Mrz 122012
 

Schalke bezwingt den Heimfluch gegen den HSV, indem es 3:1 gewinnt. Für Huub Stevens war es das Rückspiel seiner Rückkehr, nachdem er am 02. November 2011 im Auswärtsspiel in Hamburg erstmals wieder auf der Trainerbank saß.

Wie auch gestern ist Schalke mit Stevens zu Hause eine Bank. Zwar ging das erste Heimspiel gegen Kaiserslautern prompt verloren. Danach ging allerdings keines der elf weiteren Heimspiele verloren. Neun davon war man siegreich und nur zweimal trennte man sich im Remis. Der Fan bekommt daheim also etwas für sein Geld,egal ob Europa League oder Bundesliga. Diese Qualität scheint allerdings in dieser Saison in der Mannschaft zu stecken, denn auch unter Rangnick ging lediglich das Spiel gegen die Bayern zu Hause verloren. Der Rest wurde gewonnen und das meist souverän.

Auch gegen auswärtsstarke Hamburger konnte man sich also durchsetzen. Etwas überraschend spielten sowohl Pukki, als auch Jurado von Beginn an. Stevens hat damit ein gutes Näschen bewiesen. Pukki machte nicht nur mit seiner ersten Chance direkt den Führungstreffer, er sorgte auch sonst für viel Wind. Leider fehlt ihm häufig noch das Durchsetzungsvermögen, wenn er über die Seiten kommt. Hier wären eventuell ein paar Extraschichten im Kraftraum von Nutze.

Auch Jurado gefiel mir im Großen und Ganzen gut. Er schien konzentrierter und mir ist nur eine Situation in Erinnerung, wo er mit einem seiner Schluderpässe ein Raunen bei den Zuschauern auslöste. Spieler des Spiels ist für mich allerdings Christoph Metzelder. Obwohl angeschlagen, hat er hinten viele Bälle geholt und dann sogar noch die Zeit, seinen zweiten Bundesligatreffer für Schalke zu erzielen. Sein Kompagnon Joel Matip war vor allem kurz vor der Halbzeit nicht ganz auf der Höhe, als er den Ball aber sowas von direkt auf Kacjar legt, dass dieser dem HSV mit etwas mehr Zuversicht in die Pause schickte.

In der zweiten Hälfte ist mir nur noch die Szene von Jermaine Jones in Erinnerung, der es in diesem Spiel tatsächlich zweimal schafft nach einem tollen Sprint in den freien Raum den Ball nicht im Tor unter zu kriegen. Dass dieser Jones zu Beginn seiner Profikarriere als Stürmer gelistet war, erscheint nach diesem Spiel endgültig als schlechter Witz. Hier kann ich nur die gegenteilige Empfehlung zu Teemu Pukki geben: Weniger Kraftraum, mehr Torschussübungen!

Am Donnerstag erwarten wir dann also Twente Enschede zum Rückspiel in der Europa League. Ich hoffe, dass auch hier unsere Heimstärke zum tragen kommt. Übrigens passt es doch eigentlich ganz gut ins Bild, dass Twente gerade sein erstes Auswärtsspiel in der Eredivisie verloren hat, oder? Was Nijmegen kann, können wir schon lange!

 Posted by on 12. März 2012 at 07:30

  6 Responses to “Der Heim Huub”

  1. Spätestens seit gestern ist klar, weshalb Jones kein Stürmer (mehr) ist ;-)

  2. Ich finde, es wird allgemein ein wenig zu viel auf Jones aufgrund der vergebenen Torchancen gestern und in Enschede “herumgehackt”. Zwei dieser drei Torchancen entstanden, weil er zu einem 60-Meter-Lucio-Gedächtnislauf aus der eigenen Defensive aufbrach und sich im Alleingang durch die gegnerischen Abwehrreihen tankte. Nach so einem “Run” ewarte ich eigentlich nur von Messi den gekonnt-überlegten Schlenzer ins freie Toreck.

    Die gegnerischen Abwehrreihen stellen Huntelaar und Raul konsequent zu. Keiner von denen dürfte überhaupt so wie Jones in den letzten beiden Spielen über das Feld marschieren. Da finde ich es richtig, dass Jones diese Freiheit ausnutzt. Und irgendwann dengelt er den Ball auch rein und dann sagt jeder “Wahnsinn! Was für eine Energieleistung.”

    Kurzum: Ein ab und zu vorstoßender Jones macht unser Spiel etwas flexibler. Und gerade das brauchen wir bei unseren ab und an doch sehr statisch wirkenden Aufbauversuchen.

  3. Ich stimme Matthias grundsätzlich zu, dann muss man meiner Meinung aber als Mannschaft reagieren. Wenn Jones ansetzt muss einer mit, auf den Jones dann gekonnt ablegen kann. Dann sieht das wunderbar aus :)

  4. Holtby zum Beispiel, der trifft wenigstens meistens auch die Bude.

    Jurado nervt mich. Der spielt in jedem Ballkontakt mindestens einmal mit der Sohle. So kann man das Spiel nicht schnell machen.

  5. So war die Kritik gar nicht gemeint. Generell habe ich den Eindruck, dass Jones unter Stevens offensiver agiert als unter Rangnick/Magath.
    Wie er sich alle drei Chancen erlaufen hat, war großartig. Keine Frage. Trotzdem kann man doch aber erwarten, dass er mindestens eine der Chancen nutzt. Toll wären zwei. Und bei dreien wäre er auf Schalke wohl der neue Fußballgott…

  6. […] und seine große Fresse! Da spreche ich Jermaine Jones nach dem Spiel gegen Hamburg noch jedwede Torgefährlichkeit ab und da macht der Junge das so wichtige 3:1 in klassischer […]

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