Häufig hatte man den Eindruck, er agiere nicht zum Wohle des Vereins, sondern ausschließlich zum Wohle und im Sinne von Magath. Jetzt möge mancher behaupten, dass Magath so viel Macht besäße, dass es da keinen wirklich großen Unterschied mehr gäbe. Dass dem nicht so ist, konnte man in den letzten Tagen beobachten. In einer Mehrheitsentscheidung hat der Vorstand die Freistellung des Pressesprechers beschlossen. Der Vorstand besteht derzeit aus Peter Peters, Horst Heldt und eben Felix Magath. Der Trainager zeigte sich auf der Pressekonferenz überrascht von der Entwicklung.
Ich lese aus diesen Ereignissen, dass der restliche Vorstand, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat, ein Zeichen in Richtung Felix Magath setzen wollte: “Wir wollen mit dir weiter machen, deine Alleingänge innerhalb des Vereins machen wir aber nicht mehr mit. Jetzt kannst du mal sehen, wie sich das anfühlt, wenn einfach so über deinen Kopf hinweg entschieden wird.”
Derzeit habe ich mich noch nicht abschließend zum Thema geäußert. Das liegt zum einen daran, dass mir bisher die Zeit fehlte, meine Meinung kund zu tun. Zum anderen liegt es daran, dass diese Meinung ziemlich komplex und vielschichtig ist:
Meiner Meinung nach sollte man es weiterhin mit Magath versuchen. Zumindest bis zum Saisonende. Als Trainer gehört er für mich immer noch zu den besten im Lande. Das beweist sein Erfolg in der letzten Saison. Auch in dieser Spielzeit hat Magath etwas geleistet. DFB-Pokal Finale und Champions-League Viertelfinale sind durchaus achtsam. Die Bundesligasaison ist eh die verrückteste, die ich bisher erlebt habe. Solange er es schafft, nicht mehr in den Abstiegsstrudel zu geraten, ist auch hier alles in Butter.
Dass sich die Mannschaft über seine Gangart beschwert hat, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Er ist als harter Hund bekannt und zieht sein Ding durch. Wer damit nicht klarkommt, sollte gehen.
Diesen harten Hund sollte er aber nicht als Arbeitgeber auf der Geschäftsstelle geben, denn die dortigen Mitarbeiter sind keine Profifußballer mit Millionengehältern. Sie sind, im Gegensatz zu den Lizenzspielern, ein kontinuierlicher Teil des Vereins, der diesen Umgang nicht braucht. Magath betont immer und gerne, dass er auch Fehler gemacht habe. Ob er auch in der Lage ist, diese Fehler abzustellen und den Verein (damit meine ich Fans und Mitarbeiter) mit ins Boot zu holen, da bin ich mir noch nicht so sicher. Sollte in dem Gespräch mit Tönnies die Bereitschaft auf Seiten Magaths nicht erkennbar sein, sollte die Trennung vollzogen werden. Denn der Verein ist das höhere Gut. Er steht auch über Erfolg und Titel.
Sportlich gesehen wird das Spiel gegen Frankfurt heute mehr oder weniger zum Fingerzeig. Gewinnt man, bleibt der Absteigskampf nur im Hinterkopf. Sollte man Punkte lassen oder gar verlieren, dann geht es in den nächsten Wochen nur noch um eins: Ums sportliche Überleben.













Kommentare
Carlito69: Egal, ob jetzt 69%, 75% oder 82%, die beiden sind aktuell sau wichtig für unser erfolgreiches Spiel....
Carlito: Ich warte gespannt! :-)
Carlito: Ja, der Huub wird es nicht leicht haben, wenn sich alle wieder fit melden. Ich vermute aber mal, dass er...
tobitatze: @robkem04: So wird es derzeit gemacht. Im Sportbloggernetzwerk werden Vorschläge gesammelt, die dann von...
tobitatze: Das stimmt. Da gilt halt auch der Satz: “Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht...