Nov 112013
 

Schalke schlägt Bremen zu Hause völlig verdient mit 3:1, Meyer spielt mit gerade einmal 18 Jahren grandios auf, Boateng kann auch mitte Birne, Jefferson Farfan ist endlich wieder da und die Nachbarn aus Lüdenscheid-Nord lassen Federn. Im Grunde sollte das für das Schalker Herz zunächst einmal genug sein um sich in der Länderspielpause endlich mal zurück zu lehnen und sich mal ein Lächeln zu gönnen. Auch wenn der Blick auf die Tabelle mit Platz 6 immer noch Diskrepanzen mit dem eigenen Anspruchsdenken aufzeigt, und Chelsea trotz spielerischer (nahezu) Augenhöhe eben doch ne Klasse besser ist: eigentlich läuft es doch gerade gar nicht so schlecht.

Leider war mein Eindruck der Zufriedenheit am Samstag in der Arena, und wohl auch der von Tobias Weckenbrock von schalkeweb und Skandy vom web04 ein deutlich anderer. (Beide verlinkten Artikel zum gleichen Thema und sehr lesenswert!) Kaum eine Offensivaktion scheint schön genug, kein Tor verdient, gewonnene Zweikämpfe liegen eher an der Inkompetenz der Gegner statt an guter Defensivleistung und vom Torwart will man ja gar nicht anfangen, der hält ja nicht nur keinen Ball, der legt sie sich ja auch absichtlich selbst rein. Oben drauf kommt noch jeder beliebiger Vorwurf von „kein Konzept“ bis „der is mir unsympathisch“ über Chef-Prügelknabe Keller. Dass Keller von den Medien nicht so geliebt wie ein „interessanter“ Klopp, Tuchel, Streich oder Guardiola kann ich fast schon nachvollziehen, die völlig übertriebene unsachliche Kritik allerdings keineswegs.

Ich hoffe, beziehungsweise lehne mich aus dem Fenster und behaupte, dass sich die sportliche Situation in der Schalke wie oben beschrieben seinen Ansprüchen noch etwas hinterher hängt, sich bis zur Winterpause deutlich verbessern wird. Die “härtesten” Gegner haben wir seit dem Derby zum Großteil hinter uns, “nur” nach Gladbach müssen wir noch. Die Teams vor uns – die Bayern mal ausgenommen werden ebenfalls noch Punkte lassen, allein schon weil sie teilweise noch gegeneinander spielen. Der Einzug ins Achtelfinale der Championsleague ist ebenfalls vergleichsweise einfach zu sichern.

Ich drücke daher Keller und jedem Einzelnen der Spieler die Daumen dass bis zur Winterpause nix ganz blödes mehr passiert. Denn wenn das Team weiter in “Normalform”, sprich so wie gegen Hertha und Bremen weiterspielt, bin ich mir sicher dass wir auf einem CL Platz in der Tabelle überwintern werden. In dem Falle kann den Dauernörglern einfach die Tabelle vor die Nase gehalten werden.

In dem Sinne: Pfeifen sollte dem Schiri vorbehalten bleiben, dann klappts auch mit dem Spaß am Spiel.

  7 Responses to “zwischen Erwartung und Realität”

  1. Es ist schon ein wenig traurig , das bei der Qualität , die Schalke auf dem Platz szehen hat , außgerechnet ein 18 jähriger mit Abstand der beste Mann auf dem Platz ist . Zu T. Hildebrand kann ich nur sagen , für mich war er immer schon überbewertet , denn damals ,als er zum Nationaltorhüter gewaahlt wurde , von den beiden Schwaben des VFBs aus Stuttgart , war er lt. einer offiziellen DFB – Statistik , der schlechteste Torwart der ersten und zweiten Liga aller Zeiten .Zu J. Keller kann man nur sagen , weiter so , denn ermacht eiinen guten Job . Das er immer wieder in der Kritik der medien steht ,liegt einzi und alleine daran , das er sich ihre dümmlichen Fragen nicht gefallen läßt und ihnen immer wieder eine ehrliche Antwort gibt. Denn wenn man die Fragen hört , dann kann man sich nur darüber wundern , das man diesen Beruf studieren muß.

  2. Viele sollten es einfach mal mit dem Princen halten, denn der hatte genau Recht: Einfach al das Maul halten und anfeuern! Und nachher schauen wir dann sachlich, was dabei herumkommt.

  3. […] Bestandsaufnahme, Jonathan Lütticken meldet beim Königsblog “Beinahe souverän”, blogundweiss.de sieht Schalke(s Anhang) zwischen Erwartung und Realität. Keeper Timo Hildebrand kritisiert nach […]

  4. Danke Max!
    Sehr treffender und passender Kommentar. Ich habe nichts gegen Kritik,aber dann,wenn sie nötig bzw. angebracht ist. Aber man kann sich auch selbst schlecht reden und genau das passiert derzeit sehr häufig beim S04. Schön ist anders.

  5. Das Thema Keller geht mir auch schon länger auf die Nerven. Gottseidank war man bislang in Gelsenkirchen nicht so doof wie in Cottbus, wo reflexhaft Rudi Bommer flog. Meine Meinung: Die Substanz der Mannschaft ist viel wichtiger, als welcher Trainer sie trainiert. Das zeigt sich sehr schön auch am FC Bayern: Trotz Anlaufschwierigkeiten hat der Edel-Kader bislang die Liga nach Belieben dominiert. Das Rumgebastele von Guardiola stört nicht nachhaltig, kurzfristig reichte es bei Rückstand immer, einfach mal ein paar Nationalspieler von der Bank zu bringen.

  6. Schließe mich Daniel Ku. und eakus1904 einfach mal an!

    Einige betreiben aktuell wirklich nur das komplette Gegenteil von Rosinenpickerei, da wird einfach alles und jeder schlecht geredet und runter gemacht, egal wie hanebüchen es ist. Zum Haare raufen.

    Wenn ich denn welche hätte…

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