Mrz 182013
 

Schalke gewinnt, Schalke verliert. So ist das nun mal. Am Samstag hat Schalke mal wieder verloren. Nach dem Aus in der Champions League gegen Istanbul die zweite Niederlage in Folge. Jens Keller hat damit den Kredit, den er sich bei den Medien nach der Mini-Serie erspielte, schon wieder futsch. Es hagelt Kritik am Trainer. Dass er schon vorher gehen muss. Dass er nie eine Chance hatte. Dass er nur Platzhalter ist. Herr Gott noch mal das weiß er doch selbst! Nichts anderes wurde ihm versprochen. Keller wird am Ende der Saison wieder ins zweite Glied rücken und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er gar nicht mal so unglücklich darüber sein wird. Die Welt spricht vom Zirkus auf Schalke. In diesem Zirkus sind die Journalisten die Dompteure, die die Verantwortlichen auf Schalke durch die Manege treiben. Jens Keller ist der traurige Clown, der vom Publikum und dem Rest des fahrenden Volkes manchmal bemitleidet und manchmal ausgelacht wird.

Zurück zum sportlichen Teil: Schalke vergibt in dieser Saison zu viele von den so genannten “Hundertprozentigen”. Jetzt, wo Huntelaar verletzt ist, übernimmt der Rest der Truppe diese Aufgabe. Am Samstag waren es vor allem Farfan und Draxler. Auch Obasi durfte sich einreihen. Was in der vergangenen Saison noch klappte, geht in dieser regelmäßig vorbei bzw. ans Aluminium. Dass man da nach einem 0:2 Rückstand und zwanzig Minuten Spielzeit den Glaube und die Hoffnung an die Wende ein wenig verliert ist menschlich und nachvollziehbar. Jetzt heißt es erst mal Wunden lecken. Die Nationalmannschaft ist mal wieder dran. Dann geht es weiter gegen Hoffenheim. Die Mannschaft, gegen die in der Hinrunde das Drama und die Negativserie auf Schalke begann. Vielleicht ist sie am Ostersamstag wieder der Wendepunkt. Und vielleicht überrascht der Clown ja doch noch und zaubert den ein oder anderen Trick auf der Kiste.

 Posted by on 18. März 2013 at 07:30

  8 Responses to “Von den Medien getrieben”

  1. […] dem Derbysieg gegen Dortmund die Stimmung ins Gegenteil verkeht. Nicht ganz unschuldig daran wähnt blogundweiss die […]

  2. Wir wollen doch einmal festhalten: Niemand zwingt Jens Keller zu dem Job. Nicht die Fans drängen sich ihm auf, sondern er wird uns aufgedrängt und er macht das Spiel mit. Da seh ich keinerlei Grund für Mitleid oder Rücksichtnahme. Er ist der aktuelle Trainer und hat dementsprechend die Verantworung zu übernehmen und den Kopf hinzuhalten! Wenn er das nicht will: er muss das nicht machen! Kein Fan zwingt ihn dazu!
    Da hat Heldt (nicht die Medien!) einfach einem Jugendtrainer einen Job gegeben, der ihm vorher aus trifftigen Grund nicht anvertraut wurde und dem er einfach nicht gewachsen ist. So sehen dann auch die Ergebnisse aus. Kein Sieg im DFB-Pokal, Kein einziger Sieg in der CL. Heimklatsche gegen den Tabellenletzten und Untergang gegen die Bayern.
    Soll man das alles totschweigen weil sicher ist, dass der Trainer nur diese Saison alles kaputt machen kann?

    Die Reaktion der Fans muss so heftig ausfallen, dass es sich der Vorstand das nächste Mal dreimal überlegt, ob man einen erfahrenen Trainer beim ersten Anzeichen von Problemen bis zum Saisonende gegen die nächstbeste Notlösung wechselt.

    • Hat Jens Keller sich denn jemals beschwert? Nö! Klar hat er mal gesagt, dass es ihn schon irritiert hat, wie gleich zu Anfang alles schlecht geredet wurde, was er tat. Aber im Ernst, ich bin zufrieden mit seiner Arbeit! Denn für mich sind vorallem spielerisch Fortschritte zu erkennen. Solche Spiele, wie Samstag passieren. Daraus lernt auch das Team. Schade eigentlich, dass Keller keine Chance bekommt, über die Saison hinaus etwas zu entwickeln. Das hat er nämlich drauf! Der Mann kann ein Spiel lesen und reagiert bei Umstellungen und Auswechslungen meisst richtig, wo ein Huub Stevens stoisch in der 75. Minute immer den selben Standardwechsel vornahm.
      Für alle, die jetzt gegen den Trainer wettern: Wer hätte es denn sonst machen sollen, wenn Huub schon wegmusste? Ein Feuerwehrmann a la Peter Neururer, oder wohlmöglich Otto Rehagel? Gott bewahre!

      • Ich verstehe die Argumente von werna durchaus. Dabei unterschlägt er aber den absolut überzeugenden Derbysieg.
        Keller soll sein Ding bis zum Saisonende machen und dann wieder in die zweite Reihe rücken. Für Schalke ist er in der Außendarstellung einfach “zu schwach auf der Brust”.
        Auch wenn das echt ein mehr als schlechtes Argument ist. Denn eigentlich sollte man einen Trainer ja an anderen Fähigkeiten messen.
        Keller wird wohl als zweiter Mirko Slomka in die königsblaue Geschichte eingehen.

        • Derbysieg hatten wir im Hinspiel unter Stevens auch. Da war tolle Stimmung und alles in Ordnung …und ein paar Wochen später der Trainer weg vom Fenster.
          Selbst den Erfolg Derbysieg hat Keller diese Saison nicht für sich alleine und die Ereignisse des letzten Jahres zeigen, wie wenig so ein Erfolg für einen Trainer doch wert ist.
          Du kannst bei Schalke das Derby gewinnen (*und* die Mannschaft in CL- und DFB-Achtelfinale führen) und trotzdem Karl Arsch sein!
          Vor dem Hintergrund haben selbst die Derbysiege einen schalen Beigeschmack bekommen und ich kann Keller dafür nicht abfeiern. Vor allen Dingen wenn die Gesamtleistung nicht stimmt.

      • Aber der Kommentar kritisiert doch die – angeblich erst durch die Medien erschaffene – Situation Kellers.
        Und dazu kann ich nur sagen: Er wusste worauf er sich einlässt. Die Verantwortlichen wussten, was sie ihm damit antun.
        Man könnte auch sagen: Der Vorstand hat durch seine Trainerwahl (und den Ergebnissen des Trainers, die den niedrigen Erwartungen entsprechen) die Medien zu entsprechenden Kommentaren provoziert und motiviert.
        Es gibt für Keller keinen Grund sich zu beschweren und es gibt keinen Grund für “die bösen Medien”-Kommentare. Es läuft so ab wie es zu erwarten war!
        Das läuft alles unter “selber schuld”

  3. Klasse ist aber wie immer, dass die sogenannte Presse den Zirkus inszeniert und ihn hinterher Schalke in die Schuhe schiebt. Zum kotzen, ehrlich gesagt.

  4. guter Beitrag, ich sehe das alles genau so! Da ich mehrere Vereine intensiv beobachte, kann ich schon sagen das auf Schalke die Presse schon extrem ist.

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