Dass der gute Jeff den ein oder anderen Tag zu spät kommt, daran hat sich anscheinend auch Felix Magath schon gewöhnt. Während der digitale Blätterwald sich wieder mit Spekulationen um den Verbleib des Peruaners überbietet, zählt Magath nur die Höhe der Geldstrafe im Köpfchen zusammen. Recht so! Denn Farfan blieb auch die ersten Tage der Sommervorbereitung fern, lieferte danach aber auf dem Platz ab. Das ist nicht nur Magath, sondern auch mir sehr recht.
Doch was man da aus Lima hört, hat einen ja schon ein wenig aus den Socken gehauen. Normalerweise gebe ich ja nichts auf solche Meldungen. Auch nicht (mehr), wenn sie vom kicker stammen. Doch hier hat Farfan direkt in die Kamera gesprochen.
Schon ein starkes Stück. Nun bleibt die Frage: Welcher Verein hat ihm denn da den Kopf verdreht? Die mit ihm in Verbindung gebrachten Vereine sind für mich alle keine absoluten Verbesserungen:
Valencia, derzeit auf Platz 4 und somit nicht direkt für die Champions-League qualifiziert, wäre da noch der wahrscheinlichste Kandidat. Doch warum im Winter wechseln. Farfan würde sich selbst die Chance nehmen, weiterhin in der Königsklasse aufzulaufen. Zudem ist Valencia finanziell auch nicht auf Rosen gebettet und wird sicher nicht Unsummen an Gehalt für Farfan bezahlen. Zudem ist die Chance auf eine Meisterschaft in Spanien gleich 0, wenn man nicht für Barca oder Real Madrid aufläuft.
Interesse von anderen Clubs ist bisher nicht bekannt. Sicher ist, dass Verein X eine Menge Geld mitbringen muss, um Farfan in der Winterpause zu verpflichten. Nicht umsonst ist Farfan bei den regelmäßigen Abstimmungen hier auf blogundweiß.de bei fast jeder Partie in die Wertung bei den Knappen des Spiels gewählt worden. Magath wird einen Teufel tun und den wichtigsten Offensivspieler der Hinrunde für weniger als einen riesigen Batzen Geld zu verhökern. Damals hat Farfan knapp 12 Millionen Euro gekostet. Da geht also einiges mehr.
Vielleicht ist das Ganze aber auch nur ne richtig abgezockte Nummer von Farfan, um seinen Wert für Schalke – und somit für seinen neuen Vertrag – noch einmal kräftig in die Höhe zu hieven.
Eins ist klar: Die nächsten Tage werden spannend. Was haltet ihr von Farfans Interview? Wer ist der Verein X? Muss man einen wechselwilligen Führungsspieler bei entsprechendem Angebot ziehen lassen? Für Spekulationen steht die Kommentarfunktion bereit :)
Nach dem furiosen Dezember, nur Siege in allen drei Wettbewerben, bereiten wir uns nun auf die Rückrunde vor. Vorgestern ging es mit einem Vorrundenaus im Frankfurter Hallenturnier und einem verletzten Benni Höwedes los. Ansonsten ist es auf Schalke eigentlich wie immer: Farfan kommt nicht rechtzeitig aus Peru zurück, die Fans wünschen sich zahlreiche Bankdrücker auf den Mond und der Boulevard spekuliert über diverse Neuzugänge.
Nix neues also. Gestern war zumindest einmal Trainingsauftakt und neben Christian Pander hat auch Levan Kenia die volle Einheit mitgemacht. Ob Kenia es in der Rückrunde zumindest ab und zu in die Mannschaft schafft? Darauf bin ich gespannt. Ebenso neugierig bin ich auch auf die Entwicklung von Julian Draxler. Beim Hallenturnier doppelt für Königsblau erfolgreich, wird er von manchen schon als neuer Mesut Özil gefeiert. So weit würde ich mich nicht mal aus einem Kellerfenster lehnen, doch er hat sich bei Magath zumindest eine neue Chance erspielt und fährt mit nach Belek ins Trainingslager.
Dort trifft Schalke unter anderem auf Trabzonspor. Das Spiel wird am Freitag ab 19:30 live auf Sport1 gezeigt. Pflichttermin! Weitere Testspiele finden am 9. und 12. Januar statt. Leider bisher ohne Fernsehbilder.
Viel mehr gibt es über den S04 nicht zu berichten. Einige Ex-Knappen machen allerdings von sich reden. Während Kuranyi wohl nicht der Nachfolger des scheidenden Edin Dzeko in Wolfsburg wird, ist der Abgang von Ralf “Rolf” Rangnick in Hoffenheim bittere Realität. Letztendlich scheiterte Rangnick wiedermal an seinem Stolz und an der 50+1-Regel, die Dietmar Hopp und der FC Bayern beim Abschluss des Gustavo-Transfers ad absurdum geführt haben.
Jetzt gilt es erstmal abzuwarten, was sich auf dem Transfermarkt so tut und den Trainigskiebitzen in diversen Foren auf die Nerven zu gehen, doch bitte noch detaillierter von den Eindrücken auf dem Berger Feld und später in Belek zu berichten.
Zum Glück ist die Winterpause so kurz wie nie.
Wichtig is aber auf’m Berger Feld. Und da kommt es am Samstag zum etwas überraschenden Abstiegsduell zwischen Schalke und Stuttgart.
Dass da am Samstag, nach sieben Spielen, der Letzte gegen den Vorletzten spielt, hätte wohl auch der größte Fußball-Laie nicht richtig raten können. Während in Stuttgart, schon fast traditionell, die Trainerdiskussion schon in der Hinrunde losgeht Während man in Stuttgart die Reißleine just in diesem Moment gezogen hat, ist es auf Schalke (noch) ruhig. Magath stellt sich nach der enttäuschenden Niederlage gegen Nürnberg wieder hinter die Mannschaft, attestiert ihr weiterhin ansteigende Form und will von Krise nix wissen. Das kann man kritisieren, sollte man aber nicht. Der eh schon immens hohe Druck noch zusätzlich vom Trainer geschürt? Das muss nicht sein. Das Team muss das Vertrauen des Trainers spüren.
Trotzdem bleiben auf Schalke derzeit einige Fragen offen: Wann kommt Jefferson Farfan zurück und wie verkraftet er den Rummel um seine Person? Wie geht es Joel Matip? Und vor allem: Wer darf sich dieses Mal auf der rechten Verteidiger Position behaupten? Atsuto Uchida spielte beim 1:0 Sieg der Japaner gegen die Argentinier 90 Minuten durch und soll eine gute Leistung gezeigt haben. Vielleicht probiert es Magath auch wieder mit Höwedes. Gerade in der Defensive stehen durch den wahrscheinlichen Ausfall von Matip viele Fragezeichen. Übernimmt Jones die 6 oder bekommt Moritz, der beim U21-Spiel gegen die Ukraine eine gute Partie auf dieser Position gezeigt hat, mal wieder eine Chance?
Nur eines scheint klar: Der Huntelaar knipst am Samstag wieder. Ist ja schon fast unheimlich, wie häufig der Holländer derzeit trifft. So unheimlich nun auch wieder nicht, wenn man ihn denn sein Vertrauen schenkt.
Warten wir’s ab. Bis zum Spiel vergehen noch ein paar Tage. Bis dahin werden zumindest aus einigen Fragezeichen Ausrufezeichen!
Weiter ging es mit der “Dopingaffaire” Hoogland, die sich als weniger wichtig herausstellte und somit auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregte. Anders ist es da um die nächste Geschichte bestellt. Fafan am Flughafen verhaftet. Dazu eine Sex-Affaire mit einem Pornostar. Der Boulevard rieb sich die Hände.
Gestern kam dann eine Meldung auf, die tatsächlich auch mal direkten Einfluss auf das Sportliche hat: Joel Matip, auch in dieser Saison Stammspieler unter Magath, liegt mit Verdacht auf Malaria in der Essener Uniklinik. Malaria ist es offensichtlich nicht, doch Matip scheint sich richtig was eingefangen zu haben, da er das Krankenhaus zunächst nicht verlassen darf und wohl für Samstag ausfallen wird.
Seinen Platz könnte ein Spieler einnehmen, der sich vor knapp zwei Wochen in die Herzen der Fans gegrätscht hat: Kyriakos Papadopoulos. Der Königsblog widmet sich heute dem Pausbäckchen.
Der Scudetto-Blog veröffentlicht heute eine dieser Karrikaturen, die Magath mal wieder auf den Arm nimmt. Oli4, regelmäßiger Gastschreiber beim Auswärtssieg-Blog, zeigt, wie man es sich in den Katakomben der Veltins-Arena vorzustellen hat.
Ob sich Horst Heldt ebenfalls in den Sing Sang einreiht verrät er im Kicker-Interview. So wirklich empfehlenswert ist dieses Interview eigentlich nicht. Die einzige interessante Info: Wir trinken in Zukunft auch weiterhin Sinalco in der Veltins-Arena.
Abschließend hat die Revier-Sport ein kleines Zwischenfazit der bisherigen Schalker Saisonleistungen gezogen. Dass dieses nicht besonders rosig ausfällt, muss hier nicht extra betont werden.
Überragender Sieger des Votings zum Auswärtsspiel gegen Nürnberg ist Jefferson Farfan. Mit 7 Nennungen und insgesamt 23 Punkten (18 Punkte + 5 Extrapunkte für die meisten Nennungen) hat er “das Phantom” Klaas-Jan Huntelaar (11 Punkte) und Christoph Metzelder (6 Punkte) auf die Plätze verwiesen.
Genannt wurden noch Neuer (4 Punkte), Papadopoulos (2 Punkte) und Lukas Schmitz (1 Punkt)
Neben Farfan haben Neuer und Papadopoulos die meisten Punkte pro Nennung erhalten. Während Farfan pro Stimmenabgabe im Schnitt 2.6 Punkte erhalten hat, kamen der Schnapper und der Grieche auf glatte 2 Punkte.
Die letzte Spalte der Tabelle zeigt die Punkte an, die ein Spieler über die gesamte Saison hinweg sammelt. Farfan bekommt für den heutigen Sieg also 3 Punkte. Sollte er beim nächsten Voting wieder gewinnen, würde er 6 Punkte auf seinem Gesamtkonto haben.
Für Fragen, Ergänzungen und Feedback bin ich sehr offen. Habt ihr also Verbesserungvorschläge, dann bitte ich euch, diese in den Kommentaren zu hinterlassen.
[table "1" not found /]Leider passt dieser Unbegriff tatsächlich. Schalke spielte am Sonntag gegen den Glubb weitestgehend ideenlos. Das ist sicher nichts neues, zumal mit Baumjohann (und Ze Roberto) die dazugewonnene Kreativität auf der Tribüne saß.
Trotzdem war etwas anders an diesem Sonntag Nachmittag. Überzeugte Schalke in der Hinrunde durch Kampfkraft und Einsatzwillen, war davon am Sonntag zumindest sehr viel weniger zu spüren. Die Vorstellung erinnerte an den blassen Auftritt beim Freundschaftsspiel gegen St.Pauli.
Dass es trotzdem zu drei Punkten reichte, lag vor allem an zwei Defensivspielern. Neben Manuel Neuer war dieses Mal Benni Höwedes der Turm in der Brandung. Während Bordon und vor allem Westermann ein ums andere Mal zu langsam oder zu unkonzentriert agierten, war es Höwedes, der die Fehler der Mitspieler ein ums andere Mal ausbügelte.
Ich hoffe, der Sportdirektor Magath hat diese Leistung gesehen und hält dieses Juwel. Zumindest bis zum Ende der Saison.
Das Tor des Abends erzielte (mal wieder) Kevin Kuranyi. Der Trainer Felix Magath hat sicherlich drei Kreuze gemacht, als Kuranyi dem FC Sunderland einen Korb gab. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Manager Magath am Ende der Saison ähnlich froh sein wird. Durch den Sieg vergrößerte sich der Abstand zum “Alles muss raus”-Platz 6 auf 9 Punkte. Ein gutes Polster. Mehr allerdings nicht.
Dass das Tor in der 48. Minute so ziemlich Kuranyis einzige Aktion war, ist schade, aber nicht weiter tragisch. Auffälliger waren da schon Edu und vor allem Jefferson Farfan, der mit seine starken Vorarbeit den entscheidenden Treffer überhaupt möglich machte.
Edu zeichnete sich vor allem als Wand ab. Leider hat Rakitic zur Zeit mal so gar kein Selbstvertrauen. Torschüsschen und Fehlpässe statt nen ordentliches Pfund. Schade eigentlich.
Am Samstag geht es dann zum kleinen Derby nach Bochum. Das dritte Spiel gegen Bochum in dieser Saison. Nach dem Hinrundenmatch (3:0) und dem klaren Pokalsieg (0:3) sollten auch beim dritten Match die Punkte mitgenommen werden. Ruhr2009/2010 Meister wären wir damit schon mal.
Mich interessiert vornehmlich der sportliche Aspekt und da muss ich sagen: Schalke wurde wiederbelebt. Vor allem von Felix Magath und der Aufbruchstimmung, die der erfolgreichste Bundesligatrainer der letzten Jahre mitgebracht hat.
Er darf sich zur Zeit alles erlauben und (fast) alles scheint zu klappen. Da debütiert ein Christoph Moritz gegen Nürnberg und ist nach dem 8.Spieltag eigentlich nicht mehr aus dem Mittelfeld wegzudenken.
Da holt er einen Lukas Schmitz aus der Zweiten und man ist erstaunt, dass er so unauffällig aber effektiv wie einst ein Fabian Ernst spielt und auch noch Freistöße wie Christian Pander schießen kann. So geschehen gegen Frankfurt.
Er gibt einer “Diva” wie Rafinha Sonderurlaub und anstatt dass die Presse dies als Führungsschwäche auslegt, wird er für sein pädagogisches Fingerspitzengefühl gelobt. Rafinha dankt es ihm mit gewohnt guten Leistungen und mehr Zurückhaltung auf und neben dem Platz.
Er stellt neben den schon fast abgewanderten, aber nun wieder bärenstarken St. Marcello einen jungen peruanischen Nationalspieler namens Zambrano, der von Spiel zu Spiel mehr und mehr lernt und im gleichen Maße Stabilität ausstrahlt.
Spaß macht auch Levan Kenia. Er läuft und kämpft wie einst Berti Vogts, spielt feine Pässchen wie Lincoln und dribbelt wie ein Lionel Messi. Völlig übertrieben? Stimmt, aber Ansätze von alledem sind zu sehen. Ihm fehlt wohl noch die Effektivität, um dem Schalker Spiel noch mehr Impulse zu geben. Auf dem Weg dorthin ist er allemal.
Das Publikum und die Mannschaft wachsen wieder zusammen
Eine große Wandlung auf Schalke hat nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen stattgefunden. Habe ich in den letzten Spielzeiten die Stimmung der Auswärtsspiele immer mehr schätzen gelernt, ist nun auch in der Arena wieder ein Miteinander zu spüren. Natürlich kann man dieses “Wunder” wieder Felix Magath zuschreiben, doch vor allem ist es die Mannschaft, die begeistert. Bedingungsloser Einsatz und Kampf sind angesagt.
Auch gestern gegen Frankfurt war es kein “gutes” Spiel. Technisch mit wenigen Höhepunkten, doch man hatte nie den Eindruck, dass die Mannschaft lustlos spielt, wie es unter Rutten oftmals der Fall war. Trotz der fußballerischen “Magerkost” blieb das Publikum ruhig, klatschte und sang dann und wann mit der Nordkurve und entfaltete seine ganze Kraft nach dem Treffer von Asamoah. Man stand, wo man gar nicht stehen musste. Man blieb, wo man vorher schon in der 80. Minute auf dem Weg Richtung Alltag war, bis die Mannschaft ihre verdiente Ehrenrunde hinter sich hatte und sich zum Ausdehnen um den Mittelkreis nieder ließ.
Fußballerisch hat sich (bisher) nicht allzu viel verändert. Schalke stellt wieder eine der stabilsten Defensiven der Liga und verwöhnt in der Offensive nur seltenst mit tollen Aktionen. Mehr Zielstrebigkeit ist zu erkennen. Von einem Offensivfußball alá Wolfsburg ist Schalke allerdings noch sehr weit entfernt. Ob diese Mannschaft das kann und vor allem muss, darf hier gerne diskutiert werden.
Dass dann auch noch der Kämpfer vorm Herrn, Gerald Asamoah (Happy Birthday!) und Jefferson Farfan, der bisher beste Schalker in dieser jungen Saison, die beiden Treffer markieren, passt ins Bild und freut ungemein.
Trauer trübt das Bild
So ganz und gar nicht ins Bild passt der Tod eines langjährigen blau-weißen Kämpfers, der sein größtes Duell gestern verloren hat. Rolf Rüssmann starb im Alter von 58 Jahren an Krebs. Mir ist der Name Rüssmann nur aus der Geschichte bekannt. Aktiv habe ich ihn nur als Manager bei Mönchengladbach und Stuttgart erleben dürfen. Um zu wissen, dass er der Schalker-Familie fehlen wird, muss man aber kein Spiel von ihm gesehen haben. Es reicht, die stehenden Ovationen des Publikums mitbekommen zu haben, die er beim Einzug in die Schalker Ehrenkabine beim Spiel gegen den KSC empfangen hat.
Mein Beileid gilt seiner Familie, Angehörigen und Freunden. Glück Auf, Rolf!








Kommentare
Carlito69: Egal, ob jetzt 69%, 75% oder 82%, die beiden sind aktuell sau wichtig für unser erfolgreiches Spiel....
Carlito: Ich warte gespannt! :-)
Carlito: Ja, der Huub wird es nicht leicht haben, wenn sich alle wieder fit melden. Ich vermute aber mal, dass er...
tobitatze: @robkem04: So wird es derzeit gemacht. Im Sportbloggernetzwerk werden Vorschläge gesammelt, die dann von...
tobitatze: Das stimmt. Da gilt halt auch der Satz: “Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht...