Mai 132013
 

Schalke schafft es einfach nicht, wichtige Spiele zu gewinnen. Mit 1:2 geht das Spiel gegen den im Niemandsland herum dümpelnden VFB Stuttgart verloren. Dabei ließen die Knappen mal wieder vieles vermissen. Vor allem die Konzentration beim letzten Pass.

Es scheint eine Never-Ending-Story zu sein. Immer wenn Schalke muss, dann kann es nicht. Das ist nicht erst seit dieser Saison so. Und vor allem nicht, seitdem Jens Keller das Ruder übernommen hat. Betrachtet man die letzten fünf Spiele, konnte Schalke keinen der der richtigen Big Points machen. Gegen Leverkusen holte man mit Ach und Krach noch einen Punkt. Gegen die Eintracht setzte es gar eine Niederlage. Und am Samstag gegen Stuttgart schaffte es Schalke wieder nicht, den vierten Platz endgültig zu sichern. Nur gegen Gladbach zeigte Schalke Kaltschnäuzigkeit, als man in den letzten Minuten des Spiels die drei Punkte holte.

Am Samstag war auf Schalke schon vorher Feiertagsstimmung. Grund war vor allem die Vertragsverlängerung von Julian Draxler, die – mehr oder weniger gelungen – per Social Media Storytelling und LKW-Tour zelebriert wurde. Aber auch die Gewissheit, mit Jens Keller in die neue Saison zu gehen, sorgte bei den meisten Schalkern für gute Laune. Und wenn es nur deswegen ist, dass der Kelch Effenberg an Königsblau vorbei gegangen ist.

Das Spiel ging im Großen und Ganzen auch gut los. Schalke hatte mehr vom Spiel, doch Torchancen waren Mangelware. Warum? Die Passgenauigkeit nahm so rapide ab, je weiter man sich dem gegnerischen Tor näherte, dass man am Strafraum kaum noch einen Ball zum eigenen Mitspieler bekam. Stattdessen vertendelt Höger den Ball im Mittelfeld und Stuttgart spielt den Konter über die Seite von Schalkes japanische Defensiv-Achillesferse Atsuto Uchida zu Ende. Danach war es eine ausgeglichene Partie, bei der Schalke vieles schuldig blieb und durch einen erneut unnötigen Ballverlust seine Chancen auf Punkte vergab.

Jetzt muss Schalke wieder zittern. Gegen Freiburg, die nichts zu verlieren haben, muss ein Sieg her, um sicher in der CL-Qualifikation zu sein. Ob die Mannschaft den Charakter hat, diese Aufgabe zu meistern, das wird man sehen. Ein wenig Hoffnung macht ausgerechnet der letzte Gegner der Frankfurter: Der VFL Wolfsburg ist auswärts auch Champions League Kurs. Doch das ist alles völlig egal, wenn Schalke nicht selber abliefert. Es wird ein spannendes Saisonfinale. Leider.

 Posted by on 13. Mai 2013 at 07:30

  2 Responses to “Schalke und die Big Points”

  1. Kleine Korrektur. Wenn Frankfurt nicht mit 5 oder mehr Toren gewinnt, reicht Schalke ein Unentschieden.
    Aber auf Unentschieden spielen kann Schalke nicht. Außerdem ist Schalke nach Meinung zweier großer Experten ( Beckenbauer und Hitzfeld ) eh der Außerseiter.

    Freiburg hat tolle Spieler und das Stadion ist ein Hexenkessel, so Hitzfeld. Da muss man ja Angst bekommen in Gelsenkirchen.

    Ich weiß nicht warum, aber mittlerweile freue ich mich auf das Finale. Das der Saison wohlgemerkt. Am Ende werden wir jubeln oder leiden. So wie immer ;-)

    Schalke eben.

  2. […] Meinungen zum Spiel: Blog und Weiß – Schalke und die Bigpoints Turnhallengeruch – Mit Schalke ist es immer schön Dieser Beitrag wurde unter Schalke, […]

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