Eppinghovener

Jan 192015
 

Schalke hat sein Trainingslager in Doha beendet und ist mehr oder weniger unversehrt zurück im kalten Gelsenkirchen. Mit dabei nun auch Mastija Nastasic, der vermeintliche Wunschspieler Roberto Di Matteos.

Obwohl Fährmann, Aogo und Multhaupt verletzt abreisen mussten, kann man recht zuversichtlich auf den Beginn der Rückrunde blicken. Aogo wird voraussichtlich bis zum Rückrundenstart wieder fit, optimistisch ist man auch bei Matip, und Uchida kehrt sogar schon wieder ins Mannschaftstraining zurück. Mit Neuzugang Nastasic kann man also in der Verteidigung nahezu aus dem Vollen schöpfen, einen Zustand, den man auf Schalke in dieser Saison so noch nicht hatte.

Fernab vom vorsichtigen Schalker Optimismus wird Eric Maxim Choupo Moting in Malabo, der Hauptstadt Äquatorialguineas, am Dienstagabend mit Kamerun gegen Mali antreten. Angesichts seiner Leistungen in der Hinrunde möchte man sich beinahe wünschen dass Kamerun im Afrika Cup weniger erfolgreich agiert, um ihn schneller wieder zurück in Deutschland zu haben. Doch auch in der Offensive kehren einige Spieler wieder zurück. Der immer wieder mit Muskelverletzungen geplagte Sidney Sam und Boateng, der seine Knöchelverletzung nun endlich auskuriert zu haben scheint, sind wieder eine Option.

Abgesehen von dem veränderten Personal dass zur Verfügung steht, kann man aber sich auch gespannt darauf sein was das Trainerteam um Di Matteo der Mannschaft noch vermitteln konnte. Den Aussagen der Verantwortlichen im Trainingslager nach zu urteilen wurde viel am Spielaufbau, Struktur und Laufwegen in der Offensive gearbeitet.

Das letzte Mal als Di Matteo 2 Wochen am Stück Zeit hatte, ohne direkte Vorbereitung auf ein Spiel, wurde nicht nur der VfL Wolfsburg mit einer 5er Kette überrascht. Möglicherweise bekommen wir am Samstag, im Testspiel gegen Rapid Wien, schon eine kleine Aussicht darauf wie Schalke 2015 aussehen wird. Und, ob es auch ohne “Choupo” funktioniert.

Mai 052014
 

Leverkusen und Nürnberg bescherten uns am Samstag schon in Co-Produktion ein doofes Endspiel nächste Woche, in dem es für uns um die direkte CL Quali geht, und für Nürnberg ums nackte Überleben in der ersten Liga. Einen Tag später, am Sonntag und dem 110. Geburtstag des FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 eV gab es, bis auf eher wenige Ausnahmen, eher positive Nachrichten zu vermelden.

Dass es nicht so hitzig zuging wie im letzten Jahr lag nicht nur an den deutlich tieferen Temperaturen (im Innenraum hats sogar gezogen wie Hechtsuppe), sondern schlicht auch daran, dass es einfach keine (großen) Aufreger wie im letzten Jahr mit viagogo gab. Auch wenn es im Vorfeld einige Schlagabtäusche zwischen Verein und der Organisation SchalkeVereint gab – offenbar, so die Darstellung, wurde hier bei den Kritikpunkten (insbesondere Anträge auf Satzungsänderungen) einfach mal der konstruktive Dialog gesucht und anschließend die Anträge zurückgezogen. Möglicherweise hatte der Verein auch keine Lust auf Pfiffe und 20 Redebeiträge zu diesen Änderungen, auf mich wirkt es jedoch erfreulicherweise so als werde auf Schalke wieder mehr miteinander statt gegeneinander gesprochen.

Was man in jedem Fall mitnehmen kann ist: Schalke lebt. Nicht, weil jede Entscheidung (man könnte meinen, aus Prinzip) direkt heftigsten Gegenwind mit einer eigenen Fanorganisation bekommt, nein, die Schalker Mitglieder haben ein sehr gutes Gespür für Demokratie. Einer der “größeren” Aufreger, die es abgemildert noch auf die JHV geschafft haben, betraf die Wahl des Wahlausschusses. Der Wahlausschuss, das als Info für alle, die sich mit der Schalker Satzung bisher nicht genauer befassten, befindet über die “Tauglichkeit” von Kandidaten für den Aufsichtsrat; nur vom Wahlausschuss abgesegnete Kandidaten können von den Mitgliedern in den Aufsichtsrat gewählt werden. Der SFCV (als Tochtergesellschaft des S04) stellte einige seiner Mitglieder für die Wahl zum Wahlausschuss. Diese wurden auch noch auf der Schalker Vereinswebseite per Video vorgestellt und zusätzlich eine Wahlempfehlung ausgesprochen, doch bitte eben jene Kandidaten zu wählen. Nicht nur, dass die anderen Kandidaten damit deutlich benachteilt wurden, vielmehr hätte es im schlimmsten Fall zu folgendem Szenario kommen können: Der Wahlausschuss, mit mehrheitlichen Mitgliedern des SFCV, also Angestellten des FC Schalke 04, wählt Kandidaten für das Kontrollgremium des FC Schalke 04 aus. Auch wenn man vom guten Willen jedes Einzelnen dort ausgeht, von Neutralität und Unabhängigkeit kann dann definitiv keine Rede mehr sein.

Ergebnis dieser Aktion: Aus diesen Kandidaten schaffte es nur einer in den siebenköpfigen Wahlausschuss,  der ehemalige Präsident Michael Zylka (hatte 1988 eine Amtszeit von ganzen 3 Tagen). Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Mitglieder sich zum einen nicht vorschreiben lassen, wen Sie zu wählen haben, andererseits aber auch ein gutes Gefühl dafür besitzen, dass in so einem Gremium eben Unabhängigkeit extrem wichtig ist. Dieses Verständnis der Satzung, das Gespür dafür, wer hier was zu sagen haben sollte, und das teilweise sehr knappe Ergebnis (Platz 7 und 8 trennten 10 Stimmen), freut mich nicht nur, es macht mich sogar richtig Stolz. Wir sind eben doch nicht alles Idioten :)

Ein weiterer Unangenehmer Punkt kam gegen Ende zur Sprache, die Nachbereitung des Polizeieinsatzes in der Nordkurve während des Spiels gegen PAOK Saloniki. Hier wurde insbesondere die fehlende Unterstützung des Vereins gegenüber den durch diesen Einsatz zu Schaden gekommenen vorgeworfen. Auch wenn Herr Peters darauf verwies, er hätte die Kritik am Einsatz niemals zurückgenommen, sondern bleibe gegenüber der Polizei und dem Innenministerium weiterhin bei seinem Standpunkt, dass der Einsatz so nicht notwendig war: es bleibt der Nachgeschmack, dass hier doch leider den “Drohungen” der Polizei nachgegeben wurde. Echter Kampf und Verständnis für die Betroffenen hört sich anders an.

 

Kommen wir nun jedoch zu den glücklicherweise deutlich überwiegenden erfreulichen Themen:

– Unser Co-Autor Thomas Wings wurde für 25 Jahre Knechtschaft Mitgliedschaft auf Schalke geehrt. Alter Sack! Glückwunsch!

– Ralf Fährmann ist Schalker und bleibt Schalker. Die Vertragsverlängerung war laut Heldt die einfachste, die er je erlebte.

– Die Veltins Arena wird nicht zur Merkur Spielothekenquatschkram Arena oder sonst irgendwas, sondern bleibt die Veltins Arena. Dafür gab’s Streicheleinheiten für Jobst; er wird sich nach viagogo aber auch bewusst sein, wie schmal der Grat zwischen “wir brauchen jedes Geld!” und “wir verkaufen unsere Seele nicht!” ist.

– Knappenschmiede ist toll, weil U19 ist toll, weil Elgert hat verlängert und ist Trainer des Jahres, weil U19 so toll ist. Sehr viel Lobhudelei für die Knappenschmiede im Allgemeinen, die sich das aber mal richtig verdient hat. Glückwunsch an den erneuten Westdeutschen Meister, liebe U19!

 

Die Wahl der beiden Aufsichtsräte Langhorst und Hefer war bei den ganzen Wohlfühlmeldungen später dann doch irgendwie nur noch eine Nebensache. Leider auch die Ehrungen und das Gedenken verstorbener Mitglieder, denn im Innenraum hatte sich rumgesprochen, dass schon die begehrten “Vor-Vorverkaufsrubbellose” ausgegeben wurden, mit denen auch dieses Jahr wieder einige Leute auf die Versammlung gelockt werden sollten. Blitzschnell leerte sich auch der Rest der Arena, trotz ausgerufenen Freibiers nach dem Singen des Vereinslieds zum Abschluss.

Na gut, zu diesem Zeitpunkt war es ca 19:20, viele, wie ich auch, waren seit 10 Uhr vor Ort, da darf man auch schon mal wieder nach Hause wollen. Schön, dass es nicht wieder so lang dauerte wie letztes Jahr, da wurd’s schon wieder dunkel draußen, trotz Hochsommer.

 

Einen hab ich noch: Am Donnerstag, den 8.5., gibt es, als kleine Extra-Ausgabe bevor wir nächste Saison wieder voll durchstarten, noch einmal einen 19Uhr4 Hangout zum Spiel gegen Nürnberg. Viel Spaß dabei!

Apr 282014
 

0:1 unterliegt Schalke zu Hause dem VfL Borussia Mönchengladbach und verliert damit zum erste mal seid dem 10. Spieltag wieder ein Heimspiel in der Bundesliga.

War es zunächst noch eine ausgeglichene, wenn auch langsame und zerfahrene Partie konnte sich Gladbach nach Herrmanns Treffer relativ früh auf das Verteidigen und Kontern konzentrieren, und Schalke damit genau das Spiel aufdrücken, was Schalke weiterhin am wenigsten beherrscht: Gegen einen tiefstehenden Gegner das Spiel machen. So erinnerte die zweite Halbzeit an die letzten Spiele von Chelsea die ich sah, ganz ganz wenig Raum, viele Querpässe und nahezu keine Abschlüsse.

Auch wenn man hier die exzellente Defensivleistung Gladbachs anerkennen muss, Schalke brachte sich durch ungewöhnlich viele individuelle Fehler, wie Fehlpässe, selbst immer wieder aus dem Spiel. Bezeichnend, dass gerade Kaan Ayhan, zu dessen Stärken eigentlich der Spielaufbau gehört, in der Schlussphase gleich zwei recht einfache Bälle hintereinander punktgenau in des Gegners Fuß spielte.

 

Schalke spielt also wieder erwartungsgemäß schwach wenn sich die Bundesliga dem Ende neigt, wie Torsten Wieland letzte Woche erst aufzeigte. Die Konsequenz ist nun: Schalke muss in den letzten beiden Spielen noch 4 Punkte holen um ohne Leverkusener Versagen den dritten Platz zu verteidigen, weitere Niederlagen sind also nicht mehr drin.

Und das, ärgert mich beinahe noch mehr für den FCN als für Schalke.

Nov 142013
 

Den Lesern von Torsten Wielands Königsblog wird das Folgende sicherlich ein Begriff sein: Torsten veranstaltet seit zwei  Jahren das sogenannte Schalkewichteln. Er ist aber vor kurzer Zeit umgezogen, und hatte daher in diesem Jahr “zeitweilig keinen stationären Rechner, kein DSL und ehedem viel um die Ohren”, und musste daher die Organisation absagen. Da diese Aktion wunderbar viel Spaß macht und es Schade wäre wenn diese – fast schon – Tradition in diesem Jahr nicht stattfinden werden würde, übernehmen wir dies nun in diesem Jahr hier nun auf blogundweiss. Beginnen möchte ich dieses Schalkewichteln daher auch mit Torstens erklärender Einleitung:

Wichteln als vorweihnachtlicher Brauch ist vielerorts beliebt. Es wird in Familien, in Vereinen, unter Kollegen gewichtelt. Eine Gemeinschaft braucht es, und eben das sind wir auch. Fußballfans, Schalker, Nerdkurven-Nerds, Schalkeblogger, Schalkeblogs-Leser; und jeder der hier mehr oder weniger regelmäßig vorbei schaut ist auch stets ein Teil des Königsblogs. Da darf man sich ruhig mal gegenseitig beschenken.

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Nov 112013
 

Schalke schlägt Bremen zu Hause völlig verdient mit 3:1, Meyer spielt mit gerade einmal 18 Jahren grandios auf, Boateng kann auch mitte Birne, Jefferson Farfan ist endlich wieder da und die Nachbarn aus Lüdenscheid-Nord lassen Federn. Im Grunde sollte das für das Schalker Herz zunächst einmal genug sein um sich in der Länderspielpause endlich mal zurück zu lehnen und sich mal ein Lächeln zu gönnen. Auch wenn der Blick auf die Tabelle mit Platz 6 immer noch Diskrepanzen mit dem eigenen Anspruchsdenken aufzeigt, und Chelsea trotz spielerischer (nahezu) Augenhöhe eben doch ne Klasse besser ist: eigentlich läuft es doch gerade gar nicht so schlecht.

Leider war mein Eindruck der Zufriedenheit am Samstag in der Arena, und wohl auch der von Tobias Weckenbrock von schalkeweb und Skandy vom web04 ein deutlich anderer. (Beide verlinkten Artikel zum gleichen Thema und sehr lesenswert!) Kaum eine Offensivaktion scheint schön genug, kein Tor verdient, gewonnene Zweikämpfe liegen eher an der Inkompetenz der Gegner statt an guter Defensivleistung und vom Torwart will man ja gar nicht anfangen, der hält ja nicht nur keinen Ball, der legt sie sich ja auch absichtlich selbst rein. Oben drauf kommt noch jeder beliebiger Vorwurf von „kein Konzept“ bis „der is mir unsympathisch“ über Chef-Prügelknabe Keller. Dass Keller von den Medien nicht so geliebt wie ein „interessanter“ Klopp, Tuchel, Streich oder Guardiola kann ich fast schon nachvollziehen, die völlig übertriebene unsachliche Kritik allerdings keineswegs.

Ich hoffe, beziehungsweise lehne mich aus dem Fenster und behaupte, dass sich die sportliche Situation in der Schalke wie oben beschrieben seinen Ansprüchen noch etwas hinterher hängt, sich bis zur Winterpause deutlich verbessern wird. Die “härtesten” Gegner haben wir seit dem Derby zum Großteil hinter uns, “nur” nach Gladbach müssen wir noch. Die Teams vor uns – die Bayern mal ausgenommen werden ebenfalls noch Punkte lassen, allein schon weil sie teilweise noch gegeneinander spielen. Der Einzug ins Achtelfinale der Championsleague ist ebenfalls vergleichsweise einfach zu sichern.

Ich drücke daher Keller und jedem Einzelnen der Spieler die Daumen dass bis zur Winterpause nix ganz blödes mehr passiert. Denn wenn das Team weiter in “Normalform”, sprich so wie gegen Hertha und Bremen weiterspielt, bin ich mir sicher dass wir auf einem CL Platz in der Tabelle überwintern werden. In dem Falle kann den Dauernörglern einfach die Tabelle vor die Nase gehalten werden.

In dem Sinne: Pfeifen sollte dem Schiri vorbehalten bleiben, dann klappts auch mit dem Spaß am Spiel.

Okt 272013
 

Oft werfen Fußballspiele des FC Schalke 04 mehr Fragen auf als ein Normalsterblicher innerhalb ein paar Tagen bis zum nächsten Spiel beantworten kann. Bleiben wir oft was die sportliche Leistung angeht im Unklaren wirft die absolut verdiente 1:3 Niederlage gegen den Nachbarn aus der Stahlarbeiterstadt selbst eher weniger Fragen auf, als (leider wieder ein Mal) die Geschehnisse um das Spiel herum.

Kurz vor dem Spiel wurde der Gästeblock noch einmal von einigen vermummten gestürmt, die mit “Nothämmern”, bengalischen Feuern, und einiges an weiterer Pyrotechnik “bewaffnet” waren.

Mittlerweile sind sicher einige Bilder durchs Fernsehen und durchs Internet gewandert, viele zeigen wie Leuchtkugeln und Böller in die benachbarten Ränge geworfen oder geschleudert werden. Am häufigsten erwähnt wird meiner Wahrnehmung nach der Wurf des Bengalos auf Roman Weidenfeller. Das ist auch nicht weniger schlimm, es ist absolut genau so daneben. Wer der Meinung ist egal wen, egal wo auch nur in die annähernd in die Gefahr einer körperlichen Verletzung zu bringen, gehört mit allen möglichen Staats- und Rechtsmitteln bestraft. Wer das ganze, was dort Samstagnachmittag abgelaufen ist auch noch mit “Emotionalität” verteidigt, muss sich die Frage gefallen ob er noch alle Tassen im Schrank hat.

Genau diese Frage möchte ich übrigens Herrn Kevin Großkreutz stellen, angesprochen auf die Ausschreitungen vor dem Spiel sagte er einer ARD Reporterin: “Ich schäme mich für gar keinen, das muss jeder selber wissen. Ich sag dazu nix – und schäme mich für keinen Menschen”. Wenigstens wird sein Trainer im Anschluss des Interviews deutlicher. Wer die 1:48 schwarzgelbe Stellungnahme hören möchte, findet sie hier:

http://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/audiogrosskreutzundkloppzumderbysieg100.html

 

Wieder zurück zu den Bildern die bereits zu sehen waren, Bekannte saßen direkt neben dem Gästeblock und konnten auf Film bannen wie auch die Plexiglasscheiben um den Gästestehbereich zerstört und umgeworfen wurden, zu sehen bei Sekunde 09 im unten eingebetteten Video.

Zum Glück wurden die beiden selbst nicht verletzt, berichteten aber auch davon dass viele Fans sich – angesichts der Bilder absolut nachvollziehbar – nach den Geschehnissen von ihren Plätzen entfernten, auch während des ganzen Spiels nicht wieder zurück trauten.

Ich bin mir sehr sicher, dass wir noch lange lange von diesem Spiel hören werden, beziehungsweise die Nachwirkungen noch sehr lange zu spüren bekommen werden. Das ist äußerst schade für Dortmund, für Schalke, die gesamte Bundesliga und jeden einzelnen der sich gerne mal im Stadion ein Spiel ansehen möchte. Die Konsequenzen die daraus vermutlich bald gezogen werden treffen doch leider am Ende nur die falschen, diejenigen die für ihren Verein und den Sport ins Stadion gehen.

 

Sep 162013
 

Schalke siegt glanzlos aber verdient in Mainz und zeigt zum zweiten mal in Folge eine über 90min durchaus engagierte Leistung. Wichtiger jedoch: nach dem zweiten “zu Null” Spiel in Folge scheint auch die Defensive sich gefangen zu haben, auch wenn sich Mainz nicht über die ganze Dauer des Spiels nicht ganz ausschalten lies. Ich war selbst vor Ort und hab es mir vom Mainzer Stadiondach nicht nehmen lassen ordentlich nass zu werden (wie mit mir auf allen Seiten die ersten 10-15 Reihen auch).

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Aug 282013
 

Hey Leute! Schalke spielt zum ersten mal im zweiten Jahr in Folge in der Championsleague! Endlich mal was neues in der Vereinsgeschichte, ein Grund zum feiern, zum jubeln, zum Mythos brüllen, ja wenn, wenn da nicht…

 

…etwas altbekanntes wäre. Schalke spielt kampflos und ohne jedliche Kreativität und sowieso besser mit 10, als mit 11 Mann auf dem Platz. Continue reading »

Apr 222013
 

Der FC Schalke 04 hatte am Samstag in Frankfurt zwei starke Phasen. Stark war der Beginn der Partie vor dem gegnerischen Tor, energisch danach auch die Interviews nach dem Spiel. Dazwischen war leider nicht wirklich viel zu sehen. Timo Hildebrand schreibt nach dem Spiel auf seiner Facebookseite über die Chancenauswertung, den Sahnetag des Frankfurter Urgesteins Oka Nikolov im Tor und den Schiedsrichter, die gleichen Ursachen für die Niederlage sieht Julian Draxler. Auf den Punkt bringt es aber Horst Heldt, der sich leider zum wiederholten Male (zurecht) ordentlich in Rage redet – wieder einmal scheint Schalke nicht ein gesamtes Spiel bestreiten zu wollen, wieder bleibt Schalke sich damit treu konstant inkonstant zu spielen.

Dementsprechend möchte ich Heldt Recht geben, wenn er sagt:

„Entweder man will etwas oder nicht. Wir wollen anscheinend nichts.”

Dass Schalke in die Champions League will war jedenfalls Samstag nicht zu erkennen.

Wenn wir bei dem Sinnbild bleiben, ob wer was will oder eben nicht, so wollte Jermaine Jones ab seiner Einwechslung sicher etwas, und wenn es nur gegen die Pfiffe der Frankfurter anspielen war. Er forderte jeden Ball und bekam ihn auch fast immer. Leider liegt um nun mal der Spielmacher nicht im Blut und so konnte er – mehr oder weniger im Alleingang – auch nicht viel mehr als nur wollen.

Schalke bietet auf jeden Fall nachdem letzte Woche schon die Chance vertan wurde Leverkusen einzuholen trotzdem ein spannendes Saisonfinale, um Platz 4. Die 5 Teams die um den CL-Quali und die 3 Europa League Plätze spielen werden liegen nur 2 Punkte und 6 Tore (HSV ausgenommen) auseinander. Im Saisonendspurt zählt also nicht nur jeder Punkt, sondern auch jedes Tor.

Hoffen wir dass der etatmäßige Stürmer Nummer 1, Klaas-Jan Huntelaar, auf den Schalkes Spiel immer noch zugeschnitten ist, sowie Jefferson gegen den HSV wieder mit dabei sind, und sich andere zur Zeit sehr wichtige Spieler (Draxler, Jones, Hildebrand) sich nicht auch noch verletzten. Ein großer Haufen gesunder Spieler wäre ja auch mal was neues in dieser Saison.

In dem Sinne, gesund bleiben und Glück auf!

Mrz 042013
 

“Wir haben in den letzten zwei, drei Wochen den Karren aus dem Dreck gezogen”, so Christoph Metzelder im Interview nach dem 1:4 in Wolfsburg.

Keine Frage, ein eindrucksvoller Sieg war es, doch kann man nach 2 Siegen in Folge schon vom Ende einer Krise sprechen? In jedem Fall zeigte Schalke am Samstag sich mal wieder von der solideren Seite, von der Seite die sich in der Hinrunde noch mehr oder weniger souverän auf Platz 2 schob.

Die solide Seite – die Abwehr – die sich im Gegensatz zu Roman Neustädter fast keine Blöße gab, überzeugte, und stellte auch das Rückrat der auf Konter spielenden Schalker dar. Auf nur 43,5% Ballbesitz brachte es das Team, hatte aber  trotz des obligatorischen Einbruchs nach dem Führungstor deutlich mehr vom Spiel. Deutlich wurde dies insbesondere durch die überragende Leistung von Julian Draxler. 3 Scorerpunkte in einem Spiel gelangen ihm bis dato noch nie – hätte er zum Beispiel etwas mehr Glück beim Pfostenschuss gehabt, es hätten auch ohne Probleme mehr sein können.

Eine ebenfalls besonders starke – wenn auch etwas unauffälliger – Partie lieferte Marco Höger ab. Als Rechtsverteidiger gestartet, ersetzte er zur Halbzeit den noch kränkelnden Roman Neustädter im zentralen defensiven Mittelfeld.  Nach Abpfiff waren es eben nicht Julian Draxler oder der sich aufopfernde Jefferson Farfan mit den meisten Ballkontakten und Pässen sowie 2 Torvorlagen, sondern eben Marco Höger. Wenn er nächste Woche ebenfalls so stark spielt, muss man sich um die Sperre von Jermaine Jones fast keine Sorgen mehr machen, sollte denn Neustädter endlich wieder zu seiner Hinrundenform finden. Aber, wenn der Hunter schon wieder trifft, kann ja nix mehr schief gehen.

Schlussendlich hält der FC Schalke Anschluss an die internationalen Plätze, klettert sogar selbst auf Rang 6. Wichtiger als die 3 Punkte ist aber wohl vermutlich die Portion Selbstbewusstsein vorm Derby, auch wenn der Gegner dann ein ganz anderes Kaliber ist.

Wir werden am Samstag also sehen ob Metze Recht behält und, “der Karren” herausgezogen wurde, oder die Mannschaft doch noch einige dreckige Arbeit vor sich hat.

Ich hab übrigens am Samstag Geburtstag und wünsche mir – bescheiden wie ich bin – den zweiten Derbysieg dieser Saison.

Glück auf!