Aug 132012
 

Schalkes Vorbereitung ist so gut wie abgeschlossen, denn am Sonntag geht es zum ersten Plichtspiel nach Saarbrücken. Ich persönlich habe mich sehr über das Los gefreut, da es mir die Möglichkeit gibt, angeheiratete und sehr lieb gewonnene Verwandtschaft zu besuchen.

Sportlich wirft der Schalker Kader weiterhin viele Fragen auf. Ich werte dies allerdings als außerordentlich gutes Zeichen, denn es heißt im Umkehrschluss, dass der Konkurrenzkampf in allen Mannschaftsteilen – den Ein-Mann-Sturm mal ausgenommen – enorm hoch ist. Ich hoffe, dass die Mannschaft sich darin nicht verliert und sicher selber hemmt.

Gegen Saarbrücken werden Huntelaar und Jones fehlen. Während für Jones gleich mehrere Alternativen in Frage kommen, überzeugten weder Pukki noch Marica in den Testspielen. Ginge man von den erzielten Toren und vom meinem subjektiven Eindruck aus, müsste eigentlich Edu die Speerspitze in Saarbrücken geben.

Der Eindruck im Training wird aber sicherlich ein anderer sein. Prophetisch sage ich voraus, dass Ciprian Marica seine Chance von Beginn an bekommen wird. Einfach, weil er als Spielertyp Huntelaar ähnlicher ist als Pukki. Dahinter wird übrigens nicht der Finne, sondern tatsächlich Lewis Holtby agieren. Neustätter und Höger bilden die Doppelsechs. Beide haben das notwendige Defensivpotenzial und können Holtby bei der Organisation des Spiels unterstützen. Ein echter Härtefall wird sich in der Abwehr auftun. So wie es derzeit aussieht, wird Joel Matip zunächst den Kürzeren gegenüber Papadopoulos und Höwedes ziehen. Ihn sehe ich eigentlich als Besten der Genannten an. Sein auch am Freitag sichtbares Defizit bei den Pässen nach vorne könnte hier ein Argument sein. Wobei weder Höwedes noch Papadopoulos es -gefühlt – häufiger versuchen als Matip, den Ball schnell und flach auf die Kombinationskünstler in der Offensive zu passen.

Im Tor glaube ich daran, dass Timo Hildebrand das Rennen macht. Ist mir auch am liebsten so, wobei ich es schade finde, dass dadurch zwei Talente in ihrer Entwicklung behindert werden. All das ist aber noch Zukunftsmusik, denn jeder hat in der kommenden Woche noch die Chance, sich anzubieten. Sei es mit einem guten Auftritt bei der Nationalmannschaft, oder auf dem Trainingsplatz am Berger Feld. Zudem wird sich der Konkurrenzkampf auch im Tor noch bis weit in die Saison hineinziehen. Auch das ist gut so.

 

 

 Posted by on 13. August 2012 at 09:00

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