Sep 152014
 

Gladbach ist für Schalke wirklich kein gutes Pflaster. In den letzten sechs Begegnungen gab es fünf Niederlagen und nur einen Sieg. Diese Serie hat Schalke am Samstag eindrucksvoll fortgeführt. Für Trainer Jens Keller muss die Leistung seiner Mannschaft – insbesondere der Leistungsträger – wie ein Offenbarungseid vorgekommen sein. Wenn, wie von Benedikt Höwedes behauptet – ein Matchplan vorhanden war, dann war er

1. schlecht

2. noch schlechter umgesetzt.

Und Verletzungssorgen können bei so einer Leistung keine Entschuldigung sein. Nominell war Schalke weiterhin besser besetzt als Gladbach. Und wenn man ehrlich ist: Nur Farfan und Matip sind zwei Spieler, die die Qualität haben, einen wirklichen Unterschied zu machen. Jungstars wie Meyer, Goretzka oder Kolasinac haben das Niveau noch nicht permanent. Und das Fehlen von Spielern wie Kirchhof oder Santana sind kein Alibi.

Für mich hat der Abgesang auf Jens Keller am Samstag Abend begonnen. Die Diskussion vorher habe ich grundsätzlich verstanden, wollte mich aber nicht beteiligen, da er seinen Job “ordentlich” gemacht hat. “Ordentlich” reicht aber nicht, wenn die Mannschaft den nötigen Biss vermissen lässt.

Die Unterschiede zu den Fohlen waren am Samstag offensichtlich: Trainer Favre wusste, wie er Schalke knacken kann. Umgekehrt war das nicht der Fall. Außerdem hat Favre ein Spielsystem entwickelt, das zu seinen Spielern passt. Kramer, Rafael, Hahn und Kruse. Mehr gute Spieler brauchte es einfach nicht, um Schalke zu schlagen. Und während Rafael der Leader einer Mannschaft war, kam Boateng mit seiner katastrophalen Leistung völlig unter die Räder. Er leitete die Niederlage mit seinem Stockfehler/Hackentrick ein und konnte zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Akzente setzen.

Die Frage, ob Jens Keller Trainer bleibt, kann nur die Mannschaft beantworten: Schafft sie es, die individuelle Klasse wieder mit Kampfeswillen und Leidenschaft zu füllen, werden auch wieder Siege folgen. Gegen Mannschaften, die taktisch deutlich besser sind und auch nur einigermaßen Spieler in ihren Reihen haben, die Fußball spielen können, wird es für Schalke regelmäßig Niederlagen in dieser Höhe geben.

Düstere Zeiten auf Schalke.

 Posted by on 15. September 2014 at 07:04

  One Response to “Ohne Matchplan und Biss”

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