Tja, nicht nur die Bildzeitung kann sich blumige Überschriften ausdenken. Dieser Mann ist es einfach Wert, ein wenig zu Übertreiben. Der Hunter zeigt, warum er immer noch einer der besten Torjäger in Europa ist. Mit seinen zwei Treffern sicherte er den Sieg gegen die Rothosen mit der roten Laterne. Es war ein umkämpfter Sieg, der in der Höhe so in Ordnung geht. Denn viel schlechter als Schalke war der HSV am Sonntag nicht. Doch Huntelaar machte mit seinen beiden Traumtoren den Unterschied. Das Kopfballtor zum 1:0 nach toller Kombination und präziser Flanke von Höger war “Kuranyi-Like”. Die erneute Führung sogar noch schöner. Der Treffer erinnerte an den ersten Spieltag der Vorsaison, als Farfan ähnlich artistisch zum Ausgleich traf. Huntelaar ist somit der beste Torschütze der Bundesliga. In seinen 13 Pflichtspielen traf er unglaubliche 15 mal. Eine schon fast beängstigende Quote, an die nicht mal der schöne Mario aus München heran reichen kann. Man stelle sich vor, Huntelaar hält diese Quote aufrecht.

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Jürgen Klopp ist von Emotionen getrieben. Das wirkt echt und macht ihn allseits beliebt. Solchen Typen wird auch der ein oder andere Ausrutscher verziehen. Schneller zumindest. Doch auch heute, in der Stunde der (gefühlten) Niederlage, rastet Kloppo mal wieder aus. Zur Krönung liefern er sich mit Tuchel einen Zickenkrieg vor laufenden Kameras.

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Klopp durch unsportliches Verhalten aufgefallen ist. Schon gegen den HSV wurde viel diskutiert, nachdem er dem vierten Offiziellen quasi ins Gesicht stieg. Sportlich an dieser Aktion war nur die anschließende Entschuldigung.

Auch ein paar Monate später nach dem Unentschieden in Kaiserslautern, zeigt sich Klopp als schlechter Verlierer. Er raunzte den SWR-Journalisten Stephan Mai in der Mixed-Zone an, weil dieser ihn schon vor dem Spiel auf seine – ich muss schon sagen Begabung – aufmerksam machte. Immer wenn Mai im Stadion ist, kann eine von Klopp trainierte Mannschaft bei einem Auswärtsspiel nämlich nicht gewinnen. Dem Herrn sollte man eigentlich jede Auswärtsfahrt der Unaussprechlichen finanzieren.
Auch hier gibt Klopp den schlechten Verlierer und verweigert ihm nach ein paar unnetten Seitenhieben und Spitznamen stattdessen das Interview und verhilft Mai somit wohl zum größten Auftritt in seiner Karriere.

Ob das Betreten der Mainzer Coaching Zone und das leichte angehen einzelner Personen endlich mal mit einer Denkpause auf der Tribüne bestraft wird, darf stark bezweifelt werden. Dafür mögen wir solche emotionalen Momente viel zu sehr. Solchen Sypathieträger und Vorbilder kommen da schneller mal ungestraft davon.

Die Diskussion, ob und wer sich unsportlich Verhalten hat, dürfte Klopp aufgrund seiner Vorgeschichte und seinem anschließend ebenfalls unsportlichen Verhalten eigentlich gar nicht führen dürfen. Er hat sich selbst viel zu häufig nicht im Griff und ist somit ein gebranntes Kind.

 

Das kommende Fußballwochenende wird sicher ein ganz besonderes. Die DFL bittet offensichtlich zum Derby-Wochenende. Während es schon letzte Woche mit den Spielen Kaiserslautern gegen Mainz und Freiburg gegen Stuttgart nicht nur um drei Punkte, sondern auch um lokale Animositäten ging, haben sich die Terminplaner für das kommende Wochen “die dicken Dinger” aufgehoben.

Über die Mutter aller Derbys, also dem Revierderby, wurde schon vor Wochen heiß diskutiert, da sich die schwarz-gelbe Anhängerschaft darüber aufregt, dass sie in der Arena nun erstmals mehr für ein Ticket zahlen als die Schalker in der Wellblechhütte. Der mediengeile Klopp heizte die Stimmung zusätzlich an und so kann man, trotz fehlender Auswärtsfans im Stadion, von einem heißen Tanz ausgehen.Zumal es für Königsblau darum geht, den absoluten Supergau abzuwenden.

Das bedeutungsloseste Nachbarschaftsduell findet wohl in Wolfsburg statt. Dort scheint sich wohl noch nicht einmal das eigene Bundesland großartig um diese Begegnung zu scheren. Zumindest findet die Partie unter brisanten Vorzeichen statt. Während der – für mich – sicherste Abstiegskandidat Hannover 96 quasi einen Traumstart hinlegte und unbesiegt auf einem Europa-League-Platz thront, ist Wolfsburg mit seinen millionenschweren Zugängen und neuem Trainer dort, wo wir Schalker ebenfalls schleunigst verschwinden würden: Im Tabellenkeller.

Kurz vor dem Revierderby am Sonntag steigt in Hamburg die offizielle 1. Liga-Willkommens-Party im Stadtteil St. Pauli. Der Kiezclub empfängt den Schnöselclub mit den roten Socken und der Raute auf der Brust. Die Karte für dieses Spiel am Millerntor kostet übrigens genauso viel wie bei jedem anderen Spiel auch. Kann mir durchaus vorstellen, dass sich da so mancher HSV-Fan über diese geringe Wertschätzung aufregt. Schließlich schaffen es die Hamburger auch, jedem Auswärtsfan im Volkspa.. ne… AOL- Are… ne auch nicht. Wie heißt denn das verdammte Stadion von denen in dieser Saison?!? Naja. Auf jeden Fall sind die Preise da sowas von  vergesalzen, dass man sich als Auswärtsfan immer wie bei einem Topspiel vorkommt. Egal, ob man aus Hoffenheim, Freiburg, München oder Gelsenkirchen kommt.

Das aus meinen neutralen Fanaugen brisanteste Derby findet allerdings schon am Freitag statt. Jetzt denkt hier so mancher: Watt? Frankfurt – Freiburg is doch kein Derby?!? Richtig! Aber Berlin gegen Berlin. Also West (Hertha) gegen Ost (Union) treffen in Liga 2. aufeinander. Die Daumen drücke ich natürlich für Ost. Nicht nur, weil man uns Königsblauen vor dem Abstiegsspiel der Hertha in der letzten Saison eine tolle Spreefahrt beschert hat, sondern weil man Hertha halt auch mal so gar nicht sympathisch finden kann.

So, noch einmal schlafen, dann geht es los.

Und weil man so viele Derbys auf einem Haufen auch ganz selten hat, lade ich zur ultimativen Derby-Tipp-Runde ein.

Getippt werden müssen alle Derbys dieses Wochenendes und zwar in chronologischer Reihenfolge. Hinterlasst die Tipps einfach in einem Kommentar:

Hertha BSC Berlin – Union Berlin

VfL Wolfsburg – Hannover 96

St. Pauli – Hamburger SV

FC Schalke 04 – Borussia Dortmund

Meine Tipps:

2:2

3:0

2:1

2:1

 

“Was erlauben Streit?” Soetwas in der Art, garniert mit einigen Schimpfwörtern und Beleidigungen, werden sich die Anhänger der Roten aus Niedersachsen gedacht haben, als sie vom plötzlichen Sinneswandel Streits hörten und dieser gegen jede Abmachung nun doch nach Hamburg wechselt, anstatt bei Hannover zu unterschreiben.
“Es ging dem Spieler ums Geld”, lies sein Berater Gerster verlauten. Sicher geht es Streit ums Geld. Worum auch sonst?
Als Ersatz für den Brasilianer Neves wird er seine Planstelle einnehmen. Nur zur Erinnerung. Der 7,5 Millionen Mann brachte es auf 9 Spiele. Streit bei Schalke im doppelten Zeitraum auf 15.
Ich freue mich jetzt schon auf den ersten Kommentar in der Hamburger Bild Zeitung, wenn Streit sich über die zu harte Holzbank in der Kabine (“Die war ja bei Schalkes Regionalligateam bequemer!”) beschwert, oder sich wundert, warum er bei einem ähnlich großem Club wieder keine Chance bekommt.
Hannover wäre ein Neuanfang gewesen. Eine Möglichkeit, das schlechte Image wieder aufzubessern. Aber anscheinend will und kann er es nicht. Er bleibt ein geldgeiler Sack, der lieber ne Million mehr bezieht, als fussballerisch eine bedeutendere Rolle zu spielen, als Nummer 12 bis 15 im Team zu sein. Auf Schalke reichte es noch nichteinmal mehr dazu.
Immerhin ist das überzogene Gehalt gespart. Dafür muss Müller im Sommer mal wieder einen neuen Käufer für Streit finden. Ich denke nicht, dass es für Hamburg reicht.

Streit darf aus dem Berger Feld Camp

Streit darf aus dem Berger Feld Camp

 

Wiedermal reichte eine 1:0 Führung nicht zum Sieg. Der wäre auch nicht verdient gewesen. Genausowenig wie eine Niederlage.
Das Ergebnis ist im Endeffekt gerecht. Schmeichelhaft für den HSV, denn der S04 mussten neben einer gefühlten Stammelf ab Mitte der ersten Halbzeit auf den bisherigen Shootingstar Jermaine Jones verzichten, der sich gleichzeitig sein Debut in der Nationalelf von der Backe putzen kann.
Ansonsten spielte Schalek wie immer. Hinten einigermaßen sicher, im Mittelfeld im Großen und Ganzen überlegen und im Sturm wie immer tote Hose.
Gefährlich wurde es eigentlich nur bei Standards.

Also alles beim alten…

 

Mit einer Rumpftruppe gegen den Tabellenzweiten. Klingt nach na Klatsche. Muss aber nich. Gutes Spiel gegen Chelsea. Wenn Larsen seine Torflaute gegen Kumpel Rost beendet ist ein Sieg drin. Wenn nicht, wird es sehr schwer wieder den Anschluss nach ganz oben zu finden.
Also, hoffen wir das Beste…

Glück Auf!!!

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