Sep 162013
 

Schalke siegt glanzlos aber verdient in Mainz und zeigt zum zweiten mal in Folge eine über 90min durchaus engagierte Leistung. Wichtiger jedoch: nach dem zweiten “zu Null” Spiel in Folge scheint auch die Defensive sich gefangen zu haben, auch wenn sich Mainz nicht über die ganze Dauer des Spiels nicht ganz ausschalten lies. Ich war selbst vor Ort und hab es mir vom Mainzer Stadiondach nicht nehmen lassen ordentlich nass zu werden (wie mit mir auf allen Seiten die ersten 10-15 Reihen auch).

Interessant ist ein Blick auf die Statistik, denn Schalke war in Mainz rein von den Zahlen her in fast allen Belangen unterlegen:

14 Schüssen der Mainzer stehen 10 der Schalker Mannschaft gegenüber.

Der Ballbesitz teilt sich in 53,5% zu 46,5% zugunsten der Mainzer,

und auch was die Zweikämpfe angeht liegt Mainz mit 54,5% zu 45,5% vorn.

Das einzige was die Mainzer im Gegensatz zu Schalke nicht zu Stande brachten: einen Schuss aufs Tor. Schalke war schlicht effektiver (5 Schüsse auf den Kasten). So einfach kann Fußball sein.

 

Im Grunde denke ich, das Spiel ist nicht nur aufgrund der gewonnen 3 Punkte sehr erfreulich, nein, auch die meisten Spieler haben sich weiter in eine gute Form hereingespielt. Auch wenn Neustädter nicht ganz so überragend war wie schalke04.de es uns glauben lassen möchte, er und der deutlich aktivere Höger machten gerade defensiv einen sehr souveränen Job, und auch Aogo scheint die Abwehrkette zu stabilisieren. “Schwachpunkt” hinten wäre am ehesten noch Uchida, wobei ich ihm verlorene Kopfballduelle gegen den 1,90m großen Choupo-Moting nicht negativ anlaste. Wenn dieser über die rechte Schalker Abwehrseite durchbrach, war Uchida oft etwas zu langsam in seinen Reaktionen, stand jedoch auch leider mehrmals alleine gegen 2 Mainzer. Während kein Mainzer daraus Nutzen ziehen konnte wird das nächste Woche gegen Ribery auf der Seite vermutlich ein wenig anders aussehen…

Aber, auch wenn das Spiel nach vorne noch hier und da von Fehlern des Gegners unterstützt werden muss, der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Wie viel dieser Trend wert ist, wird sich am Mittwoch zeigen, wenn Bukarest in der Champions League zu Gast ist, denn der darauf folgende Gegner fordert – bei allem Respekt den Mainzern und Bukarestern gegenüber – allen Spielern deutlich mehr ab. Hoffentlich wird auf dem Platz dann mehr Gegenwehr gezeigt als Peter Peters sie gegen Herrn Wendt zeigte…

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