Die Presse beschäftigt sich nach dem umkämpften 1:0 gegen ebenfalls kriselnde Bremer hauptsächlich mit zwei Figuren, die gerade im Rampenlicht stehen, bzw. aus diesem verschwinden wollen.
Der Kicker findet das Verhalten des Managers Müller mal wieder sonderbar. Blieb er doch den Pressekonferenzen und dem kompletten übrigen Medienrummel fern:

Aktuell sei vonseiten des Managers “alles gesagt”. Ein Vorgang, der im Grunde kaum der Rede wert wäre – hätte Müller nicht vor Weihnachten den Auftrag des Aufsichtsrats erhalten, sich öffentlich stärker zu profilieren. (kicker.de)

Westline.de findet allerdings auch lobende Worte für den Manager. Und das zurecht. Denn nicht nur die Vertragsverlängerung von Benny Höwedes ist auf seinem Mist gewachsen:

Es ist momentan vielleicht nicht besonders populär, Schalkes Manager Andreas Müller zu loben – aber manchmal ist es halt durchaus angebracht.
Die kurz vor der Winterpause vollzogene vorzeitige Vertragsverlängerung von Benedikt Höwedes (bis 2014) kann für Schalke 04 noch Gold wert sein. (Westline.de)

Auch Rafinha, obwohl von vielen Top-Clubs umworben, hat sich vom Manager damals überzeugen lassen. Beide sind heute Leistungsträger, genauso wie Manuel Neuer. Höwedes und Neuer finden sich bei derwesten.de mit Loorbeeren überhäuft:

Manuel Neuer und Benedikt Höwedes hatten großen Anteil am Sieg Am Samstag waren es eindeutig zwei Spieler aus Schalkes junger Garde, die nachhaltig mithalfen, den 1:0-Sieg gegen Bremen unter Dach und Fach zu bringen. (derwesten.de)

Die Reviersport ist ebenfalls voll des Lobes. Trotzdem stellt sie klar, dass dies noch lange keine Trendwende gewesen sein kann:

Er weiß, dass sich die Mannschaft nur Schritt für Schritt wieder ihren eigenen Ansprüchen annähern kann. In diesem Sinne war das Ergebnis gegen Bremen ein guter Anfang, nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Reviersport.de)

 

Schalker zu sein ist in diesen Tagen nicht leicht. Miese Hinrunde, ungenügende Aussendarstellung, harm- und kreativlose Offensive. Auf Schalke passt es derzeit einfach nicht. Die Quittung bekommen nun die Schalker von Fussballfachdeutschland.

Nachdem schon Kevin Kuranyi von seinen Kollegen zum Verlierer der Hinrunde degradiert wurde, trifft es nun auch Management und Trainer. Der Kicker hat nach seiner alljährlichen Winterpausen-Umfrage die Ergebnisse veröffentlicht. Demnach leisten sowohl Fred Rutten, als auch Manager Andreas Müller die mit Abstand schlechteste Arbeit aller Bundesligisten. Rang 18. Rote Laterne. Woran mag das liegen?

Sicher nicht daran, dass sie tatsächlich so schlechte Arbeit leisten. Es liegt daran, dass die Arbeit als so schlecht dargestellt wird. Kein Tag vergeht, an dem nichts negatives über den S04 in der Zeitung steht. Und selbst, wenn es nichts negatives zu berichten gibt, die Blöd findet immer was.

Ich will jetzt nicht den Medien den schwarzen Peter in die Schuhe schieben. Sicher können es sowohl Müller als auch Rutten besser. Und dass ein Kommunikationsproblem zwischen Trainer und Mannschaft besteht, wissen wir nicht erst seit Albert Streit.

Heute schon wieder ein Beleg dafür, dass eine positive Nachricht aufgrund mangelnder Kommunikation und kritischer Meinungsmache einen faden Beigeschmack behält.

So berichtet Pander heute im Kicker, dass die Verletzung gar nicht so schlimm sei, wie von Trainer Rutten prognostiziert.

Realistisch wäre ein Transfer für Schalke also nur bei erfolgreicher Rückrunde. Dass dazu auch Christian Pander (25) beitragen kann, daran lässt er selbst keine Zweifel. Zwar stand der Linksverteidiger wegen einer Reizung im mehrfach operierten linken Knie nicht im Kader für den am Mittwoch geplanten (und dann abgesagten) Test auf St. Pauli. Aber: “Es ist diesmal keine große Sache. Ich weiß, ich kann spätestens Anfang nächster Woche wieder einsteigen.” Am Mittwoch absolvierte Pander problemlos Intervall-Läufe, während Rutten tags zuvor noch “große Sorge um Christian” geäußert hatte, der Zeitpunkt einer Rückkehr sei nicht absehbar. Prompt wurde spekuliert, Pander drohe das Saison-Aus. Für Ruttens Aussagen hat Pander “keine Erklärung, wir haben das Thema ja gar nicht ausführlich besprochen”. Mal wieder ein höchst rätselhaftes Kommunikationsproblem auf Schalke.

Schalke braucht Ruhe, einen Kommunikationstrainer und eine(n) PR-Berater/In. Frau Möbus übernehmen Sie!

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