Posts Tagged ‘Bundesliga’

Wölfe beißen zu fest

Montag, Februar 22nd, 2010

Der FC Schalke 04 schlich am Sonntag Abend nach langer Zeit mal wieder ohne Punkte und somit als Verlierer vom Platz. Dabei war die Niederlage gegen den VfL Wolfsburg nicht gerade unverdient.

Schon zu Beginn der Partie erspielten sich die Wölfe Feldvorteile und zahlreiche gute Tormöglichkeiten. Nur die Querlatte, eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns und ein überragender Manuel Neuer hielten die Wölfe von der verdienten Führung ab.

Schalke antwortete auf die Angriffe des amtierenden Meisters, wie sie es schon die ganze Saison tun: Sie erspielten sich eine gute Torchance (vorzugsweise eine Standardsituation) und Kuranyi macht das Dingen. So auch in der 30. Minute. Eckballflanke Rakitic, Kopfball Kuranyi, Tor. Extraklasse dabei der Kopfball von Kuranyi.

Doch wie schon vor ein paar Tagen beschrieben, reichen knappe Vorsprünge gegen Kaliber wie den VfL Wolfsburg nicht mehr aus. Vor allem nicht, wenn der Gegner einen Sturm besitzt, der die Marke „Extra-Klasse“ verdient. Dass es der VfL nicht nur reihenweise Chancen erspielen kann, sondern diese dann auch zu nutzen weiß, bewiesen die Wölfe ab der 70. Minute. Nach schlechtem Stellungsspiel der Abehrreihe und dem einzigen und leider entscheidenden Fehler von Manuel Neuer, traf Grafite zum Ausgleich. Schade, denn bis dahin hat Neuer Weltklasse gehalten. Minuten später kam Wolfsburg wieder über die anfällige rechte Abwehrseite der Blauen und erneut war es Grafite, der ganz in Torjägermanier aus vollem Lauf traf.

Magath hat für den gesperrten Rafinha überraschender Weise den Chinesen Hao Junmin auf die freie Stelle auf der rechten Abwehrseite gesetzt. Dass dieser vor allem Defensiv noch nicht in der Bundesliga angekommen war, hatten die Wolfsburger sehr schnell erkannt. Beide Tore, sowie die meisten weiteren Chancen wurden über seine Seite initiiert. Nicht nur hinten fehlte Rafinha. Auch in der Offensive blieb die rechte Seite meist harmlos. Dass das Duo Rafinha/Farfan für das Derby am Freitag (voraussichtlich) wieder spielt, stimmt mich zuversichtlich.

Die Mannschaft muss nun Moral beweisen und die verlorenen Punkte möglichst schon am Freitag gegen den Ruhrrivalen einfahren. Ich kann es kaum erwarten. Freitag wird’s durch den Sieg der Borussen ein richtig heißes Derby.

Schalke: 2 Kölle: Alaaf

Montag, Februar 15th, 2010

Der FC Schalke bleibt zu Hause weiterhin eine Macht. Auch der sich im Karneval befindliche Eff Zeh konnte keine Punkte aus der Donnerhalle mitnehmen.

Als in Köln lebender Schalker sind die Spiele gegen die derzeitige Heimat immer etwas spezieller. Noch spezieller wird es, wenn das Spiel in der (Straßen) Karnevalszeit stattfindet.

Für Anhänger des FC und blau-weißen Kölnern fing die 5. Jahreszeit ja schon am Mittwoch an. Während Schalke sich selbst den Halbfinaleinzug im Pokal sicherte, war für Köln schon Aschermittwoch. Schon damals hab ich angefangen zu frotzeln: Dem Eff Zeh bescheren wir am Sonntag den zweiten Aschermittwoch.

Leicht angeschlagen von den tollen Tagen, ging es dann am Sonntag Mittag mit dem Fußballgott und weiteren Rheinsteigern Richtung GE. Den Zug wollten wir uns sparen, da keiner von uns wirklich Lust auf Pöbeleien auf der Fahrt hatte. Auf der Autobahn ging es zwar langsam, aber stetig voran. Man hatte also reichlich Zeit, die letzten Tage wieder “auf Kette” zu kriegen.

Wie immer noch mal schnell bei Mutter und Vatter vorbei und dann schnell in die Kurve. Erst ne viertel Stunde vor Anpfiff waren wir im Block. Da dann die erste Erleichterung auf dem Würfel: Poldi spielt! Schön. Mir fällt ein, dass ich mir im Suff ja noch nen Spruch hab einfallen lassen: “Ohne Jogi fahr’n wir zur WM!” Passt ja auch mit Poldi, ne?

Das Spiel und die Stimmung im Stadion war dann mal so gar nicht Karneval. Eher mal wieder Aschermittwoch. Ich frage mich immer wieder, warum bei Sonntagsspielen eine so viel schlechtere Stimmung herrscht wie an anderen Spieltagen. Erklärungen bitte in die Kommentare!

Schalke kontrollierte zwar das Spiel, kam auch zu ein paar Halbchancen, aber der Führungstreffer wollte zunächst nicht gelingen. Kurzer Blick: Was macht Poldi? Der läuft im Schneckentempo immer um den Mittelkreis. Bekommt er den Ball, rennt er vor Joel Matip weg. Richtung egal und immer erfolglos. Dieser Matip ist für mich das Phänomen dieser Saison. Seine Abgeklärtheit in diesem jungen Alter wurde ja schon reichlich thematisiert. Aber was der Junge für Bälle alleine im Mittelfeld wegfischt ist schon erste klasse. Sollte Kuranyi mal verletzt sein, wünsche ich mir Matip als Mittelstürmer. Denn als “Wand” hat er sich schon längst bewährt und dass er auch treffen kann, beweist er in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Pander-Flanke von Schmitz. Matip Kopf. Tor. Ob das Tor zum psychologisch richtigen Zeitpunkt kam? Man weiß es nicht.

In der zweiten Halbzeit wird Stimmung und Spiel besser. Leider nur ein bisschen. Köln will gar nicht vor das Tor von Neuer, Schalke spielt beharrlich auf das 2:0. Die Geduld macht sich 10 Minuten vor Schluss bezahlt: Kuranyi setzt sich auf der rechten Seite durch und spielt die Pille auf Farfan, der im Fünfer nur noch einschieben musst. Karneval auf Schalke. Schon der zweite Aschermittwoch in Köln. Und dabei ist heute gerade mal Rosenmontag.

Schalke schmeckt

Sonntag, Januar 31st, 2010

Der FC Schalke 04 bleibt weiterhin in der Spitzengruppe der Fußball Bundesliga. Der verdiente 2:0 Heimsieg gegen Ex-Trainer Rangnick und seine Hoffenheimer bescherte den Gelsenkirchnern den fünften Heimsieg ohne Gegentor.

Schalkes Vorstellung beim “Topspiel” am Samstag Abend kann eigentlich nur als souverän bezeichnet werden. Lediglich der Aussetzer von Sanchez, der den Hoffenheimern zu Beginn der zweiten Halbzeit einen glasklaren Elfmeter hätte einbringen müssen, viel aus der konzentrierten Vorstellung der Magath-Elf raus.

Nach dem unglücklichen Remis gegen Bochum vertraute Magath der gleichen Elf wie im kleinen Derby. Dies bedeutete auch, dass widermal keiner der sieben Neuzugänge den Weg auf den Platz fand.

Nach abwartenden Beginn verschaffte sich die TSG optische Feldvorteile, die allerdings zu keinerlei Torraumszenen führten. Trotz geringerer Spielanteile war Schalke die bessere Elf. Vor allem Farfan konnte sich auf der rechten Seite immer wieder durchsetzen und präzise Flanken in die Mitte schlagen.

Über rechts wurde dann auch die Führung eingeleitet. Rafinha schnappt sich in der eigenen Hälfte den Ball und tankt sich mit Hilfe eines Matip-Doppelpass in die gegnerische Hälfte. Lange halbhohe Flanke auf Kuranyi, der die Pille mustergültig am unsicheren Hildebrandt vorbei lupft. Vicente Sanchez, ganz Gentleman, drückt den Ball nicht über die Linie, sondern steht nur spalier.

Mit seinem elften Saisontreffer am 20. Spieltag ist Schalkes Knipser dabei, seinen 15. Tore Rekord deutlich zu übertrumpfen. Auch in der folgezeit agierten die Gäste harmlos und die Schalker zielstrebig. Ausgerechnet Kuranyi steht beim 0:2 durch Farfan bzw. Hildebrandt gleich zwei Mal im Weg.

Nach dem Seitenwechsel kam Hoffenheim stark aus der Kabine. Nach Luftloch Bordon wird Beck im Strafraum freigespielt. Sanchez kommt zu spät und senzt den Nationalverteidiger um. Wer und vor allem warum da keiner auf Elfmeter entschieden hat, ist mir jetzt noch ein Rätsel. Um hier nicht in alte Floskeln ala “selten einen klareren Elfer gesehen” zu verfallen, einfach mal anders herum: Ich hab schon 1000 ähnlich klare Elfmeter gesehen.

Für Hoffenheim kam es dann knüppeldick. Nach Eckball Rakitic springt der Ball von Kuranyis Hüfte vor die Füße von Lukas Schmitz. Der Ex-Bochumer fakelt nicht lange und der Ball landet abgefälscht im Netz. Wieder fühlt sich Hoffenheim von Schiri Meyer benachteiligt, da Bordon angeblich geschoben haben soll. Dieses Mal folge ich der Auffassung des Unparteiischen: Kein Foul. Reguläres Tor.

In der Folge spielte Schalke weiter souverän. Vor allem Joel Matip ist von der defensiven Mittelfeldposition eigentlich nicht mehr wegzudenken. Ganz starkes Spiel von ihm. Schalke ließ nicht mehr anbrennen. Mit Reginiussen kam ein weiterer Kicker zu seinem, doch etwas von Nervosität geprägtem, Bundesligadebut.

Auch Baumjohann durfte weiter Spielpraxis sammeln und deutete an, wie unberechnbar seine Dribblings und Pässe sein können.

Insgesamt ein hochverdienter Sieg, der auch in der Schlussphase nie gefährdet war.

Die gesamte Mannschaftsleistung war wiedereinmal stark gestern. Ähnlich wie in Bochum. Wenn man Spieler erwähnen muss, dann Matip und Farfan. Mit dem Sieg setzen sich die Blauen weiter oben fest. Schwach-Gelb wird weiter auf Abstand gehalten und der Vorsprung vor dem bösen 6. Platz konnte auf 13 Punkte ausgebaut werden. Traumhaft. Weiter so! Nun geht es gegen Freiburg, die uns in der Hinserie die erste Niederlage beigebracht haben.

Mit den eigenen Waffen geschlagen

Sonntag, Januar 24th, 2010

Ok, geschlagen hat uns der VfL Bochum zwar nicht. Er hat es aber geschafft, uns in den letzten Sekunden eines guten Revierderbys doch noch den Sieg und damit zwei Punkte zu klauen.

Komischerweise schafften es die Bochumer mit den Waffen, die Schalke in der Hinserie so stark machten. Schoss Schalke in der Hinserie 18 seiner 26 Tore in der 2. Halbzeit, so konnten sich die Fans nach einer starken ersten Halbzeit und einer komfortablen 0:2 Führung eigentlich ihrer Sache sicher sein.

Doch Bochum kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück ins Spiel und holte in letzter Sekunde doch noch den Punkt. Was den Königsblauen vor allem gegen den HSV und Leverkusen gelang, schaffte dieses Mal der Gegner. Der VfL wollte diesen Punkt und hat ihn sich dann auch, kombiniert mit ein bisschen Glück und einer großen Portion Schalker Schludrigkeit, geholt.

Das ist kein Beinbruch, sollte aber vor allem den jungen Spielern des Teams eine Lehre sein.

Heimspiel in Bochum

Heimspiel in Bochum

Dabei fing der Bundesliganachmittag doch so toll an. Das Stadion an der Castroper Straße ganz in Blau-Weiß. Bei “Steht auf, wenn ihr Schalker seid” stand dann auch fast die Hälfte aller Zuschauer (auf der Zusammenfassung bei S04-TV sieht man sogar Bochumer Ordner freudig mitklatschen) und Vicente Sanchez sorgte nach toller Kombination über rechts für die frühe Führung. Diese Führung verdiente sich Schalke auch im weiteren Spielverlauf. Vor allem Höwedes hätte nach missglückter Abwehr auf 0:2 erhöhen können. Dafür sorgte dann kurz vor dem Pausenpfiff unser Käffin. Wieder über rechts, wieder Farfan mit dem letzten Pass und Schalke führt zur Pause 0:2. Bis dahin war Bochum eigentlich nicht anwesend gewesen. Nur ein Pfostenschuss aus spitzem Winkel machte deutlich, dass Bochum auch könnte, wenn es wollte.

Negativer Höhepunkt war der “Böllerwurf” nach dem 0:2. Das Opfer dann auch noch ausgerechnet der eigene Spieler. Lewis Holtby blieb zum Glück unverletzt und erntete danach Sprechchöre. Trotzdem: Solche Typen müssen raus aus den Stadion. Dümmer geht’s nimmer!

Nach dem Seitenwechsel dann auch ein Spiel auf Augenhöhe. Bochum kam vor allem durch den eingewechselten Freier zu Torchancen. Die klarste Möglichkeit hatte aber dann doch Kuranyi. Nach einem Luftloch in der Bochumer Innenverteidigung braucht der die Pille nur noch an Heerwagen vorbei zu schieben. Kuranyi entschied sich aber genau für die Ecke, auf die der Bochumer Schnapper spekuliert hatte. Pech gehabt.

Schalke spielte extrem “hoch”. Wenn der VfL das Spiel aufbaute, stand die Abwehrkette meist schon kurz hinter dem Mittelkreis, so dass sich das Spiel teilweise auf sehr engem Raum abspielte. Auch nach dem absolut überraschenden Anschlusstreffer kamen die Schalker noch zu Möglichkeiten. Baumjohann und vor allem Edu konnten die guten Chancen aber nicht nutzen.

Und so kam es, wie es kommen musste. Ein letzter Konter der Bochumer über Hashemian. Franky, direkt neben mir, beschwört Rafinha den doch bitte “umzuhauen”. Der kleine Brasilianer entschied sich dagegen, konnte den Iraner aber auch nicht an der Flanke hindern. Innen steht Sestak sträflich frei und köpft das Dingen rein. Schiedsrichter Stark lässt nicht mal mehr anpfeiffen und zum ersten Mal in diesen 90. Minuten haben dann auch die Bochumer Fans die Stimmung in der Hand, während bei den richtigen Blauen doof geguckt wird.

Wie gesagt: Ein Beinbruch ist es nicht. Die Mannschaft zeigte sich im Gegensatz zum mauen Kick gegen Nürnberg stark verbessert. Baumjohann zeigte nach seiner Einwechslung, was er technisch so drauf hat und der Abstand auf den bösen 6. Platz hat sich sogar um einen Punkt vergrößert. 10 Punkte auf Bremen. Es gibt schlimmeres. Auch dass die Bayern nun vobei sind, wurmt mich nicht. Einzig und allein die Schwach-Gelben machen dieses Unentschieden zu einer gefühlten Niederlage, denn auch der HSV konnte die unheimliche Serie der Unausprechlichen nicht stoppen.

Am Samstag geht es dann gegen Hoffenheim. Mal schauen, was die gleich so gegen die Pillendreher machen…

6 Punkte Spiel im kleinen Derby

Donnerstag, Januar 21st, 2010

Am Samstag geht es zum “kleinen” Derby nach Bochum. Ich werde das erste Mal das Stadion des VfL in Augenschein nehmen. Naja, eigentlich wird es ja eher ein Bochumer Stadion in Schalker Hand. Wiedermal werden über 10.000 Schalker erwartet. Nordkurve in deiner Stadt! Stimmungsmäßig wird es sicher ein Spitzenspiel.

Beim Thema Spitzenspiel schaut mal an diesem Bundesligaspieltag sicher auf ganz andere Plätze. Sechs der ersten acht Vereine spielen gegeneinander. Das brisanteste Duell findet sicherlich in Bremen statt. Die Bayern sind zu Gast. Da weiß man als Königsblauer gar nicht, für wen man die Daumen drücken soll.

Geht man von einem dreifachen Punktegewinn in Bochum aus, wäre ein Sieg der Münchener fast schon eine Vorreservierung auf die Europa League in der nächsten Saison. Schalke hätte dann 12 Punkte oder vier Spiele Vorsprung auf die Bremer. Ein tolles Polster. Andersherum gönnt man den Bayern ja nichtmal die Scheiße unter’m Schuh.

Ein anderer Verein, dem man nicht mal Schuhe, geschweige denn Füße wünscht, spielt im zweiten Spitzenspiel gegen den HSV. In Lüdenscheid ist gerade die Käffin-Mania ausgebrochen. Nicht, dass die sich jetzt auf einmal unseren Käffin leisten könnten und ihn für die nächste Saison verpflichten.

Die Rede ist von Käffin Großkreutz. Genau der Typ, der beim großen Derby mal so richtig auf die Fresse bekommen hat. Recht so! Wer sich nicht erinnern kann - und das geht auch an die 11Freunde und an Lars Wallrod - hier nochmal der Beweis, dass Neuer einfach der stärkere ist/war/sein wird.

Lügenscheid

Hier kann man eigentlich nur auf eine Punkteteilung hoffen. Oder halt nen Sieg für den HSV, obwohl die sicher der härtere Konkurrent um die internationalen Plätze sein werden.

Kommen wir letztendlich zum Spitzenreiter. Der spielt gegen die vom Verletzungspech verfolgten Hoffenheimer. Hoffen wir also, dass die gegen Leverkusen wieder in Tritt kommen, nur um dann einen Spieltag später gegen uns zu stolpern.

Man sieht also: Das Spiel gegen Bochum ist ungemein wichtig. Läuft alles gut, sind wir am Ende des Spieltages Spitzenreiter mit 12 Punkten auf Platz 6 und 7 Punkten auf die Schwach-Gelben.

Auch wenn wir in den letzten Wochen ebenfalls einige neue Ausfälle zu verzeichnen hatten, glaube ich fest an drei Punkte. Wozu hat man auch nen XXL-Kader

Glück Auf!

Schalke stolpert in die Rückrunde

Montag, Januar 18th, 2010

Wäre ich die Bildzeitung, würde ich von einem Rumpel Start reden.

Leider passt dieser Unbegriff tatsächlich. Schalke spielte am Sonntag gegen den Glubb weitestgehend ideenlos. Das ist sicher nichts neues, zumal mit Baumjohann (und Ze Roberto) die dazugewonnene Kreativität auf der Tribüne saß.

Trotzdem war etwas anders an diesem Sonntag Nachmittag. Überzeugte Schalke in der Hinrunde durch Kampfkraft und Einsatzwillen, war davon am Sonntag zumindest sehr viel weniger zu spüren. Die Vorstellung erinnerte an den blassen Auftritt beim Freundschaftsspiel gegen St.Pauli.

Dass es trotzdem zu drei Punkten reichte, lag vor allem an zwei Defensivspielern. Neben Manuel Neuer war dieses Mal Benni Höwedes der Turm in der Brandung. Während Bordon und vor allem Westermann ein ums andere Mal zu langsam oder zu unkonzentriert agierten, war es Höwedes, der die Fehler der Mitspieler ein ums andere Mal ausbügelte.

Ich hoffe, der Sportdirektor Magath hat diese Leistung gesehen und hält dieses Juwel. Zumindest bis zum Ende der Saison.

Das Tor des Abends erzielte (mal wieder) Kevin Kuranyi. Der Trainer Felix Magath hat sicherlich drei Kreuze gemacht, als Kuranyi dem FC Sunderland einen Korb gab. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Manager Magath am Ende der Saison ähnlich froh sein wird. Durch den Sieg vergrößerte sich der Abstand zum “Alles muss raus”-Platz 6 auf 9 Punkte. Ein gutes Polster. Mehr allerdings nicht.

Dass das Tor in der 48. Minute so ziemlich Kuranyis einzige Aktion war, ist schade, aber nicht weiter tragisch. Auffälliger waren da schon Edu und vor allem Jefferson Farfan, der mit seine starken Vorarbeit den entscheidenden Treffer überhaupt möglich machte.

Edu zeichnete sich vor allem als Wand ab. Leider hat Rakitic zur Zeit mal so gar kein Selbstvertrauen. Torschüsschen und Fehlpässe statt nen ordentliches Pfund. Schade eigentlich.

Am Samstag geht es dann zum kleinen Derby nach Bochum. Das dritte Spiel gegen Bochum in dieser Saison. Nach dem Hinrundenmatch (3:0) und dem klaren Pokalsieg (0:3) sollten auch beim dritten Match die Punkte mitgenommen werden. Ruhr2009/2010 Meister wären wir damit schon mal.

All in - auf den FC Bayern

Freitag, Januar 15th, 2010

Egal, wie schlecht die Bayern sich in der Hinrunde auch präsentieren, die ganze Welt tippt dann doch, dass der Rekordmeister Anfang Mai den Platz an der Sonne inne hat.

Während das bei den direkten Konkurrenten noch als Understatement gewertet werden kann, ist es bei den schreibenden und quatschenden Experten aus der Medienwelt doch ein weniger verwunderlich.

Sicher hat der FC Bayern gegen Ende der Hinrunde “besseren” Fußball gespielt. Trotzdem waren die Spiele der Münchener alles andere als souverän.

Ich sehe den FC Bayern München auch in dieser Saison nicht vorne. Ob sie ihre Serie von 51. Spieltagen als Nicht-Spitzenreiter der Fußball Bundesliga weiter ausbauen werden. Auch davon gehe ich ganz stark aus.

Wer stattdessen Meister wird? Sag ich nicht :D

Neues Schalke, altes Schalke

Dienstag, Januar 12th, 2010

Felix Magath ist schon ne Type!

Da holt der in der Hinrunde unverschämte 34 Punkte mit einer Mannschaft, die in der vergangenen Saison zwischen Himmel dem Boden der Tatsachen und Hölle spielte.

Er hat den Verein von rechts auf links gedreht. Und es scheint, als ob noch immer nicht alle Tage Abend wäre.

Da war zunächst die erfreuliche Rückkehr von Baumjohann. Dann die Verpflichtung von Edu, dessen Name in Bochum wohl immer noch Hühnerfell macht. Im negativen Sinne.

Heute dann gleich drei Überraschungen. Tim Hoogland (ein Marler Jung wie ich \o/) kommt zum S04 zurück. In die Heimat. Er wird eine wichtige Rolle in der nächsten Saison spielen. Egal, ob Rafinha bleibt oder nicht.

Ganz nebenbei wurde vielleicht auch schon die Nachfolge von Kuranyi verpflichtet. Besart Ibraimi, Mazedonier und 23 Jahre jung wurde jetzt schon geholt, damit er sich an das Tempo der Bundesliga gewöhnen kann.

Schlussendlich gibt es auch positives von Ze Roberto zu verkünden. Er hat anscheinend heute das Training gerockt und Magath beeindruckt. Ob der vielleicht am Sonntag gegen den Glubb auf dem Platz steht? Magath ist alles zuzutrauen.

Das Einzige, das Magath nun noch schaffen muss, ist den Kader wieder klein zu kriegen. Asamoah, Altintop und Sanchez sind die Kandidaten. Höwedes, Rafinha und Kuranyi stehen im Fokus.

So wie ich Magath mittlerweile einschätze, kriegt der aber sogar den Streit noch los. Hoffen wir’s…

Magaths eiskaltes Händchen

Sonntag, November 8th, 2009

Der FC Schalke 04 erkämpft sich das dritte Unentschieden gegen einen Topklub in Serie. Wenn die Mannschaft des S04 zur Zeit eine Qualität besitzt, dann ist es Moral. Sie lagen in den letzten drei Spielen jeweils in Rückstand, konnten diesen aber jeweils immer wieder fulminant ausgleichen.

Die Geschichte dieses Spiels gehörte allerdings – mal wieder – Felix Magath. Schon im Abschlusstraining wunderten sich Fans und Journalisten: Ein gewisser Joel Matip stand in der A-Elf. Viele – ich auch – rechneten mit einer kleinen Finte und mit Rakitic in der Startelf. Doch Magath gab einem weiteren Youngster die Chance und wieder mal wurde er nicht enttäuscht. Matip spielte von beginn an im defensiven Mittelfeld einen ruhigen und abgeklärten Schuh. Und natürlich macht er auch das Tor.

Wer auch sonst? Magath scheint wirklich ein Gespür dafür zu haben, welche Spieler am jeweiligen Spieltag die entscheidende Akzente setzen.

Zum Saisonbeginn waren es Kenia (Torvorlage beim Bundesligadebut) und Christoph Moritz (1. Bundesligator im 2. Spiel), die den neuen Jugendstil in Punkte umwandelten.

Schmitz dankt Magath mittlerweile regelmäßig: Gegen Frankfurt schnibbelt er den entscheidenden Freistoß auf Asamoahs Schulter (auch da hatte Magath das richtiges Händchen), gegen Hamburg schießt er – mit neuen Profivertrag ausgestattet – prompt sein erstes Bundesligator und gestern legt er eben diesem Joel Matip die Kugel auf den Hinterkopf. Auch die Nominierung Rakitic’s gegen Stuttgart erwies sich als goldrichtig.

Zum Spiel

Schalke begann stark gestern. Bayern München, von Platz 6 in der Bundesliga, Vorrundenaus in der Champions League und Lahm-Interview in der SZ stark verunsichert, kam nicht ins Spiel. Erste Chance von Kuranyi nach Assist von Manuel Neuer.

Eine weitere Chance ergab sich für Farfan. Wenn die Bayern gefährlich wurden, dann lediglich bei Standardsituationen. Unbegreiflich, warum der S04 da plötzlich solche Probleme hat. Schon gegen Hamburg (0:2 durch Trochowski) und Leverkusen (0:1 Kroos, 0:2 Kiesling) kassierten die Blauen teils unnötige Treffer nach ruhendem Ball.

Auch gegen München sollte der Rückstand durch eine Standardsituation fallen: Sau dummes Foul nach eigenem Ballverlust duch Sanchez. Badstuber schnibbelt den Ball scharf aus halbrechter Position in den Strafraum. Klose gewinnt das Kopfballduell gegen Bordon und lenkt den Ball an den Kopf von Kuranyi. Münchens Knipser Daniel van Buyten muss nur noch einschieben.

Wieder ein Rückstand und wieder eine angemessene Reaktion der Schalker. Diesesmal allerdings schon vor der Halbzeit: Freistoß Schalke. Ähnliche Entfernung und Position als bei der Bayern-Führung. Schmitz, dessen Freistoßqualitäten doch arg an Pander erinnern, bringt den Ball gestochen scharf Richtung Elfmeterpunkt. Weder Müller noch Badstuber kommen ran. Dafür der Debütant Matip. 1,93 groß und mit dem Hinterkopf dran, buchsiert er den Ball in die linke Ecke. Noch vor der Pause fast der erneute Rückstand, doch Bordon und Neuer retten Weltklasse.

Die zweite Halbzeit ist eigentlich schnell erzählt, wäre da nicht ein Arjen Robben gewesen.

Bayern jetzt deutlich überlegen, aber (Standards ausgenommen) ohne zwingende Gelegenheiten. Schalke nach vorne kreativ- und kraftlos. Kaum bis keine Entlastung in Schalker Spiel.

Robben sorgt für den eigentlichen Aufreger: Klares und zurecht mit Gelb geahndetes Foul von Schmitz an Robben, der springt wie von der Tarantel gestochen auf und rennt Schalkes 21 mir nix dir nix um. Ganz klare Unsportlichkeit und das 3 Meter entfernt vom Schiedsrichter. Bei der anschließenden Rudelbildung markiert Robben noch eine Knieverletzung, um der – für ihn wohl auch – sicheren roten Karte, doch noch zu entgehen.

Zum Unverständnis aller bleibt Robben allerdings auf dem Feld. Nur Gelb? Da wird Robben direkt noch mal aufmüpfig und geht Schiedsrichter Meyer direkt an. Spätestens jetzt muss der Holländer doch mit Gelb-Rot fliegen! Wieder nix! Bei den Bayern werden die Regeln nun mal anders ausgelegt. Richtig festgestellt von Wieland im Königsblog-Twitterpost:

Wie immer: Tätlichkeit = Rot. Tätlichkeit im Bayern-Trikot = Gelb.

Schalke kann und muss mit dem Punkt zufrieden sein. Nach der Länderspielpause kommen wieder kleinere Brocken. Heimspiel gegen Hannover, dann Auswärts in Gladbach und wieder zu Hause gegen Berlin. So schön die Unentschieden und Kampfspiele gegen die Topklubs auch waren. Nun muss Schalke wieder punkten und vor allem mehr Spielkultur an den Tag legen. Vor den Top-Spielen gegen Stuttgart, den HSV, Leverkusen und den Bayern, habe ich mir sieben Punkte aus diesen Spielen gewünscht. Sechs sind es geworden. Sieben Punkte wünsche ich mir aus den nächsten drei Spielen. Sechs wären aber auch ok.

Emotionsorkan in der Veltins-Arena

Sonntag, November 1st, 2009

Dass ich unsere Königsblauen beim ersten Topspiel mit Schalker Beteiligung nicht alleine lassen darf, wird mir am Mittwoch klar. Die Samstagsplanung ist eh auf den Ruhrpott ausgelegt. Party in Bochum. Da muss ich hin. Dann kann ich ja eigentlich auch zum Spiel. Bein gemeinsamen DFB-Pokal feiern im Pegel finde ich auch relativ schnell eine Karte. Bombe! Die Rheinsteiger machen sich am Samstag schon gegen 14 Uhr auf Richtung GEW-Are… äh… Veltins-Arena. Man will die übrigen Bundesliga Spiel in blau-weißer Runde im Schalker genießen. Vereinzelte “Spitzenreiter”-Rufe bei den zahlreichen Niederlagen/Unentschieden der Konkurrenz. Leid tut es mir und vielen Anderen um den FCN. Ein Dreier gegen Bremen hätte uns allen gut getan.

Trotzdem glücklich, weil neue Schalke-Schuhe, geht es Richtung Nordkurve. Vorher kurz noch Mama und Papa getroffen, gedrückt und die Fan-Shop Tüte in die Hand gedrückt. Schließlich wird ein heißes Match erwartet. Da kann ich sowas nicht gebrauchen. Unter Mama’s Sitz in der Südkurve sind die neuen Treter sicher besser aufgehoben.

Meine neuen Schalke Schuhe :)

Meine neuen Schalke Schuhe :)

Auf geht’s in die Kurve. Eins fällt direkt auf: Die Stimmung ist eines Topspiels mehr als würdig. Die Fans feiern die Mannschaft praktisch schon vor dem Spiel. Ich habe noch nie erlebt, dass das traditionelle - und großartige - Steiger-Lied zu Beginn schlichtweg ignoriert und übersungen wird.

Die Mannschaften laufen ein, Tobi singt sein “Der Kevin, der trifft!” zum Einlaufgedudel und schon kann es los gehen. Der erste Aufreger lässt nicht lang auf sich warten. Holtby, der eine neue Chance erhalten hat, wird kurz vor/auf/hinter der Strafraumgrenze übel vor den Brustkorb getreten. Leider hat Schiri Weiner heute nicht seinen blau-weissen Tag und gibt nur Freistoß. Scheint aber ok so gewesen sein.

Danach erstmal viel Leerlauf in Schalker Spiel. Die Mittelfeld-Babys Moritz, Schmitz und Holtby tuen sich ebenso schwer gegen den HSV. Die Stürmer sehen sehr wenig Land gegen Hyppiä und die Abwehr hat vor allem bei Standardsituationen extreme Probleme. Bayer wird stärker und macht dann wunderschön und folgerichtig das 1:0 nach Standard. Dejavu-Erlebnis dann kurz vor der Halbzeit: Wieder kurz vor Schluss das ernüchternde 0:2 durch Kiesling. Nicht zu fassen! Natürlich haben wir das gegen den HSV auch gedreht, aber hier spielt mit Leverkusen eine Mannschaft, die nicht schlagbar zu sein scheint. Sowohl in der Defensive, als auch im Mittelfeld ließ sich Schalke den Schneid abkaufen. Die Abwehr stand, hatte allerdings bei den Standards den wuchtigen Leverkusenern nicht viel entgegen zu setzen.

Zur Halbzeit bleibt nur soviel zu sagen: Trotz Rückstand und diesmal auch sehr schwacher Leistung (das war gegen den HSV etwas anders) kaum bis keine Pfiffe von den Rängen. Ein gutes Zeichen!

Der Beginn der zweiten Halbzeit macht nicht viel Hoffnung auf ein erneutes Hühnerfell-Erlebnis. Leverkusen a.k.a. Sami Hyppiä steht bombensicher, hält sich mit Angriffen aber nun auch zurück. Stattdessen wird Schalke im Mittelfeld zermürbt. Sie verschieben, stellen und attackieren scheinbar immer mit einem Mann mehr, so dass Schalke meist nur der lange Ball aus dem Halbfeld bleibt. Den hat dann, wer auch sonst, Hyppiä. Einziger Patzer und brenzlige Situation dann auf der rechten Seite. Wie schon gegen den HSV, wetzt ein Schalker Stürmer einem missglückten Rückpass hinterher. Farfan und Adler rasen aufeinander zu. Springen simulaten ab, um den Ball mit dem Fuß voran in bzw. vom Tor wegzubekommen. Kein Körperkontakt erkennbar. Der Ball kommt wieder zum Vorschein. Farfan, längst wieder auf den Beinen, mit dem Drehschuss zum Anschlusstreffer. Pustekuchen. Schon wieder wird Schalke ein reguläres Tor aberkannt. Sowohl Adler (außerhalb der Schutzzone 5 Meterraum) als auch Farfan gehen mit viel Risiko in die Aktion. Beide spielen allerdings fair. Warum der schwache Schiedsrichter hier auf Freistoß Adler entschieden hat, fragt sich Magath auch später in den Interviews.

Egal. Schalke fasst nochmal Mut.

Das Spiel kippt allerdings in der 74. Minute. Hyppiä muss raus und Sinkiewicz kommt. Schalke bläst zur Attacke. Aus dem Gewühl heraus macht Kuranyi schon fast ein Traumtor. Nach Freistoßflanke Rakitic kommt es zur Rudelbildung im Strafraum der Pillendreher. Kuranyi guckt sich das Gestocher einen Meter vor der Torlinie an und gerade als Sinkiewicz den Ball klären will, klaut der Käffin ihm den Ball mit der Sohle durch die Beine, dreht sich genau in die richtige Richtung und schiebt den Ball ein.

Kann es tatsächlich möglich sein? Schaffen wir wieder das Remis-Wunder gegen ein Spitzenteam? Die Arena brodelt. Die Nordkurve schreit sich die Kehle aus dem Hals, das Stadion klatscht und  auf singt bisweilen mit. Diesesmal verlassen die Wenigsten das Stadion vor dem Abpfiff. Und all die blieben sollen tatsächlich Zeuge werden, wie der kleine Sanchez den Bundesadler düpiert und ihn ganz ganz schlecht aussehen lässt.

Zambrano mit dem langen Ball aus dem Halbfeld. Genau 74. Minuten klappten diese Dinger nicht. Hyppiä hat gespielt. Jetzt kommen die Dinger allerdings immer häufiger an. So wie eben jener von Zambrano. Kuranyi gewinnt das Kopfballduell. Adler kommt rausgestolpert doch schon bevor dieser die Faust hochrecken kann, hat Sanchez schon den Kopf am Ball und drin is das Ding! Die Arena kocht. Die Nordkurve überschlägt sich und die Mannschaft will, wie auch schon gegen den HSV, den Sieg! Leider wird das auch am Samstag nix. Trotzdem wird die Mannschaft gefeiert, als hätte sie einen Sieg errungen. Da wird sich der Frank Rost mal wieder wundern, was da denn in die Schalker gefahren ist.

Ich kann Rost die Frage heute noch deutlicher beantworten, als ich es vorher getan hätte: Schalke Fans stehen auf Leidenschaft, Dramatik und Kampf. All das zeigt die Mannschaft unter Trainer Felix Magath. Zeigen ist eigentlich das falsche Wort. Sie zelebriert all das, was man in der letzten Saison so schmerzlich vermisst hat. Sie erkämpft sich den Respekt zurück, den sie sich mehr und mehr verdient. Jeder Schalker geht mit einem Lächeln nach Hause, obwohl die Mannschaft erneut spielerisch alles andere als überzeugt hat. Das ist aber egal. Wir haben aus drei sehr schweren Bundesliga Spielen bisher 5 Punkte geholt. Nicht verloren. Das Ganze wird mit dem nächsten Spitzenspiel gegen den FC Bayern gipfeln. Die Mannschaft hat ihren Auftrag direkt aus der Nordkurve erhalten: “Zieht den Bayern die Lederhosen aus!” schallte es aus tausenden Kehlen nach dem Apfiff. Auf geht’s!

Schalke hat Körpergeruch - Dortmund hat CharakterAIDS

Schalke hat Körpergeruch - Dortmund hat CharakterAIDS