Klaas-Jan Huntelaar ist aufgrund seiner unglaublichen Torquote derzeit in aller Munde. Vor allem dem Holländer wird derzeit auf die Schulter geklopft. Auch am Samstag gegen Hoffenheim hatte er mit seinen Treffern einen wesentlichen Anteil am 3:1 Erfolg gegen Hoffenheim.

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Die Länderspielpause ist (endlich) vorbei und der Vereinsfußball übernimmt wieder das Zepter für die kommenden Wochen. Für uns Schalker heißt das: Königsblau wohin man schaut. Von Samstag an muss der S04 innerhalb von 22 Tagen 7 x 90 Minuten absolvieren. Hinzu kommen könnten 30 Minuten Verlängerung gegen den Sportclub aus Karlsruhe im DFB-Pokal-Spiel.

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Ralf Rangnick wagt das Abenteuer Schalke also ein weiteres Mal. Zunächst einmal Willkommen zurück, Herr Professor! Nach der verheerenden öffentlichen Darstellung in letzter Zeit, hat Schalke die Trainerfrage souverän und gut gelöst.

Ob er jetzt der Richtige ist? Eigentlich ist das die falsche Frage. Es müsste eher lauten: Ist Rangnick wieder der richtige Trainer? Immerhin ist er, was den Punkteschnitt angeht, der erfolgreichste aller Ehemaligen.

Zudem war Schalke grundsätzlich mit der Arbeit Rangnicks zufrieden. Rangnick ließ den attraktivsten Offensivfußball seit Böhme/Sand/Mpenza spielen und war am 17. Spieltag der Bundesligasaison 2005/2006 auf dem vierten Platz, als er seine legendäre Ehrenrunde vor dem 1:0 Heimsieg gegen Mainz gab, weil er den Machtkampf mit Rudi Assauer angenommen und verloren hat.

Auch in Hoffenheim ist er am mächtigsten Mann gescheitert. Hier allerdings unter anderen Voraussetzungen. Er war der Kopf des Projekts Hoffenheim, das – so diskutierbar Retortenvereine sind – eine absolute Erfolgsgeschichte ist. Auch mit “Wunschspielern” muss man sich erstmal so konstant steigern, dass man seit dem ersten Jahr Bundesliga regelmäßig vor dem Tor nach Europa steht. Und das nachdem man sich praktisch aus dem Nichts bis zur Spitze durchsiegte. Zudem hat es Rangnick mit einem jungen Team geschafft, große Teile der Region hinter den Verein zu bringen und sich im Rest der Fußballnation eine gute Portion Respekt zu verschaffen.

Fachlich ist Rangnick ein ähnliches Ass, wie es Magath ist. Menschlich sicherlich umgänglicher, aber eine einfache Trainerpersönlichkeit ist er sicher auch nicht. Die Manager Rolle Magaths wird Horst Heldt einnehmen. Auch wenn er ein bisschen “geparkt” wurde, kann man froh sein, dass auch die Vorbereitung auf die nächste Saison nahtlos weiter geht.

Auch die mittelfristigen Situationen der Leihspieler ist plötzlich eine ganz andere. Jones und Holtby werden froh sein, dass Magath bei ihrer potenziellen Rückkehr nicht mehr das Zepter schwingt. Beide könnten unter Rangnick als quasi Neuzugänge wieder zu echten Alternativen werden. Zambrano und Moravek nicht zu vergessen.

Fraglich bleibt bis Montag ist eigentlich nur noch, wer mit Rangnick auf dem Trainingsplatz stehen wird. Oberkonditionsgeneral Leuthard und Co-Magath Hollerbach haben bereits gepackt. Und ich denke, auch Seppo Eichkorn wird, aller Gerüchte über ein Zerwürfnis zum Trotz, nach dem Leverkusen Spiel seine Papiere abholen und mit dem Magath Zirkus zu ziehen.

Jetzt steht aber erstmal Leverkusen vor der Tür, die uns gestern als letzte Mannschaft in Europa zurück gelassen haben. Wer uns in Europa als nächstes über den Weg läuft, finden wir heute Mittag heraus. Ich habe irgendwie Donezk im Gefühl. Wäre ich auch nicht unzufrieden mit. Schwer sind die alle. Und Donezk ist das schlagbarste Team.

Aber nicht nur die UEFA hat eine Verlosung anzubieten. Auch hier im Blog muss das Buch The Tokyo Diaries von David Schumann noch unter den 13 richtigen Antworten verlost werden.

Ich plane eine Live Übertragung bei der Ziehung des Siegers via Ustream oder ähnliches. Muss ja schließlich alles seine Richtigkeit haben. Weitere Infos zum Zeitpunkt gibt es später oder morgen früh.

Der absolute Hammer trifft zu fortgeschrittener Stunde via Twitter ein!

Magath ist also mit seinem VW direkt wieder in Wolfsburg vorgefahren. Es ist unfassbar. Im Heimspiel am 9. April kommt es zum direkten Duell. Diese Saison ist einfach nicht normal. Deswegen wird Duisburg auch den DFB-Pokal gewinnen und wir Barca im Champions League Finale in Wembley schlagen. Diese Saison ist nix mehr unmöglich!

 

Ich könnte hier jeden X beliebigen Text einfügen. Zeilen, die ich schon nach dem Spiel gegen den HSV getippt habe. Oder gegen Kaiserslautern. Oder oder oder.

Schalke hinterlässt durch eine ganz schwache Leistung mal wieder eine enttäuschte Anhängerschaft. Der Hinrunden-Endspurt ist nun endgültig aufgebraucht. Schalke befindet sich wieder in Schlagdistanz zu den Abstiegsplätzen. Von wegen Aufholjagd. Von wegen Leidenschaft.

Stattdessen beschert uns das Los im DFB-Pokal die Bayern. Immerhin auswärts, denn die Heimspiele sind derzeit alles andere als vorzeigbar. Der Traum vom internationalen Geschäft wird wohl ein Traum bleiben.

Das System Magath ist längst kein System mehr. Statt die mittlerweile eingespielte Truppe zusammen zu halten, dürfen Leistungsträger gehen und es werden weitere Wundertüten nachgekauft.

Warum Schalke auch in den nächsten Wochen nichts reißen wird? Das Team muss sich erst finden. Der Umbruch in der Winterpause war mal wieder zu groß.

Zum Glück hat Magath unseren Retter endlich verpflichtet. Angelos Charisteas spielt ab sofort für Schalke. Ein schlechter Witz.

 

Die TSG Hoffenheim ist zur Zeit so etwas wie der Möchtegern-FC-Hollywood der Liga. Zuerst der Zoff zwischen Mäzen Dietmar Hopp und Ralf Rangnick, welcher den Abgang des Cheftrainers zur Folge hatte. Dann wird Luiz Gustavo an die Bayern verkauft. Demba Ba findet das unfair und will ab sofort auch weg. Als Konsequenz erscheint er einfach nicht mehr zum Training. Stattdessen wird er nach missratenem Medizincheck bei Stoke City zu West Ham United ausgeliehen. Auf die eine Skandalnudel folgt die andere. Seit dieser Woche kickt Ryan Babel, holländischer Nationalspieler, für Hoffenheim. Der erste richtige “Promi”-Transfer im Ländle.

Und wem das noch nicht genug ist, der schaue sich die Bilanz der TSG in den letzten 10 Spielen an. Gerade mal zwei Siege konnte man einfahren. Einen davon gegen Schlusslicht Gladbach. Dazu das aus gestern im DFB-Pokal. Hoffenheim ist angezählt, aber sicher nicht ausgeknockt, wenn es am Samstag in der Arena gastiert.

Andreas Kuhmann hat schon bessere Zeiten mit der TSG erlebt. Der Blogger des TSG-Blogs 8zehn99.de spricht über die Skandälchen im Kraichgau, den Nachwuchs und wie die TSG die Region verändert hat:

Hallo Andreas. Erzähl uns ein wenig von dir und deiner Beziehung zu deinem Club.

Ja, was soll ich sagen…..28 Jahre alt, verheiratet, demnächst mit Kind und regelmäßiger Besucher in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim.

Hoffenheim hat in der Winterpause ziemlich viel Substanz verloren. Neben dem Trainer sind auch Luiz Gustavo und Demba Ba gegangen. Zudem gab Hopp bekannt, dass der Verein mehr auf eigenen Füßen stehen soll und er in Zukunft vielleicht nicht mehr so viel Kohle in den Verein steckt. Hast du Angst, dass Hoffenheim wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet?

Nein, das denke ich nicht. Dietmar Hopp denkt langfristig an die finanzielle Struktur des Vereins. Bereits 2006 hat er gesagt dass Hoffenheim mittelfristig auf den eigenen Füßen stehen muss. Er handelt nachhaltig. Die Chancen mit den Eduardo und Gustavo Transfers insg. 40 Mio € Transfererlöse zu erzielen bekommt man schließlich auch nicht jedes Jahr. Der Verein hat richtig gehandelt. Die Fans stehen voll dahinter. Nur die Medienlandschaft versucht immer wieder dagegen zu steuern.

Aus den letzten 10 Spielen hat Hoffenheim nur 2 Siege bzw. 11 Punkte geholt. Zudem seid ihr nicht unbedingt für starke Rückrunden bekannt. Was glaubst du, kann die Mannschaft in dieser Saison noch erreichen?

Hannover, Mainz und Freiburg werden in der Tabelle wieder nach unten wandern. Schalke, Bremen und Stuttgart werden wir am Ende im oberen Tabellendrittel wieder finden. Für uns ist ein einstelliger Tabellenplatz sowie das DFB-Pokalfinale drin ! (Anmerkung: Das Interview wurde vor dem DFB-Pokal-Spiel der Hoffenheimer verfasst!)

Mit Ralf Rangnick ist ein absoluter Fachmann gegangen worden. Er war neben Hopp das Gesicht, das mit dem Aufstieg des Clubs in Verbindung gebracht wurde. Wie schwer wiegt der Verlust und glaubst du, dass sich Marco Pezzaiuoli als Cheftrainer durchsetzen wird? Was hältst du von ihm?

Rangnick war der Architekt, er hat die Struktur mit aufgebaut und das die letzten 4,5 Jahre. Ein ungewöhnlich langer Zeitraum im Profifussball. Ralf Rangnick hat super Arbeit geleistet und dem Verein eine super Basis geschaffen. Es wächst einiges nach in Hoffenheim. Immerhin war unsere B-Jugend in 2008 bereits Deutscher Meister im U-Bereich. Die Jungs sind in 1-2 Jahren reif für die Bundesliga. Die U 23 spielt auch in ihrer ersten Regionalligasaison eine wichtige Rolle und hat sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

“Pizza” hat eine Menge Fürsprecher. Der DFB wollte Ihn als “Sammer-Nachfolger”, Jogi Löw wollte ihn als Assistent. Das spricht für seine fachliche Kompetenz. Ob er so eine starke Persönlichkeit hat um so ein junges Team zu führen werden wir sehen. Ich persönlich hätte mir einen anderen Trainer gewünscht. Klinsmann oder Flick wären die richtigen für den Kraichgau gewesen.

Die TSG hat in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, der zunächst in der Herbstmeisterschaft 2008/2009 gipfelte. Hat sich das Leben im Kraichgau verändert, seitdem das “Projekt Hoffenheim” richtig Fahrt aufgenommen hat? Welchen Einfluss hat der Club auf die Region?

Das Leben hat sich für die Menschen enorm verändert. Durch den Fußball wurden viele Arbeitsplätze in der Hotellerie und Gastronomie geschaffen. Die Städte Sinsheim und Heidelberg profitieren vom Wochenendtourismus.
Die Jugendlichen der Region eifern den Fußballern nach. Sämtliche Amateurvereine profitieren von einem Mitgliederanstieg und steigenden Jugendspielern. Mit dem SV Sandhausen spielt derzeit ein weiteres Team der Region bereits in Liga 3.
Der Fußball hat durch Hoffenheim unsere Region und die Herzen der Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar erobert.

Übrigens mein Tipp fürs Wochenende: 1:1

Vielen Dank für das Interview. Wir geben uns mit einem Punkt aber nicht zufrieden, oder?

 

Felix Magath vor dem Spiel gegen Hoffenheim.

Quelle: MyPott.de

 

Die Königsblauen haben auch ihr drittes Spiel in der Bundesliga  verloren. Bei der TSG Hoffenheim setzte es eine 2:0 Niederlage.

Schalke war nicht zwingend schlechter. Vor allem in den ersten 35 Minuten spielte die Magath Elf gutes Pressing und drückte die technisch starken Hoffenheimer in die eigene Hälfte und zwang sie zu Fehlpässen. Chancen gab es in der ersten Hälfte auf beiden Seiten. Aber die so wichtige Führung sollte und wollte Schalke nicht gelingen.

Das Spiel kippte nach einer Ecke, bei der Schalke kollektiv pennte. Die Fehlerkette beginnt bei Raul, der schlichtweg zu faul ist – manche würden schreiben, er sei nicht der Spielertyp – dem Spieler Weiß zu folgen und die kurz ausgeführte Ecke zu stören. Becks Flanke fliegt in die “Hot Zone” des Strafraums, in der sich zu dieser Zeit leider kein Schalker aufhält. Vorsah nickt ohne Probleme und ohne Chance für Neuer ein.

So gut Schalke die Angst vor dem absoluten Fehlstart und die damit verbundene Verunsicherung vor dem Rückstand ausblenden konnte, so sehr war das Spiel nach dem Gegentreffer zeitweilig davon geprägt. Die Fehlpassquote stieg und stieg und gipfelte wohl in der ersten viertel Stunde der zweiten Hälfte. Es war einfach grausam. Schalke fing sich erst wieder, als Huntelaar eine Flanke vom guten Moritz auf das Tor brachte. Starkes Weltklasse-Reflex vereitelte das erste Bundesligator des neuen Hoffnungsträgers.

Schalke rannte gegen die erneute Niederlage an. Die clevere und vor allem eingespieltere Mannschaft setzte sich dann aber doch durch. Auch, weil Schalke nichts mehr wirklich zwingendes nach vorne brachte.

Dienstag geht es zum ersten Gruppenspiel der Champions League nach Lyon. Für mich ein Segen, ist man dort nicht der hochverschuldete Vize-Meister mit seinen Panik-Einkäufen, sondern der etwas unbekannte Underdog mit zwei neuen Stars im Sturm. Das kann dem Team nur gut tun. Ich wünsche mir mal eine 1:0 Führung. Dann sieht die Welt schon ganz anders aus. Zur Not dann auch erst gegen Dortmund.

 

Felix Magath hat es endlich geschafft! Er hat seine Mannschaft endlich zusammen. Monatelange Transferspekulationen haben ein Ende.

Was wurden da auch für Namen auf Schalke gehandelt! Raul! Huntelaar! Völlig absurd!!!

So mancher Fan anderer Vereine haben sich nur an den Kopf gefasst und sich gefragt:

“Ja sind die den bekloppt, die Schalker!?! Die sind doch pleite!”

Fast richtig! Wir sind nämlich nur fast pleite! Magath hat ordentlich umgekrempelt. Dass dies auch immer noch die Presse überrascht ist für mich ziemlich verwunderlich. Magath steht für Fluktuation und Zielstrebigkeit. Ohne Kompromisse. Wer da nicht mitzieht, hat bei Magath schlechte Karten. Das wissen auch alte Weggefährten. Wenn man Magath glauben schenken darf, hat er es dennoch geschafft, die Gehaltskosten um 10 Millionen zu senken.

Zum heutigen Spiel bleibt nicht viel zu sagen, denn welche Mannschaft da heute für Königsblau auf dem Platz stehen wird, weiß wohl nicht einmal Meistermacher Magath persönlich. Fakt ist, dass die TSG aus Hoffenheim alles andere als ein Aufbaugegner ist. Ganz im Gegenteil. Sie ist gefährlich, da der Rumpf des Teams schon seit Jahren zusammen spielt und der Trainer nun mal auch zu den besseren in der Liga gehört.

Eins steht fest: Das wird ne ganz schwere Kiste heute Abend. Mein Tipp: 1:2 für Königsblau!

Was tippt ihr?

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