Die Großdemo ist gescheitert. Die Bewegung “Pro Magath” wird im Laufe des Tages wohl vor vollendete Tatsachen gestellt.

Was früher am Marathontor gegen den Trainer ausgetragen wurde, findet heute wegen der sozialen Netzwerke für den Trainer vor der Geschäftsstelle statt. Absurd eigentlich.

Felix Magath hat knapp 175.ooo Facebook Freunde in Deutschland und einem kleinen Rest der Welt. 900 Schalke Fans organisierten sich via Facebook Gruppe “Pro Magath“. 100 davon erschienen heute, um der Bewegung vor Ort ein Gesicht zu geben. Viel zu wenig, um irgendwen anderen als die Bild zu beeindrucken.

Trotzdem hat Felix Magath gezeigt, dass Facebook gerade für öffentliche Personen eine mächtige Plattform bietet, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt und durchdacht daher eingesetzt wird. Gerade im viel diskutierten Fußballgeschäft wird Facebook wohl eine wichtige Rolle spielen.

Magath hat es sogar schon geschafft, den Facebook Daumen in das Stadionbild zu transportieren. Gegen Valencia und Frankfurt war er letztendlich fast allgegenwärtig. Im alten Rom wäre Tönnies in beiden Fällen nicht lebend aus der Arena gekommen. Zu oft zeigte der Daumen mit seinem Namen nach unten. Schon alleine deswegen steht ein Verlierer in dieser sich androhenden Posse fest.

Das Kapitel Magath wird heute wohl zu Ende gehen. Sollte erneut Ralf Rangnick zur Feder greifen und ein weiteres Kapitel schreiben, muss ich mich demnächst mal mit @tommes04 treffen, damit die Verlosung des Buches auch im Beisein eines Anwalts von Statten geht. 13 Personen haben auf eine Rückkehr getippt. Mehr dazu, wenn – um die gewagte Superkombo literarischer Metaphern den letzten Schliff zu geben – die Messe gelesen ist.

 

Der FC Schalke 04 sucht einen neuen Trainer. Mit dieser These kann man sich ruhig um die Ecke trauen, auch wenn der Inhalt des “Männergesprächs” bis Mittwoch geheim bleiben sollte.

Wenn man sich aber schon bei einem Anwalt trifft, dann kann das nur ein Scheidungsanwalt gewesen sein. Zudem hat Magath dem Team bis zum Mittwoch frei gegeben. Ein weiterer Hinweis darauf, dass eine Trennung kurz bevor steht. Anscheinend sieht er keine Notwendigkeit mehr darin, das Team auf ein Bundesligaspiel vorzubereiten, bei dem er nicht mehr auf der Bank sitzen wird. Ich finde es sehr schade, dass die Ehe zwischen Magath und Schalke nicht länger gehalten hat. Der eine (Schalke) wusste bereits vorher von den Fehlern des anderen, während dieser (Magath) nicht bereit war, auf den Partner zuzugehen und sein Verhalten den Umständen (Fans/Mitarbeiter) anzupassen. Was so toll begonnen hat, geht vermutlich mit einer Schlammschlacht zu Ende.

Denn Tönnies wirft Magath Satzungsbruch in mehreren Fällen vor, da sich dieser wohl nicht an die – von ihm eh gehassten – Statuten bei Transfers über 300.000 Euro gehalten haben soll und in manchen Fällen den Aufsichtsrat wohl nicht kontaktiert hat. Deswegen will man Magath nicht auszahlen. Der Ehevertrag wird – davon gehe ich aus – vor dem Gericht landen und wird uns wohl noch einige Zeit begleiten.

Schalke sucht einen neuen Partner und hat dabei so einiges an Mitgift zu bieten. Da wäre zum einen die europäische Königsklasse. Klanghafte Namen wie Barcelona und Manchester United könnten Trainer-Kandidaten, die eventuell erst zur nächsten Saison bereit wären, schneller ins Boot locken. Zumal Schalke auch immer noch die Chance auf einen weiteren Titel hat. Mit einem Spiel könnte sich der neue Kapitän an Bord den Gewinn des DFB-Pokals auf die Fahnen schreiben. Und das gegen einen Zweitligisten. Einfacher geht es wohl nicht.

Doch ein Laster hat Schalke ebenfalls: Das Abstiegsgespenst ist trotz des Erfolges gegen Eintracht Frankfurt immer noch nicht ganz vom Berger Feld verscheucht. Auf die Pokalwettbewerbe konzentrieren und sich auf die neue Saison vorbereiten, wäre für den neuen Coach also nicht drin. Es gilt, die Konzentration auf die Bundesligasaison zu behalten, will man nicht als der Depp in die Geschichte eingehen, der einen der größten Clubs Deutschlands in wenigen Spielen an die Wand gefahren hat.

Es lässt sich also traumhaft spekulieren. Otto Rehhagel steht wohl als Übergangslösung Gewehr bei Fuß. Allerdings nur, wenn die langfristige Lösung erst im Sommer frei wird. Wie es zum Beispiel bei Robin Dutt, Mike Büskens oder Huub Stevens der Fall wäre. Auch Ralf Rangnick hatte, nach seinem Abschied aus Hoffenheim, betont, erst wieder im Sommer ein Traineramt zu übernehmen. Doch die Aussicht auf die Champions League und einen nationalen Titel dürften gute Argumente auf Schalker Seite sein, den Ex-Trainer schon eher ans Steuer zu holen.

Man darf nun auch auf die Rolle von Horst Heldt gespannt sein. Er wird derjenige sein, der den neuen Trainer verpflichtet und wird ab diesem Zeitpunkt nicht nur am Rande der Manege stehen, sondern wieder mitten im Zirkus Bundesliga mitmischen. Und das im königsblauen Dress. Ob es ihm passt und ob die Menge nach der Vorstellung aplaudiert, muss man abwarten.

Welcher Trainer in den nächsten 48 Stunden präsentiert wird, ist eigentlich noch völlig offen. Deswegen lade ich alle Leser ein, bei diesem kleinen Tippspiel mitzumachen. Es gibt auch etwas zu gewinnen. Das Buch wird unter allen richtigen Antworten verlost.

 

Schalke sucht – spätestens zur nächsten Saison – einen neuen Trainer, der den ewigen Traum der deutschen Meisterschaft für Schalke wahr werden lässt.

In guter alter Einwechselspielerraten-Tradition, könnt ihr hier auf den nächsten Mann auf der königsblauen Trainerbank tippen.

Bedenke: Übergangslösungen, wie Otto Rehagel,  sind nicht gefragt. Es geht um den Mann bzw. die Frau (das hätte doch mal was), die den Club in die nächste Bundesligasaison führt. Sollte dieser schon in den nächsten Tagen das Ruder übernehmen, dann zählt der Tipp natürlich auch.

Zu gewinnen gibt’s ein Büchlein von Bloggerkollege David Schumann. In The Tokyo Diaries geht es nur nebenbei um Fußball und vor allem um seinen Lebensabschnitt in der Millionenmetropole Japans. Ein amüsanter Einblick in die Kultur jenes Volkes, die derzeit so arg unter den Gewalten der Natur und den Nebenwirkungen billigen AKW-Stroms zu leiden hat.

Das Buch wird unter all den Kommentatoren verlost, die den richtigen Kandidaten bis zum 15. März, 23:59 Uhr getippt haben. Kommentare, die danach gepostet wurden, zählen nicht mehr. Es wäre toll, wenn ihr diesen Beitrag dann auch ein wenig flattred, damit wir dem Sieger das Buch gemeinsam kaufen können.

Viel Spaß beim Raten!

 

Rolf Dittrich wurde gegangen. Das ist für mich erstmal eine gute Nachricht. Zu schlecht hat sich der von Felix Magath inthronisierte Pressesprecher in verschiedensten Situationen verhalten. Vor allem im Umgang mit den Mitarbeitern und den Fans schien er sich nicht besonders gut gemacht zu haben.

Häufig hatte man den Eindruck, er agiere nicht zum Wohle des Vereins, sondern ausschließlich zum Wohle und im Sinne von Magath. Jetzt möge mancher behaupten, dass Magath so viel Macht besäße, dass es da keinen wirklich großen Unterschied mehr gäbe. Dass dem nicht so ist, konnte man in den letzten Tagen beobachten. In einer Mehrheitsentscheidung hat der Vorstand die Freistellung des Pressesprechers beschlossen. Der Vorstand besteht derzeit aus Peter Peters, Horst Heldt und eben Felix Magath. Der Trainager zeigte sich auf der Pressekonferenz überrascht von der Entwicklung.

Ich lese aus diesen Ereignissen, dass der restliche Vorstand, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, ein Zeichen in Richtung Felix Magath setzen wollte: “Wir wollen mit dir weiter machen, deine Alleingänge innerhalb des Vereins machen wir aber nicht mehr mit. Jetzt kannst du mal sehen, wie sich das anfühlt, wenn einfach so über deinen Kopf hinweg entschieden wird.”

Derzeit habe ich mich noch nicht abschließend zum Thema geäußert. Das liegt zum einen daran, dass mir bisher die Zeit fehlte, meine Meinung kund zu tun. Zum anderen liegt es daran, dass diese Meinung ziemlich komplex und vielschichtig ist:

Meiner Meinung nach sollte man es weiterhin mit Magath versuchen. Zumindest bis zum Saisonende. Als Trainer gehört er für mich immer noch zu den besten im Lande. Das beweist sein Erfolg in der letzten Saison. Auch in dieser Spielzeit hat Magath etwas geleistet. DFB-Pokal Finale und Champions-League Viertelfinale sind durchaus achtsam. Die Bundesligasaison ist eh die verrückteste, die ich bisher erlebt habe. Solange er es schafft, nicht mehr in den Abstiegsstrudel zu geraten, ist auch hier alles in Butter.

Dass sich die Mannschaft über seine Gangart beschwert hat, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Er ist als harter Hund bekannt und zieht sein Ding durch. Wer damit nicht klarkommt, sollte gehen.

Diesen harten Hund sollte er aber nicht als Arbeitgeber auf der Geschäftsstelle geben, denn die dortigen Mitarbeiter sind keine Profifußballer mit Millionengehältern. Sie sind, im Gegensatz zu den Lizenzspielern, ein kontinuierlicher Teil des Vereins, der diesen Umgang nicht braucht. Magath betont immer und gerne, dass er auch Fehler gemacht habe. Ob er auch in der Lage ist, diese Fehler abzustellen und den Verein (damit meine ich Fans und Mitarbeiter) mit ins Boot zu holen, da bin ich mir noch nicht so sicher. Sollte in dem Gespräch mit Tönnies die Bereitschaft auf Seiten Magaths nicht erkennbar sein, sollte die Trennung vollzogen werden. Denn der Verein ist das höhere Gut. Er steht auch über Erfolg und Titel.

Sportlich gesehen wird das Spiel gegen Frankfurt heute mehr oder weniger zum Fingerzeig. Gewinnt man, bleibt der Absteigskampf nur im Hinterkopf. Sollte man Punkte lassen oder gar verlieren, dann geht es in den nächsten Wochen nur noch um eins: Ums sportliche Überleben.

 

Schalke im Viertefinale der Champions League! Wie erwartet! Mit der erwarteten Leistung. Matchwinner heute Gavranovic mit dem entscheidenden Tor und Escudero mit einer blitzsauberen Leistung auf der linken Seite. Natürlich muss auch Doppeltorschütze Farfan genannt werden.

Ein ereignisreicher Tag auf Schalke geht zu Ende. Magath eigentlich schon entlassen, Otto Rehagel wurde schon in Marl gesehen, ein Anwaltsschreiben und jede Menge Meinungen in alle Richtungen. Sowohl im Stadion, als auch im Netz.

Mir ist das alles zu viel. Ich hau ab! Nach London. Schon mal gucken, wo ich im Mai sitzen werde, wenn wir gegen die Bayern die Insel stürmen und den Pott in den Pott holen ;)

Wir sprechen uns am Montag.

Glück Auf!

 

Vor ein paar Wochen hat Felix Magath einen astreinen Social Media Coup gelandet, indem er sich via Facebook , höchst professionell, an die Schalker Fangemeinde wandte und seither regelmäßig Updates via Statusmeldung und Videobotschaft postet.

Soweit so gut. Daran ist nichts verwerfliches, obwohl wohl auch dieser Umstand sicherlich für die negative Stimmung in der Kurve verantwortlich ist. Denn durch diesen “Trick” konnte sich Magath gegenüber der Öffentlichkeit seine Tatenlosigkeit gegenüber der organisierten Fangemeinde rechtfertigen.

Im Zuge dieser Debatte kam auch die, von Fans betriebene, Facebook Seite des Vereins in den Fokus der Öffentlichkeit. Betreiber der Seite ist Raphael Brinkert, seines Zeichens auch Initiator der Petition für den Verbleib von Manuel Neuer, die in der letzten Woche medienwirksam an den Protagonisten übergeben wurde.

Laut Brinkert, gab es schon Kontakt zum Verein und somit wohl hauptsächlich zu Rolf Dittrich, Pressesprecher von Felix Magath Schalke 04 und vor allem bei den organisierten Fans wegen der Rojek-Affaire überhaupt nicht beliebt. Aufgrund der jüngsten Ereignisse über das angebliche Ende von Felix Magath beim FC Schalke, wurden im Laufe des heutigen Tages eine wahre Propagandaflut “Pro Magath” von der inoffiziellen Fan-Seite losgetreten.

Da wurde spontan ein T-Shirt gedruckt, das heute vor dem Spiel an den Eingängen der Veltins-Arena verkauft werden sollte. Wenige Stunden später meldete sich die Seite völlig entrüstet, dass der Vorstand (und somit auch Felix Magath!), per Anwaltsschreiben den Verkauf der T-Shirts untersagt hat. Ob und welche Begründung das Anwaltsschreiben enthielt, wurde nicht publik gemacht. Für die Facebook-Lemminge User war der Sündenbock jedoch schnell ausgemacht. Tönnies, seines Zeichens Aufsichtsratsvorsitzender und kein Mitglied des Vorstands, soll den Anwalt beauftragt haben. In knapp zwei Stunden kamen über 500 Kommentare zusammen, deren Niveau sich in etwa auf der Höhe unseres derzeitigen Offensivspiels ansiedelte. Also so ungefähr auf Höhe der Grasnarben in der Veltins-Arena.

Eine vernünftige Diskussion, warum das T-Shirt nicht in den Verkauf sollte, konnte man aufgrund der Masse nicht führen. Der Grund liegt schlichtweg darin, dass durch die Verwendung des S04-Vereinswappens die Markenrechte des Vereins verletzt werden. Eine nachvollziehbare Handlung. Schließlich will auch Facebook, Nike oder McDonalds die Kontrolle darüber haben, welche Botschaft mit der Marke von Dritten verkauft wird. Sei es nun zum Selbstkostenpreis oder um Profit zu machen.

Die Facebook-Lemminge User schlucken derzeit alles, was man ihnen vorwirft. Fraglich ist nur, ob die treibende Kraft tatsächlich noch ein unbeteiligter Fan ist oder ob im Hintergrund nicht schon andere Parteien den Content auf der Facebook Seite des S04 bestimmen.

 

Die Systemfrage wurde hier in den letzten Tagen intensiver diskutiert. Auch in den Foren sind die Taktikfüchse ständig unterwegs und geben ihre Theorien und Systeme zum Besten.

Doch welches Spielsystem findest du am Besten geeignet, um Schalke zum Erfolg zu führen?

Welches System soll Magath spielen lassen?

  • Das 4-4-2 mit offensiven Außen ist gut so, wie es ist. (13%, 16 Votes)
  • 4-4-2 find ich gut. Die Raute muss nur her. Auch wenn Farfan da gar nicht rein passt. (42%, 52 Votes)
  • 4-2-3-1 ist das beste Spielsystem für uns. Raul turnt ja eh schon immer auf der Spielmacherposition rum. (31%, 38 Votes)
  • Wie wäre es mit 4-3-3? Das hat in der letzten Saison doch auch wunderbar geklappt. (14%, 17 Votes)
  • Ihr habt doch alle keine Ahnung. Schaut in die Kommentare, da erklär ich euch mein Spielsystem. (0%, 1 Votes)

Antworten insgesamt: 124

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Die Umfrage läuft bis zum Anpfiff des Freiburg-Spiels.

 

Das Derby ist vorüber. Der Sieger dieses Duells spielt in den Reihen der Königsblauen. Immerhin, denn was Schalke in diesem Spiel abgeliefert hat, reiht sich nahtlos in die Vorstellungen gegen Hamburg und Hoffenheim ein. Während gegen Hamburg der spielerische Unterschied nicht allzu groß zu sein schien, war er gegen Hoffenheim nicht zu übersehen. Am Freitag wurde er uns praktisch das ganze Spiel über immer und immer wieder ins Gesicht gepeitscht. Die Tendenz ist klar.

In Dortmund standen am Freitag zehn Feldspieler der Unaussprechlichen auf dem Platz, die den Ball haben wollten und zudem wussten, wie sie ihn bekommen. Auf der anderen Seite führte die geringe Laufbereitschaft der Schalker dazu, dass man weder in der Offensive Akzente setzen konnte, noch in der Defensive in die entscheidenden Zweikämpfe kam.

Auch mit einem anderen System wären wir am Freitag spielerisch unterlegen gewesen. Hier bietet sich den ganzen Magath-Kritikern nun auch mal wirklich eine Gelegenheit, den Trainer Magath zu packen. Denn diese Mannschaft sollte ihr Spiel längst gefunden haben. Dafür hat sich der Stamm des Teams während der Saison zu wenig verändert. Die Ausrede des “sich findens” zählt einfach nicht mehr. Trotz der vielen Neuzugänge. Doch der versprochene spielerische Fortschritt, den Magath zu Beginn seiner Amtszeit versprochen und danach auch immer wieder als Grundvoraussetzung für seine Mission Schalke propagiert hat, bleibt nicht nur aus, sondern entwickelt sich anscheinend sogar zurück. Schalke hatte in dieser und auch in der letzten Saison nie viele Torchancen. Wenn, dann bestach man durch Effektivität. Doch sowohl gegen Hamburg, als auch gegen Hoffenheim wurde Schalke im Grunde nur in den letzten Minuten des Spiels gefährlich. Als die Mannschaft sich bereit erklärte, zumindest ein bisschen offensive Leidenschaft zu entwickeln und der Ball mal irgendwie durchrutschte. Gegen die Unaussprechlichen musste ein kleiner Geistesblitz von Raul her, um Weidenfeller zumindest einmal prüfen zu können. Aber man macht aus einer Chance nun mal nicht auch gleich ein Tor. Vor allem, wenn der Knipser vom Dienst leider immer noch mit unglaublichen Ladehemmungen behaftet ist.

Magath muss es schaffen, die Mannschaft mit einem funktionierenden System wieder für das Spiel zu begeistern. Gleichzeitig muss auch die Mannschaft die Laufbereitschaft zeigen, die für ein erfolgreiches Spiel notwendig ist. An solchen Parametern muss sich Trainer und Team messen lassen, um diese Saison einigermaßen glimpflich zu überstehen.

 

Der FC Schalke at it’s best! Egal wohin man den Blick richtet, jeder ist unzufrieden mit der Situation und posaunt diese Unzufriedenheit heraus. Ganze 40 Minuten widmete sich Felix Magath gestern den fragenden Journalisten. Wo es eigentlich um das Derby gehen sollte, hagelte es Fragen nach der Philosophie, nach einem Konzept, das Magath den Damen und Herren doch bitte in die Mikrofone diktieren sollte.
Als ob er das nicht schon 1000 mal getan hätte! Ich finde diese Aufregung äußerst erstaunlich (wobei ich mich davon nicht ausnehmen möchte). Jeder weiß und wusste, wer Felix Magath ist und mit welchen Methoden er arbeitet. Das muss man nicht gut finden. Man muss sich aber auch nicht wundern, wenn dieser Mann seinen Stiefel herunterspielt, wie er es sich vorgenommen hat und vor allem, wie er es angekündigt hat.
Sogar der Supportersclub mischt sich nun ein. Das Fass zum Überlaufen brachte dann anscheinend die Transfers von Karimi und Charisteas. Da beschwert man sich, dass Magath die beste Abwehr der Liga ohne Not verkauft hätte! Ohne Not? Wie Magath gebetsmühlenartig wiederholt befinden wir uns in großer Not! Und zwar in finanzieller! Deswegen mussten gute, aber auch teure Spieler den Verein verlassen. Heiko Westermann, Marcello Bordon, Rafinha. Alles tolle Spieler, aber alle auch richtig teuer. Asamoah. Ein klasse Typ, aber Preis/Leistung stimmte da einfach nicht mehr. Wer das nicht gesehen hat, der hatte einfach Scheuklappen auf den Augen. Da kritisiert man zum einen die schwindende Identifikation mit der Mannschaft, lässt aber vollkommen außen vor, dass das Gerüst der Mannschaft weiterhin aus Neuers, Schmitzens, Moritzens und Matips besteht. Sicher sind davon nicht alle Stammspieler. Von Söldnern wurde dieser Nachwuchs bisher aber nicht verdrängt. Und wird sich sicher auch nicht von einem Karimi verdrängen lassen.
Ich bin, wie schon erwähnt, kein Freund der Transferpolitik des Felix Magath, aber das Bashing, das gerade auf den Mann einprasselt, halte ich dann doch für etwas übertrieben. Kritik an der Person kann geübt werden. Unkontrollierter Aktionismus, wie es zum Beispiel in dieser Petition betrieben wird, halte ich aber für sehr viel schädlicher als die Verpflichtung von zwei “Altstars” bis zum Saisonende. Vor allem, weil die geradezu inflationär abnehmende Qualität der Presse solche Vorlagen mittlerweile sicher verwandelt.
Zwischen all dem Transferaktionismus, den Magath tagtäglich auf dem Trainingsplatz versammelt, liegt der Kern des Schalker Teams. Das sollte man nicht vergessen. Neuer, Höwedes, Matip, Schmitz, Moritz, Draxler, Hoogland, Kenia oder Pander. Das ist das Schalke der Zukunft. Hinzu kommen immer besser werdende Leihgaben wie Holtby und Moravek. Gepaart mit guten Fußballern wie Uchida, Jurado, Raul oder Huntelaar ist und wird diese Truppe die königsblauen Fahnen hoch halten. Ich bin mir sicher, dass das Team heute ein gutes Spiel zeigen wird. Sie werden Leidenschaft zeigen. Sie werden sich wieder in die Herzen der Fans spielen. Trainer kommen, Trainer gehen. Das Herz des Vereins, die Fans, die Mitarbeiter und der königsblaue Nachwuchs bleibt. Auch nach Magath.

Beim BVB wird man diese Entwicklung so kurz vor dem Spiel sicher nicht allzu gerne sehen. Denn jeder weiß: Wenn wir Königsblauen leiden, dann sind wir am gefährlichsten.

Auf geht’s zum Derbysieg!

 

Magath äußert sich nicht nur zum Derby, sondern nimmt Stellung zur Kritik der letzten Tagen und seiner Philosophie mit dem FC Schalke 04.

Quelle: MyPott.de

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