Es ist eigentlich nicht zu glauben, aber Schalke fühlt sich in der Champions League offensichtlich wohl. Mit einem 3:1 gegen ein harmloses Hapoel Tel Aviv sicherte sich Schalke (fast) schon das Überwintern im internationalen Geschäft.

Das Schalker-Offensiv-Dreieck eröffnete die Gala nach 2 Minuten und ein paar Zerquetschten. Pass Jurado, Finte Huntelaar und Raul taucht frei vor dem Kasten auf. So einen macht sogar ein Raul ohne viel Selbstvertrauen. In der Folge spielte Hapoel zwar mit, gefährlich wurden sie aber im ganzen Spiel nicht.

Moritz und Jones gaben vor der Abwehrreihe Sicherheit und Farfan und Jurado initiierten Angriff um Angriff. Der kurz nach der Pause eingewechselte Rakitic war maßgeblich an der besten Kombination dieser Saison beteiligt. One touch nennt man das, was der Kroate da mit Huntelaar und Raul gemacht hat, auf Neu-Deutsch. Direkt kann man auch sagen. Raul mit seinem zweiten Treffer. Danach durfte sich der andere Spanier bejubeln lassen. Klasse Schlenzer zur endgültigen Entscheidung von Jurado.

Das 3:1 war eigentlich keine richtige Chance. In der Nachspielzeit flog eine Freistoßflanke in den Strafraum. Keiner wollte mehr hochspringen und Neuer wollte seine Gesundheit auch nicht mehr gefährden und blieb auf den Beinen. Drauf geschissen! Ein toller Champions-League-Abend!

Doch was nun? Dass die Kür immer ganz gut gelingt, davon kann man sich im harten Bundesligaalltag nichts kaufen. Auch nach dem Spiel gegen Lissabon rechnete jeder damit, dass der Knoten geplatzt ist und Nürnberg der richtige Gegner wäre. Das Spiel ging verloren. Schalke spielte wieder so, wie man es nur in Lüdenscheid gerne sieht. Zum weggucken.

Am Samstag trifft man auf Frankfurt. Nicht die beste Heimmannschaft. Und ein gutes Pflaster für Königsblau, erinnert man sich an die letzte Saison zurück. Mit einem 1:4 triumphierte man in der Mainmetropole. Ich war dabei und werde auch am Samstag wieder vor Ort sein. Kann eigentlich nix schief gehen. Oder doch? Ich bleibe skeptisch. Und optimistisch. Ist das jetzt ein Widerspruch?

Weiter Blogbeiträge:

Oase Champions-League (Königsblog)

Ein paar Juwelen (Schalkefan)

Schreien, toben, reklamieren (Turnhallengeruch)

Womöglich… (Web0.4)

CL: Schalke – Hapoel 3:0, äh 1 | Schlusskritik (Weckenbrock)

Befreiungsschlag? (Kämpfen & Siegen!)

FC Schalke 04 – Hapoel Tel Aviv 3:1 (Auswärtssieg)

Wende oder Kreisverkehr? (NullVier-Blog)

 

Die königsblauen Blogger sind der Verzweiflung nahe. Hätte Enrico im Auswärtssieg-Blog seine Schicht am Wochenende doch besser angetreten, anstatt sich das Gegraupel auf dem frischen Rasen der Veltins-Arena antun zu müssen? Der Bericht seines Besuchs ist wie immer sehr ausführlich. Und Fotos gibt’s auch beim Auswärtssieg Blog. Die sind von Matthias.

Einen weiteren Beitrag im Auswärtssieg-Blog hat der User Oberschuir verfasst. Ein ganzes  Wochenende in Königsblau! Was will man mehr?

Kevin vom NullVier-Blog will einfach nicht mehr über den Stillstand schreiben, der ihn da Woche für Woche von den Schalkern geboten wird. Er “WILL SIEGE und zwar schnell. Am Mittwoch gegen Tel Aviv und noch wichtiger am Samstag gegen Frankfurt.”

Der Rest der Blogs beschäftigt sich mit dem offensichtlichen. Schalke kommt nicht vom Fleck, das macht Torsten vom Königsblog dann doch mächtig sauer. Vor allem die Abwehr stößt ihm sauer auf. Sie “hat sich seit Saisonbeginn um keinen Deut verbessert. Jeder Steilpass des Gegners in Schalkes Hälfte ist ein potenzieller Sololauf auf Manuel Neuers Tor.

Phil mit dem Turnhallengeruch findet zumindest ein paar positive Ansätze. “Kein Platzverweis auf Schalker Seite. Klasse, hatten wir so oft ja auch noch nicht. Raúl nimmt immer mehr am Spiel in der Spitze teil.

Matthias, der Schalkefan, hat die Nase voll von den scheinheiligen Schönreden, von guter Moral und Kampfgeist. Er kann die Phrasen des Felix M. nicht mehr hören und sieht die Schalker Ansprüche mittlerweile genauso im Keller. “Sind wir auf Schalke dort angekommen, wo allein die (Nicht-)Stärke des Gegners den Ausgang des eigenen Spiels diktiert? Sind wir jetzt auch höchstoffiziell nicht mehr in der Lage, ein Spiel aus eigener Stärke heraus zu gestalten und zu – Vorsicht, es folgt ein ungewohntes Wort – gewinnen?”

Fragen, deren Antworten ich zu gerne von Felix Magath hören würde.

Wie sieht es auf der anderen Seite aus? Wie sahen die Stuttgarter Blogger die Leistung ihres Teams unter dem neuen Trainer?

Franky regt sich über das nicht gegebene Abseitstor durch Cacau auf. Sicher zurecht. Trotzdem sollte hier angemerkt werden, dass es die Ecke, die zum Tor führte, niemals hätte gegeben werden dürfen. Niedermeyer springt Neuer im 5 Meter Raum um. Eine der vielen Fehlentscheidungen dieses Spiels.

Hier auf BlogundWeiss.de könnt ihr weiterhin die Knappen des Spiels wählen. Einfach eure drei Favoriten inklusive Punkteverteilung in den Kommentar posten.

Das schreibt die Presse:

Einzelkritik:

Weitere Artikel zum Spiel findet ihr hier!

 

Die Liste der ungewöhnlichen Ereignisse am Berger Feld nimmt einfach kein Ende. Es hat alles mit Ivan Rakitic begonnen, dem während des ersten Bundesligawochenendes die Bude leer geräumt wurde und seitdem “auf der Flucht” war. Mal im Hotel. Mal bei Gavranovic. Zur Ruhe kam er offensichtlich selten.

Weiter ging es mit der “Dopingaffaire” Hoogland, die sich als weniger wichtig herausstellte und somit auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregte. Anders ist es da um die nächste Geschichte bestellt. Fafan am Flughafen verhaftet. Dazu eine Sex-Affaire mit einem Pornostar. Der Boulevard rieb sich die Hände.

Gestern kam dann eine Meldung auf, die tatsächlich auch mal direkten Einfluss auf das Sportliche hat: Joel Matip, auch in dieser Saison Stammspieler unter Magath, liegt mit Verdacht auf Malaria in der Essener Uniklinik. Malaria ist es offensichtlich nicht, doch Matip scheint sich richtig was eingefangen zu haben, da er das Krankenhaus zunächst nicht verlassen darf und wohl für Samstag ausfallen wird.

Seinen Platz könnte ein Spieler einnehmen, der sich vor knapp zwei Wochen in die Herzen der Fans gegrätscht hat: Kyriakos Papadopoulos. Der Königsblog widmet sich heute dem Pausbäckchen.

Der Scudetto-Blog veröffentlicht heute eine dieser Karrikaturen, die Magath mal wieder auf den Arm nimmt. Oli4, regelmäßiger Gastschreiber beim Auswärtssieg-Blog, zeigt, wie man es sich in den Katakomben der Veltins-Arena vorzustellen hat.

Ob sich Horst Heldt ebenfalls in den Sing Sang einreiht verrät er im Kicker-Interview. So wirklich empfehlenswert ist dieses Interview eigentlich nicht. Die einzige interessante Info: Wir trinken in Zukunft auch weiterhin Sinalco in der Veltins-Arena.

Abschließend hat die Revier-Sport ein kleines Zwischenfazit der bisherigen Schalker Saisonleistungen gezogen. Dass dieses nicht besonders rosig ausfällt, muss hier nicht extra betont werden.

 

Surft man während der Länderspielpause über die üblichen Seiten im Netz, so findet man meist nicht wirklich viel Interssantes. Einen Artikel, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte, kommt von Tobias in seinem “Meine Saison mit dem SVW”-Blog. Der Kommentar beschäftigt sich mit rüden Fouls und deren unterschiedlichen Bewertungen in den verschiedenen Ligen und internationalen Ebenen. Es sind ebenfalls ein paar richtig üble Youtube-Videos dabei, die ich nur hart gesottenen Fußballfreunden empfehlen würde.

Ansonsten scheint sich der S04 in der medizinischen Abteilung umzustrukturieren und im Zuge des Länderspiels gegen die Türkei haben sich die Proteste der deutschen Fußballfans gegen steigende Eintrittspreise, Stadionverbote und den generellen Erhalt der Fankultur fortgesetzt. In Berlin trafen sich knapp 5000 Fans, um friedlich für ihr Anliegen zu demonstrieren.

Findet ihr weitere interessante Artikel, dann schreibt sie einfach in einen Kommentar oder schreibt mir eine Email!

 

Es ist Länderspielpause, doch die königsblauen Blogs stehen trotzdem nicht still. Man verweigert sich nur dem Fußball. Nachdem ich gestern meinen, zugegeben etwas aus der Emotion heraus geborenen, Artikel zum Thema Bild-Integration-Fußball veröffentlicht habe, hat Torsten vom Königsblog hat andere Sorgen. Er schreibt zu gut. Manchmal wie Goethe, aber mindestens mal Freud. Uns soll es Recht sein. Weiter so!

Phil mit dem Turnhallengeruch bespaßt uns mit einer Kneipentour durch seine Heimatstadt Schwelm und gibt dabei Anekdoten zum Besten. Ich habe Angst, solch eine Tour durch Köln zu machen. Ich würde wohl, mit dem Gesicht nach unten, im Rhein aufwachen. Höhe Düsseldorf. Vielleicht nehme ich mir das mal in meinem Veedel vor. Das ist realistischer und gesünder. Ich habe sogar gute Chancen, an die 18 oder 19 heran zu kommen. Mit den kleinen 0,2 Kölsch Gläschen ist das durchaus realistisch. @Phil: Ich sag dann mal Bescheid :D

Besonders zu empfehlen ist der Beitrag zur Auswärtsniederlage in Nürnberg auf Auswärtssieg. Dort geht man ein paar Jahrzehnte zurück und liest sich das Meisterschaftsfinale einfach nochmal durch. Tolle Idee. Ein wahres Fundstück!

Ansonsten bin ich mal gespannt auf das Spiel heute Abend. Ich hoffe, es geht fair, aber emotional zu. Und weil Fußball die verrücktesten Geschichten schreibt, glaube ich, dass Özil heute eine entscheidende Rolle spielt.

Auf den “professionellen” Seiten kann ich heute das Interview mit Gerd Rehberg empfehlen. Der Westen hat den Schalker Ehren-Präsi zum Gespräch geladen.

Ein schönes Wochenende erstmal!

 

Blogs:

Presse:

Einzelkritik:

Weitere Blog- und Presseartikel können in den Kommentaren ergänzt werden…

 

Der Auftritt der Königsblauen gegen Frankfurt kommt in Presse und Blogs unterschiedlich gut weg. Im Fokus stehen allerdings immer die gleichen: Oldie Asamoah und Schalkes Jungspunde im Mittelfeld.

Thorsten Wieland vom Königsblog findet es angesichts harmloser Frankfurter tragisch, “dass Schalke derart lange brauchte, um seinerseits zu Chancen zu kommen. Erst als nach der Pause eine Schippe draufgelegt wurde, als durch erhöhten Druck auf die ballführenden Frankfurter mehr Ballbesitz erarbeitet wurde, als es mehr Bewegung und mehr Tempo gab, kam es zu Chancen für Königsblau.

Wie es denn dann zu den Schalker Chancen kam, erklärt Matthias van der Weide im Schalkefan-Blog. “In der vergangenen Saison erzielte Schalke gefühlte zwei Drittel aller Tore nach Standardsituationen. In dieser Spielzeit schien es zunächst, als seien Tore “aus dem ruhenden Ball” heraus urplötzlich verpönt. (…) Am Freitag hat Schalke seine Standard-Erfolgsbilanz  gehörig aufpoliert. 2:0 hieß es nach größtenteils sehr höhepunktarmen 90 Minuten gegen die Eintracht. Zweimal traf Schalke nach einer Spielunterbrechung.

Während viele Stimmen den alternden Asamoah schon abgeschrieben haben, zählt er den Dienstältesten Schalker noch nicht “zum alten Eisen. Zwei bis drei Jahre Bundesliga auf gehobenem Niveau sind im zweifelslos noch zuzutrauen, insbesondere wenn er sich weiterhin in derart guter körperlicher Verfassung präsentiert, in die ihn das Magathsche Trainingspensum ganz offensichtlich versetzt hat” und macht ihn zum “Matchwinner, der einem toten Spiel Leben einhauchte“.

DerWesten.de stellt heraus, wie wichtig solche Siege für ein junges Team sind und titelt: “Solche Schalker Siege schweißen zusammen” Dies kann nur im doppeltem Sinne gemeint sein. Zum einen meinen Kerkhoff und Hendriock wohl das junge Team und zum anderen das wieder immer besser werdende Verhältnis zwischen Verein, Mannschaft und Publikum.

Der Reviersport hat indes gute Nachrichten von Christian Pander, der sein Comeback für die Rückrunde ankündigt und stellt fest, dass es schon längst wieder jemanden gibt, der ähnlich gute Freistöße schießt: Lukas Schmitz. Dieser will das nur noch nicht ganz zugeben.

Die Frankfurter Blogosphäre zieht stattdessen über die Schalker “Turnhalle” her. Blog G beschwert sich: “Was einem auf Schalke geboten wird, ist Kundenfußball wie er schlimmer bei den Bayern nicht sein könnte. Eine Inszenierung in einer Turnhalle, weitestgehend still konsumiert von über 60.000 Leuten, die dann beginnen die Mannschaft zu unterstützen, wenn sie sowieso nicht mehr verlieren kann.

Und auch der Beverungen-Blog haut in die gleiche Kerbe: “Das Dach der Halle war geschlossen, das Licht gleißte und aus der einstmaligen Flutlichtatmospäre wurde eine Art Filmset-Beleuchtung, während auf dem Feld ein Zeppelin mit der Aufschrift Berlin-Air schwebte. Gelsenkirchener Komparsen, ausgestattet von Gazprom, hockten ganz in Blau auf ihren Plätzen und bestaunten das Event. Allein einige Teile der Nordkurve gebärdeten sich unruhig.

Während Blog G zumindest die Harmlosigkeit der Frankfurter Angriffsbemühungen herausstellt: “Ein Schuss auf das Tor des Gegners in 90 Minuten Spielzeit. Ich nehme an, es handelte sich um den Versuch von Alexander Meier, der neben das von Manuel Neuer gelangweilt gehütete Tor rauschte. Ein einziger Schuss. Ergibt aus den letzten zwei Spielen des hessischen Bundesligisten keine einzige wirklich zwingende Torchance. 180 Spielminuten, immerhin in der höchsten deutschen Spielklasse des Fußballsports, ohne dass der Anhänger des eigenen Vereins wenigstens einmal die Hoffnung hätte haben können, es könne klappen und man würde weiter fleißig Punkte sammeln. Punkte, die man braucht, um das anvisierte Saisonziel zu erreichen.” wollte Beverungen ein Spiel auf Augenhöhe gesehen haben: “Den fälligen Elfer verwandelte Farfan und so endete ein Spiel, das eigentlich 0:0 ausgehen musste mit einem Heimsieg für Gelsenkirchen.”

Sollte ich Quellen (vor allem Blogs) vergessen haben, dann schreibt mir

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