Jun 012012
 

Den Abschluss der Kurzinterviewreihe macht heute Peter Lange. Er ist quasi das Urgestein des Aufsichtsrates und möchte auch in den kommenden Jahren aktiv an der Gestaltung des Vereins mitwirken. In der Überschrift ist deswegen das Wort “alt” wirklich nur auf die Amtszeit bezogen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und mich bei den Kandidaten bedanken, dass sie die Zeit und den Aufwand auf sich genommen haben und für die Beantwortung der Fragen zur Verfügung standen. Ich hoffe, euch haben die Interviews geholfen, am Sonntag die richtige Entscheidung für den Verein zu treffen. Glück Auf!

Peter Lange

Stellen Sie sich bitte in wenigen Sätzen vor und beschreiben Sie kurz ihren emotionalsten Moment mit dem FC Schalke 04

Peter Lange, 56 Jahre, glücklich verheiratet, 4 Kinder, Geschäftsführer, Vereinsmitglied seit 1998. Schalker seit Vereinseintritt bei Union Mülheim09 mit 5 Jahren. Die Anekdote erzähle ich zum ersten Mal öffentlich: Beim ersten Training: „Watt bisse“? „Stürmer“ …Gelächter…Pause…Mein Freund flüstert mir zu..“ „Die meinen watt du für einen Verein hast!“ Der historische Moment… mein Finger zeigt auf sein Trikot…“Wie du – Schalke!!!“ Dabei ist es geblieben und wird es bleiben – eben ein Leben lang. Alle Nicht Schalker finden diese Geschichte doof und kitschig, ich finde sie genial. Deshalb konnte ich im letzten Jahr zum 2. Mal meinen 50ten feiern, diesmal als Schalker.
Emotionen – tragisch: 4 Minuten im Mai und Rudis Weg. – Emotionen magisch: 1997 und wir können Pokalsieger 2001, 2002 und 2011. Emotionen – als Wut und Ärger: Als ein gewisser Herr einem wahren Schalker Marcelo Bordon den Koffer vor die Tür gestellt hat, Tränen der Wut bei mir, der Traurigkeit bei Marcelo. Unsere Antwort: Abschiedsspiel und Ehrenkabine. Apropos Tränen, der Spruch mit dem schwul sein war nicht so gemeint, ich kenne Marcelo gut, ihm tat das sehr leid.

 

Was hat Sie zu der Kandidatur bewogen und welche Stärken bringen Sie in den Aufsichtsrat ein, die es bisher noch nicht gibt?

Auch bei meiner fünften Kandidatur ist meine Motivation gleich geblieben: Es ist eine besondere Ehre für mich, im Aufsichtsrat des FC Schalke 04 mitarbeiten zu dürfen. Was kann es für einen Schalker denn Größeres geben als unserem Verein als Funktionär helfen zu können. Ich möchte weiter dazu beitragen, dass unser Verein sportlich und wirtschaftlich erfolgreich arbeitet, die einmalige Verbindung zu allen Schalkern aufrecht hält und sich seiner sozialen Verantwortung für die Menschen in unserer Region bewusst bleibt. Ich habe mit Freude festgestellt, dass meine beruflichen Erfahrungen aus fast 20jähriger Arbeit als Geschäftsführer großer Unternehmen im In – und Ausland dem Verein nützlich sind. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum man mich gebeten hat, mittlerweile im 9ten Jahr im Beteiligungsausschuss Verantwortung zu übernehmen. Dieser Ausschuss ist eine Art Aufsichtsrat unserer Betriebsgesellschaften.

 

Wenn Sie sich entscheiden müssten, was würden Sie bevorzugen: Die Meisterschaft oder die wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins?

Meisterschaft auf Pump geht nur über meine… Auf Schalke gilt schon seit langem der einfache kaufmännische Grundsatz „ es darf nicht mehr Geld ausgegeben werden als eingenommen wird.“ Daran haben sich (fast) alle gehalten, bis auf eine Betriebsstörung, die unseren Weg der Konsolidierung kurz unterbrochen hat. Daraus haben wir alle gelernt. Umso konsequenter und unnachgiebig wird weiter konsolidiert. Mit Sparen alleine ist aber noch keiner nach oben gekommen, deshalb werden wir auch weiter besonnen und ausgewogen in Steine und Beine investieren.

 

Schalke ist ein Kumpel- und Malocherklub. Trotzdem wurden jetzt unverhältnismäßige Ticketpreiserhöhungen in der Arena vorgenommen. Hätten Sie die Preiserhöhung im Aufsichtsrat unterstützt?

Nein! In dieser Form sicher nicht. Der Vorstand hat hierzu einen Vorschlag gemacht und muss jetzt den Gegenwind aushalten. Bekanntermaßen handelt es sich bei der Höhe der Kartenpreise nicht um ein genehmigungspflichtiges Geschäft: Das heißt aber nicht, dass der AR sich jetzt heraushält. Im Gegenteil! Wir werden uns aktiv an der Diskussion beteiligen und unsere Meinung vertreten. Lob aber an den Vorstand, dass er zu einem runden Tisch, einem neuen Kartenausschuss eingeladen hat. Das ist einmalig in der Bundesliga. Warum also nicht gleich so. Ich selbst und ein weiteres AR Mitglied werden den AR in diesem Ausschuss vertreten. Eines ist aber klar: An der Tabellenspitze der Kartenpreise hat der SO4 nichts zu suchen. Damit es beim nächsten Mal besser läuft sollte der Kartenausschuss ein dauerhaftes Gremium werden.

 

Wo sehen Sie den FC Schalke in 10 Jahren?

Wenn man mit dem Fernrohr 10 Jahre in die Schalker Zukunft schaut, kann es nur um Wünsche und Visionen gehen: Unsere Entwicklung war schon in den letzten 10 Jahren sensationell. Wenn wir nicht aufhören jedes Jahr etwas besser zu werden, und das geht nur mit harter Arbeit, klaren Konzepten und Zielen – die wir haben – können wir uns dauerhaft und stabil in der Bundesligaspitze etablieren. In 10 Jahren schuldenfrei, das ist zu schaffen. Die Kriegskasse in Südtirol ist jetzt schon leer, unsere könnte sich langsam füllen. In 10 Jahren – Schalke als Marke europa – und weltweit so bekannt zu machen wie Coca Cola oder zumindest wie Volkswagen, und damit dann ein Schweinegeld verdienen. Dann können wir auch sicherstellen, dass unsere Kartenpreise auch in 10 Jahren noch bezahlbar sind. Manch einer wird jetzt sagen: Helmut Schmidt hat Recht gehabt…“ wer Vision hat soll zum Arzt gehen,“ Lange auch. Nein, Schalke als Marke hat ein unglaubliches Potential, da stehen wir erst am Anfang. Einfach mal Schalke 04 googeln – 72 Millionen Ergebnisse, Vatikan – 17,5 Millionen Ergebnisse – noch Fragen?

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Ein offenes Wort an die Mitglieder: Warum soll man Sie wählen?

Clemens Tönnies und ich bilden an der Spitze des Aufsichtsrates ein Tandem, das gemeinsam mit unseren Aufsichtsratskollegen Schalke 04 auf einem klaren Kurs hält auf dem alle Schalker mitgenommen werden. Er lenkt, ich als sein Stellvertreter trample. Er vertritt den Verein nach außen, ich wirke nach innen. Mit meiner 12jährigen Erfahrung im Aufsichtsrat wissen alle Schalker, dass man sich auf mich verlassen kann. Ich betrachte das bisherige und hoffentlich zukünftige Vertrauen der Mitglieder nicht als Ruhekissen, sondern als Ansporn weiter Gas zu geben, mein Bestes für den Verein zu geben(Pkt. 7 Leitbild). Schalke hat mir in meinem Leben viele Glücksmomente gebracht, mit meiner Arbeit im Aufsichtsrat möchte ich davon etwas zurückgeben. Ich war glücklich und froh, in der Leitbildkommission gemeinsam mit meinem Kollegen Andres Schollmeier unser Schalker Leitbild mitgestalten zu dürfen. Obwohl sich die Kommission aus den unterschiedlichsten Bereichen des Vereinsleben zusammensetzte hat mich der Zusammenhalt und das gemeinsame Ziel, Schalke in 11 Punkten in ein Leitbild zu meißeln, tief beeindruckt. Das gibt es definitiv nur auf Schalke! Ich will, wie wir es von allen Schalkern erwarten, das Leitbild leben und gleichzeitig Wächter sein, dass es auch eingehalten wird. Am intensivsten kann ich das sicher für Punkt 4 des Leitbildes über meine Funktionen in der Stiftung Schalke Hilft! tun. Als „Vater“ der Stiftung ist es für mich eine besondere Verpflichtung im Beirat und im Verteilerausschuss weiter mitzuwirken und die Bedeutung der Stiftung dauerhaft zu steigern, damit wir noch mehr helfen können.

Schalke 04 soll immer ein demokratischer Verein bleiben, dafür stehe ich ein. Wenn andere uns deshalb als bekloppt bezeichnen, betrachte ich das als Kompliment.

 Posted by on 1. Juni 2012 at 07:30

  28 Responses to “Peter Lange – Ein alter Hase für den Aufsichtsrat?”

  1. auf der hp der supporters ist die interview-reihe auch zu lesen.
    wenn ich das richtig verfolgt habe, jeder kandidat einen tag früher als bei dir.

    wer ist denn nun der initiator dieser aktion?

  2. Erstaunlich wie Herr Lange in einigen Antworten nahezu jeden zweiten Satz dafür benutzt um zu verdeutlichen, dass er mit Felix Magath nichts am Hut hatte. Sehr elegant zudem, wie er die Ticketpreiserhöhungen umschifft, da der AR damit ja überhaupt nichts zu tun habe. Bemerkenswert allerdings geradezu, dass ein 5- oder 6-jähriger Mannschaftskamerad bei Union Mühlheim 09 im Jahr 1961 bereits ein Schalke-Trikot zum Training tragen konnte, wo doch Trikots als erwerbbarer Fanartikel erst Jahrzehnte später in den Handel kamen.

    Man merkt, dass Peter Lange bereits seit ein paar Jahren in verantwortlicher Position tätig ist. Seine Antworten sind allesamt sehr gut, sehr routiniert, sehr geschliffen aber leider auch sehr wenig überraschend. Aber so ist das wohl bei Amtsinhabern, die sich zur Wiederwahl stellen. Die können nicht mit dem Argument “ab jetzt machen wir alles anders und besser” kommen.

    • Hallo Matthias, danke für dein feedback. Die Trikots haben wir damals selbst gemacht. Da warst du wahrscheinlich noch nicht auf der Welt, um das zu wissen. Zeigen kann ich es dir leider nicht, habe nur noch meine Teddy aus dieser Zeit. Das ich von der Zeit mit Magath insgesamt sehr enttäuscht bin, dazu stehe ich, habe es aber nur an zwei Stellen zum Ausdruck gebracht. Tut mir leid, ich trage meine Herz auf der Zunge, bin nicht so rational wie du. Aber das sind Eigenschaften, die sich durchaus ergänzen, wie wir in unserer gemainsamen Arbeit festgestellt haben. Beim Kartenpreisthema hast du, glaube ich, nicht so genau gelesen, oder? Ich habe es gerade nicht umschifft, sondern mich ganz klar positioniert. Aber hier im blog geht es doch um Information und Meinung und ich deshalb habe ich gesagt, dass es sich nicht um ein genehmigungspflichtiges Geschäft handelt. Aber gerne noch einmal: 1.Nein zu dem Vorschlag des Vorstands, 2.ja zu einer offenen Diskussion mit dem Ziel eines tragfähigen Kompromisses, Kartenaussschuss 3. An dieser Diskussion werde ich mich aktiv beteiligen. 4. Rege an, das der Kartenaussschuss zur dauerhaften Einrichtung wird. Eine Frage an dich:Wenn du sagst, “meine Antworten sind leider sehr wenig überraschend” würde mich sehr interessiere, welche Antworten du denn so erwartet oder erhofft hättest? Ansonsten freue ich mich auf die Fortsetzung, der Kartenpreisdebatte, die auch dank deiner Auswertungen sachlich und objektiv geführt werden sollte.

  3. Hallo Peter,

    ebenfalls Danke für deine Antwort. Ich rolle das Feld mal von von hinten auf:

    Wenn du sagst, “meine Antworten sind leider sehr wenig überraschend” würde mich sehr interessiere, welche Antworten du denn so erwartet oder erhofft hättest?

    Ich hatte Tobi bereits vor zwei Tagen an dieser Stelle geschrieben, dass Fragebogen-Interviews immer ein sehr starres Korsett bilden, aus dem weder der Fragende noch der Befragte ausbrechen können. Somit sind die wenig überraschenden Antworten zu allererst ein Problem des Fragesystems.

    Nichts desto trotz hätte ich mir von dir als jahrelang handelnder Person ein paar konkretere Antworten gewünscht. Die Schulden, auf denen des FC Schalke jetzt sitzt, sind schließlich nicht eines Tages vom Himmel gefallen. Auch hat sie uns kein Sonnenkönig hinterlassen. Sie wurden in einer Zeit angehäuft, als es bereits das System Vorstand/Aufsichtsrat gab. Dass es auf Seiten der Mitglieder ein gewisses Misstrauen bezüglich dieses Systems gibt, ist da wohl nur verständlich. In vielen Unterhaltungen wird der AR sogar lediglich als Vorstandsbeschluss-Durchwinkgremium dargestellt. Konkret gefragt: Wie konnte es passieren, dass Schalke sich in den letzten 10 Jahren zum Synonym von Geldverbrennerei und Fußball auf Pump entwickelt hat? Warum ist der AR damals nicht schon eingeschritten? Und was wird der AR jetzt anders machen um den viel beschworenen Konsolidierungskurs nicht nur in nette Worte zu packen, sondern auch durchzuziehen?

    Beim Kartenpreisthema hast du, glaube ich, nicht so genau gelesen, oder? Ich habe es gerade nicht umschifft, sondern mich ganz klar positioniert.

    Doch. Ich hab’s sogar sehr genau gelesen und mich über die Formulierung “der Vorstand hat einen Vorschlag gemacht” geärgert, weil ich mich dadurch für dumm verkauft fühle. Der Vorstand hat keinen Vorschlag gemacht, er hat die neuen Ticketpreise festgesetzt und im Kreisel veröffentlich. Im Kreisel-Artikel stand an keiner Stelle “hier unser Vorschlag für die neuen Preise” sondern “das sind die neuen Kartenpreise”. Es wurden sogar Briefe verschickt, in denen die neuen Preise den Kunden mitgeteilt wurden. Es war somit kein Vorschlag. Es waren geschaffene Fakten. Dass ein Teil dieser Fakten nachträglich wieder zurückgenommen wurden, macht daraus keinen Vorschlag.

    Doch mal ganz abgesehen von der Formulierung “Vorschlag” frage ich mich etwas anderes. Wie muss ich mir das vorstellen, wenn der Vorstand einen zwar nicht genehmigungspflichtigen aber dennoch viele, viele, viele Schalker extrem betreffenden Entschluss fasst? Erfahrt ihr im AR davon auch erst über den Kreisel? Ist das dann ein Zeichen für eine gelungene, vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand und AR, wenn eine dieser beiden Parteien nachträglich sagt “Aber wir konnten nix dafür”? Ich bleibe deshalb dabei. Durch den Verweis auf den nicht genehmigungspflichtigen Vorgang hast du das Thema umschifft und reichst den Schwarzen Peter weiter. Das finde ich schade weil dadurch letztendlich niemanden geholfen wird.

    Zum Thema Magath: Bitte nicht vergessen, dass es die Mitglieder waren, die Magath nicht die Befugnisse gaben, die er unbedingt haben wollte. Es ist richtig und wichtig, dass ein Gremium wie der AR im Stillen arbeitet und dass nicht jede Meinung nach außen dringt. Eineinhalb Jahre und eine sehr erfolgreiche Saison nach Magath sich jedoch hinzustellen und zu betonen, wie wenig man ihn leiden konnte, finde ich auch nicht in Ordnung. Entweder man positioniert sich direkt oder man lässt es bleiben. Und glaub’ mir mal: Auch ich bin heilfroh, dass diese Ära vorbei ist.

    Zum selbst gebastelten Trikot: Da brauche ich keinen Beweis für, das habe ich damals nicht anders gemacht :)

    Wie ich bereits schrieb: Das Problem ist die Art des Fragebogen-Interviews. Wer sich die Antworten aller Kandidaten in dieser Woche durchliest, stellt schnell fest, dass es auf viele Fragen standardisierte Antworten gab. Und diese Antworten waren – ich sag’ dazu ja gar nicht mal “leider” – vorhersehbar. Dass sie bei dir als alten AR-Hasen etwas vorhersehbarer waren, als bei anderen, ist so, ist allerdings auch nicht böse gemeint, sondern lediglich mein Empfinden.

    • Lieber Matthias,
      es ist sicher nicht dein Anliegen hier eine Debatte über Vereins – und Konzernbilanzen zu führen und jede Finanzentscheidung der Vergangenheit zu sezieren. Dann sind wir beiden die Einzigen, die das noch lesen. Deshalb ist es nicht einfach, dir zu antworten, ohne ins Detail zu gehen. Ein Versuch: Im Namen des gesamten Aufsichtsrates bitte ich dich, deine wirklich nicht ganz sachlichen Worte,s.o. zu den Finanzen und ihrer Kontrolle zu überdenken. Ich will dabei helfen und hoffe, du willst nur zu einer lebendigen Blogdiskussion anregen und deshalb diese Wortwahl.
      Wir haben nichts “durchgewunken”, sondern mit der Verantwortung ordentlicher Kaufleute sorgfältig geprüft und dann entschieden. Wir haben bewusst und vorsätzlich die Finanzverbindlichkeiten – besonders zwischen 1998 – ca 2006 erhöht und haben in dieser Zeit in die Arena und die gesamte Infrastruktur, aber auch in die Mannschaft investiert. Herauskamen, was den Sport angeht großartige Erfolge und fast unser aller Traum, wenn die Schalendiebe nicht gewesen wären. Als Rudi damals mit seinem Arena Modell ankam, haben viele gezögert, zumal unser Verein keine seriöse Finanzierung mehr von den Banken bekam. Und, dann musst du doch auch in die Zeit des Sonnenkönigs und anderer Finanzakrobaten zurückgehen, die unsere Bonität versaut haben. In Zeiten von Basel2 war die Schechter Anleihe die einzige Möglichkeit Rudis und unseren Traum zu verwirklichen. Heute kann natürlich jeder Schlauberger – damit meine ich jetzt nicht dich – sagen…naja die Schechter Anleihe. Aber damals war es der einzige Weg. Der gesamte FC Schalke 04 kann RA unendlich dankbar sein, dass er uns in dieses “Finanzielle Abenteuer” hinein überzeugt hat. Insgesamt haben wir fast 280 Mio in Arena, Infrastruktur und Mannschaft investiert und phantastische Werte für Gegenwart und Zukunft geschaffen. Wir sind damit in allen Rankings in Europa unter den Top 10. Ja, dafür haben wir uns weiter verschuldet und ich würde genau das immer wieder tun. Du kannst auch entgegnen, dass dir die bisher zurückgeführten 70Mio€ zu wenig sind, aber jeder Häuslebauer weiß, dass du dich eben in den ersten Jahren mit der Annuitätentilgung herumschlägst und es erst später schneller geht. Es ist ja einfach, immer auf den Verantwortlichen rumzuhacken, ich gebe zu das mache ich auch schon mal gerne, aber man muss dem jetzigen Vorstand sowohl in Sachen auskömmliches wirtschaften, als auch mit seiner professionellen und erfolgreichen Umschuldung von Altlasten ein großes Kompliment machen. Natürlich sind auch Fehler gemacht worden, die passieren, wenn man viel arbeitet und auch Mut zum Risiko hat. Einige Fehler mussten nicht sein, daraus haben wir gelernt. Ich will dafür niemanden kritisieren. Viel lieber schaue ich gemeinsam mit allen Schalkern nach vorne. Wir haben uns für einen klaren Konsolidierungskurs entschieden, der vom gesamtem Verein getragen wird. In dieser Hinsicht hat nach den jüngsten Erfahrungen ein Wandel stattgefunden. Es ist, wie ich finde, sehr anzuerkennen, dass wir es gemeinsam geschafft haben, unsere Finanzverbindlichkeiten um 45Mio€(dabei hat natürlich der MN Transfer geholfen) innerhalb von 2 Jahren zu reduzieren.Was meinst du, wie froh ich darüber bin! Seit ich Schalker bin, wird auch mir das fiese Wort Schulden – oder Pleiteclub an den Kopf geworfen. Das ist aber heute faktisch falsch! Wie es Clemens in vielen Interviews richtig gesagt hat: Setzt man alle geschaffenen Werte in Relation zu dem Ergebnis unserer “Schuldenvollbremsung” liegen die Verbindlichkeiten bei höchstens 50% und das ist ganz gesund. So, ich hoffe, das war jetzt konkret genug und trotzdem verständlich. Ich bin solz darauf, dass ich das alles “durchgewunken” habe, denn das, was wir geschaffen haben, hat aus unserem bescheiden “Popelclub” einen der angesehensten Vereine Europas gemacht.
      Nächster Punkt: Ob man jetzt die vom Vorstand präsentierte Kartenregelung Vorschlag nennen darf oder nicht ist mir egal. Wenn du willst nehme ich das zurück. Auch ich habe einen Brief für eine Dauerkarte, die ich seit vielen Jahren für unser Patenkind habe, erhalten und bin vom Stuhl gefallen. Du kannst bei deiner Position bleiben, dass ich das Thema umschifft hätte. Bringt das was? Ich kämpfe mit dir und vielen anderen um eine vernünftige Kompromisslösung, die nach Möglichkeit für alle Arenabesucher nachvollziehbar ist. Ich werde hier jetzt keine volkstümlichen Sprüche loslassen, aber ich werde unnachgiebig darauf beharren, dass unser Punkt 4 des Leitbildes Bestand hat, wenn wir eine abschließende neue Kartenregelung beschließen. Es geht hier auch nicht um einen Schwarzen Peter, von mir aus kannst du ihn mir verleihen, ein Teil davon ist ohnehin mein Vorname. Aber ich bleibe dabei, was ich oben gesagt habe, die Sache ist nicht nur inhaltlich sondern auch kommunikativ schlecht gelaufen. Lass uns jetzt an die Arbeit gehen, jeder weiß, dass du ja schon dabei bist.
      Dein dritter Punkt: Ich habe nicht vergessen, dass die Fans auf der JHV durch ihr klares Votum weitere Befugnisse verhindert haben. Dafür haben sie einen Orden verdient. Ich sage ganz ehrlich, dass ich zu diesem Zeitpunkt für eine Ausweitung war, weil uns das damalige Konzept überzeugt hat. Was danach alles passiert ist -vor allem mit Blick auf die Spaltung des Vereins- hätte ich mir allerdings in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen können, deshalb haben wir die Reißleine gezogen. Du irrst dich, wenn du annimmst ich hätte mich damals nicht klar positioniert. Das Gegenteil ist der Fall. Die meisten im Verein wissen, wie Clemens und ich gemeinsam und geschlossen mit den Aufsichtsratskollegen agiert haben. In internen Gesprächen habe ich die Hintergründe erläutert – ich meine bei einem ganz wichtigen warst du auch dabei – aber öffentlich habe und werde ich mich dazu nicht äußern. Daraus kannst du aber nicht deine obigen Schlußfolgerungen ableiten.
      Ich hoffe, dass ich das eine oder andere Mißverständnis bei dir ausräumen konnte. Hier ist nicht der Platz, besonders das komplexe Thema Finanzen zu vertiefen. Aber ich weiß natürlich, dass nicht nur du kritische Fragen zum Thema stellst. Das ist auch ok so. Möglicherweise sollte der Verein in Sachen Finanzen noch kommunikativer sein. Zum Beispiel “roadshows” anbieten für die Bezirke, Fanclubs, unorganisierte Fans eben für alle Schalker, die Interesse haben. Du weißt, dass ich mich jeder Diskusssion stelle und ich spreche für meine Kollegen, wenn ich anbiete im Rahmen unserer zeitlichen Möglichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen. Nimm du das doch mit anderen in die Hand – wir kommen. Ziel muss es sein, dass wir Schalker geschlossen unseren Verein – und dazu gehören auch unsere Verbindlichkeiten – erklären und verteidigen. Sie sind Teil unseres Gesamtkonzeptes. Wir müssen nichts verstecken. Noch ein Stichwort: Die Transparenz, mit der unser Verein heute arbeitet verdient Anerkennung. Zeig mir einen Bundesligisten bei dem das so ist. Wir sind stolz auf das was wir aufgebaut haben und das werden wir weiter entwickeln. Es kann auch sein, dass wir trotz Konsolidierung wieder investieren z.B. in die Jugendarbeit. Wenn man das klug macht und dafür die richtigen Leute hat – und die haben wir – ist das eine gute Investition.
      Meine Frau ist jetzt sauer, weil ich ihr seit 20 Jahren nicht mehr soviel geschrieben habe, außerdem hat sie mich gefragt, ob ich eine neuen Brieffreund habe. Vielleicht muss ich das bloggen ja noch lernen, ich bin Anfänger im Gegensatz zu dir. Aber es hat Spaß gemacht, mit dir zu diskutieren und ich hoffe, das andere, die es lesen auch etwas davon haben. Das ist doch auch der Sinn eines Blogs, oder?
      Matthias, nichts für ungut und Glück Auf

  4. Guten Abend Herr Lange,

    wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie bei Ihrer letzten Wahl davon gesprochen, dass Sie das Verhältnis zur WAZ-Gruppe weiter verbessern wollen. Mein subjektiver Eindruck ist allerdings, dass das Verhältnis definitiv nicht besser geworden ist – eher im Gegenteil. Als Beispiel möchte ich hier mal das sehr ungünstige Lancieren von Nachrichten anführen, wie z.B. vor wichtigen CL-Spielen in der Vergangenheit. Würde mich freuen, wenn Sie Ihr Statement vielleicht noch einmal genauer beschreiben könnten. Ich denke, an dieser Grundeinstellung wird sich ja sicherlich nichts geändert haben, oder!?

    Vielen Dank und Glück auf
    Tobias

    • Hallo Tobias, wenn du mir sagst wer du bist (hoffentlich Schalker, sonst nehme ich das”Du” selbstverständlich zurück) und noch Interesse besteht an einer Antwort, werde ich auch dazu Klartext reden. Wenn ich einen falschen Eindruck habe, dass dein Beitrag – auch der Hinweis auf das geheimnisvolle Lancieren- dazu diente, um mich noch schnell vor der Wahl in ein ungünstiges Licht zu rücken, entschuldige ich mich schon jetzt dafür. Wenn es stimmt, fände ich es aufrichtig, wenn du sagst, stimmt. Liegt also an dir. Ich will nur klarstellen, dass ich jede Frage beantworte, es sei denn, Gründe der Verschwiegenheitspflicht verbieten das.

      Glück Auf
      Peter Lange

  5. Lieber Peter,

    siehste, das waren jetzt Antworten, die die Themen klar angesprochen haben. Danke. Du irrst übrigens wenn du schreibst, dass es am Ende nur noch zwei Leser gäbe. Dafür sind die Schalker, die sich in den Blogs tummeln, viel zu wissbegierig und freuen sich darüber, echte Meinungen zu lesen. Und du kannst mir glauben: ich nehme wirklich nichts für Ungut.

    Allerdings ein letzter Hinweis noch: Nicht jeder, der mit Vornamen Matthias heißt, heißt mit Nachnamen Berghöfer (ich unterstelle einfach mal, dass du ihn meinst). :-)

    Danke für die ausführlichen Darstellungen und viel Erfolg am Sonntag.

  6. Muss Matthias beipflichten, dass insbesondere die ergänzenden Ausführungen sehr interessant und informativ waren und sicherlich von diversen Schalkern interessiert gelesen worden sind.

    Vielen Dank dafür an die Vorredner! :)

  7. @derwahrebaresi: ja. Hat sich alles geklärt bzw. wird es am Sonntag.

    • ist jetzt online.

      in meinen augen ist die erklärung bzw “begründung eine frechheit.

      (eigentlich
      waren es simple
      Fragen, welche durch die Kandidaten schriftlich beantwortet)

      Ein
      persönliches Gespräch mit dem Blogbetreiber ergab, dass wir die
      Interviews unter der Bedingung nutzen können, wenn wir auf seinen Blog
      verlinken würden. Betrachtet man die entsprechende Blogseite so fällt
      jedem die Vielzahl an Werbebannern ins Auge, des Weiteren wird
      unverhohlen auf die Möglichkeit hingewiesen beim Blogbetreiber direkt
      Werbeflächen zu kaufen. Somit haben wir beschlossen, dass die
      Interviews offline bleiben und keine Verlinkungen auf die entsprechende
      Seite erfolgen wird.

      Wir lassen uns nicht dazu benutzen kommerzielle Angebote die mit Schalke
      Geld verdienen möchten zu fördern, geschweige denn helfen wir jemanden
      dabei sich durch andere Schalker zu bereichern.

      http://www.supportersclub.de/index.php?id=news-detailansicht&tx_ttnewstt_news=730&tx_ttnewsbackPid=1&cHash=2b8a729bae00e2164cdf59f649cb737a

      die machen natürlich keine werbung auf ihrer seite, lol.

  8. Unfassbar und dreist vom SC!

  9. Die Sache hat sich jetzt geklärt. Alles gut!

  10. Auch wenn’s mittlerweile aus der Welt und der unsägliche Text gelöscht ist: Ich bin fassungslos wie der Schreiber des SC hier die die Realität um 180 Grad verdreht, deine Initiative als Null-Leistung abgetan (“simple Fragen”) und dich anschließend als Geschäftemacher angeprangert hat, der sich durch andere Schalker bereichern möchte. Aus der Welt geschafft alles schön und gut – aber dieses Statement, das immerhin als Stellungnahme des SC auf der Seite veröffentlicht wurde (selbst wenn es sicherlich bzw. hoffentlich nicht die Meinungen sämtlicher SC’ler vertrat), war widerliche Bigotterie. Es stünde dem SC gut zu Gesicht, den Text nicht nur kommentarlos zu löschen, sondern auch Stellung dazu zu beziehen, wie so ein ekelhafter Auswurf es überhaupt bis auf die Seite schaffen konnte.

    • Hallo Matthias,

      auch ich fand die Sache nicht witzig. Dadurch, dass 2 Mitbewerber tagelang auf der SC Seite standen, ist bei vielen,wie ich gehört habe, der Eindruck entstanden, es handele sich um eine Wahlempfehlung. Ich selbst bin mehrfach angerufen worden. ob ich schon wüsste, dass der SC eine Wahlempfehlung herausgegeben hätte. Na ja.
      Ansonsten danke für den Hinweis, dass ich dich verwechselt habe. Das ist lustig, ändert aber nichts an meinen Antworten. Ich habe hier tatsächlich etwas gelernt. Wenn ein blog fair ist, nicht manipuliert, unterwandert oder zB mit Zecken U-Booten verseucht, macht das nicht nur Spaß, sondern hilft bei der Reflexion der eigenen Meinungen und Haltungen. Obwohl ich immer noch so ein Problem habe mit der Anonymität. Vor allem, wenn alle wissen, wer ich bin, aber ich nichts weiss. Du hast, so hoffe ich, hier gemerkt, dass ich zu allen Themen meine ehrliche Meinung sage, auch wenn sie vielleicht nicht immer gut ankommt. Aber mein Grundsatz ist, dass ich auch noch am nächsten Morgen in den Spiegel gucken möchte. Ob das jeder der AR Kandidaten nach der JHV von sich sagen kann, darf bezweifelt werden. Meine Rede war keine in eigener Sache – wenn du da warst interessiert mich auch deine generelle Meinung zur JHV – das, was ich vorgetragen habe entspricht aber meiner Überzeugung, die auch jederzeit bereit bin zur Diskussion zu stellen, hier oder auf Treffen/Versammlungen mit Schalkern von überall. Meine Rede war aber ohnehin überflüssig, weil das Wahlergebnis schon durch verschiedene Aktivitäten im Vorfeld, praktisch feststand. Da sind Dinge gelaufen, die ich auf Schalke eigentlich nicht mehr für möglich gehalten hätte. Um mit HH zu sprechen… alles innerhalb der Familie. Das ich darüber tief enttäuscht bin kann sich sicher jeder vorstellen. Aber ich werde mich deshalb nicht ändern. Ich bin Schalker mit allen Attributen des Leitbildes. Auch wenn ich beim Leitbild mitgearbeitet habe und es grandios finde, dass wir es jetzt haben, brauchte ich es nicht, um zu wissen, warum unser Verein einzigartig ist und wie intensiv wir alle zusammenhalten, und wie ich mich allen Schalkern gegenüber verhalten will. Damit kein Missverständnis entsteht: Selbstverständlich wäre für mich ein faires sportliches Ergebnis absolut ok gewesen, ich kann verlieren, aber so nicht. Für dich und andere zur Info: Meine “freie Zeit” durch die Nichtwiederwahl werde ich natürlich nutzen, um weiter für meine zweite Familie da zu sein. Ich werde mein Engagement für “Schalke Hilft” verstärken und ehrenamtliche Fanarbeit machen. Gerne stehe ich allen auch weiterhin für Fantalks, Bezirksveranst. oder was auch immer zur Verfügung. Habe mich darüber gefreut, dass ich noch auf der JHV zwei Einladungen erhielt. Für mich gibt es neben dem Leitbild und anderen schönen Vereinsworten ein paar unverrückbare Prinzipien unserer Schalker Existenz. Dazu gehört in besonderer Weise demokratisches Handeln – und das ist Sonntag mit Reitstiefeln getreten worden. OK.damit ist auch gut. Ich freue mich auf weitere Blogdiskussionen und sage allen Schalkern Glück Auf PS: Ein supernetter Schalker (das sind Freunde) kam nach der JHV mit einem Frischgezapften, das er mir in die Hand drückte zu mir und hat mir deine Identität verraten. Er war auch bei der Kandidatenvorstellung im 1904. Wenn du eine Ahnung hast, wen ich meinen könnte, grüße ihn bitte herzlich und noch einmal danke fürs Bier.

      • Hallo Peter,

        als Hobby-Journalist interessiert es mich natürlich brennend, was du genau mit deinen Andeutungen meinst. Allerdings will ich auch keine schmutzige Wäsche waschen, die ich nicht getragen habe.
        Ingolf Müller hat mit seiner Rede am Sonntag offensichtlich den Nerv getroffen. Man kann davon ausgehen, dass er vor der JHV natürlich dementsprechend Lobbyarbeit für sich gemacht hat. Das ist aber auch sicher nicht verboten.
        Zum Supportersclub-Gate: Da die Artikel noch vor der Veröffentlichung in diesem Blog erschienen sind, wurden die Interviews von den Kandidaten selber weiter geleitet. Der Verantwortliche Webmaster beim Supportersclub hat in einem Gespräch gesagt, dass auch dein Artikel bereits bei ihm im Postfach lag.
        Generell werde ich es im nächsten Jahr – wenn ich die Aktion noch einmal mache – etwas strenger mit den Kandidaten halten und mir von Ihnen versichern lassen, dass das Interview ohne meine Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben wird.

        Ich möchte mich hier für deine Offenheit und deinen Mut bedanken, dich hier den Diskussionen zu stellen. Aufgrund deines Hauptberufs warst du sicher der “streitbarste” aller Bewerber.

        Glück Auf!

        • Hallo Tobias, schmutzige Wäsche gehört in die Waschmaschine, sonst nirgendwo hin. Das Thema JHV ist für mich jetzt auch durch. Ich bin sicher, dass die Geschichten hinter meinen Andeutungen dich über andere erreichen. Mein Hauptberuf liegt im Bereich Logistik, Organisation, Strategie und Services. Wieso leitest du daraus Steitbarkeit ab? Ja, es stimmt, dass ich meinen Text aus deinem blog auf Nachfrage des SC auch weitergegeben habe, in der Annahme, dass sei abgestimmt. Ich hätte dich natürlich auch fragen können. Übrigens kam die Anfrage dse SC bei mir so an: …ich dachte, man hätte dich schon längst gefragt…

          • Ich habe das Wort “streitbar” verwendet, da wohl immer wieder interne Infos an die WAZ-Gruppe gegangen sind, vor allem vor wichtigen Spielen und anscheinend bestimmte Gruppen dich als “Maulwurf” sehen.
            Ich habe das ganze Thema nicht ernsthaft verfolgt, kann keine Beispiele nennen und will dies auch überhaupt nicht als Anschuldigung verstanden wissen.
            Ich kenne dich kaum persönlich, wir haben nur wenige Worte gewechselt, deswegen liegt es mir fern ein Urteil über dich als Person oder die Vermutungen Anderer zu fällen.
            Zum Thema SC: Das Ganze war nicht gut kommuniziert und vom SC sicher auch nicht gut umgesetzt. Die Geschichte ist aber, genauso wie die JHV, gegessen. Ich denke, wir haben alle von diesem Vorfall gelernt.

  11. Hallo Herr Lange,
    interessiert lese ich mit. Ich kann nicht beurteilen ob und wenn ja wie die anderen drei Kandidaten im Vorfeld für sich geworben haben. Legitim wäre es allemal. Aber ich las die Tage was in der Zeitung.
    Frage dazu: haben sie etwa keinen Wahlkampf gemacht als sie, an der Seite von Patrick Arnold/S04, medial begleitet vor wenigen Tagen noch einen SFCV-Bezirk besuchten?
    Bleiben wir sportlich!

  12. Hallo Schalker,
    Nein, ich wollte die Einladung nicht annehmen wg der Nähe zur JHV, fragen sie Dieter Brand, der mich eingeladen hatte. Patrick habe ich auf sein intensives Drängen mitgebracht. Aber wenn man es macht ist es mit dem Blick eines Außenstehenden natürlich Wahlkampf. Sie mögen mich für blöd halten, aber bisher habe ich mich in den sogenannten Wahlkämpfen auch zurückgehalten, weil ich es nicht für besonders fair halte 20 Jahre Insiderwissen gegen Neulinge antreten zu lasse. Auch vor meiner Zeit als AR hatte ich tiefe Einblicke in das Schalker Innenleben durch persönliche Kontakte zu den Protagonisten.RA hat mich seinerzeit mit den Worten geholt..Sie können jetzt kandidieren, mittlerweile kann man es hier aushalten, die meisten Verrückten sind weg,,,Diese Worte werde ich nie vergessen. Ich kenne jede Schraube auf Schalke, jedes Rädchen im Getriebe, alle Abläufe – wie sehen da andere aus? Aber sicher habe ich einen Fehler gemacht: Kennen sie das Bild von A.Paul Weber “Das Gerücht” ? Wie ich jetzt weiß, hätte ich so etwas möglicherweise verhindern können, wenn ich in die sozialen Netzwerke, Foren und Blogs gegangen wäre, in denen über mich, aber nicht mit mir geredet wurde. Aber vielleicht haben sie es gelesen, das ist meine erste blogerfahrung, in dieser Hinsicht bin ich nicht auf der Höhe der Zeit. Sie haben völlig Recht, dass es allemal legitim ist, wenn die Kandidaten Wahlkampf machen. Jeder nach seiner Fasson.
    Alles Gute und Glück Auf

  13. Hallo Peter,

    da ich direkt angesprochen wurde, antworte ich auch nochmal direkt, auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt ein Palaver-Overkill ist.

    Wenn ein blog fair ist, nicht manipuliert, unterwandert oder zB mit Zecken U-Booten verseucht, macht das nicht nur Spaß, sondern hilft bei der Reflexion der eigenen Meinungen und Haltungen. Obwohl ich immer noch so ein Problem habe mit der Anonymität.

    Sorry, ich wusste nicht, dass du überhaupt keine Erfahrung mit Blogs hast. Ich ging davon aus, dass du weißt, dass wenn der Kommentator-Name mit einem Link unterlegt ist (so wie bspw. bei mir) man in den allermeisten Fällen weitere Informationen zum Schreiber erhält. Denn in der Anonymität des Internet verstecke ich mich definitiv nicht. Ich blogge selbst seit 2005 unter http://www.schalkefan.de, hatte vorher seit 1997 eine statische Schalke-Seite, agiere im Internet ausschließlich und ausnahmslos unter Klarnamen und habe auch überhaupt kein Problem damit, meine Leser an privateren Ereignissen wie Auswärtsfahrten, Urlauben oder auch meiner Hochzeit teilhaben zu lassen. Google mal bitte nach “Matthias in der Weide” und du erhältst knapp 3400 Treffer. Das ist nicht soviel wie bei “Vatikan” oder “Schalke” aber definitiv nicht anonym.

    Die Anonymität im Internet, die in der Tat ein Problem bei Diskussionen ist, trifft man in den Schalker Blogs in der Regel nicht an. In den Blogs wird fair, nicht manipuliert, U-Bootfrei etc. diskutiert. Das was du beschreibst ist leider – bittere Ironie – das Verhalten der User in den Kommentarspalten von DerWesten.de. Nicht umsonst ist dort i.d.R. jeder dritte Kommentar “vom Moderator entfernt”.

    Ein supernetter Schalker (das sind Freunde) kam nach der JHV mit einem Frischgezapften, das er mir in die Hand drückte zu mir und hat mir deine Identität verraten.

    Echt? Witzig! Ich habe eine Vermutung wer das gewesen sein könnte, doch es ist wirklich nur eine sehr vage Ahnung. Aber wie gesagt: Meine Identität hättest du jederzeit erfahren können, wenn du nur einmal auf meinen Namen geklickt hättest.

    Und was das Gerücht angeht: Ja, das gab es. Es stand seit mindestens eineinhalb Jahren im Raum. Ich selbst gebe nicht viel auf Gerüchte, befeuere sie auch nicht und habe es deshalb erst heute morgen und somit bewusst nach der JHV erstmals auf meiner Seite thematisiert.

    Wie ich jetzt weiß, hätte ich so etwas möglicherweise verhindern können, wenn ich in die sozialen Netzwerke, Foren und Blogs gegangen wäre, in denen über mich, aber nicht mit mir geredet wurde.

    Dass “über einen und nicht mit einem” geredet wird, ist nun einmal das Problem einer jeden öffentlichen Person. Du hast doch gestern auch mit einem Blogleser über mich geredet und mein Status als “Öffentliche Person” ist als popeliger Blogger definitiv nicht so groß wie die eines Schalker Aufsichtsrates.

    Aber was die Sache mit den “mal besser selbst in Blogs, Foren, Soziale Netzwerke gehen” angeht, so biete ich dir im Namen (sicherlich) aller Schalker Blogger an, dass wir gerne in der Zukunft mal in Gelsenkirchen auf ein Bier zusammensetzen können. Denn ich habe das Gefühl, du scherst “das Internet” unbewusst über einen Kamm und vermutest einen Raum, in dem sich Menschen anonym über andere Menschen auslassen. Das mag in vielen Bereichen sogar stimmen, trifft aber definitiv nicht auf die Schalker Blogs zu. Ich kann da nur für mich sprechen: Ich verwende pro Woche neben Familie und Job 15 bis 25 Stunden und manchmal sogar deutlich mehr ausschließlich auf mein Blog. Bei den anderen Schalker Bloggern sieht es sicherlich nicht viel anders aus. Dann tut’s ein bisschen weh, wenn man am Ende als anonymer Meckerkopp dargestellt wird.

    Klar, das kannst du alles nicht wissen, weil es für dich bislang eine verschlossene Welt war. Wenn es dich jetzt nach der JHV noch interessiert, wie diese Welt tickt, dann ruf’ mich an (0177 / 7479939 – diese private Telefonnummer steht übrigens auch im Impressum meiner Seite, soviel zum Thema Anonymität) oder schließe dich mit Tobi kurz. Ich bin mir sicher, dass du bei einem Abend mit uns etwas lernen und für deine weitere Tätigkeit mitnehmen kannst.

    • Hallo Matthias,
      danke für Aufklärung. Man lernt nie aus! Dein Angebot nehme ich gerne abn, ich werde mich melden. Bei einem Abend mit euch bin ich mir sicher, dass das Lernen auf beiden Seiten liegt. In dieser Hinsicht kann ich dir eine Überraschung versprechen.

  14. Es war leider definitiv so, dass die Beschäftigung bei der waz für Peter lange einen erheblichen Nachteil bedeutet hat. Selbst wenn er dort nicht für den redaktionellen teil verantwortlich ist, ist diese Zeitung unter schalkern nicht wohlgelitten, was zwingend auch auf ihn reflektiert.

    Insgesamt war ich mit den Vorschlägen des Wahlausschusses sehr zufrieden, und hatte bei keinem der Kandidaten ein schlechtes Gefühl. Schon zu so einer Situation darf man Schalke gratulieren!

  15. […] Lange (Ex-Aufsichtsrat) und auch Matthias schrieben bei blogundweiss, ihr erstes Trikot war […]

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