Nov 152012
 

Schalkes Kader ist in der Offensive so gut aufgestellt, wie es sehr sehr lange nicht mehr der Fall war. Huntelaar, Farfan und Afellay sind gestandene Internationale mit Champions League Niveau. Julian Draxler und Lewis Holtby müssen dieses Niveau noch dauerhaft beweisen, sind aber auf dem besten Weg dorthin. Bei vier Offensivpositionen im Spielsystem, sitzt schon einer der genannten auf der Bank. Damit ist es zwangsläufig so, dass manch ein Profi mit sehr gutem Bundesliganiveau im Schalker Kader ein bisschen aus dem Fokus gerät. Einer davon ist Chinedu Obasi. Im letzten Winter aus Hoffenheim verpflichtet, spielte Obasi anscheinend unter Schmerzen, bis er sich im Sommer zu einer Operation entschieden hat.

Sein Engagement auf Schalke verlief bisher also nicht gerade positiv, auch weil die Verpflichtung – zunächst übrigens nur auf Leihbasis –  vor knapp elf Monaten von vielen nur als Druckmittel für eine Vertragsverlängerung Jefferson Farfans gesehen wurde. Dementsprechend geknickt berichtet Obasi von seiner derzeitigen Situation und auch seiner Position im Kader. Immerhin traf er bei der ETT-Runde am vergangenen Mittwoch gegen Charleroi zum zwischenzeitlichen 3:0. Ein Lebenszeichen, das seinen Kampf um Einsatzminuten aber nicht unbedingt verbessern dürfte. Auf den Außen steht hinter den Stammspielern auch noch Tranquilo Barnetta. In der Sturmspitze ist Marica bisher die erste Alternative. Im offensiven Mittelfeld heist der Hauptkonkurrent Christoph Moritz, der sich bisher nicht nur gegen Obasi, sondern auch gegen Teemu Pukki durchgesetzt hat.

Hier kristallisiert sich auch ein wenig das Problem des Nigerianers heraus: Was wäre seine ideale Position im Kader? Wo hätte er die besten Chancen, sich wieder an einen Platz im Kader heranzukämpfen? Bei seinen zwei Kurzeinsätzen gegen Düsseldorf und Wolfsburg, wurde er einmal für Huntelaar und einmal für Afellay eingewechselt und agierte positionsgetreu. Eine Rolle, die es auf Schalke noch zu besetzen gilt, ist die des Jokers. Marica traf bisher nur, wenn er von Beginn an ran durfte. Teemu Pukki (gegen Mainz) und Julian Draxler gelangen in der Bundesliga bisher ein Treffer nach einer Einwechslung.

Obasi traue ich die Rolle der zweiten Spitze durchaus zu, wenn man das Spiel im letzten Viertel die Partie noch drehen will und dafür einen defensiven Mittelfeldspieler opfert. Gerade durch seine Antrittsschnelligkeit kann er da meiner Meinung nach wertvoll werden. Ich bin mir sicher, dass Obasi seine Spielzeiten noch bekommen wird, wenn er beschwerdefrei bleibt. Die Saison ist lang, die internationalen Spiele werden auch in der zweiten Saisonhälfte kommen. Ich hoffe auch für Chinedu Obasi, dass wir möglichst viele erleben werden.

Obasi im Interview

Bericht zum ETT-Spiel gegen Charloria (4:0)

Pukki gegen Mainz

 

 Posted by on 15. November 2012 at 07:40

  3 Responses to “wObasi?”

  1. “Im offensiven Mittelfeld heist der Hauptkonkurrent Christoph Moritz, der sich bisher nicht nur gegen Obasi, sondern auch gegen Teemu Pukki durchgesetzt hat.”

    Spielt Moritz nicht im defensiven Mittelfeld (wenn er überhaupt spielt)?

  2. Er wurde bisher meist für Holtby eingewechselt. Sicher spielt Moritz etwas defensiver.

  3. Ich glaube so langsam, dass Obasi und Schalke nicht mehr glücklich miteinander werden. Obasi braucht Spielpraxis, um sein Niveau wieder zu erreichen. Einsätze im ETT-Cup helfen da kaum. Und selbst wenn er doch nochmal in Form kommt, wird er nicht zum Stamm gehören.

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