Sep 222014
 

Schalke lieferte sich am Samstag ein packendes Duell mit Eintracht Frankfurt und holte im vierten Bundesligaspiel den zweiten Punkt. Auch wenn das Unentschieden letztendlich Leistungsgerecht ist, für Schalke ist das Ergebnis und die derzeitige Tabellensituation schlichtweg zu wenig.

Im Vergleich zum Chelsea-Spiel änderte Keller sein Team nur auf einer Position. Für Sidney Sam kam Choupo Moting ins Spiel. In den ersten Minuten passierte herzlich wenig. Schalke war, wie in London, darauf bedacht, nicht in Konter zu laufen. Frankfurt stand stabil und es zeigte sich einmal mehr, dass unsere hoch gelobte Offensive kein Mittel gegen tief stehende Mannschaften hat. Der erste Torschuss gelang in der 29. Minute.

Da hatte Schalke das Spiel schon fast verloren. Weil Boateng einmal mehr “Pech” hatte und das erste Tor mit einer missglückten Aktion einleitete. Und, weil Christian Fuchs weiterhin eklatante Schwächen im Defensivzweikampf hat. Ich will hier nicht die Schuld auf einzelne Spieler schieben. Sie stehen symbolisch für mangelnde Durchschlagskraft. Offensiv wie defensiv.

Man kam zurück ins Spiel, nachdem der Schiedsrichter es zu genau nahm und Choupo Moting sich so einen Elfmeter in nächster Zeit nicht besser nicht mehr leisten sollte. Der knappe Rückstand war zu diesem Zeitpunkt nur bedingt verdient. Erst in der zweiten Halbzeit verbesserte sich das Angriffsspiel. Versteht mich nicht falsch: Es rollte nicht eine Angriffswelle nach der anderen in Richtung Trapp, doch man kam zu Torchancen. Eine davon nutzte Geburtstagskind Draxler zum Ausgleich.

Dann musste Boateng wieder in den Mittelpunkt. Mit einem “dummen” Foul ging er mit Gelb-Rot vom Platz. Auch Draxler ließ sich zu einer Dummheit hinreißen. Nach einem harmlosen Zweikampf ließ Draxler das Bein oben. Rot. Derby ade.

Danach war in Richtung Heimsieg nicht mehr viel zu machen. Auch nicht, als auch Frankfurt einen Spieler mit Gelb-Rot verlor.

Beim Schlusspfiff wusste ich nicht, was ich mit diesem Spiel anfangen sollte. Man hat einen 0:2 Rückstand aufgeholt. Sehr gut. Man hat vor allem in der zweiten Halbzeit eine leidenschaftliche Schalker Mannschaft gesehen. Auch gut. Man hat aber auch wiedermal kein Offensivonzept gesehen, dass zum Erfolg führt. Das ist nicht nur eine Kritk am Trainer. Auch ein Max Meyer, ein Julian Draxler oder ein Boateng müssen sich die Frage stellen, wie sie Klaas Jan Huntelaar besser einsetzen können.

Eine Antwort erhoffe ich mir am Dienstag in Bremen. Dort allerdings nicht von Boateng oder Draxler. Dort müssen es Sam, Choupo Moting und Meyer richten.

 Posted by on 22. September 2014 at 07:04

  3 Responses to “Unterm Strich zu wenig”

  1. naja auch wenn die letzten spiele nicht so gut liefen, stirbt die hoffnung zuletzt :) bin mir sicher, dass das langsam aufwärts geht!

  2. Hallo,
    ist hier Winterschlaf? Ich wollte gerade den Bericht über meine nicht vorhandene Leistung vom Samstag lesen… aber da ist nichts.
    Seid ihr mit Peter Keller abgehauen?
    MfG, Kevin

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