Max Eberl, Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach:

Weltklassespieler wollen bei Weltklasseklubs spielen, und Marco Reus ist für mich ein Weltklassespieler.

Quelle: Borussia.de

 

Schalke hat gegen den BVB kein Land gesehen. Das ist so richtig wie bitter. Trotzdem ist es gefährlich, den FC Schalke nun schon wieder tot zu reden bzw. zu schreiben. Noch vor einigen Wochen waren sich alle einig, dass der FC Bayern auf dem Weg zur drölfzigtausendsten Meisterschaft nicht aufzuhalten ist. Die Frage, die man sich nur noch stellte war: Kassiert der Neubauer überhaupt noch Tore, oder bleibt der Siegtreffer der Gladbacher am ersten Spieltag tatsächlich der einzige Gegentreffer in dieser Saison?

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Das zweite live erlebte Derby in auswärtigen Gefilden verlief alles andere als erwünscht. Die Schalker Derbynoobs verlieren völlig verdient gegen den BVB mit 2:0. Ein Tag im Zeichen des Derbys.

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Gerade bei diesem Derby kann man schnell mal ausrasten und unüberlegte Sachen machen für die man sich später eigentlich schämen sollte. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn man mit etwas Derbyerfahrung in das morgige Spiel geht. Beide Teams rühmen sich ihrer wirklich bemerkenswerten Nachwuchsförderung. Julian Draxler auf der einen, Mario Götze auf der anderen Seite sind hier nur die Besten der zahlreichen Beispiele.

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Ich bin ja ein elender Nachmacher, muss ich gestehen. Da präsentiert der BVB extra zum Spiel des Jahres ein neues Trikot mit dem schönsten Stadion der Welt und ich Möchtegern mach es den Unaussprechlichen nach und krempel das komplette Design dieses Blogs einfach mal so um. Und das auch noch so kurz vor dem Derby.

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Heute geht es für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Niederlande. Für mich ein wirklicher Hassgegner. Allerdings wirklich nur im wörtlichen Sinne und auch wirklich nur beim Fußball. Ich mag das Land und auch die paar Holländer, die ich Freunde als Freunde bezeichnen darf, sind alle herzensgute Menschen. Auch gegen die niederländischen Spieler habe ich nichts mehr. Wie sollte ich auch? Schalke hat einer Menge Holländer viel zu verdanken. Angefangen bei Huub Stevens und dem Rest der Eurokäsefighter. Aufgehört bei Klaas-Jan Huntelaar. Zur Zeit einer der besten Stürmer Europas.

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Der Saisonstart der Profis ist gelungen. Als perfekt kann man die neun Punkte aus sechs Spielen sicherlich nicht bezeichnen, trotzdem blieb uns ein Horrorstart, wie in der vergangenen Saison, erspart. Lediglich die Niederlage in Wolfsburg kann man als ärgerliche Punktverluste verbuchen.

Doch auch die U23 Mannschaft des FC Schalke 04 schlägt sich in der Regionalliga West wacker. Nach sieben Spielen belegen die Knappen mit 14 Punkten Platz 5. Das kann sich durchaus sehen lassen, wenn man bedenkt, dass der Spitzenreiter bei einem Spiel auch nur zwei Punkte mehr hat. Ganz bitter war sicherlich die 0:4 Niederlage vorvergangenes Wochenende im Derby gegen die Schwach-Gelben. Immerhin steht man nicht nur in der Bundesligatabelle vor dem Revierrivalen. Auch in der Regionalliga West ist Königsblau also die Nummer 1 im Pott.

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Irgendwie erinnerte das erste Derby dieser Saison an das letzte Derby in der vergangenen: Dortmund klar überlegen, Schalke mit wenigen Chancen und mit einem überragenden Schlussmann. Nur hieß der nicht Manuel Neuer, der fliegt jetzt in München planlos durch den Strafraum, sondern Ralf Fährmann. Auch Fährmann zeigte tolle Reflexe, eine sehr gute Strafraumbeherrschung und die notwendige Sicherheit bei den vielen Distanzschüssen und Torgelegenheiten der Unaussprechlichen. Schlussendlich hielt er zwei entscheidende Elfmeter. Den ersten gegen Großkreutz. Pluspunkt!

Der Rest des Teams konnte gegen die Unaussprechlichen wenig zeigen, weil das Pressing der Zecken schlicht erdrückend war. In der Offensive wussten Holtby, Draxler und Baumjohann nur temporär zu gefallen. Raúl fand eigentlich nicht statt und Huntelaar hing in der Luft. Das ist alles kein Grund zur Beunruhigung, denn wie gut die Anderen schon wieder in Form sind, ist schon fast beängstigend. Wenn jemand sagt, dass die Meisterschaft dieses Jahr nur über die Leichen der Bayern führen kann, der liegt leider falsch. Götze und Co. müssen erlegt werden.

Das von Rangnick geforderte Pressing fand nur in der Anfangsviertelstunde statt. Danach gab Schalke die meiste Zeit das Heft aus der Hand und reagierte statt zu agieren. Nur nach Standards wurde es bis zum Ende des Spiels noch gefährlich vor dem Tor der Schwach-Gelben. Dann hatte Moravek die Entscheidung auf dem Fuß und scheiterte knapp.

Die wichtigste Erkenntnis an diesem Abend ist allerdings, dass es auch andere gute Torhüter gibt, die auf Schalke ausgebildet wurden. Das wusste man zwar schon vorher, doch Fährmann hat es noch einmal beeindruckend unter Beweis gestellt und sich selbst ganz viel Druck vor dem Start in die wirklich wichtigen Pflichtspiele von den Schultern genommen.

Etwas überraschend war die Nichtberücksichtigung von Kluge auf der 6 und Uchida auf der rechten Verteidigerseite. Die Tendenz geht wohl zu Matip und Höger, die beide erneut in der Startelf standen.

Am Dienstag geht es zum letzten Test nach Duisburg. Das lange geplante Freundschaftsspiel für die Opfer der Love-Parade findet statt und wird für die Schalker zum letzten Härtetest, bevor es am kommenden Samstag mit dem Pokal losgeht. Die letzte Chance, sich auf das neue System einzuspielen. Die erste Chance für Jones, sich dem neuen Trainer unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.

Der erste Titel ist im Sack. Der erste Derbysieg ist im Sack. Es hätte schlimmer kommen können.

 

Irgendwie befindet man sich aufgrund der anstehenden Begegnung zwischen Schalke und den Unaussprechlichen zwischen den Stühlen. Ist das jetzt das erste richtiges Derby der Saison? Ok, es ist kein Bundesligaderby, aber immerhin geht es um einen Titel. Auch wenn dieser Supercup in der Hierarchie der möglichen Pokalsiege in dieser Saison nur knapp vor der Witzveranstaltung Liga Total Cup rangiert. Zumindest ist es das erste von minimal drei bis maximal sechs Begegnung, die man im allgemeinen in Deutschland als “Mutter aller Derbys” kennt und liebt. Wenn man auf der Seite der Sieger steht. Sollte uns das DFB-Pokal-Los ein weiteres beschweren und schaffen es die Unaussprechlichen tatsächlich auf Platz 3 der Champions-League Gruppenphase, dann könnte es in der Europa League zu weiteren Begegnungen kommen. Ich hätte nix dagegen.

Was das Spiel morgen angeht bin arg gespalten. Zum einen geht es hier um richtigen Fußball. In einem richtigen Stadion. 90 Minuten und nicht dieses U17-Format, wie am Dienstag und Mittwoch gesehen. Kein “durchwechseln” zur Halbzeit, sondern eine 11 plus maximal 3 neue. Wie man es kennt und gewohnt ist. Zum anderen stecken die Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung. Die Spieler sind noch nicht bei 100%, wie es die Fußballfloskel so schön sagt. Zum anderen wissen Trainer und Teams auch, dass man bei einem Sieg schon mal einen dicken Stein im Saisonbrett hat, wenn man den ungeliebten Nachbarn schon vor Saisonbeginn das erste Mal mit einer Niederlage nach Hause geschickt hat. Andersherum trübt eine Niederlage die Vorfreude auf die Saison ungemein. Auch wenn man als Meister oder Pokalsieger in die Saison geht.

Ähnlich sahen das auch die Trainer. Zum einen wollen sie den Titel, zum anderen lassen sie keine Gelegenheit aus zu erwähnen, dass die Phase, in der man sich befindet “Vorbereitung” heißt und man deswegen nicht allzu viel erwarten soll.

Zur Einstimmung hier das Video zur Pressekonferenz auf MyPott.de!

Macht sie alle!!!

 

Jürgen Klopp ist von Emotionen getrieben. Das wirkt echt und macht ihn allseits beliebt. Solchen Typen wird auch der ein oder andere Ausrutscher verziehen. Schneller zumindest. Doch auch heute, in der Stunde der (gefühlten) Niederlage, rastet Kloppo mal wieder aus. Zur Krönung liefern er sich mit Tuchel einen Zickenkrieg vor laufenden Kameras.

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Klopp durch unsportliches Verhalten aufgefallen ist. Schon gegen den HSV wurde viel diskutiert, nachdem er dem vierten Offiziellen quasi ins Gesicht stieg. Sportlich an dieser Aktion war nur die anschließende Entschuldigung.

Auch ein paar Monate später nach dem Unentschieden in Kaiserslautern, zeigt sich Klopp als schlechter Verlierer. Er raunzte den SWR-Journalisten Stephan Mai in der Mixed-Zone an, weil dieser ihn schon vor dem Spiel auf seine – ich muss schon sagen Begabung – aufmerksam machte. Immer wenn Mai im Stadion ist, kann eine von Klopp trainierte Mannschaft bei einem Auswärtsspiel nämlich nicht gewinnen. Dem Herrn sollte man eigentlich jede Auswärtsfahrt der Unaussprechlichen finanzieren.
Auch hier gibt Klopp den schlechten Verlierer und verweigert ihm nach ein paar unnetten Seitenhieben und Spitznamen stattdessen das Interview und verhilft Mai somit wohl zum größten Auftritt in seiner Karriere.

Ob das Betreten der Mainzer Coaching Zone und das leichte angehen einzelner Personen endlich mal mit einer Denkpause auf der Tribüne bestraft wird, darf stark bezweifelt werden. Dafür mögen wir solche emotionalen Momente viel zu sehr. Solchen Sypathieträger und Vorbilder kommen da schneller mal ungestraft davon.

Die Diskussion, ob und wer sich unsportlich Verhalten hat, dürfte Klopp aufgrund seiner Vorgeschichte und seinem anschließend ebenfalls unsportlichen Verhalten eigentlich gar nicht führen dürfen. Er hat sich selbst viel zu häufig nicht im Griff und ist somit ein gebranntes Kind.

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