Apr 302012
 

Würde ich alle Aspekte des vergangenen Spieltags in einen Text schreiben, dann könntet ihr euch gute 20 Minuten Zeit nehmen. Viel ist passiert, Tränen flossen, Verträge wurden verlängert und – das ist für mich zunächst das wichtigste – wir sind direkt für die Champions League qualifiziert.

Dazu erst einmal herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft, die über die Saison mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, den Rucksack Felix Magath stets auf den Schultern. Auch wenn die gezeigten Leistungen das gesamte Spektrum abdeckte, ist dieser Platz 3 im Großen und Ganzen auch verdient. Schalke war und ist derzeit das drittbeste Team der Liga. Leider nicht mehr, aber verdammt nochmal auch nicht weniger.

Ab sofort richtet sich der Fokus auf die kommende Saison, die man definitiv mit Jefferson Farfan bestreiten wird. Das ist gut so, auch wenn ich das für Farfan notwendige System mit offensiven Flügelspielern nicht gerne mag. Dass man ihn letztendlich doch überzeugen konnte, liegt sicher nicht an den Fans, die auch am Samstag zwar in spontanen Jubel ausbrach, als Horst Heldt die Verlängerung verkündete, übermäßige Freude konnte ich allerdings nicht ausmachen.

Der Rest vom Fest war einfach nur toll. Ich will und kann gar nicht beschreiben, was da alles so vor sich ging. Nur eines ist klar: Mit Raúl geht auch der Rucksack Felix Magath, den Schalke am Samstag endgültig abgelegt hat. Man hat sich wieder lieb am Berger Feld. Das ist ein schönes Gefühl. Hoffentlich vergessen wir in naher, mittelfristiger und ferner Zukunft nicht, wo wir herkommen und was wir wollen.

 Posted by on 30. April 2012 at 07:30

  13 Responses to “Der Rucksack Magath ist endgültig abgelegt”

  1. Es war alles sehr pompös und die einzelnen Abläufe der Feier waren abzusehen und trotzdem war es ziemlich ergreifend. Auch später auf youtube noch die Nahaufnahmen vom wartenden Senor zu sehen, der bemüht war sich die Tränen nicht anmerken zu lassen.
    Spieler kommen, Spieler gehen…aber manche hinterlassen deutlich mehr als andere.

    Den Vergleich mit dem Rucksack verstehe ich allerdings nicht. Klingt ja so, als ob Raul eine Belastung gewesen wäre.

  2. Ich finde den “Rucksack” unerklärt auch nicht so ganz passend, aber ich denke ich weiß, was Tobi sagen will: Zuletzt hieß es immer wieder, dass Magath uns Raúl gebracht habe. Das stimmt ja auch. Allerdings wurde diese Tat überhöht und gleichzeitig jede Aktion von Heldt in den Dreck gezogen. Am Ende gab es in Diskussionen oft nur noch die verkürzte Aussage: Magath holte Raúl, Heldt holte Obasi. Nun ist das größte Pro-Magath-Argument Geschichte und Heldt hat sich mit der unspektakulären Farfán-Verlängerung (die es unter Magath nie und nimmer gegeben hätte) ein erstes kleines Denkmal gesetzt. Die Diskussion kann jetzt auf einer faireren Bewertungsbasis stattfinden. So gesehen ist der Rucksack wirklich weg.

    • Erstens das und zweitens hat man mit der Abschiedsfeier die Spaltung, die der Verein unter Magath vollzogen hat, gestern auch sichtbar zugeschüttet.
      Man ist sich einig, dass es nur gemeinsam geht. Das beste Beispiel ist doch die Diskussion um die Dauerkartenpreise. Dass der Verein zunächst Gesprächsrunden gestattet und dann auch noch die Entscheidung modifiziert, das hätte es unter Magath nie und nimmer gegeben.

    • Wer beim Thema Raul nach zwei Jahren für Schalke immer noch als erstes nicht an seine eigene gute Leistung denkt, sondern an den Umstand “Der wurde aber von Magath geholt”, der will sich beim Fussball ärgern und ist überhaupt nicht am Spass interessiert. Meine Fresse, ich mag den Magath ja auch nicht, weder seinen Umgang mit Spielern noch seine Einkaufsmentalität. Aber der Kerl ist über ein Jahr weg! Das sollte doch als Abstand reichen, um zwischen guten und schlechten Entscheidungen seinerseits differenzieren zu können.
      Wie gross muss der Hass sein, verbohrte Spassbremsen?

      • Wie gross muss der Hass sein, verbohrte Spassbremsen?

        Das Thema “Magath und Schalke” scheint immer noch groß genug zu sein, um einen derart bescheuerten Satz zu schreiben.

        • Nach dem Sinn dieser Aussage muss man wohl nicht zu fragen.
          Meinetwegen spiel das Thema “Magath” weiter hoch, aber komm damit klar, dass nicht jeder so verkrampft in der Vergangenheit lebt.

          • Der Sinn dieser Aussage ist – verkürzt dargestellt – dass mir jedwedes Verständnis dafür fehlt, wenn ein Leser den Blogautor beschimpft und dabei mit Worten wie “Hass” um sich wirft. Ist ‘ne Frage von Anstand.

  3. Dann wären Hunter, Papa, Uschi, Jurado auch nur “Rucksäcke”?
    Magath hat nun mal mit der Schrottflinte eingekauft und es waren auch ein paar Leute dabei, die gut eingeschlagen haben. Sowohl bei uns, als auch bei Wolfsburg (eher in der Meistersaison).

  4. Raul als Teil von Magaths Rucksack ansehen. den man abschütteln konnte? Gehts noch?
    Sorry, aber das ist ja mit Abstand der dämlichste Kommentar zum Saisonende, den ich bisher gelesen habe.
    Da muss jemand blind vor Wut auf Magath sein!

    • @werna: Du hast mich total missverstanden. Es ging mir hauptsächlich darum, dass man an der Stimmung während der gesamten Abschiedsfeier (nicht nur bei Raúl) gemerkt hat, dass sich der gesamte Verein von dem Zweispalt, den Magath nun mal mit seinem Verhalten in den Verein getragen hat, gelöst hat.
      Das will und wollte ich primär damit ausdrücken.

      Ich “hasse” Magath nicht, bin im nachhinein aber froh, dass der Aufsichtsrat die Eier hatte, sich trotz sportlichem Erfolgs von ihm zu trennen. Und ja, ich will so eine Art Trainer/Manager nicht mehr auf Schalke sehen, wenn es irgendwie geht.

  5. Magath ist weg, das ist gut so!
    Wir sind dritter, das ist auch gut so!
    Nächste Saison ist Magath erst recht weg, das ist gut so!
    Vielleicht stehen wir nächste Saison ja höher, das wäre gut so!

  6. Lieber werna. Deine halbgaren Äußerungen zu Beiträgen sind inmer sehr schwer zu interpretieren und dann auch zu kommentieren.
    Warum macht diese Aussage für dich keinen Sinn? Findest du nicht, dass das Klima unter Magath und heute im und um den Verein ein ganz anderes ist?

  7. Ich muss sagen, dass ich diesen Vergleich mit dem Rucksack gar nicht so unpassend finde.

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