Jul 162012
 

Schalkes Kader ist und war groß. Zwei, die in der kommenden Saison definitiv nicht mehr für den FC Schalke 04 auflaufen werden, sind Levan Kenia und Peer Kluge. Während Peer Kluge immerhin 103 Einsatzminuten hatte, kam Levan Kenia wiedermal keine Minute auf den Platz. Beide suchen ihr Glück bei einem anderen Verein. Levan Kenia wird in St. Petersburg einen letzten Versuch starten, die Profikarriere fortzusetzen. Peer Kluge zieht es in die Bundeshauptstadt und vergrößert den Kreis der königsblauen Alumni-Enklave bei der Hertha.
Wir wünschen Peer und Levan sportlich wie auch privat alles Gute bei ihren neuen Stationen. Vielen Dank und Glück auf!

Wir lassen das Bewertungsvoting für Kluge weg, auch wenn Tommes seine Wertung numerisch kundgegeben hat. Wer das ebenfalls machen will, der möge seine Bewertung in die Kommentare schreiben. Ansonsten lasst uns die beiden einfach noch mal richtig feiern.

tommes04:

Peer Kluge:
Kluge hat mich im Ergebnis nicht überzeugt. Na klar hatte er auch Verletzungspech. Seinen Nimbus des Kampfspielers aus hat er meines Erachtens nach jedoch zu sehr gepflegt. Alles in allem sehr durchschnittlich, ohne dass der Eindruck entstand, es könnte noch viel Luft nach oben sein. Der Transfer zum Saisonende ist daher sehr nachvollziehbar.

Bewertung: 4 von 10 Punkten

eppinghovener:

Peer Kluge:

Peer – Magic – Kluge, so wurde er vom Senior persönlich getauft. Ein Ritterschlag für jeden Profifussballer. Ich wette er hätte auch durch seine Art schnell in Stevens Bundesliga Kader Fuß gefasst, hätte er sich nicht im Oktober einer OP unterziehen müssen, die ihn bis weit in die Rückrunde außer gefecht gesetzt hat. Ans Team ran kam er nicht mehr wirklich, ist aber auch nicht unbedingt verwunderlich nach der Pause. Ich wünsche ihm alles gute bei der Hertha, mit seiner Einstellung hat er sich auf jeden Fall meinen Respekt (und sicher denen vieler anderen Schalker) erkämpft. Wenn ich so überlege habe ich tatsächlich nie jemanden schlecht über ihn Reden hören. Im Grunde ein schönes Zeichen dass auf Schalke die ehrlichen Kämpfer immer noch geschätzt werden. Manche halt Dinge ändern sich halt nicht.

Meine Wertung: sportlich keine aufgrund nur 103 Minuten Spielzeit.

Bewertung: Keine Wertung

Levan Kenia:

Schade dass er geht, auch wenn es verständlich ist. Gestartet ist der jüngste Nationalspieler der Geschichte Gregoriens in der A-Jugend 07/08 mit 2 Toren und 7 Vorlagen in 10 Spielen. Doch in den weiteren 4 Jahren bis heute kam er aufgrund vieler schwerer Verletzungen grade einmal auf ganze 815 Einsatzminuten. Immer war irgendwas, immer wenn man dachte Levan kommt endlich wieder in Tritt kam die nächste Hiobsbotschaft. Auch wenn er erst 21 ist, ist es fraglich ob er je im Profifussball Fuss fassen kann. Zu wünschen wäre es ihm.

Keine Wertung, aber Daumen drücken für eine weitere Karriere bei Zenit St. Petersburg

Bewertung: Keine Wertung

tobitatze:

Peer Kluge:

Kluges Chance auf einen Platz im Kader war genau der Zeitpunkt, als Rangnick seinen Abschied bekannt gab und Huub Stevens das Ruder übernahm. Bei der Heimniederlage gegen die Bayern spielte er 57 Minuten im zentralen Mittelfeld. Beim 4:2 Heimsieg gegen Freiburg, wurde er unter Interimstrainer Eichkorn beim Stand von 1:1 zur Halbzeit ausgewechselt. Danach war Kluge auch wegen einer Verletzung weg vom Fenster. Den Anschluss schaffte er bei seiner Rückkehr Mitte der Rückrunde nicht mehr. Nicht nur, weil Jones felsenfest auf seiner Position gesetzt war, sondern auch, weil die Sidekicks namens Holtby, Höger und Moritz funktionierten.
Seine Entscheidung zur Hertha zu gehen, hat mich dann aber doch ein wenig verwundert. Ich bin mir sicher, dass Kluge mit seinem tadellosen Ruf, seinen Allrounder-Qualitäten und seiner internationalen Erfahrung auch einem ambitionierten Bundesligisten gut zu Gesicht gestanden hätte. Ich hatte eigentlich darauf getippt, dass er für eine Ablöse von ein bis zwei Millionen zu Gladbach, Stuttgart oder Bremen wechselt. Dass er sich dazu entschieden hat in der 2. Liga mit der Hertha um den Klassenerhalt kämpfen, habe ich wirklich nicht erwartet.

Bewertung: Keine Wertung

Levan Kenia:

Der Fußballgott geht endgültig. Einfach schade, dass er es auch in dieser Saison nicht geschafft hat. Umso mehr freue ich mich, dass er mit St. Petersburg eine tolle neue Herausforderung gefunden hat. Sicher wird er sich auch bei den Russen erst wieder rankämpfen müssen. Ich hoffe aber, wir werden wieder etwas positives von ihm hören.

Bewertung: Keine Wertung

 Posted by on 16. Juli 2012 at 07:30

  3 Responses to “Abschied nehmen: Levan Kenia und Peer Kluge”

  1. Wenn ich mich an so manche tolle (auch weil unerwartet zustande gekommene) Aktion von “Kluginho” erinnere, ist es schon schade, dass er jetzt weg ist. Wäre Jones nicht so fulminat auf Schalke zurückgekehrt, wäre Kluge auch auf seine Einsatzminuten gekommen. So aber war der Abschied leider keine Überraschung. Naja, schade. Viel Glück in Berlin.

  2. Für beide tut es mir leid, dass sie sich auf Schalke nie endgültig durchsetzen konnten. Bei Kenia schien es mal, als hätte er den Sprung geschafft, aber dann war wieder ständig verletzt. Dass man sich dann irgendwann trennen muss, ist verständlich. Auch für Kenia ist es ganz gut, nach seiner Pleiten-Pech-und-Pannen-Zeit auf Schalke mal neue Luft zu schnuppern.

    Kluge war und ist ein vorbildlicher Spieler. Aber ehrlich gesagt, konnte ich seine Verpflichtung damals nicht so ganz nachvollziehen. Denn die Klasse, in einer ambitionierten Bundesligamannschaft eine wichtige Rolle zu spielen hat er nicht. Er ist ein solider Profifußballer, nicht mehr und nicht weniger.

    @Tobi
    Vor 3-4 Jahren wäre ein Spieler wie Kluge noch für einen niedrigen 7-stelligen Betrag innerhalb der Bundesliga gewechselt. Aber in den letzten Jahren hat sich das ein bisschen gewandelt. Für solide Kicker, die ein relativ hohes Gehalt kassieren (und das wird bei Kluge der Fall gewesen sein) wird keine Ablöse mehr gezahlt. Da löst man den Vertrag auf und der Wechsel findet ablösefrei statt. Das ist für alle Beteiligten das Beste. Der abgebende Verein spart sich ein Millionengehalt, der aufnehmende Verein spart sich die Ablöse im 7-stelligen Bereich und der Spieler kann sein Gehaltsniveau einigermaßen halten, da die gesparte Ablöse zum Teil auf das Gehalt umgelegt wird.
    Dass Kluge nun “nur” noch in der 2. Liga spielt, finde ich nicht so verwunderlich. Zum Einen ist Hertha ja kein 08/15-Zweitligist. Die Ambitionen und das ganze Umfeld sind ja schon erstligareif (das Management nehme ich da mal raus). Bei Hertha kann ein Kluge trotz der Berliner Sparzwänge mehr verdienen als bei manchem Bundesligisten. Sportlich scheint die Hertha nicht so geschwächt, als dass ein direkter Wiederaufstieg utopisch wäre.

    • @RWDJojo: Ich habe eigentlich immer den Eindruck, dass nur bei Schalke diese Art und Weise Spieler abzugeben Gang und Gebe ist. Ich persönlich hätte Kluge noch ein wenig im Schaufenster stehen lassen. Der ein oder andere Bundesligist wäre da sicher noch interessiert gewesen und hätte sicher auch noch eine Ablöse bezahlt.

      Sei’s drum. Kluge ist weg und das ist gut so, denn für ihn war im Kader einfach kein Platz mehr.

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