tobitatze

Aug 192014
 

Schalke sagt ganz früh und ganz leise Tschüss vom DFB-Pokal 2014/2015. Der kürzeste Weg zu einem Titel, zum internationalen Geschäft, ist viel zu früh zu Ende. Weil Spielpraxis eben doch nicht außer acht zu lassen ist und Dresden mit Leidenschaft, jungen Spielern und einem tollen Publikum aufspielte.

Die taktische Wahl der Dresdener waren lange Bälle. Sie überließen Schalke das Spiel und kamen immer wieder mit Spitzen gegen die wackelige Abwehr. Beide Gegentore fielen dann auch nach Fehlern der Innenverteidiger. Santana zunächst völlig übermotiviert im Strafraum, später Matip mit einem Stockfehler, nachdem Höger überlaufen wurde.

Erst mit dem Wechsel von Draxler für Meyer kam Schalke besser ins Spiel. Zwingende Chancen blieben aber Mangelware. Wenn jemand das Tor hätte treffen können, dann war es Choupo-Moting. Die erste vergab er knapp, die zweite kläglich.

Unterm Strich bleibt eine tiefe Enttäuschung und eine gute Portion Unsicherheit. Denn mit Hannover, Bayern und Gladbach hat Schalke ein alles andere als einfaches Auftaktprogramm. Jens Keller ist zudem schon vor dem ersten Spieltag wieder mächtig unter Druck.

Alles beim Alten auf Schalke.

 

 Posted by on 19. August 2014 at 07:04
Aug 182014
 

Endlich wieder Schalke! Und zwar nicht Wischi-Waschi-Testspiele, bei denen es – vor allem bei uns – eher darum geht sich nicht zu verletzen, als gut zu spielen. Deswegen hier und jetzt auch kein Wort über gestern. Es zählt das Heute: Und heute ist nun mal DFB-Pokal und wir haben es direkt mit einem Hammergegner zu tun. Dynamo Dresden ist Zweitligaabsteiger und einer der Topfavoriten auf den Wiederaufstieg. Das haben sie in den ersten Spielen direkt unter beweis gestellt. Hier sehe ich auch durchaus die Gefahr. Dresden hat vier Pflichtspiele auf dem Buckel und ist deswegen eingespielt. Schalke ist quasi noch kalt und muss jetzt in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur.

Ich möchte euch jetzt nicht auf die alte Laier vorspielen und euch mit den Verletzungssorgen kommen, die Schalke durchaus plagen. Dafür haben wir in dieser Saison einen viel zu homogenen und breit aufgestellten Kader. Für jeden der derzeit verletzten Spieler gibt es adäquaten Ersatz. Deswegen wird es an dieser Stelle kein Gejammere geben.

Ich weiß nicht, wie es mit euch ist, aber ich freue mich auf die Saison. Mein Saisonziel ist ziemlich klar definiert: Die Bayern ärgern und die Zecken schlagen. Dazu international an Ansehen gewinnen.

Ich wünsche uns extrem viel Spaß beim Leiden, jubeln, meckern und feiern!

 Posted by on 18. August 2014 at 07:04
Mai 122014
 

Schalke gewinnt gegen Nürnberg, schickt den Club damit in die zweite Liga und sichert sich gleichzeitig den direkten Einzug in die Champions League. Bei aller Sympathie für den Verein aus dem Frankenland: Die Niederlage – und im Endeffekt auch der Abstieg – ist verdient.

Schalke hatte von Beginn an keine Gnade mit dem FCN, denn man Zwang den Gästen das Spiel von der ersten Minute an auf und hatte das Glück, schon in den Anfangsminuten die Weichen auf Sieg zu stellen.

Herausragender Spieler bei einer insgesamt guten Mannschaftsleistung: Leon Goretzka, der sich durch die Nominierung in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft offensichtlich noch einmal ein Stück Extramotivation einverleibt hat. Neben Goretzka wussten aber auch Draxler und Meyer zu überzeugen.

Vom Spieltag bleibt die Irritationen Rund um Jens Keller und Thomas Tuchel. Irgendwie ein bisschen schade, doch wirklich äußern will ich mich dazu (noch) nicht.

Jetzt ist die Zeit, diese Saison, die Mannschaft und den Trainer zu feiern.

 Posted by on 12. Mai 2014 at 12:36
Mai 052014
 

Schalke findet mit dem Sieg in Freiburg wieder in die Spur. Das ist eine wirklich gute Nachricht. Hätte es die dritte Niederlage in Folge gegeben, Schalke stünde nicht mehr auf dem so heiß begehrten dritten Tabellenplatz, denn Leverkusen hat mit dem Trainerwechsel tatsächlich die Trendwende geschafft und bleibt weiter dran.

Für Schalke geht es damit am kommenden Samstag in ein wirklich blödes Endspiel. Denn die Freunde aus Franken sind zu Gast und brauchen am besten ein königblaues Wunder, um die Klasse noch über die Relegation zu halten. Alles andere als ein Sieg bedeutet für Nürnberg im Normalfall den direkten Abstieg. Das finde ich – gelinde gesagt – scheiße, denn auch Schalke kann das Spiel nicht so einfach abschenken. Ein Punkt muss sein, wenn man nicht auf den SV Werder Bremen angewiesen sein will. Und mal ganz ehrlich: Wer will das schon?

Die Leistung von Freiburg sollte für die Nürnberger allerdings mehr als locker reichen. Schalke war von Beginn an im Spiel, erarbeitete sich Chancen und ging verdient in Führung. Erst danach nahm auch Freiburg am Spiel teil, doch Schalke behielt das Zepter stets in der Hand.

Weitere Highlights waren das 0:2 vom Hunter, das Comeback von Mr. Taliban, Marco Höger, und die ersten Einsatzminuten von “Neuzugang” Jan Kirchhoff, der allerdings nur wegen der Unbeherrschtheit von Felipe Santana ins Spiel kam. Dieser holte sich innerhalb weniger Minuten die Ampelkarte. Dämlich.

Was bleibt ist die Erwartung auf einen unbefriedigenden letzten Spieltag. Vergeigen wir die direkte CL-Quali und Nürnberg schafft durch den Sieg nicht mal den Klassenerhalt, wird es ganz ganz böse. Alle anderen Szenarien hinterlassen mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

 Posted by on 5. Mai 2014 at 07:30
Apr 222014
 

Schalke verliert verdient – wie eigentlich immer in den letzten Jahren – beim VfB Stuttgart. Eine mögliche Vizemeisterschaft, die gleichzeitig auch die Ruhpottmeisterschaft bedeutet hätte, kann man sich damit abschminken.

Bei mir ruft das nur bedingte Enttäuschung vor. Schalke erwischte am Ostersonntag kollektiv einen schlechten Tag. Besonders schlecht verlief er für Tim Hoogland, der nie ganz alleine schuld war an den Gegentoren. Jedoch leider immer ein bisschen.

Beim ersten Tor war auch Fährmann nicht ganz da. Beim zweiten kam die Flanke viel zu unbedrängt. Und bei Tor Nummer 3 war auch die komplette Innenverteidigung nicht ganz auf der Höhe.

Für Schalke war es nach den M-Wochen (München, Madrid) der erste echte verlorene Dreier in der Rückrunde. Die Punktverluste gegen Mainz und die Zecken waren mal mehr, mal weniger Leistungsgerecht. Aber mindestens erkämpft. In Bremen fehlte ein wenig das Glück gegen engagierte Hanseaten. Gegen Stuttgart fiel den Knappen schlichtweg zu spät etwas ein.

Ein Lichtblick war das Bundesligadebut von Leroy Sane, der etwas mehr als 10 Minuten zeigen konnte, dass er in der kommenden Saison bereits eine Offensivoption sein könnte. Gleich drei mal war er in dieser kurzen Zeit an guten Offensivaktionen beteiligt. Mehr hatten Obasi und Meyer im ganzen Spiel nicht zu bieten.

Apropos Meyer: Die Offensiv-Jungspunde auf Schalke laufen auf dem Zahnfleisch. Meyer war abgemeldet, Goretzka spielte zwar mit, Akzente wusste er aber nicht zu setzen. Mit Abi im Hinterkopf auch sicher nicht so einfach. Es bleibt zu hoffen, dass Farfan wieder fit wird und Draxler sich in den letzten Spielen in WM-Form präsentiert. Defensiv muss man sicher weiter keine Sorgen um Sead Kolasinac machen. Mr. Grätsche spielte wie immer konstant, wobei ihm am Sonntag leider etwas die Offensivgefahr abging.

Muss man sich Sorgen um Platz 3 machen? Leverkusen könnte auf einen gewollten Ausrutscher am kommenden Spieltag hoffen, wenn es gegen unsere ungeliebten Nachbarn geht und dann gegen die Niemandslandkinder aus Frankfurt und Bremen eine Aufholjagd starten. Auch Wolfsburg traue ich durchaus drei Siege gegen Freiburg, Stuttgart und Gladbach zu.

Durch ist das Ding sicher nicht. Doch beruft sich Schalke auf seine Stärken, sollte nicht mehr allzu viel schief gehen.

 Posted by on 22. April 2014 at 08:21
Apr 142014
 

Es läuft die 82. Spielminute im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt. Jens Keller nimmt den sichtlich platten Kevin Prince Boateng vom Platz. Wohl auch, um die Defensive zu stärken, beordert er Kaan Ayhan ins defensive Mittelfeld. Für Boateng kommt Felipe Santana und nimmt Ayhans Platz in der Innenverteidigung neben Joel Matip ein. Santana ist erst in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, nachdem er sich Ende Februar verletzt hatte.

Was stimmt an dieser Beschreibung der Geschehnisse vom Freitag Abend nicht? Genau: DER Grieche unter den Griechen, Kyriakos Papadopoulos, sitzt weiter auf der Bank und kommt mal wieder nicht zum Einsatz. Papa hat ne wirklich schwere Zeit hinter sich. Eine halbes Götterleben verletzt. Gerüchte um Drogenkonsum, Rückschläge. Alles scheiße. Kurz vor Ende der Halbserie macht er zarte Comebackversuche und bei seiner Einwechslung habe sicher nicht nur ich ein bisschen Pipi in den Augen.

Was folgt sind wieder kleine Rückschläge, die aber, nach so langer Zeit, fast normal anmuten. Gegen die Bayern darf er dann endlich mal wieder von Beginn an ran. Schon vorher gegen Madrid durfte er mit den anderen eine halbe Stunde hinter rennen. Auch gegen Bayern sieht Papa nicht gut aus. Kassiert rot.

Doch Bayern ist lange her. Fast anderthalb Monate. Warum zieht Jens Keller Felipe Santana Papadopoulos vor? Santana hat gerade mal ein paar wenige Trainingseinheiten hinter sich, während Papa trotz fehlender Spielpraxis doch wesentlich länger fit ist. Sicher: Santana hat nach anfänglichen Schwierigkeiten auf Schalke – kein Wunder bei der Vergangenheit – seinen Platz in der Innenvertreidigung gefunden. Die Wackelabwehr Matip – Santana funktionierte zu Beginn der Rückrunde. Dies hatte kaum jemand für möglich gehalten.

Trotzdem bleibt die Frage: Hat Papa wirklich so stark abgebaut in seiner Leidenszeit? Will Keller einen anderen Spielertyp sehen? Für den perfekten Spielaufbau sind beide nicht die richtigen. Auch die Tatsache, das Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari zum Fotoshooting mit Clemens Tönnies in der Arena war, kann für Keller nicht ausschlaggebend gewesen sein. Schließlich war das Spiel noch lange nicht entschieden und da tut man solche Gefallen nicht. Da bin ich mir sicher.

Für mich bleibt die Sache ein Rätsel und sie macht mich zudem unglaublich traurig. Denn solche Einwechslungen machen mir deutlich, dass Papa eventuell gar nicht mehr gebraucht wird auf Schalke. Mit Ayhan kommt dann auch noch Konkurrenz nach, die mittelfristig zum Stammspieler auf Schalke avancieren könnte. Wäre Höwedes wieder fit, wäre derzeit wohl nicht mal auf der Bank.

Ach so: 2:0! YEAH!

 Posted by on 14. April 2014 at 07:30
Apr 072014
 

Nein, Schalke ist keine Übermannschaft.

Nein, Jens Kellers Autorität wird durch mündige Spieler nicht untergraben.

Nein, die CL-Quali ist noch immer nicht unter Dach und Fach.

Nein, Julian Draxler ist noch nicht wieder in Bestform.

Nein, Klaas Jan Huntelaar ist nicht im Formtief, nur weil er mal in einem Spiel nicht getroffen hat.

Nein, die Rechtsverteidigerposition ist mit Hoogland wirklich nicht optimal besetzt.

Nein, es war nicht zu erwarten, dass wir wegen Ralf Fährmann jetzt für immer ohne Gegentor bleiben.

Nein, die Bayern kümmert es nicht, was der Rest der Liga denkt.

Nein, ich hatte keine Idee, wie ich das Bremen Spiel mit gehaltvollen Worten beschreibe.

 

 Posted by on 7. April 2014 at 07:59
Mrz 312014
 

Die Knappenkids von Trainer Jens Keller marschieren weiter und festigen den zweiten Platz in der Rückrundentabelle durch ein 2:0 gegen die Hertha aus Berlin. Dabei überzeugte Schalke mal wieder als Mannschaft, in der keiner aus dem Rahmen fiel. Weder im positiven, noch im negativen.

Denn auch Matchwinner Obasi hatte seine Durststrecken und kam vor allem zu Beginn der Begegnung nur schwer in Tritt. Ihm missglückten viele Pässe, bis er sich ein Herz nahm und sein Tor im Alleingang machte.

Besonders gut gefallen hat mir die “Arbeit gegen den Ball” – wie es so schön heißt. Schalke hatte unglaublich viele Ballgewinne im Mittelfeld, weil man eng am Mann stand und den Aufbauspieler ständig unter Druck setzte. Nach Balleroberung wurde es aber leider oft zu kompliziert. Das eigentliche Prachstück, die Schalker Offensive, lief nicht wie geschmiert sondern stotterte immer wieder. Der letzte Pass kam nicht an und falsche Laufwege wurden eingeschlagen.

Nach nun neun Spielen in den letzten fünf Wochen ging Schalke zum Ende des Spiel spürbar die Luft aus, doch überwinden konnte die Hertha die Schalker Abwehr nur noch einmal nach einem Eckstoß. Da hat sich Ramos aber zu sehr aufgestützt und das Tor zählte nicht. 

Der Sieg geht – auch in der Höhe – sicher in Ordnung. Jetzt heißt es regenerieren und gegen Werder Bremen nachlegen. Denn vor allem gegen die Kleinen wurde in der Hinrunde allzu oft wervolles Punktegut liege gelassen.

 Posted by on 31. März 2014 at 07:32
Mrz 242014
 

Schalke marschiert weiter und zeigt gegen Eintracht Braunschweig eine gute Leistung, die für einen souveränen Sieg reichte. Für Keller waren es die Punkte 48, 49 und 50. Damit liegt er im 10-jahres Rückblick vier Punkte über dem Schnitt.

26. Spieltag

 

Dieses Zwischenergebnis ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viele verletzte Stammspieler die Königsblauen in dieser Saison zu beklagen hatten. Wie viel Gegenwind der Trainer bekam und wie viele bittere Pillen (in Form von Klatschen) man zwischenzeitlich schlucken musste.

Doch Keller geht seinen Weg unbeirrt weiter. Er schenkt jungen Spielern das Vertrauen und diese zahlen es ihm in Form von guten Leistungen zurück. Jüngstes Beispeil: Kaan Ayhan. Der Jungspund eröffnet Keller auf einmal die Option, mit zwei Innenverteidigern aufzulaufen, die das Aufbauspiel überdurchschnittlich gut beherrschen. Ein Graul für pressingstarke Gegner wie den Kommenden.

Bleiben wir im Durchschnitt: An den letzten acht Spieltagen holte Schalke in den letzten zehn Jahren im Schnitt 13 Punkte. Das würde am Ende 63 Punkte ergeben. Zu wenig für eine direkte Qualifikation zur Champions League. Nur in drei von zehn Fällen reichten 63 Punkte für Platz 3.

Jetzt geht es zum Derby. Ich hoffe für mich und alle anderen friedlichen Anhänger, dass es keine allzu großen Ausschreitungen geben wird. Ich prognostiziere allerdings, dass es für längere Zeit das letzte Derby mit der Teilnahme von Gästefans sein wird. Dafür verhalten sich Polizei und gewaltbereite Fans derzeit einfach zu unberechenbar.

 Posted by on 24. März 2014 at 07:30
Mrz 192014
 

Das gilt in allererster Linie für Ralf Fährmann, der sich mal wieder in Topform präsentierte. Die Überschrift gilt im Großen und Ganzen aber auch der gesamten Mannschaft. Natürlich hat Real nicht komplett Vollgas gegeben. Doch der Wille, in Madrid was zu holen, war da. Mir reicht das. Anderen offensichtlich nicht. Lehmann beschwerte sich schon vor dem Spiel, dass Jens Keller nur von Defensivarbeit und “gut verkaufen” redete, anstatt vollmundig zu propagieren, dass man hier jetzt alles nach vorne wirft und Real mit 0:8 im eigenen Stadion besiegt.

So geht das nicht. Das kann diese Mannschaft auch nicht leisten. Ich will ihr nicht den Charakter absprechen, den sie ohne Frage hat. Die Qualität hat sie allerdings nicht. Ich bin mir sicher, dass Herr Lehmann nur allzu gerne die Aussagen von Keller und Co. zerpflückt hätte, wenn man die oben angesprochene Aussage getätigt hätte.

Das Kapitel Champions League ist für diese Saison vorbei. Die Gruppenphase wurde überstanden, das Minimalziel erreicht. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden, ob Schalke wieder mitspielen darf. Wenn es gut läuft, sogar ohne Extrarunde über die Qualifikation.

 Posted by on 19. März 2014 at 12:03