Nov 122012
 

Schalke erkämpft sich drei Punkte gegen den SV Werder Bremen und mühte sich über lange Strecken des Spiels, die gut verteidigende Bremer Mannschaft zu knacken. Dabei stand sich Schalke selber im Weg, weil die Spieler den Ball lieber ins Tor tragen wollten, als sich außerhalb des 16 Meter Raums mal ein Herz zu nehmen und es mit einem Distanzschuss zu versuchen. Mehr als ein Mal hörte man den verzweifelten Imperativ aus der Überschrift in der Kurve.

Schalke begann, wie es nach der Verletzung von Uchida und Höger vermuten ließ. Das Rotationsprinzip ist nicht das des Huub Stevens und somit blieb die einzige Änderung der Positionswechsel von Höwedes auf die Außen und die Rückkehr von Papadopoulos in die Startformation. Schalkes erste Tormöglichkeit durch Huntelaar blieb bis zum Ausgleich von Neustädter tatsächlich die letzte wirklich gefährliche Chance für Königsblau. Dabei hatte Schalke viele gute Möglichkeiten zum Torabschluss zu kommen. Quasi die komplette Offensivfraktion inklusive Benedikt Höwedes hatten teilweise mehr als ein Mal die Möglichkeit, den Bremer Torhüter Mielitz mit einem Distanzschuss zu prüfen. Stattdessen wurde um den 16er die Lücke gesucht, die Jones beim entscheidenden Kontertor durch Draxler letztendlich fand. Zuvor verhakte sich das Team im Klein-Klein.

Schalker Torschüsse mit dem Fuß - Quelle: Bundesliga.de

Schalker Torschüsse mit dem Fuß – Quelle: Bundesliga.de

Die Folgen sieht man auf dem Diagramm: Schalke kam nicht zum Abschluss und musste sich den Sieg deswegen womöglich härter erarbeiten als es nötig gewesen wäre. Denn auch wenn man aus der Distanz nicht immer erfolgreich ist, so führt es doch ab und an zu Eckbällen und dazu, dass der Gegner die Lücke zu Huntelaar dann mal doch nicht komplett zu macht, weil man wieder einen dieser gefährlichen Schüsse aus der Distanz erwartet. Zudem drängt sich dann auch nicht der Eindruck auf, dass die Mannschaft nur diese beiden Ziele zum Erfolg kennt: Über die Außen oder das oben bereits erwähnte Klein-Klein durch die Mitte.

Alles in Allem bleibt ein Arbeitssieg, der bis zum Ende auf der Kippe stand. Das Spiel war nicht hochklassig, dafür spannend bis zum Schluss. Auch, weil die Bremer das Mittelfeld extrem eng gemacht haben und somit Matip und Papadopoulos gezwungen waren, das Spiel nach vorne anzutreiben. Wenn vorne dann zu wenig Bewegung ist, dann wird es nun mal zwangsläufig schwer. Doch auch solche Spiele gewinnt man dann halt ab und an mal, wenn man auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft ist. Dabei zeigte Schalke eine Tugend, die man in dieser Saison zum Glück noch nicht allzu häufig zeigen musste: Sie drehte ein Spiel komplett. Dies gelang in der letzten Saison des öfteren.

Für Schalke geht es am Samstag um 18:30 Uhr in Leverkusen weiter. Endlich mal ein würdiges Spitzenspiel am Abend.

 Posted by on 12. November 2012 at 09:40

  One Response to “Schiiiiiiiiieeeeeeß!”

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