Posts Tagged ‘Farfan’

Schalke stolpert in die Rückrunde

Montag, Januar 18th, 2010

Wäre ich die Bildzeitung, würde ich von einem Rumpel Start reden.

Leider passt dieser Unbegriff tatsächlich. Schalke spielte am Sonntag gegen den Glubb weitestgehend ideenlos. Das ist sicher nichts neues, zumal mit Baumjohann (und Ze Roberto) die dazugewonnene Kreativität auf der Tribüne saß.

Trotzdem war etwas anders an diesem Sonntag Nachmittag. Überzeugte Schalke in der Hinrunde durch Kampfkraft und Einsatzwillen, war davon am Sonntag zumindest sehr viel weniger zu spüren. Die Vorstellung erinnerte an den blassen Auftritt beim Freundschaftsspiel gegen St.Pauli.

Dass es trotzdem zu drei Punkten reichte, lag vor allem an zwei Defensivspielern. Neben Manuel Neuer war dieses Mal Benni Höwedes der Turm in der Brandung. Während Bordon und vor allem Westermann ein ums andere Mal zu langsam oder zu unkonzentriert agierten, war es Höwedes, der die Fehler der Mitspieler ein ums andere Mal ausbügelte.

Ich hoffe, der Sportdirektor Magath hat diese Leistung gesehen und hält dieses Juwel. Zumindest bis zum Ende der Saison.

Das Tor des Abends erzielte (mal wieder) Kevin Kuranyi. Der Trainer Felix Magath hat sicherlich drei Kreuze gemacht, als Kuranyi dem FC Sunderland einen Korb gab. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Manager Magath am Ende der Saison ähnlich froh sein wird. Durch den Sieg vergrößerte sich der Abstand zum “Alles muss raus”-Platz 6 auf 9 Punkte. Ein gutes Polster. Mehr allerdings nicht.

Dass das Tor in der 48. Minute so ziemlich Kuranyis einzige Aktion war, ist schade, aber nicht weiter tragisch. Auffälliger waren da schon Edu und vor allem Jefferson Farfan, der mit seine starken Vorarbeit den entscheidenden Treffer überhaupt möglich machte.

Edu zeichnete sich vor allem als Wand ab. Leider hat Rakitic zur Zeit mal so gar kein Selbstvertrauen. Torschüsschen und Fehlpässe statt nen ordentliches Pfund. Schade eigentlich.

Am Samstag geht es dann zum kleinen Derby nach Bochum. Das dritte Spiel gegen Bochum in dieser Saison. Nach dem Hinrundenmatch (3:0) und dem klaren Pokalsieg (0:3) sollten auch beim dritten Match die Punkte mitgenommen werden. Ruhr2009/2010 Meister wären wir damit schon mal.

Schalke voll im Soll - Trauer um Rüssmann

Samstag, Oktober 3rd, 2009

Schalke geht es gut. Zumindest sportlich. Über die finanzielle Lage will ich mir nicht auch noch das Maul zerreißen. Das können getrost andere machen.

Mich interessiert vornehmlich der sportliche Aspekt und da muss ich sagen: Schalke wurde wiederbelebt. Vor allem von Felix Magath und der Aufbruchstimmung, die der erfolgreichste Bundesligatrainer der letzten Jahre mitgebracht hat.

Er darf sich zur Zeit alles erlauben und (fast) alles scheint zu klappen. Da debütiert ein Christoph Moritz gegen Nürnberg und ist nach dem 8.Spieltag eigentlich nicht mehr aus dem Mittelfeld wegzudenken.

Da  holt er einen Lukas Schmitz aus der Zweiten und man ist erstaunt, dass er so unauffällig aber effektiv wie einst ein Fabian Ernst spielt und auch noch Freistöße wie Christian Pander schießen kann. So geschehen gegen Frankfurt.

Er gibt einer “Diva” wie Rafinha Sonderurlaub und anstatt dass die Presse dies als Führungsschwäche auslegt, wird er für sein pädagogisches Fingerspitzengefühl gelobt. Rafinha dankt es ihm mit gewohnt guten Leistungen und mehr Zurückhaltung auf und neben dem Platz.

Er stellt neben den schon fast abgewanderten, aber nun wieder bärenstarken St. Marcello einen jungen peruanischen Nationalspieler namens Zambrano, der von Spiel zu Spiel mehr und mehr lernt und im gleichen Maße Stabilität ausstrahlt.

Spaß macht auch Levan Kenia. Er läuft und kämpft wie einst Berti Vogts, spielt feine Pässchen wie Lincoln und dribbelt wie ein Lionel Messi. Völlig übertrieben? Stimmt, aber Ansätze von alledem sind zu sehen. Ihm fehlt wohl noch die Effektivität, um dem Schalker Spiel noch mehr Impulse zu geben. Auf dem Weg dorthin ist er allemal.

Das Publikum und die Mannschaft wachsen wieder zusammen

Eine große Wandlung auf Schalke hat nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen stattgefunden. Habe ich in den letzten Spielzeiten die Stimmung der Auswärtsspiele immer mehr schätzen gelernt, ist nun auch in der Arena wieder ein Miteinander zu spüren. Natürlich kann man dieses “Wunder” wieder Felix Magath zuschreiben, doch vor allem ist es die Mannschaft, die begeistert. Bedingungsloser Einsatz und Kampf sind angesagt.

Auch gestern gegen Frankfurt war es kein “gutes” Spiel. Technisch mit wenigen Höhepunkten, doch man hatte nie den Eindruck, dass die Mannschaft lustlos spielt, wie es unter Rutten oftmals der Fall war. Trotz der fußballerischen “Magerkost” blieb das Publikum ruhig, klatschte und sang dann und wann mit der Nordkurve und entfaltete seine ganze Kraft nach dem Treffer von Asamoah. Man stand, wo man gar nicht stehen musste. Man blieb, wo man vorher schon  in der 80. Minute auf dem Weg Richtung Alltag war, bis die Mannschaft ihre verdiente Ehrenrunde hinter sich hatte und sich zum Ausdehnen um den Mittelkreis nieder ließ.

Fußballerisch hat sich (bisher) nicht allzu viel verändert. Schalke stellt wieder eine der stabilsten Defensiven der Liga und verwöhnt in der Offensive nur seltenst mit tollen Aktionen. Mehr Zielstrebigkeit ist zu erkennen. Von einem Offensivfußball alá Wolfsburg ist Schalke allerdings noch sehr weit entfernt. Ob diese Mannschaft das kann und vor allem muss, darf hier gerne diskutiert werden.

Dass dann auch noch der Kämpfer vorm Herrn, Gerald Asamoah (Happy Birthday!) und Jefferson Farfan, der bisher beste Schalker in dieser jungen Saison, die beiden Treffer markieren, passt ins Bild und freut ungemein.

Trauer trübt das Bild

So ganz und gar nicht ins Bild passt der Tod eines langjährigen blau-weißen Kämpfers, der sein größtes Duell gestern verloren hat. Rolf Rüssmann starb im Alter von 58 Jahren an Krebs. Mir ist der Name Rüssmann nur aus der Geschichte bekannt. Aktiv habe ich ihn nur als Manager bei Mönchengladbach und Stuttgart erleben dürfen. Um zu wissen, dass er der Schalker-Familie fehlen wird, muss man aber kein Spiel von ihm gesehen haben. Es reicht, die stehenden Ovationen des Publikums mitbekommen zu haben, die er beim Einzug in die Schalker Ehrenkabine beim Spiel gegen den KSC empfangen hat.

Mein Beileid gilt seiner Familie, Angehörigen und Freunden. Glück Auf, Rolf!

Zeit für einen Neuanfang

Freitag, März 27th, 2009

Die Zeit heilt alle Wunden. Ziemlich platter Spruch, funktioniert bei mir allerdings ziemlich gut. Nach der Woche voller Kahn-Spekulationen, dem Rücktritt eines großen Kapitäns mit dem Spitznamen “heiliger St. Marcello” und der neuerlichen bitteren Enttäuschung nach dem Spiel gegen den HSV, ist die Wundheilung doch sehr schnell eingetreten.

Die Trainerentlassung überrascht nicht mich und auch nicht den Rest der Fußballnation. Ich mag den Mensch Rutten (soweit man das von seinem Auftreten in der Öffentlichkeit so sagen kann), aber als Trainer für Schalke ist er einfach nicht mehr haltbar gewesen. Der erneute spielerische Offenbarungseid gegen den HSV, gepaart mit immer mal wieder auf Kurzarbeit geparkten Leidenschaft musste einfach der Schlusspunkt sein. Dazu der unglückliche Umgang mit den Medien. Viel mehr können Büskens und Mulder gar nicht mehr falsch machen. Im Gegenteil. Man befindet sich sportlich in einer ähnlichen Situation wie im letzten Jahr. Nach der 1:5 Schlappe gegen Bremen, war Schalke auch am Boden. Man musste sich spätestens nach diesem Spiel eingestehen, dass es dieses Jahr wiedermal nix wird mit ganz oben angreifen. Heute ist es so, dass nach dem HSV Spiel auch die letzten Optimisten einsehen mussten, dass man nächste Saison nichtmal durch Europa fährt. Dass in der Gegenwart auch noch auf diletantische Art und Weise ein neuer Manager gesucht wird, die Öffentlichkeitsarbeit nichtmal mehr ne 6 verdient und sich der Spalt zwischen Verein und Gefolgschaft gefährlich vertieft, macht das Bild nicht schöner. Es passt aber leider trotzdem irgendwie zu unserem S04.

In der Trainerfrage wird zunächst auf die schon erfolgreich getestete Kombination Büskens/Mulder gesetzt. Dass die beiden auch über die Saison hinaus weiterarbeiten, ist allerdings unwahrscheinlich, hängt aber sicher auch von den Ergebnissen ab, die sie eventuell mit der Mannschaft erzielen. Ich persönlich würde Miouri Bülder die Aufgabe durchaus zutrauen. Gerade Büskens verkörpert das Ruhrgebiet und den S04 wie kein Zweiter. Erste Gerüchte gab es bereits um Armin Veh, für den Schalke sicher eine reizvolle Aufgabe wäre.

Ob man Stadionverbot bekommt, wenn man seinen eigenen Manager mit Bananen bewirft?

In der Managerfrage scheint alles auf Oliver Kahn rauszulaufen. Andere ernsthafte Kandidaten stehen zur Zeit eigentlich gar nicht mehr zur Debatte.Verhandelt Tönnies tatsächlich noch mit weiteren Kandidaten, dann macht er das zumindest um einiges dezenter als letzte Woche. Kahn wird von allen Seiten hoch gelobt. Hitzfeld, Beckenbauer, ja fast die ganze bayuvarisch gefärbte Fussballprominenz redet den Titan stark. Hitzfeld zählt einige Eigenschaften auf, die Kahn durchaus zu einem guten Manager befähigen. Er geht souverän mit den Medien um und nimmt damit auch Druck von Mannschaft und Trainer. Das hat Müller eigentlich nie geschafft. Zudem konnte er sich jahrelang die Arbeit von Uli Hoeness anschauen, der auch quasi noch mit schmutzigem Trikot direkt an den Schreibtisch gewechselt ist. Zudem kommt er aus einem hochprofessionell geführtem Verein.

Eines ist klar: Falls Clemens Tönnies den Manager Oliver Kahn durchdrückt, ist sein Schicksal genauso von dem Erfolg des Neulings abhängig, wie zuvor das Schicksal von Müller an dem von Trainer Fred Rutten hing. Einen Fehlgriff darf sich Tönnies nicht erlauben, dann fordert man in der Arena demnächst nicht mehr nur den Kopf des Trainers oder des Managers, sondern schlicht und einfach: “Tönnies raus!”.

“Oooooh Mezquida. Keiner dribbelt so wie dieser!”

Ein wahres Trostpflaster war die Meldung über die nun fixe Verpflichtung vom Movarek und Mezquida. Letzterer wird zunächst in der Jugend spielen. Das Puzzle des FC Schalke 04 der Zukunft wird damit immer deutlicher. Neuer und Höwedes aus dem eigenen Stall sind fest gebunden. Westermann hat bereits verlängert, bei Jones sieht es zumindest gut aus. Beides die für mich auf hohem Level konstantesten Feldspieler in dieser Saison. Dazu gesellen sich höchstens noch die schon erwähnten Neuer und Höwedes, sowie Rafinha, der uns wohl nach dieser Saison leider verlassen wird. Ich sehe wenig Chancen ohne die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Selbst wenn…nein…ich hör ja schon auf.

Eines der nächsten Puzzleteile währe Levan Kenia. Und von dem gibt es auch gutes zu berichten. Seit gefühlten 8 Monaten zum ersten Mal eine vollständige Einheit durchgezogen. Weiter so! Bei ihm kann man sicher noch nicht sagen, wohin die Reise geht. Vom Hörensagen und den wenigen Auftritten, die ich Live von ihm gesehen habe, (1,2) hat er auf jeden Fall Spaß und Hoffnung auf mehr gemacht.

Dazu kommt mit Marvin Pouri ein Stürmer, der zur Zeit beim Zweitligist 1860 München leider noch keine Bäume ausreisst. Dafür kann er sich bei den Löwen schon mal an eine gewisse Form des Chaos gewöhnen. Solche Erfahrungswerte sind nicht zu unterschätzen ;)

Fraglich ist bei dem von Josef Schnusenberg angekündigtem Sparkurs auch, was aus Jefferson Farfan und Orlando Engelaar wird. Für letzteren interessieren sich angeblich der PSV und Ajax Amsterdam. Eine Ablöse über drei Millionen Euro würde Orlando Engelaar wohl zu einem der größten Fehleinkäufe in der Geschichte des Clubs machen. Hand in Hand mit Bent Christensen.

Bei Farfan sieht es anders aus. Sicher spielt er keine gute Saison. Trotz alledem ist er wichtig für das Schalker Spiel. Es stehen immerhin 12 Scorerpunkte zu buche und man weiß, dass er sich noch steigern kann. Das sieht bei seinen Sturmkollegen anders aus. Der erste auf der Liste ist für mich ganz klar Halil Altintop. Er schafft es einfach nicht an die längst vergangene Zeit in Kaiserslautern anzuknüpfen. Bei Vereinen wie Hannover oder Frankfurt wird er sicher unterkommen. Oder er wechselt ins Ausland.

Auch bei Kevin Kuranyi stehen die Zeichen auf Abschied. Nach der nächsten Saison ist Kuranyi ablösefrei und eine vorzeitige Vertragsverlängerung ist bei dem zerRutteten (noch ein Wortspiel ;)) Verhältnis zu den Fans und seiner permanenten Unkonstanz nahezu unmöglich. Wenn ein passendes Angebot kommt, wird er sicher verkauft. Asamoah wird bleiben und auch Sanchez hat sich nach seinen zuletzt guten Auftritten eine neue Saison beim geilsten Club der Welt verdient.

Interessante Personalien sind für mich auch Albert Streit, Ze Roberto und Carlos Großmüller. Carlito spielt ohne zu murren in der zweiten Mannschaft. Es wird für ihn sicher keine großen Angebote geben. Von daher wäre es nur fair, wenn er unter dem neuen Trainer wieder eine Chance in der Profimannschaft bekommt. Ze Roberto klagt über fehlenden Lohn, spielt aber bei seinem Club wohl eine gute Rolle.

Auch Albert Streit währe für das neue Mittelfeld eine Alternative. Er hätte zumindest die Bundesligaerfahrung, um den jungen Spielern halt zu geben. Ein 4-4-2 mit Jones als 6er, Streit und Rakitic auf den Halbpositionen und Kenia/Movarek auf der 10 verspricht zumindest mehr Offensive als ein unkreatives dreier Mittelfeld. Für Ze Roberto und Albert Streit wäre es ein Neuanfang. Wenn wir gerade mal dabei sind. Warum nicht?

Schalke macht den ersten Schritt: 1:0 gegen Atletico Madrid

Donnerstag, August 14th, 2008

Schalke schafft es in einem über weite Teile überzeugenden Spiel die Tür zur Champions League ein Stück weit zu öffnen. In der ersten Halbzeit dominierend, in der zweiten Halbzeit kontrollierend konnten die Schalker einen 1:0 Vorsprung in das Rückspiel in zwei Wochen herausspielen.

Spielen ist auch das richtige Wort, wenn man die erste Halbzeit beschreiben soll. Die größte Chance zur Führung hatte Rakitic gleich in der zweiten Minute. Es folgten zahlreiche gute Möglichkeiten, wieder viel Ballbesitz und harmlose Madrilenen. Nicht nur Farfan, sondern auch Kuranyi nahmen auf ihre Weise am Spiel teil.

Aber wer Schalke kennt, der weiß, dass eine Standardsituation immer der beste Weg zum Erfolg ist. Pander schlenzte in der 30. Minute einen Freistoß aus geschätzten 23 Metern und halb-rechter Position in den Winkel des von Leo Franko gehüteten Tores (Wo bitte war Coupet?!?).

In der Folge spielte nicht nur Schalke, aber bis zur Halbzeit war von Atletico wenig bis gar nichts zu sehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Atletico etwas aus und Schalke kam nicht so richtig ins Spiel. Wirklich ernsthafte Chancen hatte Atletico aber nicht, obwohl sowohl Bordon als auch Höwedes eine kleine Auszeit nahmen.

Antonio Lopez, auch verantwortlich für den Freistoß zum 1:0, holte sich in der 75. Minute zu Recht die zweite gelbe Karte (insg. 8 im ganzen Spiel) und ging einfach viel zu langsam vom Platz.

Langsam ist widerum der beste Begrill, um die restliche Spielzeit zu beschreiben. Es passierte nicht mehr viel, so dass schon 5 Minuten vor Schluss feststand, dass dieses Spiel 1:0 ausgehen wird.

Hier die Einzelkritik:

  • Matthias Schober: 2+ Diese gute Note hat er sich vor allem durch die unglaubliche Sicherheit verdient. War bei jeder Aktion da, obwohl es nicht viele waren. Sieht nur irgendwie unbeholfen aus, wenn es ums Fussball spielen geht.
  • Heiko Westermann: 3 Er spielt den rechten Verteidiger definitiv schlechter als den linken. Viele Fehlpässe und wenige Vorstöße. In der defensive hingegen souverän.
  • Bennedikt Höwedes: 2 Klasse Partie. Hat zu Beginn der zweiten Halbzeit einmal schlecht gestanden. Ansonsten kleine Fehler immer selber wieder ausgebügelt.
  • Marcello Bordon: 2- Der von Bordon perfektionierte “lange” Fehlpass kam heute das erste Mal mitte der ersten Halbzeit. Mehr war von ihm heute offensiv nicht zu sehen. Ansonsten gewohnt sicher und wenige Unkonzentriertheiten.
  • Christian Pander: 1- Tor gibt natürlich Bonuspunkte, aber auch ansonsten immer wieder offensiv zu finden. Hinten nicht nur sicher, sondern auch mit guten Aktionen. Löw kann sich in der Nase popeln.
  • Fabian Ernst: 3 Hatte bis Mitte der ersten Halbzeit Probleme im Passspiel und hat früh Gelb gesehen Fing sich aber und spielte sein Spiel. Von ihm würde ich mir manchmal wünschen, dass er zu einem Zeitpunkt, an dem die Mannschaft nicht gebacken bekommt, mal für Furore sorgt und richtig Dampf nach vorne macht.
  • Jermaine Jones: 2- Der aktivste Mittelfeldspieler nach vorne. Immer wieder mit guten Aktionen und hohem Laufpensum. Richtig gefährlich wurde es allerdings nicht.
  • Orlando Engelaar: 3- Ist heute ein bisschen untergegangen. Einige Ballverluste, die ich vorher noch nicht gesehen habe. Als Ballverteiler aber mit nem soliden Job. Ungefährlich nach vorne.
  • Ivan Rakitic: 3- Hätte heute mindestens ein Tor schiessen müssen. Beide Möglichkeiten hat er vergeben. Ansonsten hat er mitgespielt ohne aber eigene Aktzente zu setzen.
  • Jefferson Farfan: 2 War an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt und häufig auch Initiator. Wurde bei einer Chance leider zu weit abgedrängt. Hat einmal zu viel auf die Socken bekommen und sich an der Schulter verletzt. Wurde mit viel Applaus ausgewechselt.
  • Kevin Kuranyi: 2- Schon in der zweiten Minute mit artistischer Vorlage für die Großchance von Rakitic. War aktiv im Spiel mit guten Abspielen und die gewohnt guten Balleroberungen im Mittelfeld. Timing mit Farfan hat in manchen Situationen einfach noch nicht gestimmt. Hatte wohl auch deshalb nur einige Halbchancen. Super Pass auf Jones in der zweiten Halbzeit.
  • Halil Altintop: 3- Hatte kaum Aktionen und fand in den 23 Minuten Spielzeit nicht wirklich ins Spiel.
  • Gerald Asamoah: 3+ Fand in seinen 12 Minuten Spielzeit ins Spiel. Wurde einge Male freigespielt und eine Schusschance. Leider nicht mit dem Glück, das ein Joker manchmal haben muss.
  • Highlights

Bitte wählt in der rechten Spalte euren Schalker des Spiels.

Standards, Rudelbildung und Verletzte: Schalke schlägt Bahrain 4:1

Mittwoch, Juli 23rd, 2008

Da ich das Spiel leider nicht gesehen habe, hier ein Link zum Schalke-Blog “Auswärtssieg!”
Toller Bericht mit vielen Fotos. Viel Spaß damit!!!

Nahtloser Übergang

Freitag, Juni 27th, 2008

Ich muss ja sagen, dass ich gerade Jahreszahlen liebe.
Warum? Es ist mindestens EM oder WM und ab und zu kommen noch ein paar Olympische Spiele hinzu.
Der FC Schalke 04 beginnt seine Vorbereitung praktisch direkt nachdem ich am Montag meinen Suff ausgeschlafen habe, weil Deutschland entweder Europameister geworden ist oder aber ich aus Frust den Hals nicht voll genug bekommen konnte.
Egal, Fusi is eigentlich immer und das ist auch gut so. Und welche neuen und alten Gesichter wir am Montag begrüßen dürfen, werde ich hier einmal kurz auflisten:

Wen können wir also am Montag begrüßen?

  • Fred Rutten (45): Er soll die sportliche Leitung übernehmen und Schalke endlich zur Meisterschaft führen. Bisherige Trainerstationen waren Twente Entschede (Trainer) und PSV Eindhoven (Co-Trainer unter Guus Hiddink). Er steht für offensiven Fussball und Disziplin. Zwei Bausteine, die Mirko Slomka zwar immer einforderte, aber zuletzt immer häufiger vermissen lies. 
Ob Rutten der Erhoffte Heilsbringer ist, muss erst einmal abgewartet werden. Er ist aber sicherlich die beste Alternative die zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung auf dem Trainermarkt zu finden war. Rutten favorisiert ein 4 - 3 - 3 mit zwei offensiven Mittelfeldspielern. Sicherlich auch eine Möglichkeit für die kommende Saison. Breit genug sind wir aufgestellt.
  • Mike Büskens (40) und Juri Mulder (39): Die beiden Interimstrainer zwischen Mirko Slomka und Fred Rutten, die gleich mal einen historischen Vereinsrekord aufgestellt haben. 16 Punkte von 18 möglichen Punkten aus 6 Spielen ist statistisch gesehen top! Büskens, als verantwortlicher Cheftrainer rückt zurück ins zweite Glied und versucht das Team mit seiner Kombination aus Kumpel und Motivator auf Kurs zu halten. Juri Mulder bringt dann noch die Notwendige Lockerheit und eine gute Portion Humor mit und schon steht das Trainer-Dreier-Gespann. Sicherlich eine kluge Entscheidung, Mulder und Büskens im Team zu belassen. Mulder stellt die Holland-Connection zu Rutten her und kann ihn medial entlasten. Büskens bringt die Verbundenheit zur Basis. Zum Pott.
  • Jefferson Farfan (23): Der erste Neuzugang für die neue Saison. Und dann auch noch so ein Knaller! Für viele Fans (zumindest im TM.de-Forum) der Wunschspieler hat es endlich nach Schalke geschafft. Müller hatte schon länger ein Auge auf den Peruaner geworfen, der sowohl mit dem PSV, als auch bei Alianza Lima in Peru mittlerweile 6 (!) mal in Folge die Meisterschaft in der jeweiligen Liga geholt hat. Das nenn ich mal Siegertyp.
Der Stürmer kann im 4 - 3- 3 praktisch alle offensiven Positionen bekleiden. Gleiches gilt für’s 4 - 4 - 2. Menschlich dürfte er sicherlich keine Probleme machen, obwohl er zur Zeit nicht für die peruanische Nationalmannschaft spielt. Grund: Saufgelage vor einem Länderspiel. Wenn’s weiter nix is… o_O
  • Peter Lövenkrands (28) und Sören Larsen (26): Bis Montag wird sich wechseltechnisch wohl nichts mehr ergeben bei den Beiden. Von daher sind  sie auch beim Trainingsauftakt dabei. Ob und wann sie denn wechseln, steht noch nicht fest. Sowohl für Lövenkrands als auch für Larsen liegen Angebote vor. Das sagt zumindest die Gerüchteküche. Ob es klug ist beide Stürmer zu verkaufen, sei bei der von Rutten favorisierten offensiven Variante des 4 - 3 - 3 mal dahingestellt. Beide haben allerdings wenig Perspektive auf Schalke.
  • Levan Kenia (17) und Carlos Zambrano (18): Die beiden Nachwuchskicker kommen direkt aus der U19 in den Profikader. Außergewöhnlich für beide ist, dass sie schon Einsätze in ihren jeweiligen Nationalmannschaften hatten. Noch sehr viel außergewöhnlicher ist, dass sowohl Kenia schon für Georgien als auch Zambrano für Peru bereits einen Treffer erzielt haben. Besondere Hoffnung pflege ich bei Carlos Zambrano. Ich hab ihn zwar noch nicht spielen sehen, denke aber, dass er eine gute Alternative für Pander sein wird, falls der sich mal wieder verletzt. Für Kenia wird es indes schwierig bei nur drei nominellen Mittelfeldspielern und namenhafter Konkurrenz einen Platz im Team des S04 zu ergattern.
Trotzdem toll, solch zwie junge und auftrebende Spieler im Kader zu haben. Einer von Beiden wird in der kommenden Siason für eine Überraschung sorgen. Da bin ich mir sicher.
  • Orlando Engelaar (28): Noch ist der Deal mit seinem Verein Twente Entschede nicht in trockenen Tüchern. Müller und vor allem Rutten wollen ihn aber unbedingt. Gleiches gilt wohl für Engelaar, der seinem Trainer gerne ins Blau-Weisse Wunderland folgen würde. Vor der EM kannte ihn praktisch niemand. Nach überzeugenden und soliden Auftritten in der Elftaal spicht plötzlich halb Europa von ihm.
Er ist, wie schon gesagt, der Wunschspieler von Fred Rutten. Engelaar war sein Kaptain und verlängerter Arm auf dem Platz. Den will er wohl nicht missen. Bei der EM ist er mir vor allem durch sein unaufgeregtes und sicheres Spiel aufgefallen. Er war, vor allem gegen Russland, für mich der Turm in der Brandung, der den Ball immer wieder behauptet und sicher verteilt hat, als Holland auseinander zu fallen drohte. Allerdings gibt es auch Kritiker dieses Transfers. Die behaupten, wir brauchen nicht noch einen defensiven Mittelfeldspieler, denn mit Ernst und Jones haben wir schon zwei sehr gute Strategen auf der 6. Weiterhin behaupten diese Personen, Engelaar sei zu langsam und behäbig auf dem Platz.
Dazu mal meine Meinung: Engelaar soll, wie auch schon in Entschede im offensiven Mittelfeld agieren und dort Schaltzentrale sein. Dort besteht meiner Meinung nach durchaus noch Bedarf, da lediglich Rakitic und Streit als alternativen auf dieser Position in Frage kommen. Sicherlich gibt es dort auch noch einen Carlos Großmüller und einen Ze Roberto, aber auf die Beiden würde ich mich auch nicht verlassen.
Der eine hat zwar schon ein Tor erzielt, obwohl er erst 10 Minuten für den S04 gespielt hat. Dieser eine heisst Ze Roberto und war bisher lediglich verletzt. Seine Tainingsleistungen, so hört man, waren auch nicht besonders.
Der andere, Großmüller, hat sich zwar viel vorgenommen und ist schon im Training, hat aber in der letzten Saison auch nicht überzeugt. Von daher spreche ich mich durchaus für eine Verpflichtung Engelaars aus. Ein weiterer Vorteil ist auch das Spielverständnis für die Taktik Ruttens, die Engelaar direkt mitbringt und den Spielern auf dem Platz vermitteln kann.

Ob es das mit den neuen (und alten) Gesichern war, kann ich euch nicht sagen. Zumindest steht der Stamm und ich bin guter Dinge für die  kommende Saison.

Was meint ihr?