Okt 082012
 

So zeigte sich Huub Stevens im Sportschau Interview. Die Mannschaft beweist ihm, uns und und allen Skeptikern, das es besser geht. Felix Magath wird mit drei Treffern im Tabellenkeller zurückgelassen. Einzig der Hunter hatte wohl am Samstag auch ein weinendes Auge.

Im Gegensatz zu den etwas unbefriedigenden Spielen gegen Düsseldorf und Montpellier, konnte Schalke am Samstag nach einer Führung endlich mal nachlegen. Das lag vor allem an der guten Offensivleistung. Zum anderen aber auch daran, dass der Gegner eine Mannschaft ohne Herz ist. Wie soll sie auch? Zusammengekauft, von den Verantwortlichen unter Druck gesetzt und nicht einmal eine nennenswerte Fankultur im Rücken, die der Vereinsführung dem Konzern deutlich macht, dass der magathsche Weg zwar manchmal erfolgreich ist, aber nichts mit dem zu tun hat, womit man sich als Fan identifiziert kann oder will. Die zusammengewürfelte Truppe aus Wolfsburg gab sich in der zweiten Halbzeit quasi auf und setzt damit auch ein Zeichen gegen den Trainager Magath.

Zu den Schalkern: Für den kranken Papa stand Matip wieder in der Innenverteidigung. Für Draxler spielte Afellay und Jones wurde wieder von Höger vertreten. Ansonsten vertraute Stevens seiner bisherigen Stammelf. In der ersten Halbzeit wurde Schalkes neue Spielweise mehr als deutlich: Sie nennt sich Geduldsspiel. Unglaublich viel Ballbesitz, ganz wenig Risiko. Dafür Spielkontrolle ohne Ende. Bis zum Tor hat Schalke nur wenige klare Torchancn herausgespielt. Auf der Gegenseite brachte man sich in der Defensive aber auch nur vor sich selber fürchten. Huntelaar Höwedes und Unnerstall selbst brachten den Schalker Kasten in Gefahr.

Spätestens in der zweiten Halbzeit wurde klar, dass dieser Gegner genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Nach dem Blitztor von Afellay trainierte Schalke 40 Minuten lang, wie man den Ball in den Rücken der gegnerischen Abwehr bringt. Einzig die Chancenauswertung ließ hier zu wünschen übrig. Vor allem Huntelaar konnte einem Leid tun. So sehr er sein Tor wollte, entweder scheiterte er an sich selbst, am Pfosten oder der letzte Ball in seine Richtung war zu ungenau gespielt.

Sei’s drum. Schalke legt den besten Saisonstart seit Anno Dazumal hin. Das Publikum ist versöhnt und man kann sich in aller Ruhe auf die Herkulesaufgabe in zwei Wochen vorbereiten. Die Guten zu Gast bei den Bösen. Mit dem Geduldsspiel aus der ersten Halbzeit werden wir dort nicht weit kommen. So viel ist sicher.

 Posted by on 8. Oktober 2012 at 08:00

  6 Responses to “Dick zufrieden”

  1. […] verlinke ich Artikel, die NICHT in die Kerbe schlagen: http://blogundweiss.de/2012/10/08/dick-zufrieden/ Teilen / Bookmark Hinterlasse eine Antwort Hier klicken, um die Antwort […]

  2. Hi,

    waren es nicht eher Afellay mit dem Wahnsinnsrückpass und Höwedes mit der Grätsche die unseren Kasten in der ersten Halbzeit in Gefahr brachten?

    • Huntelaar sollte natürlich Höwedes heißen. Und ja, ich meinte die Aktion nach dem Rückpass. Hatte das aber eher als kleinen fußballerischen Faux pass von Unnerstall angesehen.

      • Ok, ich dachte schon ich hätte was übersehen :) (bzgl Huntelaar/Höwedes)
        Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich man die gleiche Situation auffassen kann. (bzgl Afellay/Unnerstall).

        • Generall war Unnerstall in der ersten Halbzeit ja über nervös. Hat man ihm quasi bei jeder Aktion angemerkt. Danach konnte er sich dann ja immerhin noch in den letzten Minuten ein wenig auszeichnen.
          Sollte Hildebrand am Donnerstag in Oberhausen spielen, bin ich wirklich gespannt, wer gegen die Anderen im Tor steht.
          Schon in der letzten Saison sind die Schwach Gelben ja wie die Hunde auf Unnerstall zu gerannt, sobald der den Ball am Fuß hatte.

  3. […] Dick zufrieden ist Huub Stevens, aber auch Tobi Tatze von Blogundweiss. Mit dem Sieg gegen Wolfsburg haben man es allen Kritikern gezeigt und auch die Pfiffe des Publikums verstummen lassen. […]

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