Apr 232012
 

Das war ja mal nix. “Eine enttäuschende Leistung”, so heisst es nicht das erste Mal in dieser Saison. Überhaupt – was für eine komische Saison: Abermals ein Spiel, nach dem man enttäuscht sein muss, aber wenn man auf die Tabelle blickt, reibt man sich die Augen: Platz 3, immer noch. Manchmal kaum zu glauben. Aber weil es eben nur “immer noch” ist, ist ein Punkt zu wenig. Und weil ein Punkt zu wenig ist, kann ich die Körpersprache unserer Spieler während der Partie nicht wirklich verstehen.

Dabei ist auch klar, dass zumindest aus meiner Sicht das Spiel in Augsburg noch das schwerste der letzten drei Spiele für uns sein dürfte. Gegen Berlin braucht man nicht wirklich drüber reden (oder doch?) und auch Bremen ist eine Katastrophenelf. Was nicht heisst, dass diese Spiele Selbstläufer werden. Aber es müssen für uns aus den letzten drei Spielen sechs Punkte sein, um Platz 3 zu sichern. Was bringt da der eine Punkt in Augsburg? Doch nur dann was, wenn wir die beiden Restspiele noch vergeigen und Gladbach nur auf zwei Remis kommt. Und genau deshalb kann ich nicht nachvollziehen, wieso man in dem letzten Viertel (mindestens) auf Punkt halten spielt. Wenn es eines Beweises bedürfte, dann die Auswechslung von Farfan und dessen betont langer Abgang vom Feld, was zum einen die Augsburger Fans in Rage brachte, aber mich vorm TV-Gerät mindestens genauso. Und auch zu Beginn war das Auftreten eher verhalten: Wenn es eines Beweises bedürfte, dann die Versuche von Huntelaar, seine Offensivkollegen mittels Handbewegung dazu zu animieren, endlich mal Fore-Checking zu betreiben. Wenn Huntelaars Aufforderungen denn mal Erfolg hatten, drang man den Gegner zum Ballverlust. Fraglich, warum es Maßnahmen Einzelner sein müssen, zu solch einer aggressiven Spielweise zu animieren. So bringt der eine Punkt nichts weiter als die Sorge vor dem leichten Restprogramm und der Hoffnung, dass die ebenfalls strauchelnden Gladbacher (sollen am Wochenende auch verloren haben – habe nix davon gesehen) weiter straucheln. Darauf zu hoffen, geht aber eigentlich nicht. Was bleibt ist die Gewissheit, dass die Restsaison noch Spannungspotential besitzt. Ich könnte drauf verzichten.

 Posted by on 23. April 2012 at 07:40

  3 Responses to “Körpersprache”

  1. Die mangelnde Körpersprache ist leider schon sehr oft in dieser Saison zu beobachten. Als ob es an Motivation mangelt. Ich kann es nicht verstehen. Wie wir mit so einer Leistung den momentanen 3. Tabellenplatz erreichen konnten, ist mir schleierhaft. So gesehen könnte man ja sagen, es ist alles ok. Ich möchte jedoch von unserer Mannschaft einen erfrischenden , mutigen und euphorischen Fussball sehen. Andere Mannschaften in der Nachbarschaft machen es uns vor. Nur Spass beim Training reicht eben nicht. Ich habe meine Zweifel ob der Huub das in naher Zukunft hinbekommt.

  2. Von Samy Molcho stammt die These, dass mehr als 2/3 der direkten menschlichen Kommunikation nonverbal geschieht – also mit Mitteln der Körpersprache. Stellen sich dann aber nach einem Spiel die Akteure auch noch hin und suchen die Schuld am miesen Spiel mit verbalen Mitteln beim Rasen, muss man leider festhalten: Das war gestern zu 100% Murks.

    • Auch ohne die Ausflüchte war es gestern einfach nur Murks! Und am Tag danach direkt wieder die immer gleichen Parolen und Sprüche der vereinseigenen Propagandamaschine. Echt zum kotzen!

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