Feb 252012
 

Auf Manuel N. sind sie im Ruhrgebiet überhaupt nicht mehr gut zu sprechen. Das angebliche Kind des Ruhrgebiets zog es nach München, um sich dort Titel und Träume zu verwirklichen. Doch was das blogundweiss in monatelanger Recherche, in unzähligen Telefonaten und seitenlangen E-Mails herausgefunden hat, ist schlichtweg eine Sensation.

Seit einigen Monaten tritt eine Gruppe in das Rampenlicht, die vorher scheinbar nur im Untergrund aktiv war: Die Schwabingschaft. Was sie hier und heute im Interview enthüllen, ist kaum zu glauben. Manuel N. war nie wirklich Anhänger der Buerschenschaft! Viel mehr infiltrierte er diese jahrelang im Auftrag seiner wahren Leidenschaft.

Doch genug meiner Worte. Lassen wir die Ex-Schafskopf-Runde, die heute so viel mehr ist, selber zu Wort kommen. Exklusiver Enthüllungsjournalismus im blogundweiss. Viel Spaß!

Liebe Schwabingschaft, stellt euch doch mal vor. Was ist die Schwabingschaft überhaupt und seit wann gibt es euch?

Das ist schwer zu erklären. Früher waren wir nur eine Art Schafkopf-Spielrunde mit bayrischem Hintergrund. Heute verkörpern wir eine Art Lebensgefühl. Wir verkörpern den Sieger, den Gewinner. Wir verkörpern die alten Werte. Wir stehen für Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Treue und Zusammenhalt. Wir verkörpern den Himmel Bayerns. Wir stehen für die Tradition und die Zukunft. Wir stehen für brüderliche Wärme und bayrische Heimat. Wie eine Art Bu(e)rschenschaft. Vorrangig sind wir Bayern und Freunde – keine Ultras oder Fußballfans. Der Manu hat zudem schon Erfahrungen mit schlagenden Verbindungen gesammelt.

Wie viele Mitglieder hat die Schwabingschaft und wie sieht die Hierarchiestruktur aus?

Vorab: Bayern ist stolz auf uns. Unsere Mitgliederzahl kann man nicht so lapidar in Zahlen ausdrücken. Die Schwabingschaft ist auf der ganzen Welt Zuhause. Den christlichen Glaube kann man doch auch nicht in simplen Zahlen ausdrücken. Grundsätzlich sind wir aber immer an passenden Leuten interessiert, wenn denn die üblichen Vorraussetzungen passen. Was unsere Mitglieder gemein haben, ist das Siegergen – der Glaube ans uns selbst und die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit untereinander. Mia san Mia. Gut, wenn der „Tiger“ mal die Alte vom Strunz untenrum anklopft, dann ist das was anderes. Aber grundsätzlich strotzt man hier nur so vor Respekt und Anstand. Geben ist seliger denn Nehmen.

Ihr habt im Sommer einen populären Neuzugang in euren Reihen, der von der Gelsenkirchener Buerschenschaft gewechselt ist. Wie habt ihr den Neue(r)n aufgenommen? Musstet ihr eine Ablöse zahlen?

Über die genauen Transfermodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Allerdings wurde ein Teil mit diversen Seidenschals beglichen. Die jeweiligen Fanszenen haben das untereinander ausgemacht, unter dem Deckmantel der offziellen Ablöse. Zudem ist nicht auszuschließen, dass das Arrangement zu einem späteren Zeitpunkt noch dementsprechend ergänzt wird. Das sollte an dieser Stelle reichen.

Gibt es ein Aufnahmeritual, das er überstehen musste? Zum Beispiel Maßbier stemmen?

Die Verbundenheit zur Region ist das A und O. Aber die eigentliche Reifeprüfung ist eine Art Mutprobe bzw. Treuebeweis. Da gibt es auch verschiedene Varianten. Die pendeln zwischen: Haus anzünden, Frau schlagen, minderjährige Nutten aus Frankreich importieren, Schlägereien im P1 anzetteln oder beim Schuhbeck stockbesoffen die Zeche prellen. Beim Manu war es übrigens eine Langzeitmutprobe: jahrelang bei der UGE / Buerschenschaft rumzulungern, ohne dass jemand rafft, dass er tief im Herzen den Stern des Südens trägt. Wir finden, das hat eigentlich ganz gut geklappt, oder!?

Wie überzeugt seid ihr von seiner Integrität? Hat er sich schon eingelebt?

Manu verkörpert einfach alles, was die Schwabingschaft und Bayern ausmacht. Und in einer Stadt, wo man in 10 Minuten von München Hauptbahnhof zum Flughafen kommt, da kann man sich nur gut einleben. Daher ein klares ja.

Welche Ziele verfolgt die Schwabingschaft?

Wir fordern das Triple: Claudia Strunz-Effenberg, Natascha Ochsenknecht und Verena Kerth nackt im deutschen Playboy. Wir fordern die unverzügliche Umbenennung der Allianz-Arena in „Schwabingschaft – Himmel der Bayern-Arena“. Zudem fordern wir elektronische Getränkekarten im P1. Des Weiteren „11 für 10“ Rabattkarten bei Lipperts Friseure (inklusive waschen). Rund um die Uhr Rührei mit Speck beim Schuhbeck und Freibier für alle Mitglieder der Schwabingschaft.

Von den Wiesn-Festwirten fordern wir jeweils eine eigene Loge auf dem Oktoberfest, aber da stehen wir schon kurz vor der Erfolgsmeldung. Und ganz wichtig: die deutsche Hauptstadt muss endlich nach Schwabing! Da wo sich hingehört! Zudem unterstützen wir sinnvolle Projekte wie z.B.: Pro Bier um halb vier, Bier 2 Euro und Bürotechnik legalisieren.

Moment… bla bla bla… alles nur für die Öffentlichkeit und die PR! Sind wir doch jetzt mal ehrlich – was auch immer der gemeine Pöbel fordert – ob Bier 2 Euro oder Bürotechnik legalisieren, interessiert nen Toten! Die stumpfen Lemminge werden auch in 100 Jahren noch in die Stadien strömen, um Ehrenmännern, wie denen der Schwabingschaft, zuzujubeln!

Viva la Schwabingschaft! Die Elite schwimmt am Ende immer oben! Aurea mediocritas! Punkt!

Darf bei euch jeder mitmachen oder muss der Uli etwa draußen bleiben? Und wie ist es mit Boris B.? Der ist ja auch auf Twitter aktiv und überzeugt durch seinen unnachahmlichen Satzbau.

Ein Lebensgefühl kann man nicht mit einer simplen Mitgliedschaft vergleichen. Selbstverständlich unterstützen wir auch die Schwachen und Hilfebedürftigen – daher können wir auch unsere Sympathien und Führsorgepflichten für Boris B. (#twitternwieboris) und Lothar M. nicht verbergen. Wir sehen es auch als soziale Pflicht der Gesellschaft an, solche Menschen zu unterstützen und sie auf ihrem Weg dauerhaft zu begleiten – mit allen geistigen Schwierigkeiten die dazu gehören. Uli ist uns ein guter Patron. Zuckerbrot und Peitsche bzw. Waldfeste und Straftraining. Bei den Gelagen mit Uli wird sichs immer richtig besorgt. Da haben wir uns schon den Vorhang zugezogen, da wird einem weich in den Knien.

Gibt es eigentlich auch 60er Fans in Schwabingen? Trefft ihr euch regelmäßig zur Dritten Halbzeit?

Nur soviel: in Bayern gibt es viele saftige und grüne Wiesen und im Olympiadorf zählt nicht nur der olympische Gedanke. Aber grundsätzlich gilt: Pack schlägt sich – Pack verträgt sich. Am Ende zählt immer nur Schwabing und Bayern. Amigos stehen am Ende immer zusammen, wie in der Poltik.

Euer Tag der offenen Tür ist ja berühmt berüchtigt. Da kommen Leute aus aller Welt und vergnügen sich in Zelten, die unter anderem nach Kleintieren benannt sind. Wie teuer wird die Maß denn im Oktober 2012? Gehen die Erlöse an wohltätige Zwecke?

Die Maßpreise sind uns doch letztendlich völlig Schnuppe, da wir nicht auf den Cent gucken müssen und eh alles umsonst bekommen. Wichtig ist nur, dass wir im Käferzelt einen ordentlichen Tisch bekommen und wir nicht so weit von der Toilette entfernt sitzen. Ansonsten ist das Oktoberfest doch nur ein mediales Schaulaufen, wo so komische Sauerländer und Anti-Bayern wie Rummenigge und Nerlinger unsere Früchte ernten wollen. Gerade der humorbefreite Falschspieler und Hoeneß-Erbschleicher Nerlinger will sich oft nur mit fremden Lorbehren schmücken, aber das Spiel hatten wir schon nach einer Woche komplett durchschaut. Spieler und Funktionäre kommen und gehen, aber die Schwabingschaft wird immer treu und stolz zu Bayern stehen.

Im Mai ist das Champions League Finale in der Hood. Wie wichtig ist es für die Schwabingschaft, dabei zu sein?

Sicherlich ist das Spiel ein schönes Highlight für die Schwabingschaft. Allerdings steht der Gewinner ja schon fest, das nimmt dem Ganzen die Spannung. Aber es ist immer wieder schön, wenn man alte Weggefährten trifft und man mit unseren Netzwerkfreunden einen schönen Abend verbringen kann. Das fängt beim Problembär-Stoiber an und hört beim Audi-Winterkorn wieder auf. Natürlich laust sich da auch der ein oder andere Prominente ein. Wie es immer so ist, wenn man umsonst essen und trinken kann und die Weiber in kurzen Röcken durch die Inventive-Bereiche huschen. Solche Abende wissen wir durchaus zu schätzen, da hier auch die witzigen Momente nicht zu kurz kommen. Bei der letzten Meisterschaftsfeier z.B. ist der „Irre aus der Autostadt“ (Zitat Uli H.) besoffen im Wölfi-Kostüm eingeschlafen. Die Bilder davon hängen heute immer noch bei einigen als Kühlschrankmagnet in der Küche…

Euer Mitglied Mario G. sieht ja wirklich super aus. Praktisch wie geleckt. Was ist sein Geheimnis?

Die Antwort steckt doch schon in der Frage: Er ist geleckt! Nee, Spaß beiseite! Der schöne Mario sieht zwar blendend aus und hat einen zarten Teint, doch er ist halt nicht das schärfste Messer in der Schublade. Bis zuletzt war er noch der Meinung, wir würden den Froonk R. nur deshalb „Franzmann“ nennen, weil sein Vater Franz heißen würde… da war was los! So gelacht haben wir selten, zuletzt beim Aktienkurs der Borussen. Beim Herbergsvater Don Osram gingen allerdings direkt die Lampen an, aufgrund dieser Dämlichkeit! Nun gut, zurück zu Mario. Sein Erfolgserlebnis reicht weit zurück und ist sehr vielschichtig. Kann man aber in etwa mit Rudolph M. vergleichen, der auch immer sehr adrett und stylisch unterwegs war. Aber auch der ehrenwerte Rudolph M. hat nicht nur seine geliebte Daisy gebürstet, wenn man es mal so einfach und banal ausdrücken darf. Die restlichen Erfolgsrezepte holt er sich wohl beim Sensitive-Bundestrainer und der Nationalmannschaft. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Euer Pressesprecher Phillip L. hat ja letztens ein Buch veröffentlicht. Musste die Schwabingschaft gegenlesen bevor es veröffentlicht wurde?

Hier sind wir nur als Mediator im Hintergrund aufgetreten und haben die jeweiligen Weichen gestellt. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass Jabba the hut aka „Raupe Nimmersatt“ Helmut M. (Fakten! Fakten! Fakten!) von uns und Uli zum Lektorat verdonnert wurde, weil er in der Kellerbar vom Gerhard M.-V. mächtig randaliert hat. Die Wogen wurden aber zeitig und unspektakulär geglättet. Auch dafür sind wir da. Unverkennbar ist allerdings sein Schreibstil in der Dramaturgie. Man kann Fips’ Angst richtig spüren, als der von uns angeheuerte liebestolle Verehrer (der Postbote war nur ein Aprilscherz von uns!) an ihn herantritt und klingelt. Das hat er beim Focus gelernt – einer Postille, die übrigens so unnütz ist, wie ein alkoholfreies Clausthaler beim Heurigen Schubeck! Da ist die Getränkekarte im P1 deutlich sinnvoller und interessanter…

Manuel N., Phillip L., Schwein S. – Alles Weltstars…. Wer wird der nächste?

Da sind noch einige echte Bayern in der geheimen Pipeline – Kevin G., Benni H. und Mario G.. Man munkelt allerdings hinter vorgehaltener Hand, dass Uli den schönen Mario II. zum Waldfest eingeladen hatte. Doch leider hat sich der zarte Beppo das Schambein unterm Solarium verbrannt. Jetzt müssen wir noch etwas warten, bis der frischgesträhnte Knabe wieder hier antischt. Wenn wir jemand finden, der zu uns passt, dann führt kein Weg an uns vorbei. Wir kriegen jeden.

Mia san mia

Schwabingschaft München

Anno 2012 – Schwabingschaft per sempre

 

Das blogundweiss möchte sich bei den Mitgliedern der Schwabingschaft bedanken, dass sie hier so offen gesprochen haben und verabschiedet sich mit einem herzlichen: Fürti!

 

 

 

 Posted by on 25. Februar 2012 at 13:01

  5 Responses to ““Manu verkörpert einfach alles, was die Schwabingschaft und Bayern ausmacht””

  1. Das ist ja ganz schön ausgedacht und geschrieben – aber ist das Thema mit Herrn Neuer nicht schon längst endgültig durch?

  2. DAS wird nie verGEssen! Tolles Interview und eine super Idee, vielen Dank!! :-))

  3. absolute weltklasse!!! bitte mehr davon!!!

  4. […] Ein Interview mit der Schwabingschaft bei blogundweiss.de […]

  5. J’ai visité plusieurs blogs mais l’audio fonction pour des chansons audio current à ce site en fait
    superbe. !..

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