Nicht überirdisch, aber durchaus ansprechend war die Leistung unserer Knappen gegen Jena. Trotzdem ein großes Kompliment an die Thüringer, die sich nie aufgegeben haben und einen echten Pokalfight boten.

Ein starker Neuer, ein souveräner Höwedes, ein gut geordnetes Mittelfeld und ein kaltschneuziger Farfan waren die Garanten zum Sieg.

Einzelkritik:

Manuel Neuer: 3

Ein Instinktfussballer. Sieht man an seinen Glanzparaden, aber auch an seinen Ausflügen nach draussen. In beiden Fällen konnte er sich drauf verlassen, auch wenn diese offensive Auslegung des Torwartspiels, selbst die eines Jens Lehmanns in seinen besten Tagen überstrahlt. Lediglich einmal mit einem Fehlgriff. Beim Tor machtlos

Rafinha: 3

War in der ersten Halbzeit sowohl defensiv als auch offensiv an sehr viel mehr Szenen beteiligt. Schien in den ersten 20 Minuten noch mit den Gedanken in der Winterpause gewesen zu sein. Ungewohnte Unkonzentriertheiten. In der zweiten Hälfte dann erst wieder bei einem guten Fernschuss in Aktion. Davor war er verschwunden.

Benjamin Höwedes: 2

Der deutlich bessere Innenverteidiger gestern Abend. Hätte bei seiner einzigen Offensivaktion am gestriegen Abend einfach mal draufgehalten, dann wäre er heute in aller Munde. Faire Grätsche bei der Strafraumaktion in Hälfte Eins.

Marcello Bordon: 4-

Wenn Westermann wieder in die Innenverteidigung rücken kann, wird es eng für den heiligen St. Marcello. Neben Unkonzentriertheiten und Fehlern im Stellungsspiel war er wohl auch beim Gegentor nicht am Mann. Den bordonschen langen Fehlpass hab ich dafür gestern nicht gesehen. Dafür einen richtig super Schuss aus 20 Metern, der ruhig hätte reingehen können.

Fabian Ernst: 3

Mister Unauffällig. Und das meine ich nicht unbedingt im negativen Sinn. Defensiv mit abgeklärten Aktionen und offensiv – vor allem in der zweiten Halbzeit als Rafinha nicht mehr zu sehen war – meist die erste Anspielstation im Aufbau

Jermaine Jones: 2-

Ein Spiel wie für unser neues Kampfschein gemacht. Untermauerte seinen Führungsanspruch auch auf dem Platz. Immer präsent und mit fairen Mitteln. Offensiv kann es sicher noch besser werden, aber mit dieser Spielweise macht er sich einfach unverzichtbar.

Ivan Rakitic: 3

Gute Ausbeute mit zu wenig Aufwand. War bis zu seiner Torvorlage eigentlich gar nicht zu sehen. Agierte auffallend Defensiv und war häufig hinter oder auf einer Linie mit Ernst. Dadurch fehlte er vorne als Anspielstation. Hat durch die Scorerpunkte aber eine neue Chance am Samstag verdient.

Gerald Asamoah: 4-

Bis zur roten Karte sehr bemüht. Konnte sich aber leider keinerlei Torchance rausspielen. Im Spiel mit Einsatz, aber auch mit technischen Mängeln. Die rote Karte war meiner Meinung nach viel zu hart. Eine gelbe Karte hätte es auch getan. Hätte er das Faul vielleicht direkt bereut, anstatt wütend die Konfrontation mit den heranstürmenden Gegenspielern zu suchen, dann wäre er vielleicht drauf geblieben.

Halil Altintop: 5

Viel zu unauffällig. Versuchte sich zwar ins Mittelfeld oder auf die Aussen zu schieben, aber auch dort nur mit wenigen durchschnittlichen Aktionen. Kuranyi hat sich zurückgemeldet. So bleibt für ihn wohl nur ein Platz auf der Bank.

Jefferson Farfan: 1-

Matchwinner. Das erste Tor traumhaft, das zweite ebenfalls ein feines. Der war auf dem Boden gar nicht so leicht zu nehmen. Dieses Timing hatte er bei den Annahmen mit dem Rücken zum Tor meist nicht. Auffallend viele Fehler in solchen Situationen. Deswegen das Minus. Mit Abstand der gefährlichste Stürmer in der Startelf.

Bitte wählt rechts den Schalker der Spiels!

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