Der FC Schalke 04 macht mit den drei Punkten in Leverkusen die Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern nur noch halb so schmerzhaft. Ein Sonderlob gebührt einem souveränen Lars Unnerstall und Joel Matip, dem derzeit besten Innenverteidiger im Kader.

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Schalke gewinnt mit einem 0:5 Kantersieg gegen AIK Larnaka. Mit einer guten Vorstellung gegen einen unglaublich schwachen Gegner marschiert Schalke in Richtung KO-Runden.

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Die Länderspielpause ist (endlich) vorbei und der Vereinsfußball übernimmt wieder das Zepter für die kommenden Wochen. Für uns Schalker heißt das: Königsblau wohin man schaut. Von Samstag an muss der S04 innerhalb von 22 Tagen 7 x 90 Minuten absolvieren. Hinzu kommen könnten 30 Minuten Verlängerung gegen den Sportclub aus Karlsruhe im DFB-Pokal-Spiel.

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Schalke verliert sang und klanglos, hoch verdient und eigentlich viel zu niedrig mit 0:2 in Leverkusen. Das Horrorergebnis Unentschieden war damit immerhin abgewendet und man darf sich trösten, dass man den Unaussprechlichen zumindest eine kleine Lage Angstschweiß in den Nacken gejagt hat.

Ansonsten blieb am gestrigen Sonntag nicht viel mehr übrig als festzustellen, dass auf den neuen Coach eine Menge Arbeit zukommt. Eichkorn ließ die Chance verstreichen, das Team komplett umzukrempeln. Ohne Kluge und Farfan, hätte sich ein Systemwechsel auf ein 4-4-2 mit Raute geradezu angeboten.

Stattdessen laufen die beiden schlechtesten Schalker des Spiels auf. Edu und Matip. Offensive Aktionen waren so selten, dass die beste Chance des Spiels tatsächlich Edu hatte. Ein absolutes Armutszeugnis. Ein Trost bleibt jedoch: Eine ähnliche Leistung hätte es unter Magath wohl auch gegeben.

Ralf Rangnick hat jetzt zwei Wochen Zeit, mit der gesamten Mannschaft zu arbeiten. Nur wenige Spieler sind auf Länderspielreise. Er hat Zeit, den Jungs wieder offensive Impulse zu geben. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Rangnick vor seiner ersten Amtszeit vom Ende der Querpässe redete. Er redete davon, dass der Ball, wenn schon zur Seite, dann diagonal nach vorne gepasst werden müsse. Spielerisch ist alles nach Leverkusen ein Fortschritt. Die Werkself konnte nach schwerem Auswärtsspiel in Villareal mit angezogener Handbremse gewinnen.

Am Freitag gegen St. Pauli muss sich das Team unter dem neuen Trainer das erste Mal beweisen. Dann geht es quasi um 6 Punkte gegen den Abstieg. Denn einen weitere Niederlage hätte fatale Konsequenzen. Nicht nur für das darauf folgende Champions-League Duell gegen Mailand.

Apropos Mailand: Mir ist gestern ein toller Vorschlag zu Ohren gekommen: Rangnick sollte am spielfreien Wochenende unbedingt ein Testspiel gegen Teneriffa ansetzen. Damit man im Rythmus bleibt: Valencia, Teneriffa. Inter Mailand, das wird ne Show!

 

Ha! Dortmund patzt schon wieder. Man könnte fast von einer Krise sprechen. Und wer spielt gegen den direktesten Verfolger? Ja klar! Wir Schalker spielen gegen Leverkusen.

Ich würde ja fast sagen: Lass datt Spiel abschenken und die Meisterschaft wieder spannend machen. Torsten Wieland, wer auch sonst, bringt es aber mal wieder auf den Punkt:

Schalke gewinnt in Leverkusen, weil Schalke immer gewinnt, wenn Borussia vom Ergebnis direkt profitiert. Olle Fußballweisheit. #S04 #BVB
@TorstenWieland
Torsten Wieland

Das Problem: Auch wir brauchen die Punkte. Nicht nur, um sich weiter von der Abstiegszone fern zu halten. Mit einem Sieg würde der Anschluss ans obere Tabellenmittelfeld wieder hergestellt. Schalke tritt mit zwei Siegen im Rücken an. Zudem sollte der schwere Mantel Magaths nicht mehr über der Mannschaft liegen. Mal sehen, wie sie sich im Spiel 1 nach Magath schlägt.

Personell muss Eichkorn auf Farfan und Huntelaar verzichten. Ob sich Eichkorn auch einen Systemwechsel zutraut, kann man schwer vorhersagen. Ein Vorteil, denn auch Heynckes wird es nicht wissen.

Klar will ich die Punkte in Leverkusen. Doch ein Unentschieden wäre für mich sicher das unbefriedigtste Ergebnis. Wenn wir schon keinen Sieg holen, dann soll Leverkusen wenigsten näher an die Unaussprechlichen heranrücken.

Mein Tipp: 1:2

 

Quelle: mypott.de

 

Quelle: http://ultras-ge.de/

Quelle: http://ultras-ge.de/

 

Das war ja wohl auch abzusehen. Raul avanciert mit seinen zwei Toren natürlich zum Knappen des Spiels. Zum ersten Mal überhaupt genannt, stürmt er gleich auf Platz 4 der Gesamtliste und übernimmt auch gleich in der Kategorie: Meiste Punkte pro Nennung auf Platz 1. Im Schnitt kam er auf 2.9 Punkte pro Nennung. Kein schlechter Schnitt. Freuen kann sich Jefferson Farfan. Er schiebt sich aufgrund seiner guten Leistungen gegen Leverkusen und St. Pauli auf Platz 1 der Gesamtliste und verdrängt somit Christoph Metzelder von Platz 1.

Hier das Ergebnis der Wahl zum Spiel gegen Leverkusen:

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Und hier vom Spiel gegen St.Pauli:

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Hier geht es zur Gesamtübersicht

 

Der FC Schalke 04 taumelt der 2. Liga entgegen. Wer immer noch nicht glauben will, dass Schalke schon seit Wochen, man könnte auch fast schon Monate schreiben, mitten im Abstiegskampf steckt, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

Wie schon in den beiden Partien in Frankfurt(I, II), zeigte Schalke auch gegen Leverkusen zwei Gesichter: In der ersten Halbzeit kontrolliert und engargiert, agierte man in der zweiten Halbzeit, mal wieder, plan- und mutlos. Woher diese plötzlichen Leistungseinbrüche nach 45 Minuten immer kommen, das kann mir gerne irgendjemand erklären. Ich weiß es nicht. Ich vermute aber, dass es nicht an der Kondition der Spieler liegt.

Pechvogel des Abends war gestern Klaas-Jan Huntelaar. Gleich zweimal trifft er nur das Aluminium. Er ist nun das vierte Spiel ohne eigenen Treffer. Auch ein Grund, warum Schalke sich weiterhin im Abstiegsstrudel denn im Aufwind befindet. Die wirklich großen Probleme liegen allerdings woanders: Die Mannschaft kann und will offensichtlich nicht offensiv spielen. Selbst in der ersten Halbzeit, als sich Leverkusen noch dezent zurück hielt, konnte Schalke zwar deutlichen Ballbesitz verbuchen, ein Spiel auf ein Tor war es allerdings nicht. Stattdessen wurde der Ball von links nach rechts gespielt. Wenn man mal die Möglichkeit hatte, nach vorne zu spielen oder den freien Raum zu nutzen, wurde lieber der Sicherheitspass zu den Innenverteidigern, oder noch schlimmer, zu Schnapper Neuer gespielt. Zwingend ist anders. Schnelles Umschalten ist auf Schalke wohl ebenfalls ein absolutes Fremdwort. Der einzige defensive Spieler, der dieses Spiel beherrscht, ist Keeper Manuel Neuer. Das ist kein Scherz. Es ist eher tot traurig.

Mittlerweile muss man feststellen, dass auf Schalke offensichtlich auch keine ernsthaften Alternativen auf der Bank sitzen. Nachdem Schmitz verletzungsbedingt nicht mehr an der zweiten Halbzeit teilnahm, setzte Magath doch tatsächlich Ivan Rakitic auf die Linksverteidiger Position. Rakitic, in der ersten Halbzeit noch bester Mann im Mittelfeld, brach in der zweiten Halbzeit übrigens komplett ein. Notnagel wie Hans Sarpei oder Plestan scheinen nicht mal mehr zweite bzw. dritte Wahl zu sein. Über Sergio Escudero brauchen wir anscheinend eh kein Wort mehr zu verlieren. Er ist komplett in der Versenkung verschwunden. Heynckes erkannte den taktischen Fehler von Magath sofort und setzte Sidney Sam, im Gegensatz zu Rakitic tatsächlich schnell wie eine Rakete, gegen den Kroaten. Das Tor geht allerdings nicht auf Rakitics Kappe. Das war einfach gut gespielt. Angedeutet hatte es sich trotzdem in mehreren Situation zuvor.

Ein weiterer Beleg für mangelndes Vertrauen und Qualität auf der Bank war die Höchststrafe für Joel Matip. Zur Halbzeit für Schmitz gekommen und auf die 6er Position gerückt, musste er in der Schlussphase nach einer katastrophalen Leistung wieder vom Platz. Nach Mäusken Moritz, meinem Hoffnungsträger, hielt ich gestern Abend leider vergeblich Ausschau.

Und der schlechten Nachrichten an diesem Samstag nicht genug, vermasselt Gerald Asamoah sich und uns die Rückkehr auf Schalke. Er ist nur Zuschauer, wenn Schalke am Freitag gegen St. Pauli buchstäblich ums Überleben spielt. Schon jetzt beträgt der Abstand zum Nicht-Abstiegs-Platz 2 Punkte. Auf Platz 14 bereits vier Punkte. Der Abstand auf eben diesen Tabellenplatz betrug für die Hertha zu diesem Zeitpunkt der Vorsaison übrigens ebenfalls vier Punkte. Beileibe nicht die einzige Parallele zwischen Königsblau und dem Sensationsabsteiger der letzten Saison.

Ach ja: Ein Comeback von Christian Pander bei der 0:2 Niederlage der Zeiten gegen Mainz 05 II gab es, natürlich, auch nicht.

Knappen des Spiels

Wir wählen wieder die besten Schalker der Partie gegen Leverkusen. Auch wenn die Niederlage bitter war, gab es doch einige Lichtblicke. Hier meine Favoriten:

Farfan 3

Metzelder 2

Uchida 1

 

Jermaine Jones wird morgen gegen Bayer Leverkusen nicht auflaufen. Als Ersatz steht ein Spieler bereit, der in den letzten Monaten zu meinem Lieblingsspieler beim S04 avanciert ist.

Christoph Moritz, zarte 20 Jahre alt und in der letzten Saison einer der “Shooting-Stars” beim FC Schalke. Das hört sich nach Glamour, Medienauftritten und spektakulären Leistungen auf dem Platz an. Das ist aber nicht Christoph Moritz. Seine Spielweise ist eher unaufgeregt. Auf und neben dem Platz. Er kann den sicheren Pass, reißt Kilometer ab und haut auch ab und zu schon mal drauf. Moritz ist aber auch ein kleines Zaubermäusken. Wer sein Spiel verfolgt, der sieht immer wieder kleine Kabinettstückchen, mit denen er sich aus schwierigen Spielsituationen befreit. Auch wenn dieser Vergleich völlig daneben ist: So hat es Zidane mit seinen Tricks auch immer gehalten: Nur schön, wenn auch effektiv.

Schalke weiß viele Talente in seinen Reihen. Neben den verliehenen Spielern Jan Movarek und Lewis Holtby, spielen auch Joel Matip und Lukas Schmitz wieder eine Rolle im Team von Felix Magath. Mit Papadopoulos ist ein neues Talent hinzu gekommen. Vor der Saison wurde befürchtet, dass diese aufgrund der Neuzugänge im Team weniger Einsatzzeiten bekommen. Dem ist offenbar nicht so. Alle vier spielen mehr oder weniger regelmäßig. Matip hatte lange die Nase vorn und wurde von Magath auf der 6 bevorzugt eingesetzt. Da musste sogar ein Jermaine Jones mal auf rechts weichen. In Lukas Schmitz sieht Magath derzeit die beste Alternative auf der linken Verteidigerposition, auch wenn Schmitz die Position in der letzten Saison besser gespielt hat und schon den ein oder anderen Wackler fabriziert hat.

Moritz wird bisher die Rolle zuteil, die Heiko Westermann in der letzten Saison inne hatte. Er ist Springer. Das Experiment rechter Verteidiger musste Magath dabei schon gegen Lyon aufgeben. Seitdem agierte er sowohl im defensiven Mittelfeld, als auch auf beiden Halbpositionen. Zum Ende des Spiels gegen Frankfurt, spielte er sogar linker Verteidiger, wenn Schmitz aufrückte. Für mich hat Moritz, von allen jungen Wilden im Team, das meiste Potenzial.

Gegen Leverkusen hat er erneut die Chance, sich in der ersten Elf festzuspielen. Mach et, Mäusken!

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