Mrz 052012
 

Schalke verliert beim Tabellenschlusslicht SC Freiburg nicht nur sein drittes Bundesligaauswärtsspiel in Folge, sondern auch zwei der letzten drei Innenverteidiger. Huub Stevens muss sich für das Spiel gegen Hamburg einiges einfallen lassen.

Die Schalker Auswärtsschwäche nimmt mittlerweile dramatische Züge an. Aus den letzten drei Auswärtsspielen in der Bundesliga holte Schalke keinen einzigen Punkt, kassierte sieben Tore und schoss selbst nur eins. Nimmt man die nationalen und internationalen Pokalauswärtsspiele hinzu, verlor Schalke ganze vier der letzten sechs Spiele. Ein Sieg in Köln und ein glückliches Remis in Pilsen werfen kein besseres Licht auf die Einstellung, die das Team in der Ferne teilweise an den Tag legt.

Manager Horst Heldt und Trainer Huub Stevens sollten in den kommenden Wochen hitzebeständig sein, denn auf Schalke brennen derzeit viele kleine Feuer, die sich schnell zu einem Flächenbrand ausweiten könnten.

Da ist zunächst einmal das Verletzungspech, das insbesondere die Verteidigung erfasst hat. Höwedes wird wohl länger fehlen. Fuchs ist auch nicht fit. Metzelder meldete sich schon in der vergangenen Woche ab. Dazu gesellt sich die gelb-rote Karte von Papadopoulos, die Joel Matip als letzten Mohikaner in der Innenverteidigung übrig lässt.

Weiter geht es mit Jefferson Farfan. Warum der Peruaner plötzlich so müde war, werden wir Außenstehenden wohl nie erfahren. Vielleicht denkt sich der Boulevard eine knackige Story aus, die wir alle glauben sollen. Ich will mir auch kein Urteil bilden, doch die Enttäuschung über die Umstände kann ich nicht verhehlen. Schade, dass es mit Schalke und Farfan zu Ende geht. Immerhin kann man wohl die These aufstellen, dass wir gegen Freiburg auch mit Farfan kaum gewonnen hätten.

Das nächste kleine Feuerchen, das für mich schon seit Wochen sichtbar lodert, trägt den Namen Raúl. Dass sich die Vertragsverhandlungen ziehen, nehme ich dem Spanier gar nicht mal übel. Jeder hat das Recht zu pokern und das Beste für sich herauszuholen. Mich ärgert allerdings, wie sich seine Unzufriedenheit auf sein Spiel überträgt und somit die ganze Mannschaft mit nach unten zieht. Freiburg war sicher nicht das schlechteste Spiel des Senor, doch in so vielen Szenen sprechen seine Gesten und sein Auftreten Bände. Das ist wirklich schade und ich hoffe, dass sich Raúl in den nächsten Spielen zusammen reißt. So ein Verhalten hat er doch wirklich nicht nötig.

Am Donnerstag geht es nach Enschede. Ein richtig schwerer Brocken in unserer derzeitigen Situation. Die vierte Auswärtsniederlage in Folge ist ein ebenso realistisches wie beängstigendes Szenario.

 Posted by on 5. März 2012 at 07:30

  5 Responses to “Heimscheißer”

  1. “ Am Donnerstag geht es nach Enschede. Ein richtig schwerer Brocken in unserer derzeitigen Situation. Die vierte Auswärtsniederlage in Folge ist ein ebenso realistisches wie beängstigendes Szenario.“

    Ich fürchte leider hast Du sowas von Recht… :-(

  2. “Mich ärgert allerdings, wie sich seine Unzufriedenheit auf sein Spiel überträgt und somit die ganze Mannschaft mit nach unten zieht.”

    Raúl spielt derzeit wirklich bescheiden, trumpft nur auf, wenn es in der Mannschaft läuft. Aber ich bezweifle, dass seine Formkrise im Zusammenhang mit der Vertragsverlängerung steht. Zeitlich ja, aber nicht im Kopf. Denn so wie wir Raúl in den letzten 1,5 Jahren kennenlernen durften, kann ich nicht glauben, dass wegen ziehender Vertragsverhandlungen seine Leistung und Lust am Fußball leidet. Wer sagt denn überhaupt, dass er unzufrieden ist? Mit seiner Leistung und der der Mannschaft mit Sicherheit, aber unzufrieden wegen seinem Vertrag? Ich weiß ja nicht…

    • Ich weiß nicht, ob er unzufrieden ist. Ich weiß nur, dass er derzeit doch arg lustlos spielt und ich des öfteren so etwas wie Gleichgültigkeit bei ihm feststelle.
      Egal woran es liegt, es ist Gift für das Schalker Spiel.

  3. Hach, so kennt man Schalke. Nachdem wir das Drei-Trainer-Jahr in so guter Verfassung überstanden haben, dass einem Ende letzten Jahres auch das DFB-Ausscheiden gegen Gladbach relativ egal war, weil die Zukunft trotzdem rosig aussah, wurde man ja schon skeptisch ob der ungewohnten Zustände.
    Jetzt haben wir wieder richtige Schalker Verhältnisse, wie man sie kennt …aber nicht mag.

  4. […] vielen anderen Ecken. Mein Lieblingsspanier war nicht gut und wirkte angespannt. Dies aber auf die Vertragsverhandlungen zurückzuführen finde ich Quatsch, eher ist es das große Loch, das hinter ihm im Mittelfeld […]

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