Mrz 132013
 

Roman Neustädter. Derzeit vielleicht der unglücklichste Mensch auf Schalke. Trotz seines Tores schafft es Schalke nicht, in die nächste Runde der Champions League einzuziehen. Und seine Figur spielte in beiden Begegnungen gegen die Türken eine tragende Rolle.

Eines vorweg: Roman Neustädter ist nicht der einzige und auch nicht der Hauptgrund, warum Schalke gegen Istanbul scheiterte. Und doch wird seine Person für mich immer mit diesen Spielen in Verbindung bleiben, weil er vor allen drei (wichtigen) Gegentoren in meinen Fokus geriet. Im Hinspiel leistete er sich einen kapitalen Bock im Aufbauspiel. Die entschuldigende Geste danach sprach für seinen Charakter. Im gestrigen Rückspiel schoss er zunächst das Tor. Richtig glücklich sah er allerdings danach immer noch nicht aus. Vor dem Ausgleich musste sich Neustädter behandeln lassen und war gerade erst zurück auf dem Platz und vielleicht deswegen nicht genug sortiert, um die durchaus bekannte Kurzpassvariante mit Fernschussoption durch Hamit Altintop ein wenig eher zu unterbinden.

Den zweiten Bock leistete er sich im vorderen Mittelfeld. Der Pass genau zwischen Uchida und Farfan war grausam. Der Rest ist Pech und ein zu langes Zögern von Timo Hildebrand. Wie gesagt: die Hauptschuld trägt Neustädter sicher nicht, aber die Spiele waren einfach das perfekte Spiegelbild seiner derzeitigen Verfassung. Nach seiner Auswechslung spielte Schalke aufopferungsvoll. Der eingewechselte Fuchs machte Dampf in der Offensive. Kolasinac war so gut, dass es fast schon unheimlich war. Noch viel intensiver war dieses Gefühl bei Julian Draxler. Denker und Lenker. Kreativposten. Gefährlichster Spieler auf dem Platz. Wenn er es jetzt noch schafft, den Kopf bei entscheidenden Situationen ein wenig zu heben, so dass er besser postierte Mitspieler sieht, dann…(bitte selber vervollständigen).

Schalke kann sich jetzt voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Darauf, auch in der kommenden Saison wieder Spitzenvereine in der Arena zu Gast zu haben. Gegen Nürnberg können sie weiter an diesem Ziel arbeiten. Ob Roman Neustädter dies am Samstag von der Bank aus erleben wird, daran besteht für mich überhaupt kein Zweifel.

 Posted by on 13. März 2013 at 09:00

  One Response to “Der Zweifler”

  1. […] spricht, versucht der Schalkefan auch das Positive zu sehen und sieht immerhin keine Blamage. Blogundweiss sieht in Roman Neustädter einen […]

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