Feb 022012
 

Christian Pander war und ist immer noch einer meiner Lieblingsspieler. Als er und der FC Schalke sich dazu entschlossen haben, getrennte Wege zu gehen, war ich darüber etwas traurig, konnte vor allem den Standpunkt des Vereins nachvollziehen. Christian Pander ist und war ein hervorragender linker Verteidiger, der seine Schwächen eher in der Defensive als in der Offensive hatte. Ein ähnlicher Typ wie Christian Fuchs eben. Leider litt Pander seit Jahren unter Verletzungspech und wurde nie richtig fit. Der Verein hielt bis zum Schluss an ihm fest, verpflichtete keinen weiteren linken Verteidiger, sondern behalf sich mit Notlösungen. Bis es dann zur schiedlich, friedlichen Trennung kam.

Heute wurde ich auf ein Interview von Christian Pander aufmerksam gemacht, in dem er über die Zeit bei Schalke und nun bei Hannover 96 spricht. Grundsätzlich bestätigt der Artikel meinen Eindruck, dass der Verein FC Schalke, die Fans, das gesamte Umfeld immer noch etwas besonderes für Pander sind. Genau so sagt er es auch. Eine Aussage hat mich allerdings stutzig gemacht und wirkt, nimmt man das Zitat für sich, wie ein übles Nachtreten:

Der Unterschied zu Schalke war, dass ich bei Hannover die Zeit bekam, gesund zu werden nach meinen Verletzungen.

Hm. Das hat mich doch ein wenig gewundert und allein war ich mit dieser Verwunderung nicht.

Der Unterschied zu Schalke war, dass ich in Hannover die Zeit bekam, gesund zu werden. #Pander oO?
@heinzgeldermann
Heinz Geldermann
@ So sieht also die Dankbarkeit aus, nachdem der Verein ihn über Jahre (inkl. Vertragsverlängerung) fair mitgezogen hat?
@Tobeilinho
Tobeilinho
@ @ Ähnliches dachte ich auch gerade. Vor allem, da er sich selbst vermutlich auch nie genug Zeit gegeben hat...
@Carlito1904
Carsten aka Carlito

Gerade der letzten Aussage von Carlito1904 kann ich nur zustimmen, denn ist es nicht an dem Spieler zu sagen, wann er wieder spielfähig ist? Natürlich kann ich mir vorstellen, dass auch von Vereinsseite in bestimmten Situationen ein gewisser Druck auf Spieler ausgeübt wird, damit sie möglichst schnell wieder auf den Platz kommen. Doch im Endeffekt liegt die Entscheidung doch beim Spieler. Wenn er sagt, es geht wieder und die Ärzte keine offensichtlichen Schäden mehr feststellen, dann ist man auch so weit.

Ich weiß nicht, was sich dort hinter den Kulissen abgespielt hat. Vielleicht wollte er auch nur mal positiv über seinen aktuellen Verein reden, der ihm offensichtlich diese Zeit gegeben hat, die ihm auf Schalke fehlte. Insgesamt trübt diese Aussage mein Bild von Christian Pander nur unmerklich, denn wenn man den kompletten Artikel liest, ist viel Dankbarkeit und Zuneigung von Seiten Panders gegenüber Schalke zu erkennen.

Ich freue mich auf jeden Fall, dass er bei Hannover gesund geworden ist und wieder richtig guten Fußball spielt. Leider bin ich mir sicher, dass auch die Redakteure des Boulevards diese Zeile gelesen haben werden, um sie irgendwann Anfang April, vor unserem Heimspiel gegen Hannover, vor der Rückkehr von Christian Pander, auszuschlachten.

Apropos Boulevard und so: Auch (unbestimmte) Artikel haben eine Daseinsberechtigung, lieber Peter Wenzel und Co! Es wäre nett, wenn sie die heranwachsenden Generationen ein gutes VorBILD sind und die deutsche Rechtschreibung beachten. Danke!

 

 Posted by on 2. Februar 2012 at 12:03

  4 Responses to “Pander irritiert”

  1. Na, man wundert sich ja immer, ob die Bild-Autoren selber so blöd sind, wie sie so schreiben.
    “Kann ja gar nicht sein! Wer so viel Kohle mit so ner schäbigen Zeitung macht, muss uuuuungeheuer clever sein!”
    Sicher, die Verantwortlichen ganz oben haben vielleicht was drauf, aber ihre Schreiberlinge… Hm.

  2. Werde mir gleich den ganzen Artikel noch einmal in Ruhe durchlesen. Hatte heute morgen nur den zitierten Satz und ein oder zwei drum herum gelesen, die sich auch alle viel positiver anhörten.

    P.S.: bin ich jetzt berühmt? ;-)

  3. Ja aber Hallo!
    Ich hoffe, es bringt ein paar neue Follower :)

  4. Ich warte gespannt! :-)

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