Mai 222012
 

Christian Fuchs, Flankengott! Der Linksverteidiger hat sich auf Anhieb seinen Stammplatz in der Startelf erkämpft. Trotz guter Leistungen wurde aber auch immer wieder Kritik an seinem Abwehrverhalten laut. Zu Recht?

tommes04:

Fuchs hat mir über die Saison hinweg gut gefallen. Ja, auf der Tribüne wurde oft gemurrt, wenn er defensiv überspielt und/oder den Ball einfach vertendelt hat. Aber dennoch gefällt mir seine Art, seine Vorwärtsbewegung sehr, sehr gut. Um seine Offensivstärke zu pflegen, braucht er den Anlauf aus dem hinteren Feld, so dass ich ihn insgesamt in der Verteidigung für richtig aufgehoben erachte. So manche Flanke fand seinen Abnehmer und der Ball den Weg ins Tor. Hinzu kommen seine Freistöße, die stets für nachhaltige Gefahr sorgten. Nicht ganz so stark wie die eines Pander, aber dennoch deutlich gefährlicher als die eines gewissen Ivan Rakitic.

Bewertung: 8 von 10 Punkten

eppinghovener:

Eine Freundin aus den Niederlanden sagte nach den Spielen gegen Twente über ihn “You have Jesus in your Team!”. Ob Fuchs übers Wasser laufen kann weiß ich nicht, aber die linke Seite rauf und runter rennen kann er, flanken ebenfalls. Letzteres sogar sehr gut. Bei seinen Flanken habe ich nie das Gefühl, auch wenn viele prompt wieder herausgeköpft werden, dass sie blind in den Strafraum geschlagen werden. Bleibt sein nicht immer optimales Stellungsspiel, denn er rückt oft sehr weit in den Strafraum ein, macht dabei innen zwar gut dicht, lässt aber hinten viel zu viel Raum für Flankenwechsel. Wird sein Stellungsspiel besser könnte man ihn sicher als besten Linksverteidiger der Bundesliga (Lahm spielt ja rechts) titulieren.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

tobitatze:

Als die Verpflichtung von Christian Fuchs bekannt wurde, habe ich mich zunächst ein wenig gewundert. Natürlich brauchten wir einen neuen linken Verteidiger, aber der Fuchs? Der ehemalige Bochumer? Ein Österreicher? Ich bin ehrlich: Ich hatte meine Zweifel. Doch am Ende der Saison stehen für Fuchs 29 Bundesliga-, 11 Europapokal-, und 3 DFB-Pokal-Spiele zu buche. Prädikat: Stammspieler und auch Leistungsträger, denn immerhin schaffte er in diesen Spielen gute 14 Torvorlagen und vier eigene Treffer. Die oben angesprochene Defensivschwäche ist nicht zu leugnen, doch wie ich bereits bei Sergio Escudero schrieb: Heutzutage sind die Offensivqualitäten eines linken Verteidigers wichtiger. Insgesamt bekommt Fuchs von mir eine Bombensaison bescheinigt. Ich bin gespannt, wie er sich in der Champions League schlägt.

Bewertung: 9 von 10 Punkten

 

Die Leistung von Christian Fuchs in der Saison 2011/12 war...

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Christian Fuchs wird in der Spielzeit 2012/13...

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 Posted by on 22. Mai 2012 at 07:30

  5 Responses to “23 – Christian Fuchs: Flankengott und Vorbereiter”

  1. Auch hier gibt es eine acht von mir.
    Man darf bei all der Kritik nicht vergessen, dass es weitaus mehr qualitativ gute Mittelfeldspieler auf der rechten Offensivseite gibt. Daher ist ein Vergleich zwischen rechts und links kaum möglich.

  2. Außerdem zeigen die Zweikampfstatistiken, dass er durchaus verteidigen kann. Das einzeige wirkliche Problem sehe ich ebenfalls in dem zu weiten einrücken seinerseits.

    • Ich denke, dieses Einrücken ist systembedingt. Ich gebe euch allerdings recht, dass es eine Schwachstelle ist. Trotzdem wiegt sein Offensivdrang m.M.n. stärker als seine defensiven Schwächen.

      • Das auf jeden Fall. Ich bin ein großer Christian Fuchs-Fan und solche Flankenläufe und hereingaben hätten sich z.B. die Bayern gegen Chelsea auch sehr gewünscht :)

  3. 8 Punkte!

    Offensiv einer der besten LV in der Liga! Defensiv ist er stärker als er oftmals gemacht wird. Sein Zweikampfverhalten ist gut. Leider machte er, insbesondere in der Hinrunde, viele Stellungsfehler. Hierbei ist das Einrücken nicht einmal das Problem, da dies mit Sicherheit taktisch gewünscht ist und grundsätzlich kein Problem darstellt. Findet das Spiel auf der gegenüberliegenden Seite statt, dann ist es vollkommen richtig, dass der LV in die Zentrale einrückt, damit die komplette Viererkette im Kollektiv zum Ball schieben kann. Wichtiger als die ballferne Seite abzudecken ist es dann, die Abstände zu den IVs nicht zu groß werden zu lassen, um Lücken in der Zentralen zu vermeiden.

    Problematisch war beim Fuchser nur, dass er beim Einrücken seinen eigentlichen Gegenspieler nicht mehr beachtet hat und zu langsam wieder rausrückt ist, wenn der Gegner das Spiel verlagert hat. So war es für den Gegner einfach, über zwei Stationen schnell die Seite zu wechseln und dabei in den Strafraum einzudringen. Aber das sind Fehler, die halt passieren und die mit der Zeit abgestellt werden können. Bis eine Viererkette perfekt funktioniert, dauert es manchmal länger als eine Saison.

    Dass Escudero in der Defensive manchmal besser aussah, liegt zum Einen daran, dass er seine Rolle defensiver interpretiert und vermutlich eine deutlich bessere taktische Ausbildung hatte!

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