Mrz 112013
 

Beim 142. Revierderby gab es auf Schalker Seite viele Protagonisten. Julian Draxler zum Beispiel. Der jüngste Spieler in der bisherigen Bundesligageschichte, der 100 Spiele absolviert hat und Schalke dann doch glatt mit 1:0 in Führung schoss. Ein weiterer Kandidat ist Atsuto Uchida. Der Rechtsverteidiger war Ewigkeiten verletzt und spielte dann gemeinsam mit Farfan die linke Seite der Unausschreiblichen schwindelig. Folge: Zwei Torvorlagen für den kleinen Japaner. Eine weitere wichtige Figur war Klaas-Jan Huntelaar. Gegen Wolfsburg beendete er seine Torflaute. Mit entsprechendem Selbstvertrauen nahm er dann einen langen Ball von Michel Bastos volley. Dieses Ding hätte ein Tor verdient gehabt. Den Lohn holte er sich dann kurze Zeit später, als die ganze Borussen-Abwehr kollektiv rumstand und dem Hunter beim Kopfball zuschaute. Nach einem Zusammenprall mit Hildebrand musste der Holländer mit einem Teilabriss des Innenbandes raus. Bitter.

Die eigentliche Hauptfigur des Spiels fiel wegen seinem Weltklasse-Stellungsspiel allerdings kaum auf: Joel Matip! Seit einigen Wochen in absolut bestechender Form, machte er im Derby wohl das Spiel seines Lebens. 24 Pässe, 22 davon zum eigenen Mann. Viel wichtiger allerdings sein Zweikampfverhalten: Von 28 Duellen entschied er 22 für sich. Und das waren ausnahmslos die wichtigen. Robert Levandowski war eigentlich zu jeder Zeit abgemeldet, wenn Joel Matip in der Nähe war. Ähnlich ging es Götze, Reus und wie die Vögel da alle heißen. Mit der Vertragsverlängerung von Höwedes (bis 2017) hat Schalke keinen Bedarf mehr auf der Innenverteidigerposition. Wenn der Papa wieder im Kader ist, hat Jens Keller ein Luxusproblem allerhöchster Güte. Vor allem wenn man bedenkt, dass Kaan Ayhan ebenfalls in naher Zukunft den Kader verstärken wird. Sicher wird ein weiterer erfahrener Innenverteidiger den Kader füllen, um ganz unangenehmes Verletzungspech vorzubeugen.

Genug in die Zukunft geschaut. Genießen wir die Gegenwart! Wir sind DERBYSIEGER und das nicht mit Glück, sondern in beiden Spielen absolut verdient. Der Blick in der Bundesliga geht nach oben. In der Champions League geht es morgen schon weiter. Auch hier erwartet die Mannschaft eine Höllenstimmung. Die ist man aber durchaus gewohnt.

 Posted by on 11. März 2013 at 07:30

  2 Responses to “Der Über-Matip”

  1. Mich überrascht in diesem Zusammenhang vor allem, wie überrascht nun alle von Joel Matips Sahneleistung sind. Dass er ein extrem feiner Fußballer mit einer überragenden Übersicht ist, haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren erleben dürfen. Die letzten drei Monate waren suboptimal – OK. Aber dass er’n Guten ist, daran bestand auch in dieser Phase für mich nie der Hauch eines Zweifels.

    Aber – und deshalb möchte ich deinen Blogpost virtuell dreimal rot unterstreichen – es war in den letzten Monaten in der Tat schwer, die Krakeeler im Stadion und in den Blog-Kommentaren zu bändigen. Deshalb ist es einfach wunderschön, dass Matip nun selbst wieder damit beginnt, seinen Kritikern – wie Jones es sagen würde – “die Fresse zu stopfen”.

    • Sehe ich auch so. Matip ist und wird noch ein ganz großer. Nicht umsonst habe ich meine interne Rangliste der Innenverteidiger wie folgt und immer wieder publiziert:
      1) Matip
      2) Papadopoulos
      3) Höwedes
      4) Der Rest

      Dabei sind irgendwelche Formschwankungen etc. nicht berücksichtigt.

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