Der FC Bayern im Champions League Finale und mitten drin Manuel Neuer. Ein Jahr und einen Monat ist es mittlerweile her, dass er unter Tränen seinen Wechsel zum Rekordmeister bekannt gegeben hat. Morgen können wir Schalker uns entspannt zurücklehnen, denn entweder wir verspüren diese diebische Schadenfreude, dass er in diesem Jahr nur “Zwoater” geworden ist oder wir können darüber zufrieden sein, dass der aktuelle Manager ein Meister der Zusatzklauseln ist, und uns eine Millionensumme in den klammen Geldbeutel spült. Wir spielen…

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Der FC Schalke verabschiedet sich mit einem Horrorergebnis aus der Königsklasse. Auch gestern zeigte Manchester United mit ihrer B-Elf den Schalkern ihre Grenzen auf. Mit 0:2 und 1:4 gingen die Halbfinals also verloren. Das ist schade, denn diese Klatsche verwischt die insgesamt gute Leistung auf internationalem Parkett in dieser Saison.

Alex Fergusson schonte quasi seine kompletten Stammkräfte und schickte stattdessen eine Mannschaft auf den Platz, die wieder nur in den ersten 10 Minuten von den Schalkern unter Druck gesetzt werden konnte. Danach zeigte sich, dass auch diese B-Elf um Längen besser ist als Schalkes erste Garde. Betrachtet man aber mal, wer dort auf dem Platz stand, so muss man sich nicht allzu sehr grämen. Manchesters Zweite wäre in der Bundesliga einer der Meisterschaftsfavoriten.

Manchester stand tief und lies Schalke kommen. Diese kombinierten sich zwar gut durch das Mittelfeld, ernsthafte Chancen konnten aber nicht wirklich kreiert werden. Stattdessen schlichen sich immer wieder Fehler in das Kurzpassspiel. Vor allem Baumjohann spielte den Ball in der ersten Hälfte wohl häufiger zum Gegen- als zum Mitspieler. Nach dem ersten Gegentreffer durfte Schalke immer dann mitspielen, wenn ManU es zuließ. Und da sich einige der Engländer für das kommende Spitzenspiel gegen Chelsea empfehlen wollten, spielten sie auch immer wieder und immer weiter nach vorne.

Dass Neuer letztendlich vier Mal hinter sich greifen musste, fand ich persönlich ein wenig zu hoch. Wobei das Ergebnis sicher nicht unverdient war. Es zeigt den Klassenunterschied mehr als deutlich.

Trotzdem: Danke, Schalke, für diese tolle Champions-League Saison. Danke für eine tolle Auswärtsfahrt nach Lissabon. Danke für einen Jahrhundertsieg in Mailand. Gönn dir ein Jahr Pause und nimm dann einen neuen Anlauf.

 

Der FC Schalke im Theater der Träume. Diesen Erfolg hat der Verein mit einer turbulenten Saison bezahlt. Nach der direkten Qualifikation in der letzten Saison, quälte sich Schalke durch die Bundesliga und arbeitete sich mehr bis ins Finale in Berlin, als dass er sich dorthin spielte.

Hinzu kamen die vereinsinternen Querelen rund um Felix Magath und ein kaputtes Stadiondach.

Nur in der Champions League servierten die Königsblauen auf konstant hohem Niveau und wuchs dann auch über sich hinaus.

Heute wird sich das Kapitel Champions League für Schalke erstmal schließen. In der nächsten Saison ist höchstens die Europa League drin, wenn das DFB-Pokal-Finale gewonnen wird. Die Chancen, sich in der kommenden Saison sind aufgrund der konstanten Leistungen der deutschen Teams auf internationalem Parkett ungleich höher. Italien muss der Bundesliga den zusätzlichen dritten Startplatz zur direkten Qualifikation zur Königsklasse überlassen. Demnach qualifizieren sich die ersten drei Teams direkt für die Gruppenphase. Ein viertes muss in die Qualifikation. Platz 5. und 6. darf sich immerhin noch über die Europa League Teilnahme freuen.

Heute muss man sich anständig von der internationalen Bühne verabschieden. Ich hoffe, das Team liefert ein Spiel ab, die ihrer Leistung in der Champions League in dieser Saison gerecht wird. Auf ein Wunder hoffe ich nicht. Ich denke allerdings ständig daran. Manchester United muss einen absolut desolaten und rabenschwarzen Tag erwischen, während dem S04 nichts anderes bleibt als das Spiel seiner Vereinsgeschichte abzuliefern, um im Theater der Träume die Sensation zu schaffen.

 

Jetzt geht es also nach Manchester. Unser popeliger S04 also zu Gast im Old Trafford, beim -inzwischen- englischen Rekordmeister. Nicht nur eine sportliche Herausforderung, die in unserer Vereinsgeschichte nach Vergleichen sucht, sondern ebenso eine besondere Reise aus Sicht eines langjährigen Fans darstellt. Das Glück ließ mir ein Ticket für diesen Abend zuteil werden. Jetzt bin ich wirklich unheimlich auf die Atmosphäre und Stimmung im “Theater der Träume” gespannt.

Englische Fankultur hat mich seit jeher fasziniert. In meiner Jugend sammelte ich aus der Ferne Sympathien für den FC Liverpool und war wie jeder schockiert über die Ereignisse im Brüsseler Heysel-Stadion, die letztendlich für den gesamten englischen Fussball ein Desaster waren. Auf viele Jahre durfte kein englisches Team mehr an euopäischen Vereinsfussball-Wettbewerben teilnehmen. In diese Zeit fiel mein erster Besuch eines englischen Ligaspiels: Sheffield United gegen Liverpool. Aufgeregt wie selten, aber auch überrascht über das Verhalten der Fans genoss ich den Tag. Dank der Verteufelungen und der Pflege eines Hooliganismus-Bildes in den Medien hatte ich mich anstecken lassen und trug einen Liverpool-Schal nur versteckt unter der Kleidung. Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn in einer für mich nicht erwarteten Fairness kamen die Supporter beide Fanlager gemeinsam zum Stadion und verliessen dieses (nach einem Remis) wieder ebenso friedlich auf gemeinsamen Zuwegen. Eine Szenerie, die damals in Deutschland nahezu undenkbar gewesen wäre. Aber die Fairness setzte sich auf dem Spielfeld fort. Als John Barnes, damaliger Liebling der Liverpooler zum Aufwärmen das Grün betrat, setzte es Applaus. Von allen Seiten! Undenkbar in Deutschland. Übrigens auch undenkbar für mich, dass ich auch nur einem Lüdenscheider, wenn er nicht die Seiten wechselt, Applaus zuteil kommen liesse. Im Spiel wurde dann natürlich der eigene Club supportet. Lautstark, aber nicht dauerhaft, so war es damals schon. Beeindruckend im Moment, aber man wundert sich, wie selten so ein Moment der Anfeuerung kam. Schon eine andere Art des Unterstützens.

Wenn ich in den Jahren danach Fussball in England sah, waren es ähnliche Eindrücke – ob bei Länderspielen (gegen Deutschland habe ich keins gesehen) oder mit unseren Schalkern seinerzeit bei Arsenal, eine Woche nach dem traurigen 11.September. Was blieb war die Fairness einerseits, aber auch die nicht durchgehende Unterstützung und das relativ ruhige Ansehen eines Spiels. Besonders in “Highbury, the Library”.

Deshalb freue ich mich auf neue Eindrücke aus England. Es hat sich seit 1990 ohnehin vieles geändert. Es bedarf keiner Erwähnung, wie sehr die Preise angezogen haben und dass hierdurch viele Besuchergruppen schon finanziell außen vor sind, sich so ein Ereignis leisten zu können. Allein für das Ticket gegen Schalke, vermutlich ein hinterer Block mit schlechter Sicht, hat man 51 Pfund aufgerufen. Jüngere Leute, so heisst es, suchten sich vermehrt andere, günstigere Sportarten. Ich will hoffen, dass diese Entwicklung sich gerade in England einmal wendet. Aber dennoch: Ich bin glücklich, wieder einmal, so wie es die Kellergeister einst besangen, “die Schalker bei den Großen spielen zu sehen.” und live dort vor Ort sein zu können. Eindrücke gewinnen zu können, diesmal bei den richtig Großen.

Ich habe gehört, in Manchester sei eine Torwartstelle vakant. Herr Neuer, übernehmen Sie!

 

Schalke unterliegt ManU im ersten Spiel des Halbfinales der Champions League zu Hause mit 0:2. Manchester unterschätzte die Knappen leider nicht. Die Anfangsoffensive überstanden die Engländer unbeschadet und dominierten spätestens nach den ersten 15. Minuten das Spiel bis zum Schluss. Der Doppelschlag von Giggs und Rooney Mitte der zweiten Halbzeit, konnte selbst der Verstoßene nicht halten.

Denn der Protagonist dieses Abends war eigentlich Manuel Neuer. In der ersten Halbzeit schwebte wieder dieses Karma der Unüberwindbarkeit über Neuer, das mich jedes Mal in eine Art Torjubel ausbrächen lässt, wenn er wieder einen dieser unhaltbaren Dinger irgendwo aus der Ecke fischt. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte er reichlich Gelegenheit, mich ein ums andere Mal vom Hocker zu reißen.

Vom Hocker in der Grünen Wiese

Mit van der Saar im Tor wären wir wohl mit einem Gegentor in die Pause gegangen. Mit jedem anderen Torwart aus der Bundesliga hätten wir drei bis fünf Gegentore kassiert.

 

Ich kann durchaus verstehen, dass sich Horst Heldt gelassen zurücklehnt, wenn der Rest des Bundesliga-Zirkus uns Schalkern fasst schon aufzwingt, einen von Rummenigge diktierten Preis für Neuer zu akzeptieren. Natürlich hat der FC Bayern in einer weiteren Saison ohne Neuer kein ernsthaftes Torwartproblem, wenn sie die größte Baustelle der Mannschaft, die Abwehr, besser aufstellen. Da gebe ich dem Baziblogger Recht. Doch sie haben eben auch noch nicht den wohl besten Keeper der Welt, sondern “nur” einen grundsoliden Butt. Selbst wenn auch noch das Pokalfinale in Berlin verloren geht, halte ich den Verkauf Neuers an einen direkten Konkurrenten auch finanziell für einen Fehler. Diese Rechnung will ich aber nicht nochmal aufmachen. Einen eindrucksvollen Überblick verschaffte vor wenigen Wochen Gastautor Bene beim schalkefan.de.

Was bleibt ist eine minimale Hoffnung auf irgendein Fußballwunder in Manchester. Und natürlich der Stolz auf die Mannschaft, die zwar spielerisch nicht mithalten konnte, weil ihr schlussendlich auch ein wenig die Courage fehlte, dafür aber astrein gekämpft hat. Spieler wie Matip, aber auch Jurado und Baumjohann, haben gestern viel gelernt. Dies wird sich alles in der kommenden Saison auszahlen. Wie Manuel Neuer.

 

 

Der FC Schalke 04 steht mit Manchester United, Real Madrid und dem FC Barcelona im Champions League Halbfinale 2011. Vor dem 05.04. glaubten nur die Optimisten unter den Schalke Fans daran, dass Schalke sich am Ende mit  7:3 gegen den Titelverteidiger Inter Mailand durchsetzt. Am 13.04.2011 stand es aber fest. Auf nach Manchester! Und über Berlin non-stop ins Londoner Wembley!

Manuel Neuer hat sich nach dem Abpfiff einen ganz besonderen Menschen geschnappt und Richtung Nordkurve geschickt: Raúl González Blanco. Selten hat ein Spieler so schnell den Schalker Geist aufgenommen und gelebt, wie diese lebende Legende. Zugegeben, mit knapp 20 Jahren Real Madrid auf dem Buckel, geht man so ein Abenteuer gelassener an. Doch trotzdem: Raúl gestern Abend so in der Kurve feiern zu sehen, am Pulsschlag des Vereins, war eine wahre Wonne. Auch knapp 100 Kilometer entfernt in Gottes Grüner Wiese.

Doch soll der Rest des Teams nicht zu kurz kommen: Durch die Bank eine gute bis herausragende Leistung. Die Abwehr hat wenige bis gar keine Torchancen zugelassen und sogar einen Treffer erzielt. Wenn die Bayern wirklich wollen, dann müssen sie auch für Höwedes tief in die Tasche greifen. Oder warten. Das 1:1 nach der Standardsituation kommt vor. Matip und Papadopoulos als 6er zwar zusammen nur ein gutes Jahr älter als Javier Zanetti, aber fast genauso abgeklärt. Muss sich jetzt etwa sogar Peer Kluge sorgen um seinen Stammplatz machen?!?

Offensiv kombinierten Baumjohann, Jurado und meist Raúl immer wieder mit beinahe katalanischem – sind die beiden Señors nich aus Madrid? – Kurzpassspiel, das kurz vor der Halbzeit zum erlösenden 1:0 führte. Edu erwischte zwar nicht noch einmal einen Sahnetag, half aber wo er kann. Da bin ich auf den Zeitpunkt gespannt, an dem Huntelaar wieder fit wird.

Das 2:1 in der 81. Minute war die Cocktailkirsche auf den mit Sahne bedeckten Eisbecher namens Viertelfinale! Viel mehr gibt es in den kommenden Tagen. Ich bin ein spannendes Interview mit Matthias Berghöfer vom Auswärtssieg!-Blog schuldig. Und wie schon auf Twitter angekündigt, wird es ein nettes Oster-Gewinnspiel geben.

Ich wünsche, bis dahin, einen angenehmen Donnerstag mit einem fetten Grinsen im Gesicht. :)

 

“Der S04 ist wieder da!” So oder so ähnlich hätten die Sprechchöre in der Arena oder aber auch aus dem medialen Blätterwald lauten können. Doch nichts davon war zu hören. Stattdessen scheinen alle beteiligten die derzeitige Situation beim FC Schalke zu genießen. Neben der Mannschaft ist es vor allem Felix Magath zu verdanken, dass man das schönste aller letzten Saisonspiele im Berliner Olympiastadion machen darf. Unter tatkräftiger Mithilfe von Ralf Rangnick hat sich die Mannschaft binnen kürzester Zeit aus den Abstiegsrängen verabschiedet und eine Galavorstellung in der Königsklasse hingelegt, die uns morgen einen hoffentlich entspannten Champions-League Abend in der Veltins-Arena bescheren wird.

Der Gegner ist immer noch nicht zu unterschätzen. Immerhin ist Mailand amtierender Titelträger der Champions-League. Dazu amtierender Pokalsieger und Meister in Italien. Doch auch auf der anderen Seite der Alpen ist nicht mehr alles rosig, was in der letzten Saison noch eine Gladiole war. Wie der FC Bayern wird Inter dieses Jahr wohl kein Meister. Mit der Champions-League Titelverteidigung wird es auch nichts werden. Dafür wird morgen Abend zur Not Manuel Neuer ganz alleine sorgen. Lediglich der Pokalsieg ist noch drin. Dort wartet als nächstes der AS Rom im Halbfinale.

Wie geht man so ein Champions-League Rückspiel an? Einfach so tun, als ob es 0:0 steht, das geht meiner Meinung nach nicht. Man muss gut stehen. Man muss in entscheidenden Situationen dagegen halten und vor allem die sich ergebenen Konterchancen im eigenen Stadion nutzen. Leider ist der beste Konterspieler morgen gesperrt. Farfan ist wegen Gelbsperre nicht dabei. Deswegen ist eine voraussichtliche Aufstellung für mich schwer vorher zu sagen. Vielleicht spielen dieses Mal Schmitz und Baumjohann von Beginn an. Ob Kluge wieder dabei ist, wird Rangnick hoffentlich irgendwann verlauten lassen.

Egal, wer spielt: Genießt das Spiel, Jungs! Das werde ich auch. Entweder in der Kneipe oder auf der Wohnzimmercouch mit meiner Frau. Die guckt ja seit letztem Dienstag Fußball sogar ohne mich.

 

…und Schalke gibt den Takt vor! Nicht in der ersten Minute, als Stankovic mit seinem Traumtor den Fußballabend fast versaut: Neuer klärt, wie man es von ihm kennt. Matip sichert das leere Tor nicht ab und der Ball zappelt nach wenigen Sekunden im Netz.

Doch schon in den folgenden Minuten zeigt Schalke, dass es diesen Abend nicht verloren geben will. Gerade über die Außen ist Schalke in der Offensive haushoch überlegen. Nach einer Ecke und einer von vielen klasse Paraden Césars, macht Matip den Ausgleich.

Das 2:1 fällt dann viel zu einfach. Doch auch jetzt zeigt Schalke Charakter und kommt durch das Willenstor vom starken Edu zurück. Der Rest ist ein königsblauer Traum aus dem ich nicht so schnell aufwachen werde.

Schalke schießt 5 (!!!) Tore gegen den Champions-League-Sieger! Und nicht daheim in der Arena. Auswärts! Im San Siro! Irgendwann, mit einem Mann mehr, führt Schalke Inter Mailand mehr oder weniger vor. Kurz vor Schluss wird sogar Ralf Rangnick übermütig und bringt Ali Karimi.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon längst abgeschaltet. Das Rückspiel ist, und da lehne ich mich mal weit aus dem Fenster, reine Formsache. Neuer wird sich nicht die Blöße geben und vier Gegentore in der Arena kassieren. Vielleicht auswärts gegen Kaiserslautern, aber nicht in der Königsklasse. Dafür hat man den besten Keeper der Welt. Da kann man so was schreiben.

Danke Felix. Danke Rolf Ralf. Danke Schalke! Wiedermal ein Fußballabend, der lange in Erinnerung bleibt.

 

Schalke im Viertefinale der Champions League! Wie erwartet! Mit der erwarteten Leistung. Matchwinner heute Gavranovic mit dem entscheidenden Tor und Escudero mit einer blitzsauberen Leistung auf der linken Seite. Natürlich muss auch Doppeltorschütze Farfan genannt werden.

Ein ereignisreicher Tag auf Schalke geht zu Ende. Magath eigentlich schon entlassen, Otto Rehagel wurde schon in Marl gesehen, ein Anwaltsschreiben und jede Menge Meinungen in alle Richtungen. Sowohl im Stadion, als auch im Netz.

Mir ist das alles zu viel. Ich hau ab! Nach London. Schon mal gucken, wo ich im Mai sitzen werde, wenn wir gegen die Bayern die Insel stürmen und den Pott in den Pott holen ;)

Wir sprechen uns am Montag.

Glück Auf!

 

Heute spielt Schalke in der Champions League um weitere Millioneneinnahmen und um internationalen Ruhm und Ehre.

Wie ich die Mannschaft in dieser Saison so kennengelernt habe, darf man sich wieder auf viel Kampf, Leidenschaft und den ein oder anderen toll anzusehenden Spielzug freuen. Für jeden Schalker ein Fußballfest. Mindestens einer von denen wird zum entscheidenden Tor führen und wir werden ins Champions League Viertelfinale einziehen. Vielleicht wird auch wieder ein kleiner Held geboren. Genau nach unserem Geschmack. Und selbst wenn es am Ende nicht reicht – dass sich die Mannschaf international gut aus der Affaire ziehen will, hat sie in dieser Saison eigentlich immer gezeigt, klammert man das mühsame 0:0 in Tel Aviv aus. Aber selbst dieses Spiel war genauso wie die Auftaktniederlage in Lyon für die jeweiligen Situationen im Nachhinein achtbar. Schaffen wir den Einzug in die nächste Runde wirklich, wäre das mindestens genauso ein toller Erfolg wie der Einzug ins Finale des DFB-Pokals vor einer Woche in München.

Trotzdem hab ich irgendwie keine Lust auf dieses Spiel. Ich habe keine Lust darauf, mich dann wieder zu fragen, warum man diese Motivation nicht in der Bundesliga an den Tag legen kann. Warum es den Spielern und dem Trainer offensichtlich egal ist, dass die Anhänger ihres Clubs vor allem der Ligaalltag wichtig ist. Sportlicher Erfolg in der Champions League ist für den Fan vergänglich. Es macht den zweiten Teil der Woche leichter, bevor man am Wochenende dann wieder mit dieser biederen Art Fußball maßlos enttäuscht zurückgelassen wird.

Natürlich hoffe ich auf ein Weiterkommen gegen Valencia. Ein Ausscheiden würde nur die große Angst vor dem Abstiegskampf und ein wenig Vorfreude auf die Fahrt nach Berlin zurücklassen. Das wäre der Horror.

Also Jungs: Kämpft, siegt und freut euch einen Ast über euer gewonnenes internationales Standing. Danach könnt ihr die Liga ja wieder auf die leichte Schulter nehmen. Dann ist ja auch nur Frankfurt zu Gast. Die haben ja eh noch kein Tor in dieser Rückrunde geschossen und demnach auch noch keinen Sieg eingefahren. Genauso wie Gladbach vor unserem Gastspiel noch keinen Heimsieg feiern durfte. Das greifen wir Schalker doch immer gerne unter die Arme.

Update:

Wie DerWesten berichtet, macht Magath am Ende der Saison “den van Gaal” und wird den Verein verlassen müssen. Ob dies nur Spekulationen sind oder tatsächlich auf Fakten beruht, werden wir wohl erst nach dem Spiel erfahren. Auf jeden Fall sinkt die Vorfreude gerade in den Minusbereich.

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