Dez 142011
 

Carlos Zambrano soll in der kommenden Saison wieder für den FC Schalke spielen. Das meldet DerWesten.de unter Berufung auf Manager Horst Heldt.

Die Sache hat allerdings einem Hacken: St. Pauli hat eine Kaufoption auf den Peruaner, der zur Zeit an den Kiezklub ausgeliehen und ist und sich in der Reha befindet. Die Kaufoption hat St. Pauli damals noch mit Felix Magath ausgehandelt. Wie hoch die Ablösesumme sein wird, ist nicht bekannt. DerWesten.de spekuliert, dass sich die Hansestädter Zambrano nur leisten können, wenn sie in der kommenden Saison wieder erstklassig spielen.

Ich frage mich, ob es noch einen dritten Weg gibt: Könnte St. Pauli die Ablöse einfach zahlen, nur um Zambrano direkt wieder zu verscherbeln oder müssen Spieler eine gewisse Zeit einem Verein gehören, bevor sie wieder verkauft werden können? Also zum Beispiel erst in der nächsten Transferperiode? Einen solchen Fall muss es in irgendeiner Form doch schon mal gegeben haben. Mir fällt leider keiner ein.

Generell kann man dem Transfergeschäft einen gewissen Menschenhandel vorwerfen. Spieler werden für Millionen hin- und hergeschoben, bekommen dafür aber natürlich auch eine gute Entlohnung. Ich fände diese Nummer, sollte sie so tatsächlich möglich sein, ein wenig “too much” und auch ein wenig dreist. Ich hoffe, dass beide Verein vor allem auf Carlos Zambrano hören und ihm die Entscheidung überlassen. Vielleicht will er weder in Hamburg bleiben, noch zum FC Schalke zurückkehren.

Ich persönlich würde mich sehr über eine Rückkehr freuen, denn ich halte ihn für einen richtig guten Abwehrspieler. Nicht, dass wir nicht schon genügend Talent in der Defensive hätten, aber von solchen Spielern kann man meiner Meinung nach nie genug haben. Bei ihm wurde in der Magath Saison immer die mangelnde Schnelligkeit kritisiert. Das konnte ich meistens nicht nachvollziehen. Die Hauptsache ist, dass Zambrano erstmal wieder richtig fit wird, denn er hat jetzt seit einem guten Jahr keinen Profifußball mehr gespielt. Eine Entscheidung in dieser Personalie wird es so schnell also auch nicht geben.

 Posted by on 14. Dezember 2011 at 19:48

  17 Responses to “Darf Pauli das?”

  1. Ohne es belegen zu können, einfach nur aus dem Bauch heraus nach dem, was ich irgendwo, irgendwann mal aufgeschnappt habe: Ich meine, dass ein Spieler innerhalb einer Transferperiode immer nur einmal “gekauft” werden darf und dass so die “Kaufen um direkt weiterzuverkaufen”-Kiste nicht erlaubt ist. “Kaufen um zu verleihen” hingegen ist möglich. Stellt sich die Frage: Kann “Kaufen um zu verleihen + Kaufoption für den ausleihenden Verein” diese Regelung nicht hintenrum ganz einfach aushebeln?

    Allerdings: Auch der Spieler hat immer ein Mitspracherecht. Er ist eben doch kein Handelsgut, dass man hin- und herschieben kann. In dem Moment, in dem Zambrano sagt “Da mache ich nicht mit!” sind sämtliche Überlegungen diesbezüglich hinfällig. Denn letztendlich geht der Spieler einen Arbeitsvertrag ein und nur er entscheidet, ob er diesen unterschreibt, oder es bleiben lässt.

  2. Ich meine auch irgendwo gehört zu haben, dass man nicht kaufen kann, um dann direkt wieder zu verkaufen. Somit wäre diese dritte Option hinfällig. Vielleicht findet sich ja noch wer, der das Ganze irgendwie belgen bzw. mit einem Beispiel füllen kann.

  3. Es gab ja damals diesen Fall mit Misimovic der von Istanbul nicht zu Schalke durfte. Weil ein Spieler nur einmal pro Saison innerhalb Europas wechseln darf.

  4. Soweit ich weiß dürfen die das. Das Regelwerk sagt ja nur, ein Spieler darf nicht innerhalb einer Wechselperiode zweimal wechseln. Das wäre hier ja nicht der Fall. Er war bei Pauli unter Vertrag (wenn auch nur geliehen) und wechselt dann zu XY. Somit ist das nur ein Wechsel.
    Die feste Verpflichtung gilt dann meines Erachtens nicht als Wechsel bewertet, da er ja beim Verein “bleibt”…

    Bin da aber kein Experte. Meine aber, sowas ähnliches mal gelesen zu haben.

    • Stimm nicht ganz.
      Er würde in diesem Fall 2x wechseln:

      1. Wechsel: Pauli zieht die Kaufoption und damit “gehört” Ihnen der Spieler zum ersten Mal.
      2. Wechsel: Schalke kauft den Spieler, da die Transferrechte nun bei Pauli liegen.

      • Eher nicht. Er “gehört” ja im Moment Pauli, sie verlängern das Engagement also nur. Der Verkauf an XY wäre dann der “eine, erlaubte Wechsel”.

  5. Die Fragen, die ich mir gerade noch stelle:

    1) Bis wann muss Pauli die Kaufoption ziehen?
    2) Geht das auch außerhalb der Transferperiode?
    3) Würde die Klausel “2x wechseln geht nicht” aufgehoben, wenn dem so wäre?

  6. Die Situation kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich sach nur Christian Fuchs!
    Ausgeliehen von Bochum an Mainz, dann wurde er von Mainz 2011 fest verpflichtet und kurze Zeit später an Schalke verkauft!
    War doch so oder?
    So, schnell mal bei wiki nachgschaut und siehe da

    http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Fuchs_%28Fu%C3%9Fballspieler%29

    Am 19. Juli 2010 wurde bekanntgegeben, dass Fuchs zunächst auf Leihbasis zum 1. FSV Mainz 05 wechselt, der Verein jedoch zusätzlich eine Kaufoption erhält.[4] Diese Option zog der FSV Mainz zum Abschluss der Saison 2010/2011 und stattete Fuchs mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2015 aus.[5] In Mainz gehörte der Neunkirchener wie bereits in Bochum zu den Leistungsträgern und hatte einen großen Anteil am fünften Tabellenplatz seiner Mannschaft, die bisher beste Platzierung der Mainzer in der Bundesliga. Für seine Leistungen wurde Fuchs unter anderem in die Kicker-Elf der Hinrunde berufen.[6]

    Am 6. Juni 2011 gab der FC Schalke 04 die Verpflichtung von Fuchs vom 1. FSV Mainz 05 bekannt.[7]

    So, da haben wir den Salat ;-)

    • Hmpf. Wie Recht du hast. Da sucht man die ganze Zeit nach einem Beispiel und es liegt quasi direkt vor der Nase.

      Dann können wir nur hoffen, dass Zambrano zurück zum FC Schalke will, schaut man sich den Artikel an, muss man zumindest daran zweifeln.

      Satte neun Monate hatte Zambrano (22) mit einem Muskelsehnenriss zu kämpfen, ist inzwischen wieder ins Teamtraining zurückgekehrt. Auch wenn Schalke ihn offenbar im Sommer zurückzuholen gedenkt, sagte er kürzlich: „Ich will St. Pauli etwas zurückgeben.“ Womöglich an der Seite eines „Erzrivalen“.

      Quelle: http://www.mopo.de/fc-st–pauli/fc-st–pauli-sobiech-und-zambrano-vor-comeback,5067040,11305356.html

      • Ja ja, deswegen war/ist doch der Fuchser so ein Rotes Tuch für den Tuchel!
        An den Stress habe ich mich erinnert und dann lag die “Lösung” für mich auf der Hand :-)

  7. Zuerst einmal, Ja, dürfen Sie.Ich meine mich zu erinnern dass es einige solcher Fälle, also Kaufoption zum Weiterverkauf schon öfters gab. Ignovski der von 1860 zu Bremen gewechselt ist war auch so ein Fall, 1860 konnte sich die KO eigentlich gar nicht leisten, war eigentlich finanziell auf einen Weiterverkauf angewiesen.

    Allerdings ist das bei Zambrano so eine verzwickte Situation, da blickt absolut niemand mehr durch.
    Die Transferrechte liegen verstreut bei Schalke, St.Pauli und einer Schweizer Investment Firma (nachzulesen im transfermarkt.de Forum, habe leider grade keinen Link zu den Quellen). Das kam hoch als Zambrano letzten Sommer schon wechseln sollte, da scheiterte es ja an seiner Verletzung.

    Das große Problem an der Sache ist, dass niemand weiß wer wie viele Anteile an ihm hat, also wer entscheiden darf und ob jemand ein “Veto Recht” hat. So wie ich es deute hat Schalke wohl auf jeden Fall ein Mitspracherecht, sonst wär es immer Sommer nicht ganz so wirr gelaufen. Vermutlich hat die Schweizer Firma nur stille Anteile, also kein Mitspracherecht, und das Transferrecht liegt zu gleichen Teilen bei Pauli und Schalke.

    Mit Zambrano werden wir auf jeden Fall noch sehr viel Spaß haben ;D

  8. Das Wichtigste vorweg: “Pauli” ist dieser kleine Maulwurf aus der Sendung mit der Maus, der Verein den Du meinst wird sonst nur noch von Bild und Mopo so bezeichnet, also bitte “St.Pauli”, für die Zukunft, Danke :)

    Zum Thema: Ist ja von der Sachlage her schon beantwortet worden, war genau so schon in der Sommerpause ein Thema, als Stanislawaski ihn trotz Verletzung mit nach Hoffenheim nehmen wollte, dies aber letztlich (glaube ich zumindest) am Medizincheck scheiterte (gab auch einigen Streß, weil das Hin und Her zwischen der Kommunikation aller drei Vereine etwas kurios war).
    Nun sieht es so aus, als würde er nach der Winterpause zurückkehren und uns diese Schalker Leihgabe (zusammen mit der BVB-Leihgabe(!) Lasse Sobiech mehr Stabilität in der Innenverteidigung geben. Einen Aufstieg in die erste Liga könnte er sicher mitmachen, bei Nicht-Aufstieg wird es wohl auf Dein Szenario Drei hinauslaufen.
    Ausgehandelt hat das für uns (zugegebenermaßen extrem clever) wohl damals mit Magath Euer alter Bekannter Helmut Schulte.

    • “Das Wichtigste vorweg: “Pauli” ist dieser kleine Maulwurf aus der Sendung mit der Maus, der Verein den Du meinst wird sonst nur noch von Bild und Mopo so bezeichnet, also bitte “St.Pauli”, für die Zukunft, Danke :)”

      :)))))))

    • Erstmal möchte ich mich für die falsche Wortwahl entschuldigen. Die Frage, die sich mir gerade stellt: Gilt die Kaufoption auch für die zweite Liga? Als die Leihe zustande kam und Zambrano durchaus damit rechnen musste, dass St. Pauli bis zum Ende des Leihvertrages wieder in der zweiten Liga spielt, hätte ich mir eine Klausel einbauen lassen, dass die Kaufoption nur gezogen werden kann, wenn der Verein erstklassig spielt.

      Ist alles natürlich sehr schwer zu beantworten. Vor allem zu diesem Zeitpunkt. Ich denke, dass frühestens im März wieder Bewegung in die Sache kommt.

      • Naja, wenn man nicht grad den Vertrag vorliegen kann, können wir alle nur mutmaßen, allerdings wären wir ja auch schon im Sommer Zweitligist gewesen, daher: Sollte gelten.
        Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Schalkes Anteil nach oben ab einer gewissen Summe “gedeckelt”, den Rest teilen sich der FC St.Pauli und diese Agentur. Aber wie gesagt, auch ich ziehe dies nur aus der Erinnerung und Presseartikeln, außer Heldt, Schulte und Zambranos Berateragentur dürften momentan nur sehr wenige wirklich verbindlich Auskunft geben können.

  9. “Generell kann man dem Transfergeschäft einen gewissen Menschenhandel vorwerfen. Spieler werden für Millionen hin- und hergeschoben, bekommen dafür aber natürlich auch eine gute Entlohnung. Ich fände diese Nummer, sollte sie so tatsächlich möglich sein, ein wenig “too much” und auch ein wenig dreist.”

    Entschuldige aber es ist wohl eher umgekehrt, dass Spieler zu viel Macht über die Vereine haben. Jeder Spieler kann seinen Wechsel erzwingen und sogar seinen Marktwert erheblich senken, indem er z.B. verkündet nicht den Vertrag zu verlängern. Auf diese Weise entsteht den Vereinen ein erheblicher finanzieller Schaden, wissen doch die Interessenten zu diesem Zeitpunkt, dass der Verein den Spieler verkaufen muss um noch Transfererlöse zu generieren.

    Zum Thema: Hat Zambrano denn überhaupt gesagt das er zu Schalke möchte? Man kann einen Spieler nicht transferieren der nicht möchte….Kann mir durchaus vorstellen, dass er liebers zu einem Verein geht, wo er einen Stammplatz bekommt.

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