Sep 202012
 

Letzte Woche war die Defensiven dran, kümmern wir uns nun um die Abteilung Attacke. Sie ist trotz der deutlich sicheren Verteidigung immer noch das Prunkstück. Letzte Saison konnte Schalke schon sehr viele Tore schießen, aktuell geht der Schnitt in die ähnliche Richtung. “Die 0 muss stehen” ist Vergangenheit, es heißt: “Die Tore müssen fallen!”

Außenverteidiger Teil 2:
Kommen wir nun dazu warum Fuchs und Uchida – seltener Höwedes hinten schon mal schlecht stehen, und grade bei Kontern sehr anfällig sind. Klar, die beiden gehen auch schon mal gerne bis zur Grundlinie durch, und das sollen sie auch, schließlich haben beide ihre Stärken in der Offensive. Fuchs Flanken sind aus dem Halbfeld schon brandgefährlich, und Uchida schafft es mit Farfan zusammen (leider fast nur mit ihm zusammen) mit schnellem Kombinationsspiel und gutem Antritt oft völlig frei an der Grundlinie aufzutauchen.

Fazit: In der offensive gibt’s kaum stärkere Außenenverteidiger. Auch wenn Uchida im Gegensatz zu Fuchs kaum Torbeteiligungen verbuchen kann, leistet er nahezu eben so viel und ist für mich kaum weg zu denken. Höwedes KANN zwar auch hinten rechts spielen, nur ihm fehlt der Drang nach vorne, steht aber dafür hinten sicher – kein Wunder, schliesslich ist er eigentlich Innenverteidiger

Offensives Mittelfeld:
Zuerst hatte ich mir überlegt diese Kategorie in Außen und zentrales offensives Mittelfeld aufzuteilen, aber nach kurzer Überlegung fällt auf: bis auf Farfan haben wir gar keine klassische Außen, und selbst der zieht mittlerweile des öfteren – taktisch bedingt – nach innen statt die Außenbahn herunter zu rennen. Das ist aber in keinem Fall schlecht, sondern könnte Schalkes größte Waffe in der kommenden Saison werden. Mit Holtby, Draxler, Farfan, Afellay und mit kleinen Abstrichen Barnetta und Obasi stehen gleich 6 kombinationssichere kreative Leute bereit, die alle die Qualität haben im richtigen Moment auf Huntelaar durchzustecken, sich in den Strafraum zu kombinieren, oder einfach mal aus der Distanz drauf zu halten.

Fazit: Gesetzt ist auf der “10” wohl Holtby, neben ihm werden Draxler, Afellay und Farfan je nach Form und Fitness herum rotieren, Barnetta ist die etwas defensivere Option. Alles in allem eine schlagkräftige Offensivreihe, unterstützt von Jones verstößen und den Sturmlaufen der Außenverteidiger dürfte Schalke nur schwer auszurechnen sein. Allerdings scheint sich da Team hier noch nicht wirklich eingespielt haben, im Kombinationsspiel vorm Strafraum ist noch deutlich mehr drin.

Sturm:
Über Huntelaar muss man – trotz leichter Abschlussschwäche im Moment – eigentlich kaum etwas sagen. Er ist der Torriecher in Person, arbeitet aber auch unermüdlich 90 Minuten lang, läuft ständig die Verteidiger an um Druck aufzubauen und bietet sich auch für Kombinationen an. Kurz: Er ist ohne Zweifel einer der besten Stürmer der Liga. Dass man ihn nicht adäquat ersetzen kann ist fast nur logisch, dass die einzige vom Spielertyp ähnliche Alternative mit Marica sich fast nie beweisen konnte ist schade bis fahrlässig, allerdings wäre alles andere auch kaum bezahlbar. Pukki rechne ich aufgrund der enormen Konkurrenz aus dem Mittelfeld kaum Einsatzchancen aus, auch wenn er schnell und quierlig ist, Stevens hat hier bessere Optionen. Obasi könnte zur Not wohl auch im Sturmzentrum spielen, allerdings bietet sich aufgrund seiner Fähigkeiten eher ein Einsatz auf den Flügeln an.

Fazit: Solange der Hunter fit ist, wird er treffen, da lehne ich mich weit aus dem Fenster. Sollte er ausfallen, wird Marica sicher brennen alles zu zeigen was er kann. Ich fürchte dass genau das sich dann leider in überhasteten Optionen und partiell in egoistischen Torabschlüssen zeigt. Allerdings ist auch er in der Lage mal ein Tor zu erzielen, dennoch wünsche ich mir dass Schalke in dieser Saison nicht auf ihn zurück greifen muss.

Das wars soweit mit der Offensive, auf nächste Woche freu ich mich ganz besonders, dann kommt die Taktik dran.

  4 Responses to “Kaderanalyse04 Teil 2”

  1. Offensiv sind wir wirklich so gut besetzt wie nie. Natürlich hätte ein längerer Ausfall von Huntelaar kaum absehbare Folgen. Es ist doch aber ein gutes Zeichen, wenn man vor einem Spiel keine Ahnung hat, wer da auf den Offensivpositionen eingesetzt wird, weil der Konkurrenzkampf so hoch ist.

  2. […] “Blog und Weiss” wagt den zweiten Teil der Kaderanalyse von Schalke 04. Dieses Mal Außenverteidiger und die Offensive. […]

  3. Vier Spiele drei Tore. Es gibt nicht viele Stürmer, bei denen man das überhaupt Abschlussschwäche nennen würde…

    • Ich würde auch sagen, dass er eher einen schlechten Tag hatte gegen Fürth. Und so nen Elfer kann man ja auch mal daneben hauen. Besser jetzt, als im Halbfinale gegen die Unaussprechlichen oder im Finale gegen die Großkupferten.

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