Jan 222014
 

Ein Derby ohne Auswärtsfans? Im ersten Moment klingt  das ziemlich unmöglich. Doch genau das haben die beiden großen Revierclubs aufgrund der Vorkommnisse der letzten Derbys, sowie am Samstag in Köln, ins Auge gefasst. Zurecht?

Diese Frage wurde mir gestern beim Sport1.fm-Interview gestellt. Da konnte ich mich noch nicht wirklich festlegen, denn der Eindruck von Samstag war (und ist) noch sehr präsent und das Interview kam für mich sehr spontan.

Mit ein bisschen Distanz muss man diese Frage eigentlich verneinen. Denn die Faktoren, die für eine Bewertung in Frage kommen, sind viel zu undurchsichtig, denn…

  • …. ein Derby ohne Scharmützel und “Rangeleien” gab es nie und wird es auch nicht geben. Wo wird hier also eine Grenze gezogen?
  • …. die Polizei und ihr Sicherheitskonzept spielt eine wesentliche Rolle, wie und wann sich die Fans auf dem Weg zum Stadion begegnen. Dieses Konzept hat in den letzten Jahren selten bis nie richtig funktioniert.
  • …. das Spiel mindestens in der Dämmerung stattfindet und auf jeden Fall im dunkeln endet. Eine Situation, die viele gewaltbereite Menschen für sich zu nutzen wissen werden.
  • … auch die Medien werden, sensationsgeil wie sie nun mal durch das Internet zum größten Teil geworden sind, jede “kritische” Situation so aufbauschen, dass am Ende ein Atomkrieg in Lüdenscheid stattgefunden haben wird.

Insgesamt sind das also verdammt schlechte Vorraussetzungen für ein “friedliches” Derby. Der Gelackmeierte ist, wie so oft in den letzten Jahren, der friedliche Fan und die Fußballkultur insgesamt.

Hier noch einmal das Interview zum nachhören:

Das Interview

 

 Posted by on 22. Januar 2014 at 18:23

  One Response to “Keine echte letzte Chance”

  1. […] Megaphon. Er stellt die Frage, wer eigentlich so randaliert. Schalke-Blogger Tobias Kreimer (Blogundweiss) äußert sich im Gespräch mit Sport1.fm zwiegespalten. Mittlerweile hat der FC Schalke der Idee […]

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