Schalke feiert sich und den Befreiungsschlag. Mit 7 Punkten aus den letzten 3 Spielen scheint es tatsächlich so, als ob die Königsblauen nun nicht mehr zu stoppen sind. Auch die Bild will von Abstieg nix mehr wissen und legt Christoph Metzelder, dem Besonnenen, entsprechend euphorische Sätze in den Mund.

Doch der Schein trügt. Schalke ist noch lange nicht aus der Krise. Sie sitzt dem Verein direkt im Nacken. 3 Punkte und 13 Tore Vorsprung hat sich Schalke bisher auf die rote Laterne erarbeitet. Das ist quasi nix. Die internationalen Plätze sind hingegen 8 Punkte entfernt und Schalke spielt noch gegen den FC Bayern und die Mainzer Lausbuben. Niederlagen gegen diese Teams und ungünstige Ergebnisse auf den anderen Plätzen und Schalke überwintert auf einem Abstiegsplatz.

Auch spielerisch sind die Fortschritte zwar unübersehbar, ein Quantensprung waren die beiden Heimsiege und das Unentschieden in Wolfsburg aber nicht. Gegen Werder und St. Pauli leistete sich das Team schlechte 20 Minuten. Gegen Wolfsburg gar eine ganze Halbzeit. Gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte hätte die Bilanz der letzten drei Spiele sicher schlechter ausgesehen.

Schalke ist auf dem Weg der Besserung. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Für die geschundene Seele ein Clip aus Zeiten, wo wohl 80% der deutschen Bevölkerung Youtube nichtmal richtig aussprechen konnte.

Nicht immer haben wir also auf die Mütze bekommen, wenn es gegen Dortmund ging. Und nur ein Fingerhut der Leidenschaft von Charly Neumann und dem Einsatzwillen von “Pele” Wollitz hätten wohl vorgestern schon ausgereicht, um das Derby am vergangenen Sonntag in angenehmer Erinnerung zu behalten. So bleibt es vorläufiger Tiefpunkt eines miesen Saisonbeginns.

Man kann nur hoffen, dass die Jungs die Köpfe frei kriegen und man morgen gegen Freiburg endlich mal in Führung geht. Doch wieder geht es gegen ein Team, das schon seit Jahren eingespielt ist und nur auf einer Schlüsselposition verändert werden musste. Für Idrissou trifft jetzt Cisse als erster Stürmer für die Breisgauer.

Trainer Dutt scheint seine Mannschaft gut eingestellt zu haben und schwimmt mit Mainz auf der Underdog-Welle ganz vorne mit. Über einen Sieg wage ich in dieser Situation gar nicht zu schreiben. Eins erwarte ich allerdings für morgen: Bedingungslosen Kampf und Einsatzbereitschaft. Man muss jedem Spieler ansehen, dass er gewinnen und da unten rauskommen will.

Mein Tipp: 2:2

Was sagt ihr?

 

Eigentlich geht es beim FC Schalke nicht erst seit dem 11.11., sondern schon seit Beginn der Saison hoch her. Doch pünktlich zum Karnvals-Showdown steigt das Thermometer auch beim Revierclub deutlich an.

Manager und Trainer stehen bei Fans und Medien in der Kritik. Würde man die beiden handelnden Personen als Karrikatur auf einen Karnevalswagen setzen, sie würden sicher eine schlechtere Figur abgeben als unsere Bundeskanzlerin in ihrem knappen Bikini. Die Mannschaft kommt (noch) ganz gut weg. Doch gerade auf die Einstellung der Mannschaft kommt es wohl heute Abend an, wenn es in die Mutter aller Derbys geht. Ein glanzloser Auftritt wie gegen Bremen oder die erschreckend blutleere Vorstellung gegen den VfL Bochum wird würde wohl zum Boomerang werden. Vom Ergebnis hängt dann ab, ob auf Schalke gleich zum Ascher-Mittwoch übergegangen werden kann oder ob am Rosenmontag wieder Jecken-Stimmung herrscht.

Zum 100. Vereinsjubiläum der Lüdenscheider wären drei blau-weiße Kirschen auf dem Geburtstagskuchen genau das Richtige. Ich werde wieder Live aus dem Stadion bloggen und meine Eindrücke hier im Blog schildern.

MACHT SIE ALLE! SCHIESST SIE AUS DER HALLE! ALAAF!

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