Schalke hat gegen den BVB kein Land gesehen. Das ist so richtig wie bitter. Trotzdem ist es gefährlich, den FC Schalke nun schon wieder tot zu reden bzw. zu schreiben. Noch vor einigen Wochen waren sich alle einig, dass der FC Bayern auf dem Weg zur drölfzigtausendsten Meisterschaft nicht aufzuhalten ist. Die Frage, die man sich nur noch stellte war: Kassiert der Neubauer überhaupt noch Tore, oder bleibt der Siegtreffer der Gladbacher am ersten Spieltag tatsächlich der einzige Gegentreffer in dieser Saison?

Continue reading »

 

Das zweite live erlebte Derby in auswärtigen Gefilden verlief alles andere als erwünscht. Die Schalker Derbynoobs verlieren völlig verdient gegen den BVB mit 2:0. Ein Tag im Zeichen des Derbys.

Continue reading »

 

Gerade bei diesem Derby kann man schnell mal ausrasten und unüberlegte Sachen machen für die man sich später eigentlich schämen sollte. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn man mit etwas Derbyerfahrung in das morgige Spiel geht. Beide Teams rühmen sich ihrer wirklich bemerkenswerten Nachwuchsförderung. Julian Draxler auf der einen, Mario Götze auf der anderen Seite sind hier nur die Besten der zahlreichen Beispiele.

Continue reading »

 

Ich bin ja ein elender Nachmacher, muss ich gestehen. Da präsentiert der BVB extra zum Spiel des Jahres ein neues Trikot mit dem schönsten Stadion der Welt und ich Möchtegern mach es den Unaussprechlichen nach und krempel das komplette Design dieses Blogs einfach mal so um. Und das auch noch so kurz vor dem Derby.

Continue reading »

 

Heute geht es für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Niederlande. Für mich ein wirklicher Hassgegner. Allerdings wirklich nur im wörtlichen Sinne und auch wirklich nur beim Fußball. Ich mag das Land und auch die paar Holländer, die ich Freunde als Freunde bezeichnen darf, sind alle herzensgute Menschen. Auch gegen die niederländischen Spieler habe ich nichts mehr. Wie sollte ich auch? Schalke hat einer Menge Holländer viel zu verdanken. Angefangen bei Huub Stevens und dem Rest der Eurokäsefighter. Aufgehört bei Klaas-Jan Huntelaar. Zur Zeit einer der besten Stürmer Europas.

Continue reading »

 

Irgendwie erinnerte das erste Derby dieser Saison an das letzte Derby in der vergangenen: Dortmund klar überlegen, Schalke mit wenigen Chancen und mit einem überragenden Schlussmann. Nur hieß der nicht Manuel Neuer, der fliegt jetzt in München planlos durch den Strafraum, sondern Ralf Fährmann. Auch Fährmann zeigte tolle Reflexe, eine sehr gute Strafraumbeherrschung und die notwendige Sicherheit bei den vielen Distanzschüssen und Torgelegenheiten der Unaussprechlichen. Schlussendlich hielt er zwei entscheidende Elfmeter. Den ersten gegen Großkreutz. Pluspunkt!

Der Rest des Teams konnte gegen die Unaussprechlichen wenig zeigen, weil das Pressing der Zecken schlicht erdrückend war. In der Offensive wussten Holtby, Draxler und Baumjohann nur temporär zu gefallen. Raúl fand eigentlich nicht statt und Huntelaar hing in der Luft. Das ist alles kein Grund zur Beunruhigung, denn wie gut die Anderen schon wieder in Form sind, ist schon fast beängstigend. Wenn jemand sagt, dass die Meisterschaft dieses Jahr nur über die Leichen der Bayern führen kann, der liegt leider falsch. Götze und Co. müssen erlegt werden.

Das von Rangnick geforderte Pressing fand nur in der Anfangsviertelstunde statt. Danach gab Schalke die meiste Zeit das Heft aus der Hand und reagierte statt zu agieren. Nur nach Standards wurde es bis zum Ende des Spiels noch gefährlich vor dem Tor der Schwach-Gelben. Dann hatte Moravek die Entscheidung auf dem Fuß und scheiterte knapp.

Die wichtigste Erkenntnis an diesem Abend ist allerdings, dass es auch andere gute Torhüter gibt, die auf Schalke ausgebildet wurden. Das wusste man zwar schon vorher, doch Fährmann hat es noch einmal beeindruckend unter Beweis gestellt und sich selbst ganz viel Druck vor dem Start in die wirklich wichtigen Pflichtspiele von den Schultern genommen.

Etwas überraschend war die Nichtberücksichtigung von Kluge auf der 6 und Uchida auf der rechten Verteidigerseite. Die Tendenz geht wohl zu Matip und Höger, die beide erneut in der Startelf standen.

Am Dienstag geht es zum letzten Test nach Duisburg. Das lange geplante Freundschaftsspiel für die Opfer der Love-Parade findet statt und wird für die Schalker zum letzten Härtetest, bevor es am kommenden Samstag mit dem Pokal losgeht. Die letzte Chance, sich auf das neue System einzuspielen. Die erste Chance für Jones, sich dem neuen Trainer unter Wettkampfbedingungen zu präsentieren.

Der erste Titel ist im Sack. Der erste Derbysieg ist im Sack. Es hätte schlimmer kommen können.

 

Irgendwie befindet man sich aufgrund der anstehenden Begegnung zwischen Schalke und den Unaussprechlichen zwischen den Stühlen. Ist das jetzt das erste richtiges Derby der Saison? Ok, es ist kein Bundesligaderby, aber immerhin geht es um einen Titel. Auch wenn dieser Supercup in der Hierarchie der möglichen Pokalsiege in dieser Saison nur knapp vor der Witzveranstaltung Liga Total Cup rangiert. Zumindest ist es das erste von minimal drei bis maximal sechs Begegnung, die man im allgemeinen in Deutschland als “Mutter aller Derbys” kennt und liebt. Wenn man auf der Seite der Sieger steht. Sollte uns das DFB-Pokal-Los ein weiteres beschweren und schaffen es die Unaussprechlichen tatsächlich auf Platz 3 der Champions-League Gruppenphase, dann könnte es in der Europa League zu weiteren Begegnungen kommen. Ich hätte nix dagegen.

Was das Spiel morgen angeht bin arg gespalten. Zum einen geht es hier um richtigen Fußball. In einem richtigen Stadion. 90 Minuten und nicht dieses U17-Format, wie am Dienstag und Mittwoch gesehen. Kein “durchwechseln” zur Halbzeit, sondern eine 11 plus maximal 3 neue. Wie man es kennt und gewohnt ist. Zum anderen stecken die Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung. Die Spieler sind noch nicht bei 100%, wie es die Fußballfloskel so schön sagt. Zum anderen wissen Trainer und Teams auch, dass man bei einem Sieg schon mal einen dicken Stein im Saisonbrett hat, wenn man den ungeliebten Nachbarn schon vor Saisonbeginn das erste Mal mit einer Niederlage nach Hause geschickt hat. Andersherum trübt eine Niederlage die Vorfreude auf die Saison ungemein. Auch wenn man als Meister oder Pokalsieger in die Saison geht.

Ähnlich sahen das auch die Trainer. Zum einen wollen sie den Titel, zum anderen lassen sie keine Gelegenheit aus zu erwähnen, dass die Phase, in der man sich befindet “Vorbereitung” heißt und man deswegen nicht allzu viel erwarten soll.

Zur Einstimmung hier das Video zur Pressekonferenz auf MyPott.de!

Macht sie alle!!!

 

Dass Manuel Neuer am vorletzten Freitag das Derby quasi im Alleingang gefühlt gewonnen hat, konnte man praktisch überall nachlesen. Seit Samstag Abend haben wir noch einen gefühlten Derbysieger: Jan Moravek. Mit einem zuckerfeinen Sonntagsschuss in der letzten Minute rettete unsere Leihgabe dem 1. FC Kaiserslautern einen Punkt.

19 der 22 Bundesligapiele hat Moravek für Lautern bestritten und kam dabei im Schnitt auf 66. Spielminuten. Mittlerweile kann man ihn wohl als Stammspieler und Aushilfs-Torjäger bezeichnen. 5 Tore konnte Moravek bisher erzielen. Kein schlechter Wert. Auch auf Schalke hat Moravek schon Goalgetter-Qualitäten bewiesen: In 7 Spielen (19 Minuten im Schnitt) knipste er immerhin doppelt. Vorlagen sind allerdings nicht so sein Ding. Lediglich ein Mal gab er den entscheidenden Pass.

Dass Moravek zurück kommt, steht eigentlich außer Frage. Er hat noch Vertrag bis 2013 und kostete mehr als 2 Millionen Euro. Die von Magath geforderte Ablöse würde das Budget der Pfälzer wohl mehr als sprengen. In Kaiserlautern spielt Moravek mittlerweile wohl auf der 8. Also im Zentrum, aber nicht direkt hinter den Spitzen. Pfälzer Taktikfüchse dürfen mich hier gerne berichtigen. In unserem derzeitigen Spielsystem wäre er weniger zu gebrauchen. Doch da ich in der nächsten Saison einen Abgang von Farfan und den Wechsel auf ein 4-4-2  mit Raute erwarte, könnte Moravek bis auf die 6 eigentlich alle Mittelfeldpositionen besetzen.

Grundsätzlich muss man Felix Magath hier wieder ein sehr gutes Händchen und einen mittel- bis langfristigen Blick attestieren. Schon mit der Leihe von Lewis Holtby (21 Spiele, 66. Minuten im Schnitt) hat Magath alles richtig gemacht.

Beide Spieler haben an Reife, Qualität und letztendlich auch Marktwert gewonnen. Spielpraxis sei Dank. Die hätten sie auf Schalke wohl so nicht erhalten.

Von den verliehenen Perspektivspielern bleibt noch Carlos Zambrano übrig. Auch er ist bei St. Pauli Stammspieler (17 Spiele, 88. Minuten im Schnitt). Ihn sehe ich in der nächsten Saison nicht unbedingt wieder im Trikot der Königsblauen. Hier würde nur Handlungsbedarf bestehen, sollten Magath und Höwedes ein gutes Angebot von einem attraktivem Verein erhalten. Dann wäre Zambrano die günstige Alternative zu einem teuren Neueinkauf. Als Backup für Höwedes und Metzelder wäre Zambrano wohl zu ambitioniert und gewillt, dann doch eher ganz zu wechseln.

Übrigens könnten wir mit Zambrano und Mr. Derby, Gerald Asamoah am Samstag weitere gefühlte Derbysieger 2011 feiern. St. Pauli ist in der Wellblechhütte zu Gast und Asa trifft somit auf seinen ganz speziellen Freund. Den schönen Roman. An dieser Stelle schon mal der Aufruf: Mach ihn nass, Asa!

Ach ja. Gegen Valencia spielen wir heute auch noch :)

Mein Tipp: 1:1

 

Das Derby ist vorüber. Der Sieger dieses Duells spielt in den Reihen der Königsblauen. Immerhin, denn was Schalke in diesem Spiel abgeliefert hat, reiht sich nahtlos in die Vorstellungen gegen Hamburg und Hoffenheim ein. Während gegen Hamburg der spielerische Unterschied nicht allzu groß zu sein schien, war er gegen Hoffenheim nicht zu übersehen. Am Freitag wurde er uns praktisch das ganze Spiel über immer und immer wieder ins Gesicht gepeitscht. Die Tendenz ist klar.

In Dortmund standen am Freitag zehn Feldspieler der Unaussprechlichen auf dem Platz, die den Ball haben wollten und zudem wussten, wie sie ihn bekommen. Auf der anderen Seite führte die geringe Laufbereitschaft der Schalker dazu, dass man weder in der Offensive Akzente setzen konnte, noch in der Defensive in die entscheidenden Zweikämpfe kam.

Auch mit einem anderen System wären wir am Freitag spielerisch unterlegen gewesen. Hier bietet sich den ganzen Magath-Kritikern nun auch mal wirklich eine Gelegenheit, den Trainer Magath zu packen. Denn diese Mannschaft sollte ihr Spiel längst gefunden haben. Dafür hat sich der Stamm des Teams während der Saison zu wenig verändert. Die Ausrede des “sich findens” zählt einfach nicht mehr. Trotz der vielen Neuzugänge. Doch der versprochene spielerische Fortschritt, den Magath zu Beginn seiner Amtszeit versprochen und danach auch immer wieder als Grundvoraussetzung für seine Mission Schalke propagiert hat, bleibt nicht nur aus, sondern entwickelt sich anscheinend sogar zurück. Schalke hatte in dieser und auch in der letzten Saison nie viele Torchancen. Wenn, dann bestach man durch Effektivität. Doch sowohl gegen Hamburg, als auch gegen Hoffenheim wurde Schalke im Grunde nur in den letzten Minuten des Spiels gefährlich. Als die Mannschaft sich bereit erklärte, zumindest ein bisschen offensive Leidenschaft zu entwickeln und der Ball mal irgendwie durchrutschte. Gegen die Unaussprechlichen musste ein kleiner Geistesblitz von Raul her, um Weidenfeller zumindest einmal prüfen zu können. Aber man macht aus einer Chance nun mal nicht auch gleich ein Tor. Vor allem, wenn der Knipser vom Dienst leider immer noch mit unglaublichen Ladehemmungen behaftet ist.

Magath muss es schaffen, die Mannschaft mit einem funktionierenden System wieder für das Spiel zu begeistern. Gleichzeitig muss auch die Mannschaft die Laufbereitschaft zeigen, die für ein erfolgreiches Spiel notwendig ist. An solchen Parametern muss sich Trainer und Team messen lassen, um diese Saison einigermaßen glimpflich zu überstehen.

 

Wem anders soll man den ersten Blogpost nach dem Derby widmen als Manuel Neuer?

Mehr Protagonist in einem Derby geht eigentlich nicht. Im Grunde spielte Schalke 90 Minuten lang 1 Torwart gegen 10 Feldspieler. Weidenfeller spielte praktisch keine Rolle. Hoffnungslos unterlegen, ging es bei den Unaussprechlichen schon mit dem Anpfiff  nur noch darum, irgendwie den perfekt getimeten Ball an Neuer vorbei zu legen. Es sollte einfach nicht gelingen.

Spätestens nach 20 Minuten saßen Uli Hoeness und Sir Alex Fergussen schon mit dem Taschenrechner vor dem TV, um das Transferbudget für Neuer weiter und weiter nach oben zu korrigieren.. Es gibt keinen besseren zur Zeit. Schon bei der WM hat er Rückhalt bewiesen. Jetzt schlägt er sich mit Schalke zumindest auf dem internationalen Parkett ziemlich gut. Gleichzeitig schafft er es in den beiden wohl wichtigsten Spielen der Saison, gegen die Bayern und bei den Unaussprechlichen, eine absolute Weltklasseleistung zwischen die Pfosten zu liefern. Druck? Kennt der nich!

Nach diesem Spiel sehe ich keine Chance mehr, Neuer nach der Saison zu halten. Dafür gibt es dann aber auch fette Beute.

Gut, dass wir Felix Magath haben. Der weiß was damit anzufangen.

Mehr gibt’s in den folgenden Tagen.

© 2011 blogundweiss.de Suffusion theme by Sayontan Sinha