Apr 082013
 

Schalke setzt seine Serie fort und sichert sich damit die Punkte 13 bis 15 aus den letzten sechs Spielen. Damit klettert die Mannschaft von Jens Keller in der Rückrundentabelle auf Platz 3. Gleich hinter den Überbayern und den Unauschreiblichen aus Dortmund. Platz 3 ist nun plötzlich auch wieder in der Gesamttabelle drin. Dafür muss aber am Samstag gegen Leverkusen gewonnen werden.

Gegen Bremen ließ es Schalke in der ersten Halbzeit gewohnt gemütlich angehen. Obwohl nur Kevin de Bruyne bei den Bremern wirklich herausragte, schaffte es Schalke nicht, entscheidende Angriffe zu initiieren. Aber auf Schalke zählt in dieser Saison vor allem Halbzeit 2. 66 % aller geschossenen Tore (wettbewerbsübergreifend) erzielte Schalke im zweiten Durchgang. Schon im letzten Spiel gegen Hoffenheim musste sich das Publikum bis zum letzten Drittel des Spiels gedulden. Am Samstag brauchte es sechs Minuten, bis Draxler eine missglückte Abwehraktion der Bremer ausnutzte. Damit lag Draxler nur drei Minuten hinter dem aktuellen Schnitt, denn normalerweise netzt Schalke in der 48. Minute das erste Mal.

Weitere Pluspunkte im Kampf um den Cheftrainerposten in der kommenden Saison konnte Trainer Jens Keller sammeln. Nach den schlechten ersten 45. Minuten fand er anscheinend die richtigen Worte und stellte vor allem taktisch klug um. Draxler spielte auf der Spielmacherposition äußerst unglücklich, während Michel Bastos auf der linken Seite nie richtig ins Spiel fand. Keller wechselte Raffael auf die 10 und zog Draxler auf die linke Außenbahn. Sowohl Draxler und auch Raffael bestätigten den taktischen Wechsel durch sehr gute Leistungen, Vorlagen und nicht zuletzt den entscheidenden Toren.

Entscheidend für den Höhenflug ist auch die neue Stabilität in der Abwehr. Zum zweiten Mal in Folge blieb man ohne Gegentor. Nur elf Mal schaffte man das in dieser Saison insgesamt. Das sind magere 28 % aller Pflichtspiele. Timo Hildebrand hat sich im Tor etabliert und gibt der jungen Abwehr deutlich mehr Sicherheit. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Seas Kolasinac. Er legt deutlich mehr Wert auf die defensive Stabilität auf der linken Abwehrseite. Christian Fuchs muss sich deshalb zunächst hinten anstellen und wurde am Samstag nur als Offensiversatz für Draxler eingewechselt.

Die Statistik lügt nicht und spricht für Jens Keller und den FC Schalke. Mehr Statistiken zur Saison gibt es hier. Und mehr von den blogundweiss.de Autoren heute Abend im 19uhr4 Hangout. Ich hoffe, ihr seid dabei!

 Posted by on 8. April 2013 at 07:30

  7 Responses to “Die Statistik lügt nicht”

  1. Die Statistik mag vielleichtnicht lügen, aber zumindest gefälscht ist sie. Wie kann es sonst sein, dass wir nur 89% aller Gegentore (31% in HZ1, 58% in HZ2) auch wirklich bekommen? Nicht dass es mich stören würde, 11% aller Gegentore nicht kassieren zu müssen, aber einfach so verschwinden können die ja auch nicht.

    • Danke für den Hinweis. Die Excel Tabelle war ein wenig zu gutmütig und hat nicht alle Gegentore gezählt. Jetzt stimmen die Werte. Witzig ist, dass diese fast identisch zu den Toren pro Halbzeit sind. Auf Schalke braucht man anscheinend nur die zweite Halbzeit erinzuschalten… :)

  2. […] Meinungen zum Spiel: Ma’ so, ma’ so – Königsblog Die Statistik lügt nicht – Blogundweiss Selbstzerstörung – Papierkugel Blog (Werder Bremen) Dieser Beitrag wurde unter Schalke, […]

  3. Mal zu dieser 2. Halbzeit-Statistik: Vergleicht man die „Halbzeitergebnisse“ mit den Endergebnissen, hat S04 i.l.d. Rückrunde in der 2. Halbzeit das Spiel zweimal zum besseren gewendet – nämlich die letzten beiden Spiele von 0:0 auf Sieg – und einmal ist es zum Schlechteren geraten – nämlich gegen Fürth. Wenn man Stevens’ Saisonhälfte dazu nimmt, hat Schalke in dieser Saison das Ergebnis in der zweiten Halbzeit 6 x verbessert, 5 x hat es sich verschlechtert. Ich finde das relativiert die Halbzeitlastigkeit der Tore ein wenig.

    Ja, dass Jens Keller in der Halbzeit einiges richtig gemacht hat, sehe ich auch so, sieht wohl jeder so. Aber bezüglich der „Punkte“, die er damit sammeln konnte, stellt sich mir doch gleich die Frage, ob er für die erste Halbzeit auch Punkte abgezogen bekommen?!

    • Ich wollte hier gar keine Statistik Pro/Contra Keller aufmachen. Die Halbzeitlastigkeit sollte nur verdeutlichen, dass es bei Spielen mit Schalker Beteiligung die erste Halbzeit eher ereignisarm ist. Zumindest im Vergleich zur zweiten Halbzeit.
      Die Statistik, die für Keller spricht, ist derzeit die der drittbesten Rückrundenmannschaft. Da erscheint die Hetzkampagne der Bild im Nachhinein wie ein schlechter Witz.
      Allerdings: Von den Ergebnissen sollte man sich nicht trüben lassen. Eine Spielidee, wie man sich seine Torchancen erspielt, hat die Mannschaft leider auch nicht immer.

    • Allerdings frage ich mich, ob denn Keller alleine für Erfolg und Misserfolg von Schalke verantwortlich ist und nicht auch die Mannschaft.

      • Natürlich nicht. Es geht doch immer nur zusammen. Jens Kellers Erfolg: Er hat es geschafft, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen, so dass sie das abruft, was sie kann.

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