zum Schuss kommen darf, darf das Azauagh beim 1:1 auch nicht. Stört ihn jemand beim Schussversuch, dann trifft der den nie so. Trifft er ihn doch so, spricht man von einem Glücksschuss und Neuer wird kein Fehler unterstellt (siehe Pinto gegen Hannover).
Die Vorstellung in der zweiten Halbzeit war dann wieder ein Rückfall in nicht mal vergessene Zeiten. Kaum mehr Kreativität nach vorne. Unkonzentriertheiten im Mittelfeld und in der Abwehr. Stürmer, die nicht mal schießen, wenn sie schon im fünf Meter Raum sind, sondern stattdessen lieber nochmal nen Haken schlagen oder den Ball durchzustecken wollen. Das Tor war eigentlich vorherzusehen und beschreibt die Schalker Situation eigentlich ganz gut:
Rakitic verliert die Balance und sprintet dann nichtmal hinterher. Kristajic reagiert in der Abeehr gut, aber unglücklich. Neuer auch, aber in der entscheidenden Situation nicht gut genung. Der Gegner kriegts einfach auch nicht gebacken, aber stolpert den Ball mit Hilfe der Schalker (Kristajic) ins Tor.
Der Rest ist schnell erzählt, da es schon zu oft in dieser Saison vorkam. Schalke lies sich nicht beirren und spielte seinen Stiefel weiter runter: Rückpässe en masse, kaum zwingende Aktionen und das Hoffen, dass eine Standardsituation die erhoffte Wende bringt. Das hat wiedermal nicht geklappt. Pander hatte Pech mit seinem Freistoss. Auch das passt ins Schalker Bild. Genauso wie der Schalg ins Gesicht von Rafinha und die drohende Strafe für Farfan(oder auch nicht). Disziplin ist im Team des Disziplin-Fanatikers Rutte ein Fremdwort.
Wie es weiter gehen soll? Ich weiß es nicht. Ich sehe gegen Lüdenscheid schwarz, wenn ich ehrlich bin. Ich fühle mich wie ein angeschlagenes Tier, das die gehassten Hyänen wittert. Ja, ich habe Angst um meinen S04, denn bei einer Niederlage müssen Köpfe rollen. Leider weiß ich selber nicht, welche Köpfe das sein sollen.
Manager Müller hat sich zurückgezogen. Die “Müller raus” Rufe kann ich mittlerweile nachvollziehen, halte sie aber für falsch. Ein Farfan war eine Verstärkung, diebei den Fans und in der Fachpresse als Top Verpflichtung gesehen wurde. Ein Engelaar war holländischer Nationalsspieler und wohl Wunschspieler des neuen Trainers. Das sieht man nicht zu letzt daran, dass Engelaar trotz teilweise grottenschlechter Leistungen immer wieder das Vertrauen des Trainers genießt. Selbst gestern hält er trotz viel stärkerer Leistung von Rakitic an dem Holländer fest. Für mich ein klarer Trainerfehler. Ebenso Albert Streit. Den einzigen Vorwurf, den man Müller in diesem Fall machen kann ist die vorzeitige Verpflichtung in der Winterpause letzten Jahres, anstatt abzuwarten bis Streit wieder fit und billiger ist. Der Rest ist eine Sache zwischen Trainer und Spieler. Die Qualität Streits war unbestritten und durch Statistiken belegt. Kein Vorwurf an Müller.
Sanchez ist für den Preis ein vernünftiger Joker, der aber leider ebenfalls zu wenig trifft. Großmüller und Ze Roberto waren klassische Fehleinkäufe. Die kommen aber in so ziemlich jedem Verien vor. Hervorragende Arbeit machte Müller in Sachen Vertragsverlängerung: Sei es Neuer, Höwedes oder aber Rafinha. Müller hat es geschafft die jungen Leistungsträger langfristig an den Klub zu binden. Das kann besonders in sportlich schlechten Zeiten Gold wert sein. Rafinha wäre nach dieser Saison ablösefreit zu einem anderen Club gewechselt, hätte es Müller 2007 nicht geschafft, ihn für zwei weitere Jahre bis 2011 zu verlängern. Sollte das internationale Geschäft tatsächlich verpasst werden, könnte ein Verkauf Rafinhas das Loch schon stopfen, dass zmindest der verpasste UEFA-Cup-Platz reissen würde.
Müller ist hier nicht der Schwachpunkt. Wenn, dann ist es der Trainer oder einzelne Spieler. Engelaar ist für mich eine einzige Enttäuschung. So langsam kann auch Rutten die schlechten Leistungen nicht mehr ignorieren. Es könnte auch am System liegen. Ein 4-4-2 wäre vielleicht das bessere System für diesen Kader. Ich bin zur Zeit ratlos und sehe auch kein Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht, weil ich das bittere Ende nicht sehen will.
Einzelkritik:
Manuel Neuer: 2-
Starkes Spiel. Nur beim 1:1 sah er nicht gut aus, auch wenn ich von dem Begriff “Torwartfehler” absehen würde.
Rafinha: 2-
Vor allem in der ersten Halbzeit bester Schalker. Leider wieder mit einer Unbeherrschtheit, die wirklich nicht sein muss.
Mladen Kristjic: 3-
Sicherlich der bessere Innenverteidiger an diesem Abend, auch wenn er bei beiden Treffern nicht gut aussah. Beim 1:1 ist er derjenige, der Azauagh nicht entscheidend stört. Drei Schritte nach vorne hätte diese Torchance wohl zunichte gemacht. Auch beim 2:1 sah er nicht gut aus. Ansonsten aber mit Klasse Stellungsspiel, die die mangelnde Schnelligkeit vergessen lies.
Heiko Westermann: 4-
Wirkte gestern nicht frisch und hatte große Probleme auf seiner Wunschposition Innenverteidigung. Lief meist hinterher und hatte auch in der Offensive nichts zu bieten.
Levan Kobiashvili: 3-
Machte keinen schlechten Job als linker Verteidiger. Trotzdem muss er gerade in Strafraumnähe schneller und aggressiver attackieren. Rückte für Rakitic uns Mittelfeld und konnte dort keine entscheidenden Impulse mehr setzen.
Orlando Engelaar: 5
2-3 gute Pässe in die Spitze. Ansonsten Ballverluste und Quer- bzw. Rückpässe. Er ist kein Mann für die erste Elf. Ich hoffe, dass Rutten das bald auch einsieht.
Halil Altintop:4+
Besser als in den letzten Spielen. Vielleicht auch, weil er im Mittelfeld randurfte. Trotzdem noch keine Leistung, die Schalke sehr viel weiter bringt.
Ivan Rakitic: 3+
War in der ersten Hälfte mit Rafinha und Kuranyi Aktivposten. Wurde dafür von den Bochumern ein paar mal hart an die Karre genommen. Hat einmal den Abschluss gesucht. und muss das einfach häufiger probieren. Warum er als bester Mittelfeldspieler rausgenommen wurde, bleibt mir ein Rätsel.
Gerald Asamoah: 5
Hat mittlerweile wohl mehr Großchancen vergeben, als Kuranyi und Farfan zusammen. Sein zwischenzeitliches Hoch vor der Winterpause ist verpufft. Er muss wieder auf die Bank
Jefferson Farfan: 4+
Hatte vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit seine starken Szenen auf der rechten Aussenbahn. Muss aber ebenfalls mehr den Abschluss suchen, wenn er denn schon mal im 16er ist.
Kevin Kuranyi: 3+
Wirkte selbstbewusst und technisch stark in der ersten Halbzeit. Hat sich sein Tor verdient. Danach wurde er nicht mehr in Szene gesetzt.
Irren ist menschlich. Irritiert sein auch? Gerade musste ich in diesem Spiegel Kurzpass folgendes lesen:
“Der CBF reagierte unterdessen nach eigener Darstellung “irritiert” über das Vorgehen der Gelsenkirchener. “Von Schalke hat der CBF überhaupt nichts erhalten”, erklärte ein Verbandssprecher. Im Gegensatz zur Darstellung Schalkes sei es Rafinha “vom Verein erlaubt, hier zu sein - und deshalb hat er ja auch schon gespielt.”
Die Vergangenheit holt Schalkes Manager Andreas Müller mal wieder ein. Diesemal ist es aber die Jüngere. Mirko Slomka, Angestellter des FC Schalke 04, macht genau das, worüber sich echte Sportsmänner immer wieder aufregen: Sie setzen sich faul auf die Tribüne, anstatt auf ein bisschen Knete zu verzichten und sich eine neue Herausforderung zu suchen. Und Andreas Müller ist wieder mal in Erklärungsnot.
Die Zusammenfassung in aller Küze: Slomka tritt den Job als österreichischer Nationaltrainer nicht an, da er sich mit Schalke nicht auf eine Abfindung einigen kann. Er fordert eine Auszahlung seines Grundgehalts, Müller will ihm eine (nach seiner Aussage) branchenübliche Abfindung zahlen. Kurioser Weise hat Slomka bei den damaligen Vertragsverhandlungen darauf bestanden, dass keine festgeschriebene Abfindung im Falle einer Entlassung den Weg in das Vertragswerk findet.
Hm? Slomka hat also einen (m.M.n. schwierigen, aber interessanten) Job als Nationaltrainer Österreichs abgelehnt und lässt sich lieber weiterhin von einem Verein bezahlen, der ihn vor knapp drei Monaten in den Urlaub geschickt hat und verhandelt lieber weiter um Kohle, die, nach Müllers Aussage, überhaupt gar nicht branchenüblich ist? Abgesehen davon, dass dies einfach schlechter Stil von Seiiten des netten Herrn Slomkas ist, stinkt die Sache irgendwie.
Beide handelnden Personen sind relative Grünschnäbel in ihrem Geschäft, wenn man das mal überspitzt sagen will. Aber beides sind auch intelligente Menschen, soweit ich das beurteilen kann. Wie kommt es also zu diesen Missverständnissen, die Slomka und vor allem Andreas Müller aber irgendwie schon immer begleitet haben? Sei es die misteriöse Geschichte um Abwehrmann Gustavo, der nie das Berger Feld gesehen hat, obwohl er angeblich einen gültigen Vertrag hatte oder die Affäre um Gerald Asamoah, das Sommertheater um Appiah und zu guter letzt die Flucht Özils. In allen Fällen blieb immer ein bitterer Beigeschmack. Vor allem bei Andreas Müller.
Ich will Müller nicht seine Qualitäten als Manager abspechen. In Sachen Transfers hat er vor allem in der letzten Saison höchstens zwei Fehler begangen, die sich allerdings erst noch herausstellen müssen. Diese Fehler tragen den Namen Ze Roberto, der wohl immer noch nicht auf Touren zu kommen scheint und Carlos Großmüller, der meiner Ansicht nach auch dieses Jahr den Sprung in die Startelf eher selten schaffen dürfte. Mit Westermann, Jones und Rakitic hat er die besten Einkäufe seit Jahren getätigt. Und zumindest bei Rutten und Farfan sind sich so ziemlich alle Fussballexperten, sei es hinter dem Notebook oder hinter dem Tresen, einig, dass dies die besten Transfers waren, die in den jeweiligen Situationen möglich waren. Aber warum passieren solche Stirnrunzler wie die oben beschriebenen, nicht auch einem das z.B. Klaus Allofs, der sich höchstens Mal mit einem Carlos Alberto rumschlagen muss. Oder einem Heribert Bruchhagen? Müller ist längst nicht so souverän, dass er sich einen Spitzenmanager schimpfen darf. Dabei muss man allerdings auch berücksichtigen, dass Schalke kein einfaches Pflaster ist, um sein Handwerk zu lernen.