Mrz 022012
 

Am Samstag spielt der FC Schalke 04 gegen den SC Freiburg. Auf dem Papier eigentlich eine klare Sache, doch der SC Freiburg ist trotz der prekären Lage kein angenehmer Gegner.

In der Winterpause habe ich mich innerlich schon vom SC Freiburg verabschiedet. Als der Wechsel von Papiss Demba Cisse auf die Insel in trockenen Tüchern war, wäre ich jede Wette eingegangen, dass Freiburg sang und klanglos in die 2. Liga verschwindet. Die Auftritte unter dem neuen Trainer Christian Streich waren aber besser, als die Ergebnisse vermuten ließen. Auch deswegen habe ich die Breisgauer noch nicht abgeschrieben.

Vor allem die beiden Auftritte gegen Bremen und München zeigen, dass Freiburg durchaus ein Kandidat ist, um die da oben in der Tabelle zu ärgern. Eigentlich hätte sich der FC Schalke nur in Freiburg anschauen müssen, wie man gegen die München verteidigt, um ein besseres Ergebnis beim Spitzenspiel des vergangenen Spieltages zu erzielen. Freiburg verteidigte mutig, stand hoch, setzte den Rekordmeister früh unter Druck und kam in der Schlussphase des Spiels sogar noch zur Siegchance. Die Mannschaft spielte, als hätte sie nichts zu verlieren. Das hatte sie auch nicht. Genauso wenig wie morgen.

Natürlich will Freiburg in Liga 1 bleiben. Der Unterschied zu all den anderen Kellerkindern ist aber, dass der Abstieg kein Beinbruch wäre. Fans und Verein haben sich damit abgefunden jedes Jahr um den Abstieg zu spielen und ggf. den Gang in die 2. Liga anzutreten. Natürlich liegt am Samstag die Bürde der Heimmannschaft bei unserem Gegner, doch mehr als ein Unentschieden dürfte auch in Freiburg als kleine Sensation gelten.

Auf Schalker Seite spricht man zwar nicht von fest eingeplanten drei Punkten, doch nach den verlorenen Spielen in den direkten Duellen mit den Mitkonkurrenten, muss Schalke jetzt wieder eine Schippe drauf legen, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Wer, wo von Beginn an aufläuft, das hat Huub Stevens wie immer nicht verraten. Fest steht aber, dass er die Qual der Wahl hat. Jermaine Jones ist von seiner Mammutsperre befreit, plagt sich allerdings noch mit Wadenproblemen. Er würde zumindest angeschlagen ins Spiel gehen. Auch Lewis Holtby meldete sich in der Woche zurück und wenn ich seine Worte richtig interpretiere, dann will er von Beginn an ran. Sollten beide auflaufen, wäre Joel Matip wieder für die Innenverteidigung gebucht und Benedikt Höwedes dürfte auf der Rechtsverteidiger Position erneut Pluspunkte für die Europameisterschaft samnmeln.

Verlierer dieser Rochade wäre schlussendlich Marco Höger, der sich in den letzten Wochen mit guten Leistungen einen Platz im Team erkämpft hat. Er dürfte der 12. Mann werden, der als “utility player” dort einspringt, wo es in der Mannschaft nicht läuft. Im Sturm steht nach seinem heftigen Zusammenstoß beim Länderspiel in England, Klaas-Jan Huntelaar auf der Kippe. Berichten zufolge soll er außer einem dicken Brummschädel keinerlei schlimmeren Verletzungen davongetragen haben. Ob dafür Marica wieder eine Chance von Beginn an erhalten wird, ist fraglich. Stevens ließ durchblicken, dass er sich auch durchaus vorstellen könnte, Chinedu Obasi ganz nach vorne zu stellen.

Egal wie die Mannschaft aufläuft, ein Sieg soll her!

Glück auf, ihr Königsblauen! Kämpfen und Siegen!

 

 Posted by on 2. März 2012 at 10:20

  4 Responses to “Nichts zu verlieren vs. Ansprüche gerecht werden”

  1. Schön, dass Lewis wieder da ist!

    Laut aktuellen Meldungen fallen Fuchs und Huntelaar aus und Jeff is von Huub aus dem Kader gestrichen worden.

    Bin mal gespannt, welche erste 11 das ergibt. Würde auch Pukki mal wieder eine Chance gönnen. Und wenn Fuchs tatsächlich ausfällt würde ich gerne mal wieder Escudero sehen…

  2. Die ersten beiden Absätze unterschreibe ich. Jedes einzelne Wort.
    Und den letzten gleich mit.

    Ich bin gespannt, ob Huub das Risko eingeht und angeschlagene Spieler in die Startelf beruft. Falls nicht könnte es so aussehen
    hilde-escudero-papa-benni-uschiiiii-matip-höger-draxler-raul-obasi-marica, wobei ich lieber pukki sehen würde und jurado für obasi, aber unser trainer heisst Huub.

    Wir müssen dieses Spiel eigentlich gewinnen, nicht weil Freiburg so schlecht ist, sondern weil wir den Abstand halten müssen, den auf Bremen und Co.

  3. Kann mir gegen Freiburg auch gut ein 4-2-2-2 vorstellen

    hildebrand
    escudero papa matip benni
    jones holtby
    jurado höger
    raul obasi

  4. Marica kann ich übrigens nicht mehr sehen. Wenn der noch einmal einen Pass verweigert, weil er lieber aus aussichtsloser Position aufs Tor drischt, dann schalte ich sofort aus.

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