Heute spielt Schalke das erste Mal zur “Topspielzeit” um 18:30 gegen Spitzenreiter Leverkusen. Ob es diese Partie verdient hat, als Topspiel bezeichnet zu werden, muss man abwarten. Es wird wohl vor allem an Leverkusen liegen, die vor zwei Wochen das Spiel gegen den HSV gehörig unattraktiv gestalteten.

Besonders gespannt bin ich heute auf das “Duell der Weisen”. Der wiedererstarkte St. Marcello und der neue Alte in der Leverkusener Bubi-Abwehr Sami Hyypiä steheh heute im Fokus. Zuletzt musste Bordon gegen den HSV drei Mal den Ball zum Anstoßpunkt dreschen. Hyypiä ist für mich zur Zeit die Überraschung der Saison. Er ist der Mittelpunkt der bisher sichersten Abwehr der Liga. Ein großes Lob an die Leverkusener Verantwortlichen, die die Situation in der letzten Saison absolut richtig einschätzten. Es fehlte an Erfahrung. Genau die Erfahrung die Schalke mit Marcello Bordon nun auch wieder dringend benötigt. Kurz vor dem Abschied stand der heilige St. Marcello in der letzten Saison. Gab sein Kapitänsamt mitten in der Saison auf und schien unglücklich.

Mit dem neuen Trainer Magath kam die Zuversicht zurück. Nach dem Abschied von Kristajic blieb Bordon als einziger “erfahrener” in einer jungen Abwehrreihe zurück. Er gibt Höwedes und Zambrano und auch mit Abstrichen Rafinha und Westermann die nötige Stabilität.

Eins ist jedoch sicher. Den bordonschen langen Fehlpass kann niemand übertreffen. Nicht mal Sami Hyypiä.

 

Da ich das Spiel ja nicht live sehen konnte und Patric beim Spielbericht und in der Einzelkritik für mich in die Bresche gesprungen ist, hier nocheinmal zwei Eindrücke von den Zusammenfassungen, die ich mir später nageguckt habe.

Zunächst einmal: Der bordonsche lange Fehlpass war in der 36. Minute keiner. Es war die Vorlage zur Vorlage, die zum 1:0 führt. Und dass auch noch in einem verletzten Zustand. Respekt, St. Marcello…

Dan zu dem anderen Brasilianer. Rafinha ist echt ne Nummer. Nach einer Gelb Roten Karte so dreist neben dem Schiri zu stehen und zu aplaudieren ist einfach eine Frechheit. Das war so ziemlich das Unfairste, was ich in letzter Zeit neben Tätlichkeiten gesehen habe. Rafinha scheint wirklich etwas abgehoben. Die Olympia Teilnahme habe ich ihm verziehen. Er handelte unter Druck des Verbandes und mit der Sicherheit, die FIFA hinter sich zu wissen. Aber so eine Aktion zeugt einfach von Charakterschwäche. Rafinha war neben Christian Pander eigentlich immer mein Lieblingsspieler. Geknickt. Das war einmal.

Ansonsten bin ich mit den 3 Punkten zufrieden und leide mit Kevin Kuranyi, der  mal wieder ausführliches Bashing über sich ergehen lassen muss.

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